Original von NiceToMeetYou
Hmm der Ansatz mit dem erzwungenen BRM gefällt mir irgendwie nicht. Damit würden wohl auch Einzahlungsgrenzen einhergehen (max. 1000€ im Monat oder sowas), damit keiner der "Spielsüchtigen" mal eben einen 50k Kredit aufnimmt damit er NL1k spielen kann und so das erzwungene BRM umgeht.
Dann müsste man eben neben der Einzahllimite (welche bereits jetzt auf einigen Seiten existiert) die Möglichkeit schaffen, diese Limite zu erhöhen, und zwar durch die Dokumentation, dass man in geregelten finanziellen Verhältnissen lebt, sich das Limit also leisten kann. Ist gegenüber dem Status Quo wohl aufwändiger, dies ist jedoch ein Abstrich, den man zur Senkung der sozialen Kosten wohl akzeptieren muss (Spielsucht-Prävention).
@TxPoker888: Das mit den gemeinsamen Spielerpools waere natuerlich am Besten und sinnvollsten. Allerdings wird das kaum zu realisieren sein, da die EU-Mitgliedsstaaten alle eigenen Interessen verfolgen (Besteuerung, Schutzniveau, Kontrollmoeglichkeiten) und kaum bereit sind Kompetenzen abzugeben bzw. sich gar nicht auf einen Nenner einigen koennen... Und in Italien sind die Steuereinnahmen nach der Regulierung, trotz abgeschottetem Markt, ja stark gestiegen. Also fuer Politiker kein Grund im Interesse der Spieler eine gemeinsame Linie zu finden und Kompromisse einzugehen. Die Kernaussage aller EuGH-Entscheidungen der letzten Jahre zu diesem Thema ist genau die, dass alle Mitgliedsstaaten ihre Maerkte, das Schutzniveau etc. selbst regulieren duerfen.
Ich denke, dies ist der Punkt, den auch die Politiker nicht begreifen... es geht nicht darum, den einzelnen Staaten bezüglich Einzahllimiten, Spielsuchtprävention oder Besteuerung reinzureden. Die Pokeranbieter müssen den eingenommenen Rake einzig nach dem Herkunftsland aufschlüsseln und den einzelnen Staaten ihren Rakeanteil abgeben. So wie dies aktuell z.B. bei den Affiliates der Fall ist. Ist technisch überhaupt kein Problem.
Nachdem dies bereits an anderer Stelle immer wieder zu Fragen Anlass gab, denke ich, dass die "Poker-Lobbyisten" dieses Prinzip mal den Politikern erklären müssten - könnte mir vorstellen, dass es hier happert mit dem Verständnis. Denn mit dieser Lösung sollte es ja eigentlich überhaupt keinen Einwand für national abgeschottete Räume geben.
Edit: Auch nationale Einzahllimiten / Rakeanteile zu implementieren dürfte für die Pokeranbieter (zumindest in einer gewissen Bandbreite) kein Problem sein.