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Aussichtslos nach Trennung

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Nadiine
Beigetreten: 29.02.2008
Elite Grinder

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Nadine

************* (Originaltext) *************
Moin,

hier folgt jetzt eine ewig lange Wall of Text, da ich einfach nicht mehr weiter weiß. Auslöser ist die Trennung von meiner Freundin, wodurch ein riesiger Schwall Ängste, Sorgen und Kummer auf mich herein prasseln und ich nicht mehr ganz sehe, wie ich das alles bewältigen soll. Ich gliedere das ganze mal in verschiedene Kapitel

Die Beziehung
Die Beziehung hielt „nur“ 4 Monate, trotzdem war sie für mich etwas ganz besonderes. Ich (25) mache grade meine Promotion an der Uni und habe mich nach knapp 9 Monaten in meine Bürokollegin (damals 27, jetzt 28) verliebt. Sie war dann eine Woche im Urlaub, kurz vorher haben wir angefangen bei WhatsApp kontakt zu haben und auch aus dem urlaub hat sie mich von sich aus angeschrieben etc. Als sie dann wieder da war, hab ich mal gefragt, ob sie auf so ein kleines Fest mitkommt und da hat sie auch zugestimmt. Auf dem Fest hab ich sie dann irgendwann mal gefragt, ob wir mal einen Kaffee trinken wollen, worauf hin sie meinte „können wir schon gerne machen, das wird aber wohl nicht darauf hinaus laufen, was du dir wünscht“. War da natürlich erstmal down, wir haben uns 2 tage später aber doch nochmal getroffen, eigentlich um ein bisschen was zu klären, damit wir im Büro auskommen. Da hat sie dann gesagt, dass sie selber nicht weiß, warum sie das gleich abgelehnt hat. Wir wollten uns dann einfahc mal öfter treffen und schauen was rauskommt. Eine Woche später erster Kuss, nochmal 1,5 Wochen drauf dann Sex usw usw. Also eigentlich war vieles wirklich wunderbar und ich war auch echt happy.
Die Beziehung war für mich wirklich etwas wunderbares, es gab viele Sachen die richtig schön waren. Wir haben tolle Sachen unternommen, immer gelacht und wir waren wirklich auf einer Wellenlänge. Ich fand es unheimlich anziehend, dass sie sehr intelligent war und gleichzeitig einfach mal so gar nicht tussig, wie man es von den meisten Frauen her kennt. Ich hatte immer extrem viel Spaß und habe jede Sekunde genossen, die wir zusammen waren.
Ein paar kleinere Probleme gab es natürlich auch. Hauptproblem war wohl ihre sehr enge Bindung zu ihren Eltern. Sie wohnt noch immer zu hause, ist mit denen wirklich unglaublich dicke – ist halt als sehr sehr wohlbehütetes Einzelkind aufgewachsen und wirklich rausgekommen ist sie da noch nicht. Das führte halt auch dazu, dass wir verschiedene Ansichten hatten, wie oft wir uns sehen und wie wir uns treffen. Wenn ich verliebt bin, will ich den Partner ja natürlich auch so viel um mich haben, wie es geht, man denkt ja an nichts anderes mehr. Dass es nicht gesund ist, wenn man sich wirklich 7 Tage die Woche sieht ist schon klar, grade weil wir ja auch noch im selben Büro saßen. Aber so 3, 4 oder auch mal 5 Abende die Woche gemein verbringen, fand ich normal und habe mir das auch so gewünscht. Leider hat sie eine ganze Zeit lang quasi fast jede Woche ein vereinbartes Treffen abgesagt, weil sie ja auch „mal einen Abend für sich wollte“ oder ihre Eltern schon so lange nicht mehr gesehen hat usw. Das hat mich natürlich nicht grade glücklich gestimmt, weil ich der Meinung bin, dass man in unserem Alter nicht mehr so am Rockzipfel der Eltern hängt. Wenn irgendwas wichtiges passiert, habe ich ihr immer gesagt, dass ihre Eltern dann vorgehen, aber so im Altag wollte ich eigentlich gerne auch mal an Nummer 1 stehen. Das ganze hat ein paar Wochen lang zu Diskussionen geführt, aber mit der Zeit haben wir das eigentlich immer besser hinbekommen und es hat sich alles eingespielt – so wie man es ja auch erwarten würde.
Allgemein war ich immer eher der Typ, der es genießt sehr viel Zuneigung zu geben und zu bekommen. Ich bin wirklich ein unglaublich netter Typ in Beziehungen und tue alles für die Frau. Und ich weiß, dass die meisten denken, dass das Falsch ist – nur wie stelle ich das ab? Wenn ich die Frau liebe, dann ist es mir doch wichtig, ihr alles zu geben was ich kann?

Die Trennung
Die Trennung selbst ist noch sehr sehr frisch. Wir waren die letzte Woche noch zusammen, haben noch gemeinsam auf unser viermonatiges einen Cocktail getrunken und ich war happy. Einige Sachen haben sich in der Beziehung natürlich auch verändert, aber das habe ich auch dem zugesprochen, dass sich Dinge eben einspielen und die Honeymoon Period endet. Samstag gab es dann einen kleinen Vorfall: Wir hatten von der Uni aus so ein Samstags-Abends-Tag der offenen Tür. Wir waren den Abend vorher getrennt und ich bin dann da zur Uni gefahren, wo sie schon früher war. Hatte ihr dann aus der bahn geschrieben „ich melde mich, wenn ich in den Bus steige, kannst mich dann ja von dem abholen ;)“. Ich kam dann in der Uni an, ohne dass sie mich abgeholt hat, woraufhin sie meinte, dass sie es grade erst gelesen hat. Als dann zwei Stunden später ihre Eltern vorbeikommen sollten, hat sie aber proaktiv alle 2 min aufs Handy geschaut. Da habe ich mich natürlich schon gefragt, warum das da geht aber bei mir nicht? Etwas ähnliches hat sich schon vor einer Woche abgespielt. Da bin ich mit dem Zug zu ihr gefahren, sie war noch beim Tanztraining, es war aber abgesprochen, dass ich etwas früher da bin und sie mich dann eben mit dem Auto aufpickt. Als die Bahn grade eingefahren ist hatten wir telefoniert und sie meinte, dass Sie in 6-7 min da sei (der zug kam früher an als geplant). Aus den 6-7 min wurden dann 25 und es war ziemlich kalt. Sie meinte, sie hätte die Zeit vergessen, weil sie da grade noch was erklärt hat. Fand ich natürlich nicht so geil, weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass ich da noch Spaß am Tanzen hätte, wenn ich wüsste, dass der Partner da grade in der Kälte steht.
Ich wollte das einmal ansprechen am Samstagabend als wir dann bei mir waren. Wollte da aber auch kein zu großes Ding draus machen. Ich habe allgemein große Probleme damit, wirklich mal zu sagen was mich stört oder in Meinungsverschiedenheiten meinen Standpunkt hart zu vertreten, weil ich große Verlustängste habe. Das stammt daher, dass meine Mutter schon immer selbstmordgefährdet war, auch schon einmal einen Selbstmordversuch unternommen hat und auch in meiner Kindheit/Jugend immer ankam „Ich bring mich bald um“ wenn irgendwas nicht in Ordnung war. Daher habe ich halt schon als Kind immer versucht ihr es recht zu machen, weil ich sie eben nicht verlieren wollte. Und das überträgt sich. Ich kann nicht streiten, ich sehe meine Meinung eigentlich nie als so wichtig an, als dass sie den Streit wert wäre. Um meine Meinung zu äußern, brauche ich auch eine ruhige, innige Stimmung – in aufgeladenen Diskussionen knicke ich permanent ein, weil ich eben die Angst verlassen zu werden nicht aushalten kann.
Zurück zu dem Gespräch: Ich habe halt noch gesagt, dass ich mir wünschen würde, einfach mal ein wenig mehr Wertschätzung gezeigt zu bekommen / zu spüren. „Ich liebe dich“ kam quasi fast nie von ihr, sondern immer nur als „ich dich auch“. Allgemein hätte ich mir einfach gewümnscht, dass sie mir manchmal zeigt, wie wichtig ich ihr bin, einfach auch, weil das meine oben genannten Verlustängste gemindert hat. Sie meinte darauf hin, dass es auch Sachen gibt, die ihr nicht passen. Hauptsächlich, dass sie sich eingeengt gefühlt hat. Das mit den Treffen (siehe oben) hat sie angesprochen, meinte aber auch, dass wir das ja alles in allem gut in den Griff bekommen haben. Aber auch zum Beispiel wenn wir in der engen UBahn stehen und ich sie küsse oder meinen Arm um sie lege, ist ihr das teilweise zu viel, weil sie auch gerne mal alleine rumsteht. Genauso auf der Arbeit: Da wir in einem Büro sind, sehe ich sie quasi permanent. Natürlich habe ich dann auch mal die Nähe gesucht und war vllt 1x die Stunde oder 1x alle 2 Stunden kurz bei ihr, kurze Umarmung etc. Da hat sie mich dann teilweise auch weggedrückt/weggescheucht. Darauf reagiere ich leider immer beleidigt, weil ich es nicht ganz nachvollziehen kann, warum sie so reagiert. Ich hing/hänge einfach viel zu sehr an ihr, das ist mir bewusst. Wir haben, als wir frisch zusammen waren, eben immer überall rumgeknutscht, wie es ja auch normal ist. Ich habe halt irgendwie nicht den Drang gehabt, dass das weniger wird, weil ich es schön fand.
Ich kann ihre Kritikpunkte allesamt nachvollziehen, aber ich dachte, dass das Dinge sind, die man gut ändern kann, so viel Aufwand das abzustellen, ist es jetzt ja nicht. Ich weiß, dass die Dinge nicht so gut sind, wenn sie sie stören und meinte dann auch, dass das ja nix ist, was man nicht relativ simpel beheben kann. Nur meinte sie dann auch, dass sie mich nicht mehr so liebt wie vorher. Sie liebt mich zwar schon noch auf eine gewisse Ebene, aber nicht mehr aus vollem Herzen. Ich vermische hier jetzt grade auch so ein bisschen Gespräche von Samstag, Sonntag morgen und heute morgen, aber das ist wohl nicht so wichtig. Und hier ist einfach das Problem: Ich kann an den Sachen, die sie kritisiert hat, arbeiten, aber wenn sie mir sagt, dass sie mich nicht mehr so liebt wie vorher, dann ist das eine Sache bei der ich mich ja auch selber belügen würde, wenn ich jetzt einfach weiter mache wie bisher und nur die Sachen abstelle. Also haben wir uns unter vielen Tränen im absolut guten getrennt. Ich finde es einfach nur falsch, sofort die Flinte ins Korn zu werfen, sowas sind sachen, an denen man arbeiten kann, weil wir ja auch sehr viel positives erlebt haben.
Ich meinte zu ihr, dass meine Tür offen steht und ich hoffe, dass sie in 2-3-4 Wochen merkt, was ihr fehlt und sie sich darüber im klaren wird, was sie möchte.
Ich bin grade total am Boden, weil ich einfach nicht darauf klar komme, sie nicht mehr bei mir zu haben. Auf so vielen Ebenen habe ich mich bei ihr so wohlgefühlt und sie hat mir echt viel gegeben, was mir sehr gut tut. Ich habe jetzt schon gesagt, dass ich mir ein anderes Büro suchen möchte, weil ich nicht darauf klar komme, mit ihr weiter im selben Büro zu sitzen, weil das ja auch nicht hilft. Trotzdem hoffe ich eigentlich am meisten nur, dass sie eben erkennt, was ihr fehlt – auch weil ich glaube, dass sie durchaus einige Dinge auf mich projiziert. Sie macht sich arbeitstechnisch immer überdurchschnittlich viel Stress, steht deswegen eigentlich dauerhaft unter Strom, ihre Finanzierung läuft Ende des Jahres aus, d.h. da sind auch noch die Aspekte bzgl. der Zukunft und dem Job.
Wenn ich also in ein paar Wochen nochmal anklopfen möchte, wie mache ich das? Muss ich warten, ob was von ihr kommt oder kann ich selber nochmal fragen, ob wir nochmal einen Kaffee trinken gehen wollen?

Was jetzt?
Jetzt kommt noch ein ganz großer Block, der eigentlich fast ein eigenes Thema sein könnte. Ich bin an einem Punkt, wo ich nicht weiter weiß. Ich bin komplett verzweifelt und sehe selber keine Perspektive mehr – in Punkte sie, in Punkte neue Frauen, in Punkto mein eigenes Verhalten etc.
Am liebsten würde sich ein großer Teil von mir vor den Zug schmeißen und einfach Ruhe haben wollen. Nur kann ich das meiner Familie nicht antun. Ich weiß auch, dass es ein feiger Weg ist, aber mir fehlt echt einfach die Kraft weiter zu machen, auch weil ich keine Perspektive sehe…
Ich habe eigentlich nicht wirklich ein Ego. Ich finde mich selber nicht wirklich attraktiv (ich bin aber auch objektiv kein 120 kg fettie), habe kein Selbstvertrauen Frauen anzusprechen und fürchte mich auch einfahc vor der nächsten Beziehung. Dass ich wieder auf die Fresse falle, dass ich mich wieder falsch verhalte. Ich weiß einfach auch nicht, wie ich dieses Verhalten ablegen soll. Ich bin einfach ein „Gentleman“ und trage die Frau auf Händen, weil ich sie eben liebe. Gleichzeitig will ich aber auch keine 0815 Tussi aus der nächsten Disko haben, die Frau von oben war einfach so besonders. Sie war lieb, schlau, nicht eingebildet und es war einfach toll mit ihr Zeit zu verbringen. Ich habe Angst vor der Beziehung, weil ich unter vorzeitigem Samenerguss leide und Angst habe, die Frau sexuell nicht vollends zufrieden zu stellen. Zwar bin ich Oral extrem gut, weil mir das sehr sehr viel Spaß macht, aber ich weiß nicht ob das reicht. Meine letzte Beziehung war 3 Jahre her, da wurde ich betrogen. In den 3 Jahren habe ich es auch kaum hinbekommen, richtig Kontakt zu Frauen aufzubauen. Ich schäme mich ja auch selber für meine Art, weil sie scheinbar einfach nicht funktioniert, ich aber auch nicht weiß, wie ich es ändern soll. Und ich weiß auch nicht, was ich der Frau zu bieten habe,
Nen paar kumpels habe ich schon, mit denen gehe ich jetzt auch die tage ab und an einen trinken, aber das sind nicht die Kumpels, mit denen man auch auf Frauenfang gehen kann. Neue Kumpels ist auch so eine Sache. Ich bin grundsätzlich sehr kommunikativ, komme in einer neuen Gruppe sehr gut ins Gespräch, aber irgendwie bekomme ich es dann nicht hin, das ganze soweit zu intensivieren, dass man auch privat wirklich Kontakt hat. Ich scheitere immer auf einer gewissen Ebene.
Natürlich wäre eine Therapie jetzt etwas, worüber man nachdenkt. Habe vor Jahren mal etwas angefangen, aber nach den Anamnese Gesprächen wollte er bei der Krankenkasse die Genehmigung einholen und danach hat er sich nie wieder gemeldet. Auch ist es ja schwierig einfahc so als Kassenpatient da jetzt eine Therapie zu bekommen.
Mir fehlt auch irgendwie komplett der Antrieb – auf meine Promotion bin ich nicht so stolz, dass ich mich darüber definieren könnte – ich habe mich schon über den Partner fürs Leben definiert. Das ist mir eigentlich das wichtigste. Ich will Kinder, ein Haus etc – das ganz große Spießertum eigentlich. Dafür wäre ich auch ohne mit der Wimper zu zucken dazu bereit in einem zweitklassigen Betrieb zu arbeiten und in dieser Hinsicht nicht das Maximum aus mir rauszuholenb, wenn es dafür den Rest optimiert.
Ich bin einfach komplett am Ende und sehe einfach auch keinen Weg,wie sich das wieder verbessern soll. Ich freue mich auf jeden Tipp und jeden Hinweis.


Antwort
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39 Antworten
Toshman007
Beigetreten: 25.04.2008
PokerStrategist

Habe Deinen Bericht jetzt erstmal nur grob überflogen. 2 Sachen sind mir direkt aufgefallen - Es scheint als ob Du extrem klammerst. Das kommt bei manchen Frauen nicht zwingend gut an. Zweitens - "Ich liebe Dich" nach nicht mal vier Monaten? Seriously?


Antwort
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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Ich denke einfach das ihr zuviel Zeit miteinander verbracht habt. Ihr arbeitet im gleichen Büro und dann willst du am liebsten auch noch 7 Abende mit ihr haben. Ich könnte das definitiv nicht und selbst wenn ihr euch nur 2x Abends in der Woche seht kannst du die wichtigste Person für sie sein. Ich habe stark das Gefühl das du sie für dich ganz alleine haben möchtest und eventuell sieht sie das genau so. Nach 4 Monaten sind meine Eltern, Schwestern und Freunde natürlich wichtiger als eine Freundin, da sie IMMER für mich da sind und eine Beziehung eben auch schnell vorbei sein kann. Ändern tut sich das dann mit der Zeit wenn man an eine eigene Familie usw. denkt.

Mein Vorschlag den man schnell umsetzen kann wäre erstmal dir was zu suchen, was du regelmäßig min. 2x pro Woche Abends alleine (oder mit Freunden) OHNE Freundin machst. Irgendein Sportverein oder eben was dich interessiert. Da lernt man dann auch gleich neue Menschen kennen.

@Tosh
Was spricht dagegen nach 4 Monaten "ich liebe dich" zusagen, wenn man es so fühlt?


Antwort
Zitat
Toshman007
Beigetreten: 25.04.2008
PokerStrategist

Es sind genau diese Worte die man eben nicht zu jeder Person sagen sollte. Mit denen man nicht inflationär um sich werfen sollte. Nach 4 Monaten bin ich verliebt, wie es OP auch beschreibt aber da sollte man noch keinesfalls von Liebe sprechen.

Komme da vielleicht etwas klassisch daher, könnte aber auch an meinem Alter liegen :f_cry:


Antwort
Zitat

Das Problem sind wohl weniger Beziehung/Frauen, sondern mangelndes Selbstbewusstsein und evtl sogar Selbstwertgefühl. Einerseits schreibst du, dass du gerne Liebe gibst und auch bekommst, aber sagst ihr dann im Gespräch, dass du das abstellen und ändern kannst, was mMn blödsinn wäre, weil du eben so bist und das nicht abstellen solltest, sondern eine Partnerin bräuchtest, die dass zu schätzen weiss, die es nicht stört und das gerne hat...

Du darfst natürlich auch nicht den Fehler machen, dass du dich über eine Beziehung definierst, Habe einen sehr sehr guten Freund, der das auch tut und ihm letztens noch den Rat gegeben, dass er das ändern muss, wenn er glücklich werden will, weil er mit dieser Einstellung nicht glücklich werden kann, denn hat man keine Partnerin ist man unglücklich, aber selbst mit Partnerin kann man nicht 100%ig glücklich sein, weil man ja immer befürchten muss, dass die Beziehung auseinandergehen könnte und man wieder alleine dasteht...

Es ist natürlich nicht verkehrt, wenn einem Partner, Familie, Kinder Haus usw. wichtig sind, aber wenn man sich bloß dadurch definiert, birgt das natürlich immer die Gefahr, dass man sehr unglücklich ist, weil das Dinge sind, die nicht alleine in der eigenen Hand liegen, sondern immer abhängig von einem Partner sind...

Naja, vier Monate sind jetzt auch nicht wirklich lange und für mich ist eine Beziehung, die kein 3-4 Monate übersteht auch keine "richtige" Beziehung. In dieser Phase entscheidet sich mMn erst ob es eine ernste und langfristige Beziehung werden kann und bei euch hat sich dann einfach gezeigt, dass es für eine der beiden Seiten nicht funktioniert. Finde ein "ich liebe dich" in dieser Phase auch noch sehr früh und kann mir durchaus vorstellen, dass das den Partner auch schon ein wenig erdrückt. Zusammen mit der Situation auf der Arbeit kann das für einen Menschen, der seinen Freiraum braucht alles schon ein bisschen viel gewesen sein.

Finde den Ansatz einer Therapie eigentlich ganz gut, weil ich glaube, dass du einiges aufzuarbeiten hast, was dein Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein und vorallem auch deine Verlustängst betrifft. Glaube das ist auch nichts womit man langfristig alleine zurechtkommen kann und deshalb würde ich mir diesbezüglich einfach Hilfe suchen. Es geht ja nicht darum, dass du dich komplett änderst, sondern viel mehr darum, dass du deine Sicht der Dinge auf einzelne Aspekte des Lebens änderst bzw sie einfach mal aus einer anderen Sichtweise betrachtest.


Antwort
Zitat

Original von Toshman007
Es sind genau diese Worte die man eben nicht zu jeder Person sagen sollte. Mit denen man nicht inflationär um sich werfen sollte. Nach 4 Monaten bin ich verliebt, wie es OP auch beschreibt aber da sollte man noch keinesfalls von Liebe sprechen.

Komme da vielleicht etwas klassisch daher, könnte aber auch an meinem Alter liegen :f_cry:

Sehe ich aber auch so und lasse mir damit immer Zeit. Bin halt der Meinung, dass man den Partner nach 3-4 Monaten nocht gar nicht so richtig kennen kann, dass man von Liebe sprechen könnte...


Antwort
Zitat
sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Dem Post von Floppy ist da mMn gar nicht mehr so viel hinzuzufügen, deshalb nur einige Details:

Erste Grundregel: Man wildert nicht auf der Arbeit. Gibt da schon Gründe, weswegen das ne Grundregel ist. Sich den ganzen Tag zu sehen tut ner jungen Beziehung nicht gut. Auch wenn man das möglicherweise als erstrebenswert erachtet, aber irgendwann kommt der Punkt, wo sich einer eingeengt fühlt.
Und dann noch im gleichen Büro. Ich weiß nicht, wie du so promovierst, aber wenn ich alle Stunde umarmt werden würd und dann noch von mir erwartet würd, dass ich das toll find, dass ich grad aus der Arbeit rausgerissen wurd, dann würd ich diejenige erschießen.

Dann die Sache, dass man an ner Beziehung arbeiten kann. Ja, kann man. Aber du erwartest ja nicht, dass da gearbeitet wird, sondern dass einfach alles wieder gut wird. Davon mal abgesehen muss es sich lohnen, dafür zu arbeiten. Ne 4-monatige Beziehung ist eher die Erprobungsphase, und wenn man da schon massive Probleme sieht, dann wird da eher nicht gearbeitet, sondern halt weitergesucht... Ansonsten ändern sich Menschen nicht, um anderen zu gefallen. Das ist keine positive Veränderung, das ist eine Anpassung, und das fällt dir über kurz oder lang auf die Füße. Ich unterstreich das da, es hat dann einfach nicht gepasst. Ne anständige Beziehung hast du nur, wenn du dir keine Gedanken machen musst, wie du dich verhalten sollst, sondern das einfach natürlich läuft und passt. Dauert möglicherweise, so ne Partnerin zu finden, aber wenn man sie gefunden hat ist das umso schöner. ;)

Und zu guter Letzt: Schlaue Frauen, die nicht tussihaft sind, sind unter Naturwissenschaftlern eher die Regel als die Ausnahme, würd mir da also keine Sorgen machen, dass dir die Kandidatinnen ausgehen. Allerdings erkennen schlaue Frauen auch relativ schnell, wenn man sich nicht so gibt wie man ist, und suchen im Zweifel auch nach nem entsprechend selbstbewussten Partner. Darum: Arbeite erst mal an der Front.


Antwort
Zitat
sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Ach ja, zu der Sex-Sache, die dir ja das größte Problem zu bereiten scheint: Hast du da mal abklären lassen, ob das wirklich körperliche Ursachen sind? Der Kopf ist in der Hinsicht extrem mächtig. Sich zu viele Gedanken zu machen schadet da nur ("dumm fickt gut" kommt nicht von ungefähr...). Wenn du mit der Einstellung reingehst dass das eh zu schnell geht und du nur gucken musst, dass sie zufrieden ist, dann wird das nix. Erst mal hast du keinen Spaß, das merkt sie mit der Zeit, und es wird sich auf sie übertragen. Denk nicht drüber nach und tu worauf du Lust hast. Auch beim Sex muss es harmonieren, und wenns passt wird ihr das auch gefallen.


Antwort
Zitat
masa88x
Beigetreten: 05.01.2009
PokerStrategist

Nach vier Monaten sagt sie dir, dass sie dich nicht mehr so liebt wie früher? WTF
Kann man nach vier Monaten überhaupt schon sagen, dass man jemanden liebt? Das fängt doch dann irgendwann erst an.. Davor ist doch nur verliebt sein und kennenlernen imho

Finds auch genauso krass dass du nach dieser kurzen Zeit erwartest bei Ihr auf Nummer 1 zu stehen.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Sagt man nicht allgemein, dass das Verliebt-Sein so 3 bis 18 Monate dauert?

Dann kommt es natürlich darauf an, wie man zueinander gefunden hat. Gerade bei Beziehungen im Bekanntenkreis setzt die "Liebe" wohl schon eher ein.

Zum eigentlichen Anliegen von OP:
Dein Vorgehen ist sehr fordernd.
Das sage ich als jemand, der schon sehr schnell und endgültig bei zwischenmenschlichen Beziehungen ist.

Gerade, wenn man eher auf introvertierte Personen steht, dann sollte man nicht direkt nur aufeinander hängen. Gerade, wenn man den ganzen Tag auf der Arbeit zusammen ist, braucht man auch mal Abstand (ständig rüber gehen ist auch super anstrengend!).

Insgesamt solltest du evt. tatsächlich professionelle Hilfe suchen, denn du hast ja schon das Gefühl, dass deine Gefühle nicht passen.


Antwort
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Nadiine Themenstarter
Nadiine
Beigetreten: 29.02.2008
Elite Grinder

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
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Viele Grüße
Nadine

************* (Originaltext) *************
Text:

Soweit erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Thema Liebe:
Ist es wirklich so ungewöhnlich, dass man nach 4 Monaten schon sich liebt? Dass das jetzt so viele Leute hier so sehen, überrascht mich schon. Ich dachte immer, dass 2-3 Monate der absolute Standard waren. In unserem Fall kannten wir uns ja schon aus dem Büro, daher ging das dementsprechend noch etwas schneller, wobei ich auch wieder den Fehler gemacht habe, es zu früh zu sagen und so noch 2 Wochen in der Luft hing. Ich bin halt immer sehr schnell Hals über Kopf verliebt, aber mein Gefühl hat sich ja auch nicht mehr geändert. Es war wohl wirklich zu schnell, aber 4 Monate noch als früh sehen, klingt für mich halt sehr überraschend. Was macht man denn, wenn man schon nach wenigen Wochen so fühlt? Behält man es dann einfach für sich?

Thema Priorität:
Vielleicht habt ihr auch hier recht. Ich habe halt auch ziemlich alles andere vernachlässigt. Das lag aber auch einfach daran, dass ich einfach mehr Spaß und Freude mit ihr hatte. Ist das aber nicht normal, wenn man so frisch verliebt ist, dass man vor allem Zeit mit dem Partner verbringen will? Ich fand es halt irgendwie natürlich, dass ich vor allem nur Zeit mit ihr verbringen wollte. Ich hab ja auch direkt gesagt, dass 7 Abende die Woche sich sehen Quatsch ist, aber 3-5 fand ich eigtl Standard. Ist es das nicht?

Thema Sex:

Habe mich da noch nicht durchchecken lassen, wie macht man das denn? Ich vermute mal eher, dass das auch psychische Gründe sind, aber es ist ja auch sehr schwer das abzustellen, weil man eben denkt, dass das dazu gehört und man die potentielle neue Frau dann vergrault. Grade meine erste Freundin hat mir das nach der Beziehung vorgeworfen,wodurch mein Ego natürlich nicht gestärkt wurde.

Thema ich:
Habe jetzt für Freitag den ersten Therapie-Termin bekommen. War überrascht, dass das als GKV-Patient so schnell ging. Hoffe mal, dass das kein Anzeichen dafür ist, dass der Therapeut einfach schlecht ist. Ich freue mich auch irgendwie dadrauf und hoffe, dass es was bringt.
Manche Dinge habe ich schon erkannt, dass sie nicht ganz richtig waren: Das gelegentliche/ständige Rübergehen war halt einfach dumm von mir, da gibt es nichts drüber zu diskutieren. Auch habe ich mich selber wohl einfach zu wichtig genommen und alles andere vernachlässigt. Das habe ich schon erkannt. Ich frage mich nur, wie ich es schaffen soll, dass ich das auch nicht wieder vergesse, falls ich wieder mit ihr oder mit einer neuen zusammen sein sollte. Wenn ich in der Beziehung bin, dann vergesse ich sowas einfach, weil ich eben total verliebt und verknallt bin und es für mich nichts schöneres gibt, als mit ihr zu sein. So war das ja eigentlich auch in dieser Beziehung. Wenn wir zusammen waren, ging es mir immer unheimlich gut – wenn wir dann getrennt waren, haben mich immer Selbstzweifel und andere dumme Sachen heimgesucht. Wenn sie bei WhatsApp zwar den halben Abend online ist, aber nur so einsilbige Antworten schreibt, dann mache ich mir automatisch total Gedanken, was denn los sei, was ich falshc gemacht haben könnte etc. Das quält einen dann schon ziemlich. Hier weiß ich eben auch nicht, wie ich das abstellen soll. Ich hoffe, die Therapie bringt da was.

Thema Sie:
Es ist jetzt halt alles eine sehr merkwürdige Situation. Da wir im selben Büro sitzen, ist es nicht möglich den Kontakt komplett abzubrechen. Man redet irgendwie so miteinander, es is aber viel oberflächlicher Büro-Small Talk. Wenn dann noch andere Kollegen im Büro sitzen, geht das auch ganz gut. Bisschen ätzend ist es, wenn wir nur noch zu zweit im Büro sind, weil dann so ne Spannung herrscht. Wir lächeln uns zwar ständig an, aber kA… Gestern haben wir Sachen ausgetauscht und als sie mir was in die Hand gedrückt hat, hat sie meine Hand halt absichtlich länger berührt, meinte dann „boah, hast du kalte Hände“ und ist sofort in Tränen ausgebrochen. Da konnte ich halt auch nichts anderes tun, als sie in den Arm zu nehmen und zu trösten. Ich habe ihr auch am Montag noch gesagt, dass ich es irgendwie falsch finde, sowas jetzt einfach wegzuschmeißen, ohne dass man es gemeinsam probiert hat. Ich meinte dann halt auch, dass es am sinnvollsten ist, wenn wir jetzt schon erstmal sagen, es ist Schluss, dann aber in 2-3 Wochen vllt nochmal schauen. Dem war sie auch nicht abgeneigt, konnte aber natürlich keine Versprechungen machen. Dumm wie ich bin, habe ich dann gestern, als ich sie da im Arm hatte, halt nochmal das Thema darauf gelenkt, wie sie denn denkt, ob sie das in 2-3 wochen auch will. Ist mir klar, dass das absolut dämlich ist, weil sie das eh nicht sagen kann. Sie wirkt aber zumindest nicht genervt oder irgendwas davon. Trotzdem darf das natürlich nicht nochmal passieren. Da sie heute auf eine Dienstreise fährt, habe ich ihr nochmal per WhatsApp „Gute Reise :)“ geschrieben, mehr aber auch nicht. Oder soll ich das wirklich komplett auf 0 runterfahren? Finde es halt irgendwie komsich, wenn wir schon so miteiander reden, zwischen uns ja eigentlich auch gar kein böses Blut herrscht, sie dann komplett zu missachten. Oder hat das die höchsten Erfolgsaussichten.
Ich finde es ganz praktisch, dass sie jetzt den Rest der Woche nicht mehr im Büro ist, weil ich mich so sammeln kann und nächste Woche ein besser gelauntes Bild von mir geben kann. Die letzten 2 Tage war ich halt sehr geknickt und konnte das nicht wirklich verbergen, was natürlich nicht unbedigt förderlich für eine Reunion ist.
Kumpel meinte gestern auch, dass grade diese Aktion bei der Übergabe, den „kalten Händen“ und den heftigen Tränen eigentlich ein gutes Zeichen ist, dass das noch wieder klappen kann, wenn sie mal 2 wochen abstand hat. Seht ihr das ähnlich oder ist das ne dumme Illusion? Dazu stellt sich mir auch die Frage, wie ich mich jetzt ihr gegenüber verhalte, also was die beste Mischung aus „ich will ihr zeigen, dass ich auch so klar komme“, weil ich eben kein Mitleid erregen will, weil das natürlich eh keine Basis für einen 2. Versuch ist und gleichzeitig will ich auch, dass sie mich maximal vermisst, so einen gewissen „Liebesentzug“ hat und eben merkt was ihr fehlt. Bin mir aber absolut nicht sicher, was da der richtigste Weg ist und würde mich sehr über Tipps freuen.
Weiterhin vielen Dank für eure Antworten und Tipps


Antwort
Zitat

Zur Liebe:
Also ungewöhnlich ist das nicht, aber für mich ist das zu so einem frühen Zzeitpunkt noch keine Liebe. Diese Schmertterlinge im Bauch und das ständige sehen wollen hat mMn eher was mit dem Gefühl des verliebt seins, als mit Liebe zu tun. Ich vermeide es auch bewußt in dieser frühen Phase "ich liebe dich zu sagen", weil ich eben finde, dass man damit nicht so inflationär um sich werfen sollte und wie bereits gesagt, diese frühe Phase für mich eher eine Art "Probezeit" ist...

Zur Priorität:
Das ist schon normal, dass man sich sehr oft und häufig sehen möchte, wenn man gerade frrisch verliebt ist, aber denke dass 2-3 Mal die Woche auch reichen, gerade wenn man gemeinsam im selben Büro arbeitet und sich daher ja eh fast jeden Tag sieht. Finde nämlich auch, dass die Zeit, die man gemeinsam verbringt, wenn man sich nicht jeden Tag sieht, qualitativ einfach hochwertiger ist. Wenn man sich zu fot sieht, kann man sich auch ganz schnell auf die nerven gehen und den anderen recht schnell langweilig und uninteressant finden.

Zum Sex:
Kann dir nicht sagen wie und was man da machen kann, sehe die Ursachen allerdings auch in der Psyche, gerade wenn es dir deine erste Freundin nach der Beziehung vorgeworfen hat. Ist natürlich ein Teufelskreis, weil man sich selbst dann vor dem Sex immer verrückt macht und selbst wenn das nicht der Fall ist, passiert das trotzdem im Unterbewußtsein. Das dürfte aber besser werden wenn du eine Frau gefunden hast mit der du darüber sprechen kannst, die Verständnis dafür hat und vorallem mit dir "übt". Hatte das selbst mal am Anfang bei einer Freundin, nachdem ich aus einer Beziehung kam, in der ich wenig Sex hatte, wofür es Gründe gab, auf die ich hier allerdings nicht näher eingehen möchte. Da hilft nur "üben" und so viel Sex wie möglich haben und dann wird das von ganz alleine, wenn es bloß Kopfsache sein sollte...

Zum Ich:
Schön dass du das mit den Selbstzweifel schreibst, weil das genau das ist, was ich meinte als ich schrieb, dass es unmöglich ist glücklich zu werden, wenn man das Glück durch eine Beziehung definiert, weil man immer und ständig und viel zu viel darüber nachdenkt. Soll nicht heissen, dass man komplett aufhören sollte anchzudenken, aber man kann eben auch zu viel nachdenken und sich dadurch Probleme schaffen, die gar nicht so gravierend und manchmal auch gar nicht vorhanden sind.

Ich weiss nicht was du so neben der Arbeit machst und welche Interessen du hast, aber für mich hört es sich so an, als wäre da noch Raum und Zeit für Hobbys ;)
Das Beispiel mit dem Tanzen aus dem Eingangspost macht es recht deutlich, denn du "beschwerst" dich, dass sie die Zeit und dich vergisst und kannst das nicht nachvollziehen. Hättest du aber evtl ein Hobby in dem du aufgehst, dann würde dir das manchmal genau so passieren und dann würdest du auch merken, dass das nicht böse gemeint ist, sondern dass man wirklich einfach nur die Zeit vergessen hat...

Soll nicht heissen, dass du dir auf Biegen und Brechen jetzt ein Hobby suchen sollst, aber könntest dir ja einfach malGedanken darüber machen, was dir evtl. Spass machen würde und worauf du Bock hättest.

Für den Ttermin wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg :f_thumbsup:

Zu Ihr:
Naja, ich bin bei soetwas immer der Meinung, dass man den Kontakt am Anfang eigentlich einstellen und sich auf sich selbst konzentrieren sollte, Klar sollst du sie im Büro nicht ignorieren, aber den privaten Kontakt würde ich erstmal sein lassen, gerade bei einer Frau wie ihr, die sich durch deine Nähe ja öfter eingeengt gefühlt hat. Ich würde da halt auch einfach nicht zu viel erwarten, weil momentan schluss ist und wenn du jetzt die ganze Zeit noch viel Kontakt hast und es in 2-3 Wochen dabei bleiben sollte, dann stehst du am gleichen Punkt wie jetzt und fängst mit der Verarbeitung von vorne bzw. erst dann an

Nichts für ungut, aber du bist nicht der "Depp", der sie in den Arm nehmen und trösten muss/sollte!
Es war ihre Entscheidung und wenn sie das soooo traurig macht, dann hätte sie diese ja nicht so treffen müssen. Da sie das aber getan hat, sollte sie auch alleine damit fertig werden. Du kannst ja nicht für sie da sein, wenn sie sich von dir getrennt hat, womit du gerade selbst zu kämpfen hat. Das ist völlig absurd und überhaupt nicht deine Aufgabe. Das wird mMn auch nichts an ihrer Entscheidung ändern, sondern eher dazu führen, dass sie dann in dir einen Freund sieht, der für sie da ist, aber keinen Partner...

Du sagst ja auch, dass du möchtest, dass sie dich maximal vermisst, was sie aber gar nicht kann, wenn ihr Kontakt habt. Man kann nichts vermissen, was all­ge­gen­wär­tig ist ;)

Möchte dir da auch nicht die Illusion rauben, aber in den wenigsten Fällen, in denen eine Trennung so früh erfolgt, findet man danach nocheinmal zusammen, da diese kurze Zeit eben eine "Probezeit" ist, in der man schaut ob es passt oder nicht und nach dieser kurzen Zeit lohnt es sich eben auch nicht daran zu arbeiten, weil sich Energie und Aufwand mMn dafür gar nicht lohnen, weil man eben kein 2-3 Jahre zusammen gewesen ist, die es rechtfertigen würden dafür zu kämpfen und arbeiten. Klar, passieren kann das trotzdem, aber mach dir einfach nicht zu viel Hoffnung...

Wünsche dir auf jeden fall viel Glück und Erfolg! :f_thumbsup:


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Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006
Oldschool Grinder

Gute Posts bisher.
Und ja, mach dir keine Hoffnungen ... das schlimmste was passieren kann ist, wenn sie aus Einsamkeit/Mitleid doch nochmal mit dir zusammen kommt und nach kurzer Zeit merkt, dass es doch nicht klappt.
Um es noch einmal zu betonen. DU bist nicht derjenige der sie trösten sollte. Zeig mal etwas Stärke und "Männlichkeit".


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Guten morgen,

Kurzfassung:
Die Zeit während deiner Promotion kann denkbar schlecht für das zwischenmenschliche sein. Wenn du den Titel haben willst dann konzentriere dich darauf und zieh das Ding durch. Das ist etwas, worauf du stolz sein kannst. Damit solltest du ausgelastet genug sein. Den Gang zum Therapeuten kann ich nur unterstützen, habe ich damals auch gemacht und mir hat es rückblickend deutlich geholfen.

Längere mit eigenem Beispiel:

Spoiler

deine Situation erinnert mich stark an meine Geschichte vor 1 1/2 - 2 Jahren. Da war ich auch kurz vor Abschluss meines Masters bzw. im Übergang zur Promotion. Und auch in die Kollegin verschossen und das ganze ging nach 5-6 Monaten in die Brüche.... und dann sieht man sich trotzdem fast jeden Tag. Floppy05058 hat schon sehr viel gutes geschrieben, ich möchte noch kurz das Thema Promotion ansprechen (ich bilde mir ein, ich kann da ein bisschen mitreden).

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du mit der Promotion erst angefangen (also 1. oder 2. Jahr)? Wenn ich über meine Promotion nachdenke und das was ich von Kollegen und Freunden weiss, die auch diesen Weg gegangen bin, dann kann ich nur sagen, dass das eine scheiss Zeit für Beziehungen ist. Bei uns ist der Druck auf der Arbeit enorm (mehr Paper, mehr Results, mehr Paper!!!!!!einselfdrölf!) und in dieser Situation verhalten sich Menschen eben schonmal völlig daneben (betrifft mich genauso). Du hast geschrieben, dass ihre Finanzierung bald ausläuft. Ich kann da gut verstehen, dass sie das eher im Kopf hat als eine angehende Beziehung zu dir. Es geht da ganz einfach um ihre berufliche Zukunft.
Des weiteren schreibst, dass du dich nicht über deine Promotion definieren kannst und dir der Antrieb fehlt. Naja, ich halte nichts davon, sich jeden Tag einen runterzuholen weil man bald/irgendwann zwei Buchstaben vor dem Namen stehen hat. Aber das ganze ist eine Sache, für die man sich besser bewusst entscheiden sollte, denn den höchsten akademischen Grad gibt es nicht umsonst! Meiner Erfahrung und Einschätzung nach wird der sehr teuer erkauft: 4-5 Jahre scheisse bezahlt, mit der Arbeit verheiratet, zuviel Stress (plus zuviel Alkohol :megusta: ), etc... Wenn du eigentlich lieber Häuschen, Familie, etc. haben willst, solltest du dir das nochmal überlegen?
Ich hatte vor 2 Monate eine interessante Situation: Einer meiner ältesten Freunde aus der fernen Heimat hat geheiratet und auf der Hochzeit war ich tatsächlich der einzige, der einen Doktor verfolgt. Parallel dazu war ich auch einer der wenigen, der als Single angereist ist. Der Rest: feste Beziehung oder verheiratet, Job, etc. Fand das interessant und habe ein paar Tage später beim Telefonat mit meiner Mutter gesagt, dass ich das eigentlich auch gut finden würde, son geregeltes Leben. Sie erwiderte darauf: "Das ist totaler quatsch mein liebes Hugolein! Denn wenn du das wirklich wollen würdest, hättest du dir nach dem Master einen entsprechenden Job gesucht." Und Mutti kennt eben ihren Sohnemann... Ich mach den Job, weil ich das wollte und auch immer noch will.

Was ich damit sagen will ist, dass die Zeit während deiner Promotion denkbar schlecht für das zwischenmenschliche ist. Ich kenne leider auch keinen, bei dem das anders war. Wenn du den Titel haben willst dann konzentriere dich darauf und zieh das Ding durch. Damit solltest du ausgelastet genug sein. Den Gang zum Therapeuten kann ich nur unterstützen, habe ich damals auch gemacht und mir hat es rückblickend deutlich geholfen.

Wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!


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IBeatGTA
Beigetreten: 07.05.2009
PokerStrategist

Das Wesentliche scheint hier aber weniger der schwierige Lebensumstand innerhalb einer Promotion zu sein (lol, gib mir meine zwei mit deiner OT-Lebensgeschichte verplemperten Minuten zurück! :why: ), sondern OPs beschriebenes Verhalten, seine neue Freundin, die er im Bürro eh um sich hat, zu stark einzuengen. Hierzu sollte OP mal reflektieren, zusätzlich zu einem Therapeutentermin.


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kargage
Beigetreten: 04.04.2011
Poker Player

Finde dir sollte jemand sagen, dass du jeglichen Grund für Selbstbewusstsein hast wenn du am promovieren bist! Das macht schonmal nicht jeder - also win für dich. Und dementsprechend kannst du dich da auch selbstbewusst verhalten.

So einfach der Vorschlag klingt (wurde ja auch schon geschrieben) - such dir auf jeden Fall einen Sport Verein. Rugby z.B.? Sicher 25 Jungs die zweimal die Woche trainieren...dann ist am Wochenende ein Spiel. Mal nachm Training geht noch nen Bier - und schwups hast du auch mal wie sie die Zeit beim tanzen vergessen...So eine Teamsportart steigert imo auch definitiv das Selbstbewusstsein; vorallem eine wie Rugby die dem Körper super tut (ok - ausser den gelegentlichen Blessuren :) )

Zu Kontakt mit ihr jetzt.....würde den Kontakt so haben wie ihr ihn hattet bevor ihr zusammen gekommen seid. Im Büro einfach normal miteinander sein - natürlich kannst du auch irgendwas aufmunterndes sagen wenn sie vor dir steht und weint, aber sie in den Arm zu nehmen ist wirklich nicht mehr dein Job - bzw anders ausgedrückt - das Privileg hat sie einfach nicht mehr! Dafür ist jetzt wo ihr nicht zusammen seid die beste Freundin, schwuler Freund oder sonst wer da..

Zu einem Therapeuten gehen kann man sich natürlich überlegen - oder einfach zu einem LifeCoach..bei so einem war ich auch; da war ich zwar 14 und hatte null Selbstbewusstsein, aber im Prinzip das selbe. Dir wird einfach geholfen Dinge zu finden die ein Grund für Selbstbewusstsein deinerseits sind! Und wenn es nicht genug gibt dann fängst du eben an dir die Dinge aufzubauen (Sport, Kochkurs?, Massagekurs,...). Massagekurs habe ich mal von einer Freundin zum 18 bekommen....und seit dem bei jeder Frau Wunder gewirkt. Um einen Kochkurs hab ich mich dann zwishcen Bachelor und Master selber gekümmert weil mein kochen für Frauen immer ein "fail" war, bzw nicht wirklich einfallsreich - und Liebe geht durch den Magen ;) Also das nur Ideen wie du dein Selbstbewusstsein steigern könntest...


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kargage
Beigetreten: 04.04.2011
Poker Player

Glaube das einengen, oder eingeengt fühlen deiner Herzdame hängt stärk an deinem Selbstbewusstsein. Sobald das höher ist bist du mit dir selber glücklicher, ob sie nun da ist oder nicht. Und dann wird sie auch mehr Zeit mit dir verbringen wollen. Dann hast du aber regelmässig auch selber durch Sport etwas vor und das ganze könnte schon wieder laufen. Und wenn nicht mit ihr, dann hat sie dich sowieso nicht verdient! Sondern eine andere kommt in den Genuss des neues selbstbewussten Du.


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Nadiine Themenstarter
Nadiine
Beigetreten: 29.02.2008
Elite Grinder

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Nadine

************* (Originaltext) *************

Hallo,

direkt mal wieder vielen Dank für eure Antworten, ist schon sehr interessant und auch lehrreich. Ich gehe mal wieder auf einige Punkte ein.

Hobbys:
Hier könnte ich sicherlich etwas machen. Ich bin zwar bei McFit angemeldet, gehe aber nur 1-2 mal die Woche da hin und das is dann auch eher ein isoliertes Ding, denn wirklich reden möchte man mit dem McFit Publikum ja nun auch nicht. Über so Mannschaftssportarten habe ich auch immer mal wieder nachgedacht, bin mir aber da aber irgendwie unsicher. Ich bin nicht wirklich sportlich und habe auch, weil ich es eben nie so großartig gemacht habe, nicht wirklich Übung auf dem Gebiet. Das heißt, wenn ich dann da zu irgendeiner Sportart gehe, falle ich doch erstmal komplett aus dem Rahmen, weil ich es eben nicht kann. Da hab ich als Kind so eine Erfahrung gemacht. Mit 12 oder 13 oder so hatte ich Bock Handball zu spielen und hab mich dann bei so nem Verein angemeldet. Ich war aber einfach viel schlechter als die anderen Kinder, was dazu geführt hat, dass ich bei Ligaspielen eigentlich immer nur auf der Bank gesessen habe und bei meinen Aktionen immer nur gestöhnt wurde. Dadurch wurde man ja auch nie in der Gruppe aufgenommen, sondern war immer nicht gewollt. Mag natürlich sein, dass das nur so ein Kindheitsphänomen ist, aber irgendwie befürchte ich halt, dass das wieder so läuft. Auch mit meinen -5.5 Dioptrien und der Brille ist das irgendwie immer schwierig (Kontaktlinsen sind leider keine Option, Augen sind dafür zu klein, das führt aber vom eigentlichen Thema weg). Auch ist meine Kondition, da ich nie so richtig aktiv lange Sport gemacht habe, eher gering, was durch mein Asthma noch verstärkt wird. Daher befürchte ich eben, dass ich beim Training immer nur negativ auffalle, weil ich nicht so gut bin und dadurch nur wieder isoliert werde.
Auch glaube ich irgendwie intuitiv nicht, dass ich in dem Hobby wirklich so aufgehen würde. Wenn da irgendjemand ist, in den verliebt bin, dann kreisen meine Gedanken doch immer wieder nur um sie und dann bin ich auch immer gewillt, anderes dafür ausfallen zu lassen. Wobei Mannschaftssport hier sicherlich was Gutes wäre, weil man die Leute eben nicht so einfach im Stich lässt wie bei so nem Solo-Fitnessstudio ding.

Thema Promotion:
Also natürlich finde ich es schon cool, dass ich meinen Doktor mache, keine Frage. Aber ich finde es irgendwie auch nichts so besonderes. Ich fand den Bachelor und Master nicht schwer, ich finde die Abschlüsse werden einem meistens doch hinterhergeschmissen. Und mit Chemie mache ich ja eigentlich schon ein Fach, welches durchaus nicht als anspruchslos angesehen wird. Ich weiß von mir selber, dass ich ziemlich intelligent bin, das hat aber leider zwei Sachen zur Folge:

1. Ich fühle mich von dem ganzen Ding nicht wirklich herausgefordert. Ich hab mich auch in meinem Studium nie so richtig herausgefordert gefühlt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht wirklich darin aufgehe, weil ich es selber nicht als krasse Herausforderung sehe.
2. Mein Ego ist krass gespalten. Dadurch, dass ich weiß, dass ich nicht grade dumm bin, habe ich auf diesem Gebiet auch ein ziemliches Ego. Das führt soweit, dass ich es damit sogar oft zu weit treibe, weil ich mir andere Vorschläge nicht so gerne annehme. Ich weiß, was ich auf dem Gebiet kann. Leider ist das bei den privaten Sachen um 180° gedreht, da habe ich halt null ego.

Es ist halt nicht so, dass ich abends nach Hause gehe und total stolz auf das bin, was ich am Tag gemacht habe. Ich bin auch nicht der typ der jetzt gerne irgendwie auch freiwillig bis 20 Uhr in der Uni bleibt, weil er es so geil findet. Dafür ist mir vieles einfach auch zu repetitiv und monoton. Ich mache das zwar schon gerne, aber eben auch geregelt.

Thema Ihre Situation:
Ja diese ganze Sache mit ihrer auslaufenden Finanzierung etc ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Ich vermute auch, dass das ein großer Faktor ist. Sie macht sich arbeitstechnisch ja allgemein immer selber sehr viel Stress und dreht wohl grade einfach auch am Rad wie es dann weitergeht. Das kann ich verstehen. Ich hab aber auch zB immer zu ihr gesagt, dass ich keine Bedenken habe, wenn sie arbeitstechnisch in eine andere Stadt will. Habe auch schon mit dem Geld sparen für ein Auto angefangen, damit man sich da eben trotzdem immer am WE sehen kann. Für mich war das irgendwie nie so der große Faktor, auch wenn ich natürlich gehofft habe, dass sie vielleicht in der Nähe bleibt, was aber eigentlich auch ihr Wunsch war. Ich denke allgemein auch, dass dieser Punkt sie im Moment sehr belastet. Ich hoffe halt einfach, dass diese 2-3 Wochen ihr klar machen, dass sie da einiges auf mich projeziert hat.

Thema mein Zustand:
Meine Gefühlslage verläuft momentan sehr wellenartig. Einige Zeit ist es halbwegs okay. Ich jauchze nicht vor Freude, aber ich bin auch nicht komplett down. Andere Zeit geht es mir sehr schlecht und ich zweifle an wirklich allem – dass ich nie wieder jemanden finde, dass ich alleine bleiben werde etc.. Es ist für mich trotzdem irgendwie unvorstellbar, sie nie wieder bei mir zu haben und mit ihr Zeit zu verbringen. Ich möchte ja eigentlich wissen, wie es ihr geht, bei ihr sein und an ihrem Leben teilhaben.
Ich versuche mir zwar einzureden, dass es aus ist und dass das auch nicht wieder klappen wird, aber irgendwie ist das für mich auch unlogisch. Wir hatten 4 intensive Monate, haben wirklich viel erlebt und es gab ja auch sehr viele schöne Seiten. Wenn ich jetzt bei vielen der Punkte, die sie kritisiert hat, erkenne und verstehe, was da falsch gelaufen ist, dann verändere ich mich ja zum positiven. Auch durch den Therapeuten zeige ich ja wirklich, dass mir das selber bewusst ist und das ist ja auch eigentlich ein klares Zeichen, dass ich mich wirklich ändere und Sachen nicht nur wegen ihr abstelle, obwohl ich es eigentlich anders sehe. Da erscheint es mir total unlogisch, warum es nicht wieder klappen sollte, weil die schönen Seiten, die wir hatten, sich ja nicht verändern und die negativen Aspekte viel geringer werden. Ich kann mir selber eifnach nicht klar machen, wo der Fehler in dieser Logik liegt.
Am ehesten versuche ich mir selber auch zu sagen, dass sie einfach erkennt, dass sie sich ohne mich freier und glücklicher fühlt und es deswegen nicht klappen wird… aber gleichzeitig müssen ihr doch auch die vielen kleinen und großen Dinge zwischen uns fehlen. Irgendwie kann ich es gar nicht begreifen.
Heute ist auch der erste Tag an dem wir dann wirklich null Kontakt haben werden, denke ich. Ich weiß immer nicht, was ich machen soll, wenn sie mir schreibt. Habe die letzten Tage sehr kurz und distanziert geantwortet und gestern einmal auch etwas ignoriert, gleichzeitig habe ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich sowas ignoriere. Dann geht bei mir direkt im Kopf so ein Gedankengang los, dass sie ja jetzt denkt „gut, wenn er mir nicht mal antwortet, dann kann er mich auch mal, jetzt erst recht nicht mehr“ und das ich die Chancen dadurch nur noch kleiner mache. Das sind halt die typischen Selbstzweifel, dass ich mir immer den Worst Case ausmale.

Würde mich über weitere Antworten, Tipps etc freuen. Sowohl zu meinen Anmerkungen als auch zum eigentlichen Problem


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sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

Super Posts :)

Zum Thema Liebe: Das ist halt die Frage, wie du das für dich definierst. Meiner Meinung nach hat das anfängliche Verliebtsein nicht so viel mit Liebe zu tun, die hast du erst, wenn diese Verliebtheitsphase langsam verflogen ist und ihr immer noch auf einer Wellenlänge seid. Ich findsauch schade, ich finde das erste "ich liebe dich" hebt die Beziehung noch mal auf ein anderes Level, da will man das doch eigentlich nicht so nebenbei direkt am Anfang raushauen.

Thema Sex: Mit der Geschichte würd ich das auch eher auf ein psychisches Problem schieben. Hat sich deine Ex dann selber zuzuschreiben dass sie keinen Spaß hatte wenn sie auf die Tour kommt. Wenn du das immer im Hinterkopf hast, dass du ja länger durchhalten musst, kann das nix werden. Einfach entspannt rangehen, kein Stress, und wenn Frau dann kein Problem damit hat, wenns doch mal etwas schneller geht, dann wird das auch direkt. Btw google doch mal, wie lang der durchschnittliche Akt so dauert, damit sollte dann auch klar werden, dass pornoreifes stundenlanges Gepoppe eher nicht die Regel ist... ;)

Was die Promotion angeht: Wirst du auch noch merken, dass gerade der Abschluss da tierischer Stress ist. Hab ich auch gemerkt, bin normalerweise auch eher jemand, dem Körperkontakt wichtig ist, spätestens als es dann aber auf die Verteidigung zuging ist man mir am Besten nur noch komplett aus dem Weg gegangen. Und den Druck, fertigzuwerden, hatte ich dabei nicht...

Wenn wir zusammen waren, ging es mir immer unheimlich gut – wenn wir dann getrennt waren, haben mich immer Selbstzweifel und andere dumme Sachen heimgesucht. Wenn sie bei WhatsApp zwar den halben Abend online ist, aber nur so einsilbige Antworten schreibt, dann mache ich mir automatisch total Gedanken, was denn los sei, was ich falshc gemacht haben könnte etc. Das quält einen dann schon ziemlich. Hier weiß ich eben auch nicht, wie ich das abstellen soll. Ich hoffe, die Therapie bringt da was.

Selbstbewusstsein, würd ich sagen. Bin mir sicher dass das besser wird, wenn du am Selbstbewusstsein arbeitest. Bis dahin sollte dir aber klar sein, dass auch wenn es dir so geht das zwar scheiße ist, sie davon aber nix mitkriegen sollte. Man braucht auch in ner Beziehung Zeit für sich. Und auch der Gedankengang "sie soll das ruhig mitkriegen, da merkt die doch, wie viel sie mir bedeutet" ist falsch, das ist halt irgendwan nur nervig, wenn man dann das Gefühl hat, sich immer melden zu müssen usw. WA ist da ganz böse, weil du dann ja auch siehst "sie hat das gelesen aber antwortet nicht". Ich glaub, früher gabs das Problem einfach nicht so. Du musst dir einfach darüber im Klaren sein, dass du nicht erwarten kannst, dass sich deine Partnerin in genau dem Moment um dich kümmern möchte, wenn du das gerne hättest.
Ich hab das mal von der anderen Seite aus mitgekriegt, da war meine Ex der Meinung, man müsste auf SMS ja sofort antworten, sonst wäre das ne Unverschämtheit und sie würd sich dann unwichtig vorkommen. Damals dacht ich mir dann auch, gut, wenn sie damit glücklicher ist, warum nicht, aber das artet sehr schnell in brutalen Stress aus.
Darum, wie gesagt: Wenn es dir so geht ok, aber das ist dann erst mal dein Problem. Mit dem musst du klarkommen. Wenns gar nicht geht, geh raus und power dich aus, machen Akademiker eh viel zu wenig. Hilft aber. ;)


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