Aktualisiert am 06 Juli 26 von

Betsizing - Wie viel setzen und warum?

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Einleitung

In diesem Artikel

  • Wovon die Setzgröße abhängt
  • Wie du maximalen Value erzielst
  • Wofür Einsätze noch gut sind

Unter Betsizing versteht man das Festlegen der Höhe eines Einsatzes (Bet). In diesem Artikel lernst du, wie du eine gute und sinnvolle Größe deiner Einsätze gestaltest.

Ein zweiter Schwerpunkt dieses Artikels behandelt die Frage, welche Ziele du eigentlich mit einem Einsatz verfolgst. Warum setzt du? Wenn du verstehst, warum du etwas tust, wird es dir wesentlich leichter fallen, in einer konkreten Spielsituation die richtige Entscheidung zu treffen.

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Du solltest dennoch auch den Artikel durchlesen, um die Strategie auch wirklich zu verstehen. Dein Pokerkonto wird es dir danken.

Wonach richtet sich die Höhe deines Einsatzes?

DIE GEMEINSCHAFTSKARTEN

Wenn du dir die Gemeinschaftskarten anschaust, dann interessieren dich wesentlich zwei Sachen:

  • Habe ich selbst etwas getroffen und was habe ich getroffen?
  • Welche anderen Hände lassen die Karten zu, die mein Gegner dann evtl. haben könnte, z.B. Draws?
DIE GRÖßE DES POTS

Die Höhe eines Einsatzes wird in der Regel im Verhältnis zum gesamten Pot beschrieben:

  • Potsize = ganzer Pot
  • 2/3 Potsize = 2/3 des Pots
  • 3/4 Potsize = 3/4 des Pots
  • 1/2 Potsize = 1/2 des Pots

Dein Einsatz richtet sich immer danach, wie groß der Pot ist. Je größer er ist, desto größer ist im Regelfall dein Einsatz.

DIE STACKGRÖßEN

In einem Turnier tritt die Situation recht häufig auf, dass man selbst oder der/die Gegner nur so viele Chips übrig haben, dass ein vernünftiger Einsatz im Verhältnis dazu so groß ausfiele, sodass man so oder so nicht mehr aus der Hand herauskäme.

Hat dein Gegner 1000 Chips und du setzt am Flop 700 Chips, dann wird er die Hand kaum noch aufgeben können, sollte er da mitgehen. Am Turn hat er schließlich nur noch 300 Chips übrig, denen ein riesiger Pot gegenübersteht. Wer steigt da noch aus?

Man sagt auch: Der Spieler ist potcommitted, an den Pot gebunden. Er kann eigentlich gar nicht mehr aus der Hand. Es liegen so viele Chips in der Mitte und er hat selbst nur noch so wenige übrig.

Das musst du beachten: Wenn du oder dein Gegner sich mit einer Bet pot-committen würden, dann ist ein All-In oft sinnvoller.

Die Frage ist: Wenn ich setze, was passiert, wenn ein Gegner mitgeht? Bin ich dann pot-committed oder ist er es?

DIE ANZAHL DER GEGNER

Je nach Anzahl der Gegner und Struktur der Gemeinschaftskarten musst du entscheiden, ob du deine Hand eventuell schützen musst. Je mehr Gegner und je mehr Draws das Board zulässt, die deine Hand noch überholen können, desto eher musst du deine Hand schützen.

Die Anzahl der Gegner kann auch ausschlaggebend sein in der Frage, ob du eine so genannte Continuationbet machen solltest. Diesen Spielzug werden wir später noch einmal behandeln. Knapp gesagt, machst du eine Continuationbet, wenn du vor dem Flop erhöht hast und am Flop setzt. Dafür musst du nicht unbedingt etwas getroffen haben, sondern du hoffst oft auch einfach darauf, dass du mit deiner gezeigten Stärke alle Gegner zum Aussteigen bringst. Dafür sinkt natürlich die Wahrscheinlichkeit umso mehr, je mehr Gegner du hast.

WIE VERLIEF DIE HAND BISHER?

Wann, ob und wie viel du setzt, hängt natürlich auch davon ab, wie die Hand bisher verlaufen ist. Hat ein Gegner Stärke gezeigt, indem er vor dem Flop erhöht hat, oder ist er nur mitgegangen, um einen billigen Flop zu sehen?

DAS IMAGE

Wie wirkst du auf deine Gegner? Was werden sie wohl glauben, was für ein Spieler du bist? Das ist dein Image. Hast du in letzter Zeit viele Hände gespielt oder wenige? Hast du sehr aggressiv gespielt oder nicht? Deine Gegner werden darauf immer reagieren. Hast du viele Hände aggressiv gespielt, kann es sein, dass sie dich für einen notorischen Bluffer halten und du mit einer starken Hand mehr setzen kannst, weil sie dir eh nichts mehr glauben.

Aber auch das Image deiner Gegner ist für dich von Bedeutung. Ein Gegner, der viele Hände spielt, die er ungern aufgibt, wird auch größere Einsätze bezahlen. Willst du für eine gute Hand ausbezahlt werden oder deine Hand schützen, dann solltest du gegen ihn größere Einsätze machen. Andererseits machen Bluffs wie die schon erwähnte Continuationbet wenig Sinn gegen ihn.

Welche Ziele verfolgst du mit deinem Einsatz?

Die Ausprägung der zuvor genannten Faktoren bestimmt die Höhe deines Einsatzes. Bestimmend ist aber auch, welches Ziel du überhaupt mit deinem Einsatz verfolgst. Wenn du setzt, dann musst du auch wissen: Was will ich jetzt erreichen?

Mit einem Einsatz kannst du unterschiedliche Ziele verfolgen:

  • Möglichst viele Chips mit einer starken Hand zu gewinnen. Man sagt auch: den Value maximieren.
  • Den Pot mit einer Continuationbet zu gewinnen, dem schon erwähnten Einsatz am Flop, nachdem du vor dem Flop erhöht hast. Das kann auch ein Bluff sein.
  • Herauszufinden, wo du stehst, also zu schauen: Wie reagiert mein Gegner, wenn ich setze? So erfährst du mehr über die Stärke seiner Hand und ob er überhaupt Interesse hat, weiterzuspielen.
  • Mit einem relativ kleinen Einsatz kannst du auch versuchen, die nächste Gemeinschaftskarte oder den Showdown möglichst billig zu sehen. Das nennt man eine Blockbet, die einfach dazu gedacht ist, den Gegner davon abzuhalten, einen großen und für dich zu teuren Einsatz zu machen.
  • Sind mit den Gemeinschaftskarten Draws möglich oder ist deine Hand generell verwundbar, dann hat dein Einsatz die Absicht, die nächste Gemeinschaftskarte für deine Gegner teuer zu machen. So schützt du deine Hand.
VALUEMAXIMIERUNG - MÖGLICHST VIEL GEWINNEN

Den eigenen Value zu maximieren, also möglichst viele Chips mit einer guten Hand zu gewinnen, erreichst du, indem du deine Gegner zu den größtmöglichen Fehlern verleitest. Um abschätzen zu können, welchen Einsatz ein Gegner mitgeht, brauchst du einen Eindruck bzgl. seines Images, also wie er bisher so gespielt hat, und seiner Hand.

Ist der Pot bereits so groß und Chipanzahl deines Gegners daran gemessen so klein, dass er pot-committed ist, kannst du im Prinzip gleich All-In gehen.

Ist der Pot noch relativ klein bzw. sind eure Chipstände im Vergleich dazu relativ groß, muss man abwägen. Gegen einen Gegner wirkt ein Einsatz in Größe des Pots (potsized Bet) meistens abschreckend, wenn der Gegner nichts oder nur wenig getroffen hat. In diesem Fall wäre ein Einsatz in Höhe des halben Pots besser. Bei ungefährlichen Gemeinschaftskarten, die keine Draws zulassen, kannst du eventuell sogar nur schieben, um deinem Gegner die Gelegenheit für einen Einsatz oder einen Bluff zu geben.

Hat ein Gegner bereits geschoben, musst du anhand der Gemeinschaftskarten und des bisherigen Handverlaufs abwägen, ob du ebenfalls schiebst und ihm eine weitere kostenlose Gemeinschaftskarte gewährst oder lieber einen Einsatz in Höhe des halben Pots anbringst.

Hast du ein so genanntes looses Image, warst du vorher recht aktiv, solltest du setzen, da dein Einsatz hier durchaus als Versuch gesehen werden kann, den Pot zu stehlen. Je mehr Gegner in der Hand sind, desto eher solltest du deine Hand schützen. Du willst schließlich nicht noch überholt werden, weil ein Gegner eine glückliche Gemeinschaftskarte trifft. Lassen die Gemeinschaftskarten viele Draws zu, empfiehlt sich ein Einsatz in Höhe des Pots.

Bei aggressiven Gegnern, die sehr wahrscheinlich setzen, wenn du schiebst, kannst du auch ein Checkraise ansetzen, also schieben, um anschließend zu erhöhen.

Es ist bei der Valuemaximierung nicht dein Ziel, deine Gegner, die beispielsweise Draws halten, durch zu hohe Einsätze aus der Hand zu vertreiben. Vielmehr willst du sie zu einem Fehler verleiten, indem sie für ihre Draws zu viele Chips bezahlen. Man sagt auch: Du willst ihnen die falschen Odds geben. Das ist aber ein anderes Thema, das du in einem weiterführenden Artikel genauer kennen lernst.

CONTINUATIONBETTING

Hast du vor dem Flop erhöht, wirst du am Flop häufig in der Situation sein, nichts getroffen zu haben. Trotzdem hast du mit deiner Erhöhung schon eine starke Hand angezeigt. Bei nur einem Gegner bietet es sich daher an, dass du am Flop erneut setzt, obwohl du nichts getroffen hast - du bluffst. Das nennt man dann eine Continuationbet.

Dieser Einsatz sollte nicht zu hoch sein, um nicht unnötig den Verdacht zu bestärken, du wolltest den Pot stehlen. In der Regel reicht ein Einsatz in Höhe von 1/2 bis 2/3 des Pots.

In manchen Fällen ist der Flop für eine Continuationbet nicht geeignet. Hast du beispielsweise mit einem Paar Buben erhöht und am Flop kommen ein Ass und ein König, kannst du dir die Continuationbet meistens sparen.

Gleiches gilt für die Fälle, in denen mehr als ein Gegner in der Hand ist. Nur in wenigen Fällen, wenn du als sehr solide angesehen wirst und die Gegner auch in der Lage sind, Hände wegzulegen, lohnt sich noch ein Einsatz. Ein weiterer entscheidender Faktor sind die Chipstände. Eine Continuationbet sollte deinen Stack nicht zu sehr belasten und die Gegner nicht schon pot-committen.

INFORMATION - HERAUSFINDEN WO DU STEHST

Es wird oft vorkommen, dass du den Flop nur teilweise triffst und/oder dass die Gemeinschaftskarten drawlastig sind. Hast du vor dem Flop erhöht, solltest du mit einem Einsatz in Höhe von der Hälfte des Pots herausfinden, wo du stehst. Hast du z.B. im Big Blind mit JT ein Paar Zehnen am Flop getroffen, es liegt aber noch eine Dame da, bietet sich gegen einen oder zwei Gegner ein solcher Einsatz an. Je nach Eindruck des Gegners solltest du die Hand bei Widerstand aber aufgeben oder versuchen, möglichst günstig zum Showdown zu kommen.

Je mehr Gegner in der Hand sind, desto seltener solltest du solche Einsätze machen, da das zweitbeste Paar oder schlechter sehr oft nicht gut genug ist.

BLOCKBETTING - DEN GEGNER IN SCHACH HALTEN

Das Konzept der Blockbet gehört thematisch eher zu den fortgeschrittenen Themen, soll deshalb jedoch nicht unerwähnt bleiben. Es setzt voraus, dass du einen guten Eindruck (Reads) von den Gegnern sowie deren möglichen Händen hast. Der Sinn einer Blockbet liegt darin, die nächste Karte oder den Showdown billiger zu sehen, wenn man davon ausgehen muss, dass ein Gegner sonst größere und zu teure Einsätze bringt.

Hast du beispielsweise eine Hand, mit der du gut möglich noch vorne liegst, sie ist aber nicht wirklich berauschend, kannst du eine kleine Blockbet am River anbringen, um den Gegner davon abzuhalten, groß zu setzen. Der Einsatz sollte deinen Chipstand nicht zu sehr belasten, aber auch nicht als vom Gegner zu gering angesehen werden, um nicht eine Erhöhung zu provozieren. In einen Pot von 700 Chips würde eine Bet von 200 Chips genügen.

Hält man nach dem Flop einen Draw, kann eine relativ kleine Bet den gleichen Zweck erfüllen. Du setzt klein, um einen großen Einsatz des Gegners zu verhindern und so billig die nächste Gemeinschaftskarte zu sehen.

PROTECTION - DIE HAND SCHÜTZEN

Sobald die Gemeinschaftskarten unfertige Hände zulassen, die deine Hand noch überholen können, besteht die Möglichkeit, dass einer deiner Gegner genau diese Karten hat. Deine Hand jetzt mit einem Einsatz zu schützen, bedeutet, so viel zu setzen, dass der Gegner einen mathematischen Fehler begeht, wenn er den Einsatz mitgeht.

Du machst die nächste Gemeinschaftskarte zu teuer für ihn. Hat der Gegner z.B. einen Flushdraw und du setzt am Turn in Höhe des Pots, dann ist der Einsatz nicht mehr profitabel mitzugehen für ihn.

Praxisbeispiele

CONTINUATIONBET MIT AK

Chipstände:
UTG (1730)
Hero (1500)
MP1 (1500)
MP2 (1360)
MP3 (1500)
CO (1490)
Button (1320)
SB (1480)
BB (1620)

Preflop: Hero is in UTG+1 with A K
UTG folds, Hero raises to t80, MP1 folds, MP2 folds, MP3 folds, CO folds, Button folds, SB folds, BB calls t60

Flop: (t170) Q Q 9 (2 players)
BB checks, Hero bets t120, BB calls t120

Turn: (t410) 4 (2 players)
BB checks, Hero checks

River: (t410) A (2 players)
BB checks, Hero checks

Results:

BB has Kh, Ad (two pair, Aces and Queens)
Hero has Ah, Kc (two pair, Aces and Queens)

Kommentar:
Am Flop hast du nichts getroffen. Auf Grund der Struktur des Flops kann man dies allerdings auch für den Gegner vermuten.

Aus diesem Grund setzt du hier 2/3 des Pots. Da der Gegner mitgeht, vermutest du ein Paar bei ihm, eine 9 oder bestenfalls AK. Von daher hättest du so keine weiteren Chips investiert und bist froh über den kostenlosen Showdown. Eine Valuebet auf dem River wäre ebenfalls vertretbar, da sich in Villains Range genügend Hände befinden mit denen er callen würde.

VALUEMAXIMIERUNG MIT SEHR STARKER HAND

Chipstände:
UTG (1525)
UTG+1 (1760)
MP1 (1425)
Hero (1435)
MP3 (1685)
CO (1260)
Button (1455)
SB (1440)
BB (1515)

Preflop: Hero is in MP2 with K A
UTG folds, UTG+1 folds, MP1 calls t30, Hero raises to t120, MP3 folds, CO folds, Button folds, SB folds, BB folds, MP1 calls t90

Flop: (t285) T J Q (2 players)
MP1 checks, Hero bets t150, MP1 folds

Kommentar:
Am Flop hast du gegen einen Gegner die bestmögliche Hand (Nuts) bei geringer Flushgefahr. Nachdem er geschoben hat, hast du die Möglichkeit, eine kostenlose Turnkarte zu geben oder die Hälfte des Pots als Einsatz zu bringen, um den Gegner nicht abzuschrecken.

Möglicherweise wäre die erste Variante besser. Gegen einen Gegner ist die Flushgefahr nicht besonders hoch. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, was am Turn kommen muss, um ihn dazu zu bringen, Chips zu investieren.

POSITIONSBESTIMMUNG MIT MITTELSTARKER HAND

Chipstände:
UTG (1725)
UTG+1 (1545)
MP1 (2545)
MP2 (1850)
MP3 (220)
Hero (1335)
Button (1630)
SB (1545)
BB (1105)

Preflop: Hero is in CO with J J
UTG folds, UTG+1 folds, MP1 folds, MP2 folds, MP3 folds, Hero raises to t150, Button folds, SB folds, BB calls t100

Flop: (t325) 7 7 A (2 players)
BB checks, Hero bets t200, BB folds

Kommentar:
Um zu wissen, wo du am Flop stehst, setzt du hier ungefähr 2/3 des Pots. Das Ass ist zwar die Karte, die man sich mit JJ am wenigsten wünscht, allerdings hat der Gegner auch keine Stärke gezeigt und ist im Big Blind möglicherweise auch mit schwächeren Händen die Erhöhung mitgegangen.

VALUEMAXIMIERUNG UND PROTECTION MIT AA

Chipstände:
UTG (1320)
UTG+1 (1480)
MP1 (1650)
MP2 (1500)
MP3 (1690)
CO (1450)
Hero (1430)
SB (1480)
BB (1500)

Preflop: Hero is in Button with A A
UTG folds, UTG+1 folds, MP1 calls t20, MP2 folds, MP3 calls t20, CO folds, Hero raises to t120, SB folds, BB folds, MP1 calls t100, MP3 folds

Flop: (t290) T Q 3 (2 players)
MP1 checks, Hero bets t160, MP1 calls t160

Turn: (t610) 5 (2 players)
MP1 checks, Hero bets t520, MP1 calls t520

River: (t1650) T (2 players)
MP1 checks, Hero checks

Results:
MP1 has 8s, Js (a pair of Tens)
Hero has Ah, As (two pair, Aces and Tens)

Kommentar:
Am Flop hast du gegen einen Gegner ein Überpaar. Aus diesem Grund setzt du nur etwas mehr als die Hälfte des Pots. Dadurch, dass er mitgeht, gibt der Gegner dir zu verstehen, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit den Flop in irgendeiner Form getroffen hat oder einen Draw hat.

Nachdem er am Turn schiebt, setzt du aus diesem Grund mehr als 2/3 des Pots.

Am River kommt mit der 10 eine Karte, die der Gegner gut bereits am Flop getroffen haben könnte. Auf der anderen Seite sind Draws nicht angekommen, so dass du kaum Hände siehst, die du schlägst und die einen Einsatz am River noch mitgehen. Hätte er die Dame getroffen, hätte er am Flop wahrscheinlich erhöht.

VALUEMAXIMIERUNG MIT DRILLING

Chipstände:
UTG (1500)
UTG+1 (1500)
MP1 (1500)
MP2 (1500)
MP3 (1500)
CO (1500)
Hero (1500)
SB (1500)
BB (1500)

Preflop: Hero is in Button with J J
UTG folds, UTG+1 folds, MP1 calls t20, MP2 folds, MP3 folds, CO folds, Hero raises to t80, SB folds, BB calls t60, MP1 folds

Flop: (t190) 8 T J (2 players)
BB checks, Hero bets t100, BB calls t100

Turn: (t390) 6 (2 players)
BB checks, Hero bets t240, BB calls t240

River: (t870) 8 (2 players)
BB checks, Hero bets t540, BB folds

Kommentar:
Mit einem Drilling bist du dir sicher, am Flop vorne zu liegen. Den Gemeinschaftskarten kann man allerdings eine gewisse Drawlastigkeit nicht absprechen.

Dennoch möchtest du den einzigen Gegner nicht vertreiben und setzt deshalb nur etwa die Hälfte des Pots.

Mit der dritten Kreuz-Karte ist ein möglicher Flushdraw dann am Turn vollendet. Möglicherweise hätte der Gegner diesen jedoch bereits angespielt, von daher bist du hier oft noch vorne.

Ein All-In des Gegners würdest du aufgrund der Aussichten auf ein Full House oder einen Vierling mitgehen.

Am River hast du dein Full House und setze ca. 2/3 des Pots.

Fazit

Wie viel du setzt, das weißt du jetzt, hängt von mehreren Faktoren ab. Es hängt auch davon ab, was du mit dem Einsatz erreichen willst.

Als Standardgröße gilt immer: Du setzt 2/3 des Pots bis ganzen Pot. Für eine Continuationbet kannst du auch auf halben Pot hinuntergehen.

Auch bei einer Blockbet, deren Sinn es ja ist, die Einsätze klein zu halten, sollte dein Einsatz natürlich auch kleiner sein, 1/3 des Pots oder weniger.