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Das Recht der Straße: Radarwarner, Laserwarner und Blitzer-Apps 2.0

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Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Hennes
Warum so kompliziert? Einfacher als "Helmpflicht für alle Fahrradfahrer" gehts doch nicht. Und mir ist kein wirklich gutes Argument bekannt welches dagegen sprechen würde

Wenn Du so pauschal argumentierst müsstest Du auch eine Helmpflicht für Fussgänger befürworten.


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Original von Rubnik
Die Frage ging eigentlich an Pr0digy1, von Ihm stammt ja auch das Zitat die Grenze muss man irgendwo setzen. ;)

Oh, na dann verbuchen wir meine Antwort als vorauseilenden Gehorsam... Zu meiner Verteidigung: ich habe am 09.03. immerhin etwas ähnliches geschrieben: "sehr schwierig, da irgendwo eine wirklich sinnvolle Grenze zu finden"

aber jetzt gern btt


Antwort
Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Original von Rubnik

Original von Hennes
Warum so kompliziert? Einfacher als "Helmpflicht für alle Fahrradfahrer" gehts doch nicht. Und mir ist kein wirklich gutes Argument bekannt welches dagegen sprechen würde

Wenn Du so pauschal argumentierst müsstest Du auch eine Helmpflicht für Fussgänger befürworten.

Wieso? Die möglichen Geschwindigkeiten von Fahrrädern sind ein Grund warum Fahrradfahrer einen Helm tragen sollten. Fußgänger erreichen diese Geschwindigkeiten nicht. Ausserdem sind Fahrräder in der Regel näher am Gefahrenherd Auto als Fußgänger


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Hennes

Original von Rubnik

Original von Hennes
Warum so kompliziert? Einfacher als "Helmpflicht für alle Fahrradfahrer" gehts doch nicht. Und mir ist kein wirklich gutes Argument bekannt welches dagegen sprechen würde

Wenn Du so pauschal argumentierst müsstest Du auch eine Helmpflicht für Fussgänger befürworten.

Wieso? Die möglichen Geschwindigkeiten von Fahrrädern sind ein Grund warum Fahrradfahrer einen Helm tragen sollten. Fußgänger erreichen diese Geschwindigkeiten nicht. Ausserdem sind Fahrräder in der Regel näher am Gefahrenherd Auto als Fußgänger

Ist schon klar, dass das relative Risiko für Fahrradfahrer grösser ist als für Fussgänger. Aber warum schätzt Du bei den Fahrradfahrern das Risiko gross genug ein um eine Helmpflicht zu fordern, bei Fussgängern aber nicht?

Immerhin sterben (lt. statistik 2012 http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=4102 ) absolut mehr Fussgänger als Fahrradfahrer.

Von den 3.600 im Jahr 2012 im Straßenverkehr getöteten Personen war

jeder zweite ein Insasse in einem Pkw
jeder sechste ein Fahrer oder Mitfahrer auf einem Motorrad
jeder siebte ein Fußgänger
jeder neunte ein Fahrradfahrer

Interessanteweise, aus dem gleichen link:
"2012 verunglückten 74.776 Fahrradfahrer auf deutschen Straßen, 406 Fahrradfahrer kamen dabei ums Leben. Im Vergleich zu 1992 nahm die Zahl der getöteten Radfahrer - trotz der starken Zunahme des Radverkehrs innerhalb der letzten 20 Jahre - um 55,2 Prozent ab."
Also erhöhter Handlungbedrf aufgrund der Entwicklung besteht auch nicht.

Dazu (wie schon gepostet) lt. wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Helmpflicht :

Der Anteil der Kopfverletzungen bei Unfällen ist für Radfahrer mit etwa fünf bis zehn Prozent kleiner als der von Autofahrern oder Fußgängern

Und ein Argument gg Helmpflicht: dass man immer diesen Helm dabei haben muss, wenn man mit dem F.rad irgendwohin fährt.


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Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Original von Rubnik

Original von Hennes

Original von Rubnik

Original von Hennes
Warum so kompliziert? Einfacher als "Helmpflicht für alle Fahrradfahrer" gehts doch nicht. Und mir ist kein wirklich gutes Argument bekannt welches dagegen sprechen würde

Wenn Du so pauschal argumentierst müsstest Du auch eine Helmpflicht für Fussgänger befürworten.

Wieso? Die möglichen Geschwindigkeiten von Fahrrädern sind ein Grund warum Fahrradfahrer einen Helm tragen sollten. Fußgänger erreichen diese Geschwindigkeiten nicht. Ausserdem sind Fahrräder in der Regel näher am Gefahrenherd Auto als Fußgänger

Ist schon klar, dass das relative Risiko für Fahrradfahrer grösser ist als für Fussgänger. Aber warum schätzt Du bei den Fahrradfahrern das Risiko gross genug ein um eine Helmpflicht zu fordern, bei Fussgängern aber nicht?

Immerhin sterben (lt. statistik 2012 http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=4102 ) absolut mehr Fussgänger als Fahrradfahrer.

Die Statistik besagt aber nicht wieviel % der am Strassenverkehr teilnehmenden Radfahrer/Fußgänger tödlich verunglücken. Es nehmen doch mehr Fußgänger am Straßenverkehr teil als Radfahrer, und somit ist auch deren Todesfallrate höher.

Von den 3.600 im Jahr 2012 im Straßenverkehr getöteten Personen war

jeder zweite ein Insasse in einem Pkw
jeder sechste ein Fahrer oder Mitfahrer auf einem Motorrad
jeder siebte ein Fußgänger
jeder neunte ein Fahrradfahrer

Interessanteweise, aus dem gleichen link:
"2012 verunglückten 74.776 Fahrradfahrer auf deutschen Straßen, 406 Fahrradfahrer kamen dabei ums Leben. Im Vergleich zu 1992 nahm die Zahl der getöteten Radfahrer - trotz der starken Zunahme des Radverkehrs innerhalb der letzten 20 Jahre - um 55,2 Prozent ab."
Also erhöhter Handlungbedrf aufgrund der Entwicklung besteht auch nicht.

Warum die Chance vergeben und die Quote weiter drücken? Seit die Gurtpflicht eingeführt wurde sanken die Todesfälle bei Autofahrer rapide, trotzdem sind heute Airbags, ABS und co Pflicht- wieso eigentlich wenn die Todesfälle stark zurück gingen? ;)

Dazu (wie schon gepostet) lt. wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Helmpflicht :

Der Anteil der Kopfverletzungen bei Unfällen ist für Radfahrer mit etwa fünf bis zehn Prozent kleiner als der von Autofahrern oder Fußgängern

Und ein Argument gg Helmpflicht: dass man immer diesen Helm dabei haben muss, wenn man mit dem F.rad irgendwohin fährt.

Das ist überhaupt kein Argument! Safety first! Ich hör keinen Motorradfahrer lamentieren dass er immer den Helm mitschleppen muss.

Wenn es heisst "es ist schwer eine Grenze zu ziehen" dann kann es nur heissen: für alle Radfahrer oder für gar keinen


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Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Ist schon klar, dass weniger Radfahrer am Strassenverkehr teilnehmen als Fussgänger und dass deren Unfallrate höher ist. Aber warum HIER dann die Chance vergeben, die Quote bei Fussgängern weiter zu drücken?

Es ist eine Abwägungsfrage, aber wenn Ich mir vorstelle dass in den überfüllten Pendlerbahnen und Einkaufszentren noch die ganzen Fahrradhelme dazukommen bin Ich wenig begeistert. Und man hat eben entweder nur eine Hand frei oder aber einen vollen Rucksack, nur weil da noch der Helm mit rein muss.
Das ist einfach mal eine Unmenge kleinerer Unannehmlichkeiten die hier einer kleinen Menge an grossen "Unannehmlichkeiten" gegenüberstehen.
Und da die Entwicklung ansich ja sowieso positiv ist (Todesfälle bei Fahrradfahrern) müssten imo schon spezifischere Gründe als das klassische "jedes gerettete Leben ist jeglichen Aufwand wert" her, um jetzt eine Helmpflicht einzuführen.


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Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Original von Rubnik

Und da die Entwicklung ansich ja sowieso positiv ist (Todesfälle bei Fahrradfahrern) müssten imo schon spezifischere Gründe als das klassische "jedes gerettete Leben ist jeglichen Aufwand wert" her, um jetzt eine Helmpflicht einzuführen.

no offense, aber da sind die pro-Helmpflicht-Fraktion nicht in der Bringschuld. Es sollten erst einmal vernünftige Argumente gegen eine Helmpflicht gesammelt werden. Und da zähle ich "einhändig Pendlerbahn fahren" und "immer einen Helm mitschleppen" nicht dazu, dafür gibt es schliesslich Boxen die man am Fahrrad befestigen kann ;)


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung, Ich sähe eher diejenigen in der Bringschuld, die eine Änderung des status quo bewirken wollen. Und da lasse wiederum Ich das Pauschalargument "es rettet Leben" nicht gelten. Weil, wie gesagt, damit könntest Du auch eine Helmpflicht für Fussgänger begründen. Aber Ich vermute mal, Du hättest auch keinen Bock immer mit Helm auf die Strasse zu gehen.

Ich oute mich jetzt mal als Fahrradfahrer, fahre fast ausschliesslich damit.
Es ist so oft schon schwer genug, an Knotenpunkten einen Stellplatz zu finden, wenn jetzt auch nur jedes 2. Fahrrad eine Box dran hätte wäre das noch viel schlimmer. (Schau dir doch mal spasseshalber die Fahrradstellplätze an ÖPNV Knotenpumkten an!)
Da müsste man diese ganzen Fahrradbügel, die nebeneinander stehen, umrüsten um mehr Zwischenraum zu schaffen.

Worauf Ich hinaus will: wenn Du viel Fahrrad fahren würdest könntest Du vielleicht eher nachvollziehen, was mich an dem Helm stört.


Antwort
Zitat
Hennes
Beigetreten: 06.03.2006
Oldschool Grinder

Ich bin auch lange Zeit Fahrrad gefahren. Eine Story dazu:

Ich bin auf einem Fahrradweg gefahren. Extrem schnell und auf der falschen Straßenseite. Links neben mir eine lange Mauer, direkt angrenzend an den Radweg, und am Ende der Mauer ging eine Straße ab. Arrogant wie ich als Fahrradfahrer nun mal so bin hab ich auf meine "Vorfahrt" (der Fahrradweg war auch auf der einbiegenden Straße gezeichnet) bestanden (bzw ist mir gar nix anderes eingefallen) und bin mit ca 40 einfach über die Straße gefahren. Kam natürlich ein Auto. Glück im Unglück: Bin über die Motorhaube geflogen und hatte nur Schmerzen im Knie. Der Autofahrer hatte NULL Chance zu bremsen, das waren Millisekunden die er mich hätte wahrnehmen können. Und weitere Millisekunden später und ich wäre in seine Seite geknallt. Der Autofahrer hat 100% Schuld bekommen (ich war minderjährig, ka was meine Eltern veranlasst hat zum Anwalt zu gehen) und ich habe Scherzensgeld erhalten.
In diesem tatsächlich passiertem Beispiel sieht man folgende Dillema in unserem Straßenverkehr:

-Fahrradfahrer sind arrogante Könige der Straße die sich alles erlauben können. Warum sie sich verhalten wie sie sich verhalten dazu gibt es eine wissenschaftliche Studie, hab sie gerade nicht zur Hand.
-Autofahrer trifft unverhältnismäßig die (Teil)Schuld an Unfällen mit Fahrrädern. Es gab Anfang der 2000 mal eine Gesetzesänderung (keine Quelle), laut damaliger ADAC-Auswertung würden Autofahrern selbst dann eine Teilschuld bekommen wenn sie einen Unfall mit einem Fahrrad auf der Autobahn haben (nicht sicher ob seriös )
-Mein Unfall hätte böse ausgehen können, eine Millisekunde später und wir hätten eine Situation wo Helm oder nicht Helm über die Dauer des Krankenhausaufenthalts entscheiden hätte können


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006
PokerStrategist

Ich glaube so Geschichten gibt es für alle Umstände:

Eine Bekannte ist beim Überqueren des Zebrastreifens als Fußgänger angefahren worden. Ein Helm hätte eventuell Kopfverletzungen verhindert.

Und zu dem Argument, dass Fußgänger nicht so schnell sind. Wenn jemand versucht die Bahn zu erreichen oder joggend unterwegs ist, sind manche Fußgänger schon mit 15 km/h oder schneller unterwegs. Das fahren manche Radfahrer gefühlt nicht mal als Spitzengeschwindigkeit.

Und ein echtes Argument zur Helmpflicht. Es gab es wohl in Australien auch mal eine Studie:

Auch bei den zwischen 1992 und 1994 in New South Wales getöteten oder schwer verletzten Radfahrern lässt sich kein höherer Schutz der Helmträger ableiten: 80 Prozent der Getöteten trugen Helme, was ziemlich genau dem Anteil der Helm tragenden Radfahrer entspricht.
Quelle

Dann gibt es wohl auch noch "psychologische Henne/Ei" (keine Ahnung wie man das richtig unschreiben soll) Probleme. Hab dafür leider nicht mehr die Quelle, aber es ging grob darum, dass viele Fahrradfahrer angeblich nicht mehr soviel Fahrrad fahren werden bei einer Helmpflicht und dafür wieder vermehrt Auto fahren.
Wobei auch ich das nicht als Argument gelten lassen würde, aber es ist zumindestens ein Punkt den man beachten sollte.

Auf der anderen Seite spricht sich die British Medical Association seit 2010 für eine Helmpflicht aus, davor waren sie gegen ein entsprechendes Gesetz.

Zusammengefasst klingt das für mich nicht so eindeutig, ob der Helm etwas helfen wird oder nicht.

Und da man sich hier jetzt outet :):
Bin aber selbst ohne Helm auf dem Fahrrad jeden Tag zur Arbeit unterwegs.


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Original von Hennes
-Fahrradfahrer sind arrogante Könige der Straße die sich alles erlauben können.

dazu fällt mir dieses kürzlich entdeckte Video ein ^^


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009
Oldschool Grinder

lol, rot/grün.

Für sicheres Radfahren reicht es vollkommen aus, wenn Radfahrer rote Ampeln als "Vorfahrt gewähren" interpretieren.


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

@lemslin: es dürfte klar sein, dass das Video die Gefahren ein ganz kleines bisschen überspitzt ;) Aber dennoch: rote Ampeln sollten auch bei Radfahrern zu mehr als nur einem kurzen Hin-und-Herschauen führen...

Übrigens:

Eben habe ich einmal mehr in die Tasten gehauen und eine nette Story mit dem Titel: "Die Farbe Rosa" verfasst.

http://dasrechtderstrasse.blogspot.de/2014/03/die-farbe-rosa.html


Antwort
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RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Liebe Strategen,

heute schreibe ich über den Käufer eines Porsche Boxster S, der über das perfekt funktionierende Doppelkupplungsgetriebe jammert und deshalb sogar den Verkäufer verklagt. Unglaublich ^^

http://dasrechtderstrasse.blogspot.de/2014/04/hilfe-mein-porsche-ruckelt.html


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Guten Abend,

gestern habe ich mich endlich daran gemacht, den Blog optisch deutlich zu überarbeiten. Wie ich finde, ist es jetzt viel übersichtlicher und professioneller; dieses bunt-Verspielte ist beseitigt. Was denkt ihr?

Das Recht der Straße


Antwort
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RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Hallo zusammen,

endlich habe ich Zeit für einen neuen Beitrag gefunden:

Haftet ein Auto- oder Motorradfahrer allein deshalb für Schäden, weil er für einen Überholvorgang die erlaubte Geschwindigkeit überschreiten muss? Nein!

http://dasrechtderstrasse.blogspot.de/2014/04/zu-schnell-uberholverbot.html


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Mein heutiges Blog-Thema: Augen auf beim Auto-Verkauf!

Nur den Wenigsten sind die Gefahren bewusst, die man eingeht, wenn man sein Auto zu einer Probefahrt aus der Hand gibt. Lest hier:

http://dasrechtderstrasse.blogspot.de/2014/04/augen-auf-beim-auto-verkauf.html


Antwort
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RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Es ist vollbracht!

Nach langer Recherche habe ich endlich einen Artikel zum Thema Rechtsfahrgebot verfasst. Die Frage wurde mir von einem Leser gestellt und lautete in etwa so:
Greift das Rechtsfahrgebot auch, wenn auf einer freien Autobahn nur für den rechten Fahrstreifen eine geringe Höchstgeschwindigkeit gilt? Logischerweise will man dann ja zumindest in der Mitte fahren, um schneller fahren zu dürfen.

Und diese Frage war gar nicht so leicht zu beantworten. Eine klare gesetzliche Regelung dazu gibt es jedenfalls schon einmal nicht. Aber lest selbst:

Das Recht der Straße - Ausnahme vom Rechtsfahrgebot?


Antwort
Zitat
RaisingGambler Themenstarter
RaisingGambler
Beigetreten: 02.09.2010
PokerStrategist

Endlich Fakten!

Der grundlegende Beschluss des OLG Frankfurt zur Ausnahme vom Rechtsfahrgebot wurde in den Tiefen der Jura-Bib aufgefunden und von mir kurz aufbereitet. Viel Spaß und Erkenntnis beim Lesen!

Übrigens behandelt das Urteil tatsächlich den Elzer Berg. Diese Stelle hatten mehrere Leser mir gegenüber erwähnt und nach der Rechtslage gefragt.

Update zu "Ausnahme vom Rechtsfahrgebot?"


Antwort
Zitat
cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

ganz interessant dazu der teil aus wikipedia zum Elzer Berg:

Die genannten Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten entgegen einer weit verbreiteten Ansicht für alle Fahrzeugtypen, da keine Einschränkung durch Zusatzzeichen erfolgt. In der Praxis wird jedoch für Personenkraftwagen auch auf dem rechten Fahrstreifen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h zugrunde gelegt. Bei einer gefahrenen Geschwindigkeit zwischen 60 und 100 km/h löst die Anlage zwar aus, die entsprechenden Aufnahmen werden jedoch nachträglich ohne Erlass eines Bußgeldbescheides aussortiert. Hierdurch soll ein Konflikt mit dem Rechtsfahrgebot bei schwachem Lkw-Verkehr – beispielsweise nachts oder an Sonntagen – vermieden werden.


Antwort
Zitat
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