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[Geschlossen] HU IP:Check Flop mit Initiative

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Scipio
Beigetreten: 22.03.2005
Elite Grinder

Hallo,

ich überlegte mir neulich folgenden Gedankengang und will mal wissen, was ihr davon haltet:

Ausgangssituation : Wir haben die Initiative am Flop, etwas SD-Value und Gegner geht nur mit anständigen Händen zum Flop (also keine Callingstation, kein Fisch).

Beispielsweise raist der SB, wir 3-betten mit AJo und ...

... Flop ist KT8r

Wir haben laut pokerstove eine Equity von gut 48% und ich nehme mal an eine Foldequity, die unter 33% liegt.
Da der Hauptteil dieser Equity wohl durch ein Draw kommt, müsste ich, wenn ich das ganze praktisch sehen will Equity abziehen um den Wert meiner Hand zu errechnen, da wir in den meisten Fällen nicht den River sehen und uns daher ~15% Equity entgehen.

Gleichzeitig haben wir einen Gutshot und ein geringes SD Value.
Wenn Turn und River Blanks sind, haben wir immernoch 35% Equity.

Wäre es hier eine Idee den Flop nicht zu betten, sondern einen Check behind zu machen?

Die Idee davon ist, eine höhere Foldequity am Turn zu erzeugen als durch eine einfache Bet am Flop und die Riverkarte zu sehen

Am Turn entscheiden wir dann je nach Karte, ob wir einen Raise for free SD machen oder direkt folden ( beispielsweise auf eine 9).

Angenommen, der Gegner liegt am Turn zu 60% vorne, foldet 15% seiner winninghands,checkt 50% seiner loosinghands und bettet folglich 50% seiner loosing hands, die er auf einen Raise foldet, dann ergibt sich...
Wir gewinnen nach einem Raise zu 35%.
Wenn wir uns jetzt noch 10% zum Ausdrawen geben, so haben wir 45%, was den Raise in diesem Fall profitabel macht.

Ein weiteres Beispiel anderer Art wäre :

Wir halten KQs auf dem Button und raisen einen Stealraise vom Cutoff.
Flop ist AK5r.
Wenn Gegner mit KT aufwärts raist, gibt es hier wohl nur KT und KJ gegen die wir durch eine Flop Bet Value rausholen können.
Gleichzeitig können wir bei einem call flop des Gegners den Turn gar nicht mehr for value betten.
Wenn nun Gegner am Turn erneut checkt, können wir getrost betten und auf einen Raise haben wir einen easy fold.
Wenn wir den Flop gebettet hätten, und der Gegner gecheckraist hätte, hätten wir am Turn einen schweren call und verlieren eine BB mehr, wenn wir hinten liegen.

Vorteil : Wenn wir klar hinten liegen sparen wir Geld, wir erzeugen Bluffs und sehen eine Karte mehr.
Nachteil : Der Gegner könnte mit Händen wir JT ausdrawen

Das ganze ist natürlich nicht so gedacht, mehrmals in einer Session an einem Tisch zu machen, sondern ein gelegentlicher Einschub zur richtigen Zeit gegen den richtigen Gegner.
Ich wendete diese Idee in letzter Zeit öfters mal an und bemerkte, dass starke TAG�s oft nichtmal mit top pair den Turn betteten, was allerdings auf Grund von zu seltener Anwendung nicht als Argument dienen soll.

Meine Frage lautet nun, als was nehmt ihr Checks am Flop wahr und was haltet ihr davon?


3 Antworten
Korn
Beigetreten: 14.01.2005
Elite Grinder

Folgende Probleme:

1. du kannst am Turn nicht UI folden. Durch den Flop check induzierst du eine Bet des Gegners, deine Equity ist zudem zu hoch.

2. ein free SD Raise am Turn macht nur Sinn, wenn du glaubst, der Gegner könnte eine bessere Hand folden. Mit der Nut-Non-Pair Hand wie in deinem Beispiel ist dies meistens nicht der Fall.

3. Du gibst selbst totalen Junk Hand, die am Flop gefoldet hätten, aber 6 volle Outs gegen dich haben eine free card. Diese Hände haben aber zudem auch noch super implied odds gegen dich, da sie häufig am Turn und River noch 2 BB extra von dir kassieren.

In Beispiel 2 musst du bedenken, dass ein check-behind am Turn häufig einen Bluff des Gegners induziert. Somit bringt der check-behind sogar value.

Gegen thinking TAGs mag der Flop cb aber sehr gut sein, denn sie vermuten dahinter häufig ein Monster. Dies solltest du machen, wenn du sehr günstig zum SD möchtest.

Die Betsequenz würde idealerweise so aussehen:

Flop: check - check
Turn: check - check
River: bet - call oder check - check oder check - bet

Am River induzierst du so sehr häufig bluffs bzw kannst sehr sehr gut selbst schwache Hände for value betten.


Scipio Themenstarter
Scipio
Beigetreten: 22.03.2005
Elite Grinder

Okay, aber wenn wir jetzt das zweite Beispiel nehmen, muss ich zwangsweise auf eine Turnbet Raise/Fold spielen, oder könnte ich einen weiteren Bluff durch ein Pocket,welches gefoldet hätte induzieren?
Zum Beispiel wenn Turn auf jeden Fall eine Blank ist ( oder Gegner Set gibt), würde sich dann nur ein Call anbieten?

Ich kann mich dabei leider nicht so recht in die Gegner reinversetzen, da ich unter top pair, good kicker, nichts am Turn Betten würde.
Was mache ich auf einen Turncheck nach einer Scary Card?
Nun bin ich doch gezwungen zu betten oder?

Kann ich checkbehinds grundsätzlich ausschlie�?en, wenn ich auf Gegnerische Turnbet und meinen Raise am River noch Value sehe?

Das war nämlich leider in folgendem Beispiel der Fall, daher nehme ich an, dass ich man es so hätte nicht spielen können. Habs dennoch so gespielt, weil das so ein "Gegner bettet nicht, also kann ich ja bluffen"-Gegner war.

Gegner ist fischig loose, semiaggressive, von daher wahrscheinlich der falsche Gegner.War der Checkbehind flop hier vielleicht dennoch möglich?

67,5/14,5/1,4/43,8 WTS

Limit Holdem Ring game
Limit: $10.00/$20
4 players
Converter

Pre-flop: (4 players) Hero is UTG with K♣ Q♦
Hero raises, Button folds, SB calls, BB folds.

Flop: 2♠ A♥ Q♣ (5SB, 2 players)
SB checks, Hero checks.

Turn: T♣ (2.5BB, 2 players)
SB bets, Hero raises, SB calls.

River: 8♥ (6.5BB, 2 players)
SB checks, Hero bets, SB folds.
Uncalled bets: 1BB returned to Hero.

Results:
Final pot: 6.5BB


Korn
Beigetreten: 14.01.2005
Elite Grinder

@Scipio:

Hier willst du den Turn definitiv nur callen. Klare way-ahead-way-behind Situation.

CB Flop ist hier ein Fehler


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