Original von pryce99
Original von ceRone
"pryce es war sicher schön für die "Bevölkerung" von Saudi Arabien ein Spiel der Bayern zu sehen, am meisten haben sich sicher die Frauen gefreut, die nicht zu Sportveranstalltungen dürfen oder Auto fahren dürfen...
Dass die Bayern aber auch nicht dafür gesorgt haben, dass die westlich geprägten kulturellen Standards im arabischen Raum Einzug halten
Original von ceRoneEs geht hier um die Frage, ob der FCB sich damit einen gefallen tut. Man kann nicht Weltoffenheit und Tolleranz reden und dann nach Saudi Arabien fliegen. Das geht gegen die eigenen Prinzipien des Clubs, unabhängig von Politk und mich persönlich stört das am meisten. Der FCB steht eben für mich und die meisten Fans für mehr als nur sportlichen Erfolg und diese "Werte" sollte man nicht selber untergraben, oder dann eben gar nicht aufstellen.
Du wirfst hier aber einiges durcheinander. Zuvor kritisierst du die kulturellen Gegebenheiten in Saudi-Arabien und dann sprichst du im Bezug auf Bayern dass man sich eben nicht von offen und tolerant zeigt. Aber nur weil man auf vermeintliche Missstände in einem Land - gemessen an eben westlichen Standards - hinweist, hat das nichts mit weltoffen und tolerant zu tun.
Original von ceRone
Am Ende ist man sonst ein ganz normaler Verein wie Schalke oder sonstwas!
Genau das ist der FCB nunmal auch. Ein sportlicher Verein dessen Hauptaugenmerk auf besagtem Sport liegt. Nur weil sich ein paar Leute einreden, dass man aufgrund von Erfolg und daraus resultierender öffentlicher Wahrnehmung auch anderes Verpflichtungen wie politische Aussagekraft einzugehen hat, ist es nicht das, für was ein Sportler oder sportlicher Verein zu stehen hat.
Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist also ein westlich geprägter Standard und nichts weiter? Gut zu wissen! Manchmal wünsche ich mir ja schon dass Leute wie du in eine Situation kommen, in der sie diskriminiert werden, oder ihre Meinung nicht frei sagen dürfen, damit sie mal merken wie sich das anfühlt.
Die Verpflichtungen die sich "einige Leute" einreden kommt direkt aus der Führungsetage des Vereins, das sind Prinzipien, die sie selber aufstellen. Keiner hat gesagt, hey jetzt da ihr erfolgreich seid, müsst ihr für X und Y stehen.
Deswegen braucht sich dann auch keiner zu wundern, wenn man nach seinen eigenen Worten gemessen wird.
Deine ganze Argumentation baut drauf auf, dass in Deutschland auch viel falsch läuft, womit du natürlich auch recht hast. Das heiß allerdings noch lange nicht, dass man deswegen nicht die Lage in Saudi-Arabien kritisieren kann.
"Ich möchte im Namen des FC Bayern München dazu erneut klarstellen: Gerade unser Klub hat sich immer gegen jegliche Diskriminierung, gegen Gewalt und gegen Rassismus bekannt. Und wir machten und machen uns stets für Toleranz stark. Fußball ist immer auch im Dienste der Völkerverständigung unterwegs, Menschenrechte sind darin ein integrierter Wert."