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Kneipendiskussion

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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Kann mir mal ein Kölner Klippen zum Theater um Modeste geben und why der Mist dann soll?


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Hennes
Beigetreten: 06.03.2006

Bei Geld hört die Freundschaft auf.

Ansonsten ziemlich wirr alles. Erst die Berater die gegen gängige Praxis von beiden Seiten groß kassieren wollen. Daraufhin hat Köln abgebrochen. Modeste war trotzdem beim. Medcheck.
Dann neuer Versuch, aber Transfers mit China sind kompliziert und kaum jemand hat Erfahrung wie man strafsteuern usw umgeht. Modeste wollte dass Köln SEIN steueliches Risiko absichert, würde natürlich abgelehnt.
Dann taucht Modeste mit seiner Frau in Köln auf. Aufhebungsvertrag wird nicht unterschrieben. Köln stellt ihn vom Training frei, Modeste klagt sich per einstweilige ein.

Das ist grob der Ablauf, kann sein dass ich einen Teil der Farce vergessen habe.
Ich denke der Clubführung kann man keinen Vorwurf machen


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011

Die hätten Modeste n Denkmal gebaut und jetzt das Kindertheater da


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Valyrian
Beigetreten: 26.03.2009

diese scheiß Beratersippschaft gehört echt ausgerottet. Ein Raiola verdient jedes Jahr deutlich über 100 Millionen nur weil er als Verhandlungsparter bei Transfers auftritt?! lol
Und jetzt will sich da jeder von denen so dermaßen die Tasche voll machen, dass man echt nur noch abdrehen kann. Klar ist es eine Tätigkeit die honoriert gehört und man muss Netzwerke pflegen, sollte sich mit juristischen Dingen auskennen, usw. Aber wären das seriöse Anwälte würden sie 10k-50k pro deal kassieren, was immer noch ein Schweinegeld ist, aber diese halbseidenen Pfosten da bekommen Millionen und sind immer noch nicht zufrieden. :f_mad:


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matusow
Beigetreten: 24.10.2006

Lol, seriöse Anwälte kassieren trotzdem was der Markt hergibt.


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Ich hab das nämlich nur am Range mitbekommen, dass der Wechsel nach China eigentlich schon für 35 Millionen Euro oder so durch war, ein paar Tage später hieß es dann, dass der Wechsel zu platzen droht. Dann hat Modeste gemeint, er wollte ja eigentlich gar nicht weg, aber vom Verein hat mit ihm keiner über ne Vertragsverhandlung gesprochen. Dann ist der Wechsel tatsächlich wegen irgendnem Scheiß geplatzt und ich dachte, er bliebe jetzt doch in Köln. Dann gab's doch wieder Annäherungen zu diesem chinesischen Verein und Köln hat Modeste nicht mit zum Trainingslager genommen und ihn freigestellt. Jetzt kochen die Chinesen wegen den Kohlen und Modeste will sich ins Training klagen.

Drum wollte ich mal nachfragen, was da jetzt eigentlich der Sachverhalt ist. Dürfte auf alle Fälle jede Menge verbrannte Erde geben.


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BubbleNedRum
Beigetreten: 13.02.2011

Der Teil hier ist halt wichtig:

"Dies mag daran liegen, dass der Transfermarkt in China ein relativ neues Wirkungsfeld ist, mit Fußangeln, die niemand einkalkulierte. Etwa jene der "Strafsteuer", die ein Klub in Höhe des Transferaufwands an den Verband zahlen muss.
Um dies zu umgehen, so berichtet nun Sportbild, sollte Modeste seinerseits an den FC eine "Transferstrafe" von 35 Millionen Euro zahlen, weil er vor Vertragsende wechselt. Offenbar eine gängige Praxis bei den Chinesen. Diese wiederum war dem Franzosen aus steuerlichen Gründen zu heiß.
Als der FC sich weigerte, Risiken zu übernehmen, so die Zeitung, habe der Franzose sich geweigert, den Auflösungsvertrag zu unterschreiben und den Wechsel zu vollziehen. Bis zum kommenden Freitag wäre theoretisch noch Zeit, es wird immer wahrscheinlicher, dass Modeste nicht nach China geht, möglicherweise in einer anderen europäischen Liga landen wird. Eine Zukunft in Köln scheint aktuell schwer darstellbar."


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Jetzt Moment mal, wie funktioniert denn das jetzt genau?

In China gibt es ja offenbar seit kurzem die 100%-ige Besteuerung auf ausländische Spieler, nachdem China wie wild alles aus Europa gekauft hat und die Regierung das nicht weiterhin dulden wollte (oder so ähnlich).
Jetzt wäre Modeste für 35 Millionen von Köln nach China gewechselt und die Chinesen hätten nochmal 35 Millionen an ihren Verband abdrücken müssen. Ist das so korrekt?
Wie kann man das jetzt umgehen, indem Modeste 35 Millionen an Köln zahlt? Das kapiert ich nicht so ganz. Überweist dann der chinesische Verein 35 Millionen für Modeste nach Köln, Modeste überweist 35 Millionen an Köln und Köln überweist 35 Millionen an den chinesischen Verein, der damit die Strafsteuer an den Verband zahlt? Also, würden sie Modeste quasi kostenlos bekommen und der Spieler würde mit seinem eigenen Geld für den Transfer aufkommen? Jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt natürlich.


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Hennes
Beigetreten: 06.03.2006

Willkommen im Club


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kingpowl
Beigetreten: 15.10.2006

china club gibt modeste die 35mio als gehalt, er zahlt es als vertragsstrafe an köln, womit sie das steuerrecht in china ausgehebelt hätten. er hatte kein bock darauf, was man gerade angesichts der jüngsten enthüllungen und potentiellen konsequenzen für diese juristischen / steuerlichen tricksereien auch gut nachvollziehen kann.. also alles gut gemacht modeste wenn das so stimmt :f_thumbsup:


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

ich kapier immer noch nicht, wer was wohin und warum zahlen muss.


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WebInnoVision
Beigetreten: 09.08.2013

China zahlt keine Ablöse, da sie die zu 100% besteuern müssten. Modeste bekommt 35 Mio. EUR mehr Gehalt. Zahlt als Strafe für die Vertragsauflösung 35 Mio. EUR an Köln. Problem: Steuerpflichtig? Modeste will ne Garantie, dass er dafür nicht aufkommen muss. Kriegt er aber nicht.


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Das hat der kicker dann aber ziemlich umständlich formuliert.

"Um dies zu umgehen, so berichtet nun Sportbild, sollte Modeste seinerseits an den FC eine "Transferstrafe" von 35 Millionen Euro zahlen, weil er vor Vertragsende wechselt. Offenbar eine gängige Praxis bei den Chinesen."

Sollen sie halt schreiben, dass Modeste den Transfer von seinem neuen Gehalt aus eigener Tasche zahlen soll, damit die Chinesen die Strafsteuer umgehen. Dann hätte ich es wohl auch kapiert.

Aber "eine "Transferstrafe" von 35 Millionen" bla blubb.. Offenbar eine gängige Praxis bei den Chinesen" naja. Kein Mensch verwendet den Begriff "Transferstrafe" und dann auch noch "eine Transferstrafe" anstatt "die Transferstrafe", das hat mich vollkommen verwirrt, vor allem mit dem Zusatz, dass das eine gängige Praxis bei den Chinesen sei. Mit der gängigen Praxis ist halt das Umgehen der 100% Steuer gemeint.

Vielleicht bin ich aber auch nur zu dum :coolface:


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WebInnoVision
Beigetreten: 09.08.2013

Original von AbbAUbaR
Vielleicht bin ich aber auch nur zu dum :coolface:

Nein, zu dähmlig. :f_drink:

Weiß es übrigens auch nicht safe. Scheint mir aber schlüssig.


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Klingt auch schlüssig. Aber ich hab den Satz im kicker wirklich missverstanden und somit nicht kapiert, was die von mir wollen :facepalm:


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kingpowl
Beigetreten: 15.10.2006

bin kein jurist, deswegen die frage, vll hat jemand ein wenig plan: wenn man gezielt geldflüsse so gestaltet um eigentliche sender und empfänger zu verschleiern und somit bestehende steuern und gesetze umgeht (wie hier versucht wurde)... ist man nach der aufdeckung nicht genauso steuerpflichtig (+strafe) wie bei direktem geldfluss? oder ist es dann einfach nur pech des gesetzgebers, dass er diese lücke nicht zweifelsfrei gestopft hat? (schon klar dass es nicht immer so einfach nachzuweisen ist, aber gehen wir mal von einem fall wie hier aus, wo es recht obv ist)


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PaxiFixi
Beigetreten: 19.03.2007

Finde ich aber von Modeste völlig ok das nicht machen zu wollen, verstehe nicht wieso er jetzt der Buhmann ist?


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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006

Original von kingpowl
bin kein jurist, deswegen die frage, vll hat jemand ein wenig plan: wenn man gezielt geldflüsse so gestaltet um eigentliche sender und empfänger zu verschleiern und somit bestehende steuern und gesetze umgeht (wie hier versucht wurde)... ist man nach der aufdeckung nicht genauso steuerpflichtig (+strafe) wie bei direktem geldfluss? oder ist es dann einfach nur pech des gesetzgebers, dass er diese lücke nicht zweifelsfrei gestopft hat? (schon klar dass es nicht immer so einfach nachzuweisen ist, aber gehen wir mal von einem fall wie hier aus, wo es recht obv ist)

In Deutschland ja (vgl. § 42 AO).

(1) Durch Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts kann das Steuergesetz nicht umgangen werden. Ist der Tatbestand einer Regelung in einem Einzelsteuergesetz erfüllt, die der Verhinderung von Steuerumgehungen dient, so bestimmen sich die Rechtsfolgen nach jener Vorschrift. Anderenfalls entsteht der Steueranspruch beim Vorliegen eines Missbrauchs im Sinne des Absatzes 2 so, wie er bei einer den wirtschaftlichen Vorgängen angemessenen rechtlichen Gestaltung entsteht.
(2) Ein Missbrauch liegt vor, wenn eine unangemessene rechtliche Gestaltung gewählt wird, die beim Steuerpflichtigen oder einem Dritten im Vergleich zu einer angemessenen Gestaltung zu einem gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil führt. Dies gilt nicht, wenn der Steuerpflichtige für die gewählte Gestaltung außersteuerliche Gründe nachweist, die nach dem Gesamtbild der Verhältnisse beachtlich sind.

Wie es aber in China aussieht, das wird dir hier im Forum niemand beantworten können.


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011

Da China die Strafe erehebt, ist die AO hier irrelvant?


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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006

Original von scrappyyyy
Da China die Strafe erehebt, ist die AO hier irrelvant?

Dem deutschen Staat entgehen durch diese Vertragsgestaltung ja keine Einnahmen, d.h. dass das Tabestandsmerkmal "gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil" nicht vorhanden ist.

Schauen wir uns die steuerliche Situation der einzelnen Akteure in Deutschland mal genauer an.

Der FC bekommt (und versteuert) drölf Millionen. Ob die als Vertragsstrafe oder Ablösesumme bezeichnet werden, interessiert das deutsche Finanzamt nicht.

Modeste bekommt von seinem chinesischen Verein drölf Millionen. Die wird er in China versteuern müssen. Seine "Vertragsstrafe" kann er in Deutschland nicht steuermindernd gelten machen. Dazu fehlt ein Bezug zu inländischen Einkünften, da er die Vertragsstrafe ja zahlt, um in China Geld zu verdienen, welches in Deutschland nicht zu versteuern ist. Vermutlich wird er auch nach chinesischem Recht diese Vertagsstrafe nicht geltend machen können, da es dem chinesischen Staat egal ist, was Modeste an den FC zahlt. Letzteres ist aber Spekulation, da ich keinerlei Plan vom chinesischen Steuerrecht habe.


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