Ich glaube so Geschichten gibt es für alle Umstände:
Eine Bekannte ist beim Überqueren des Zebrastreifens als Fußgänger angefahren worden. Ein Helm hätte eventuell Kopfverletzungen verhindert.
Und zu dem Argument, dass Fußgänger nicht so schnell sind. Wenn jemand versucht die Bahn zu erreichen oder joggend unterwegs ist, sind manche Fußgänger schon mit 15 km/h oder schneller unterwegs. Das fahren manche Radfahrer gefühlt nicht mal als Spitzengeschwindigkeit.
Und ein echtes Argument zur Helmpflicht. Es gab es wohl in Australien auch mal eine Studie:
Auch bei den zwischen 1992 und 1994 in New South Wales getöteten oder schwer verletzten Radfahrern lässt sich kein höherer Schutz der Helmträger ableiten: 80 Prozent der Getöteten trugen Helme, was ziemlich genau dem Anteil der Helm tragenden Radfahrer entspricht.
Quelle
Dann gibt es wohl auch noch "psychologische Henne/Ei" (keine Ahnung wie man das richtig unschreiben soll) Probleme. Hab dafür leider nicht mehr die Quelle, aber es ging grob darum, dass viele Fahrradfahrer angeblich nicht mehr soviel Fahrrad fahren werden bei einer Helmpflicht und dafür wieder vermehrt Auto fahren.
Wobei auch ich das nicht als Argument gelten lassen würde, aber es ist zumindestens ein Punkt den man beachten sollte.
Auf der anderen Seite spricht sich die British Medical Association seit 2010 für eine Helmpflicht aus, davor waren sie gegen ein entsprechendes Gesetz.
Zusammengefasst klingt das für mich nicht so eindeutig, ob der Helm etwas helfen wird oder nicht.
Und da man sich hier jetzt outet :):
Bin aber selbst ohne Helm auf dem Fahrrad jeden Tag zur Arbeit unterwegs.