Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Blocker Bets

Ein weiterer Kurzartikel für unsere Anfänger, dieses Mal mit einer Möglichkeit, große Bets vom Gegner zu vermeiden, wenn man sich out of position befindet.

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Ein Hilfsmittel beim Spiel out of position

Eine Blocker Bet, nicht zu verwechseln mit einem Blocker, ist ein Mittel, das man nutzen kann, wenn man in einer Hand keine Position auf den Gegner hat.

Dabei setzt man out of position eine kleine Bet, um den Gegner dazu zu bringen, einen kleineren Einsatz zu callen, als er womöglich selbst gebettet hätte, wenn man lediglich checken würde.

Wenn man zum Beispiel erwartet, dass der Gegner 2/3 des Pots setzt, wenn man checkt, würde man 1/5 des Pots selbst setzen und hoffen, dass lediglich ein Call folgt.

Blocker Bets sind also ein Hilfsmittel, wenn man die nächste Karte so günstig wie möglich sehen will oder wenn man seine Hand am River für einen minimalen Einsatz zum Showdown bringen will.

Nützlich, aber leicht zu exploiten

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Es müssen starke Hände eingestreut werden, damit man nicht exploitbar wird

Vor allem wenn man also einen Draw oder eine marginale Hand hält, können Blocker Bets ihren Nutzen entfalten, wenn der Gegner tatsächlich mitspielt.

Erreicht man den River mit einem Second Pair und geht davon aus, dass man vorne liegt, will man nicht mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert werden, wenn man lediglich zu einem aggressiven Gegner checkt. Setzt man nur 20% des Pots könnte man vermeiden, mit einer marginalen Hand noch einmal den kompletten Pot zu callen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Gegner aufgrund des geringen Einsatzes noch einmal mit einer schwächeren Hand als der eigenen callt, gleichzeitig aber eine Hand foldet, mit der er womöglich versucht hätte zu bluffen.

Wenn man einen Flush- oder Straightdraw jagt und eine hohe Bet vom Gegner einem nicht die richtigen Odds dafür gewähren würde, könnte man sich mit einer kleinen Blocker Bet selbst die Odds geben, die man für eine weitere Street bräuchte. Hin und wieder reicht es vielleicht sogar, um einen Fold zu bekommen oder dass man günstig davonkommt, falls man seinen Draw doch nicht trifft.

Das Risiko bei Blocker Bets ist, dass es für einen guten Gegner eigentlich sehr offensichtlich ist, was man gerade versucht. Sie funktionieren vielleicht noch gegen schwache Regulars, ein guter aggressiver Spieler wird jedoch erkennen, dass man selten eine gute Hand halten wird, wenn man out of position einen kleinen Betrag setzt, und den Versuch häufig mit einem Bluffraise beantworten.

Aus diesem Grund muss man gegen gute Spieler, wie bei vielen anderen Plays, zwangsläufig für Balance bei der Range sorgen, mit der man Blocker Bets spielt. Das bedeutet, dass man hin und wieder auch eine kleine Bet out of position mit einer äußerst starken Hand einstreuen muss, damit man nicht langfristig von einem aggressiven Gegner exploitet wird, der imstande ist, einen Bluffraise zu spielen.

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