Kann man Hunde tatsächlich zeitweise in ein Tierheim bringen und sich dann wieder holen wenn man Bock hat?
Original von GeraldG
Kann man Hunde tatsächlich zeitweise in ein Tierheim bringen und sich dann wieder holen wenn man Bock hat?
Du kannst den Hund entweder ins Tierheim bringen um ihn für immer abzugeben oder du kannst ihn für eine Zeitlang dalassen wie bei einer Hundepension, wenn du z.B. ins Krankenhaus musst oder verreisen möchtest und niemand anderen hast, der sich um den Hund in der Zeit kümmert.
Bezahlst pro Tag eine Gebühr.
Edit....wer kein Bock auf ein Tier hat sollte sich auch keines anschaffen und vor der Anschaffung auch überlegen, dass ein Hund 10-17 Jahre im Schnitt alt wird und ob man das möchte.
meine line wäre zu versuchen ihn davon zu überzeugen,dass er sich nicht mehr um das tier kümmern kann aufgrund seines alters und seiner erkrankung(en).
wenn er ihn aufjedenfall zurückhaben will und mit sich nicht reden lassen will,würde ich versuchen dass irgendeine behörde (tierschutzbund o.ä.) ihm den hund abnimmt oder verbietet ihn zurückzunehmen.
das ist doch kein argument dass er alt ist und nix mehr im leben hat oder dass es sein tier ist. wenn man sich nicht mehr um den hund kümmern,dann gehts halt nicht.
anderen leuten wird auch der führerschein weggenommen,wenn sie nicht mehr fahren können oder die eigenen kinder von behörden geholt,wenn sie diese vernachlässigen.
zudem ist der hund ein potentielles risiko für den alten mann.
moralisch bist du aufjedenfall im recht , jetzt musst du irgendwie schauen ob du auch rechtlich gesehen legal handelst ohne ihm den hund einfach wegzunehmen. (was ich im zweifel aber auch machen würde)
Original von DerIkeaElch
Rechtlich gesehen ist ein Tier eine Sache. Es ist also nichts anderes als ob du dir sein Auto ausborgst, wenn er im Krankenhaus ist. Und wenn du es um dein Geld reparierst zwischendurch und es nachher besser im Schuss ist, es bleibt sein Auto und er kann es wieder zurückfordern wenn er will. Genauso ist es mit dem Hund, rechtlich gesehen. Abgesehen davon frage ich mich, wieso du dich anmaßt, zu bestimmen, was das beste für den Hund ist.Egal, unter dem Strich ist es sein Hund und ihm die Rückgabe zu verweigern ist Unterschlagung. Strafrahmen: Bis drei Jahre Haft
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Nein.
§ 90a BGB Tiere
Tiere sind keine Sachen. [...] Die Vorschriften werden nur entsprechend angewandt. Das macht das Tier noch lange nicht zur Sache. Wäre mit der Staatszielbestimmung in Art. 20a GG auch nur schwerlich vereinbar.
Die Aufwendungen die getätigt wurden können auch zurückgefordert werden. Die Beurteilung einer Strafbarkeit kann ich nicht beurteilen.
Und wo ist da jetzt der Unterschied für ihn ob der Hund eine Sache ist oder wie eine behandelt wird? Es bleibt eine Unterschlagung, wenn er das Tier nicht zurückgibt....da können wir uns in tausend juristischen Spitzfindigkeiten ergehen.
Original von dingoberg
Forderte er jetzt schon seinen Hund zurück? Wie steht dein Vater dazu?
Im Prinzip ja. Er hatte sich letzten Samstag gemeldet und gesagt, dass er den Hund diese Woche abholt. Seitdem haben wir aber wieder nichts von Ihm gehört. Mein Vater hält es auch für keine gute Idee ihm den Hund wiederzugeben.
Original von Mauslord
wv erfahrung hat op eigentlich mit hunden?
Verstehe worauf die Frage abziehlt. "Wer sagt den eigentlich, dass OP ein passenderer Tierhalter ist?!" In unserer Familie gibt es seitdem ich denken kann Hunde. Bis 14 habe ich mich mit um den Hund mein Mutter gekümmert und dann selbst ein Hund bekommen. Dieser ist dann vor 3 Jahren gestorben. War also 13 Jahre bei mir. Dazu gab es natürlich auch andere Tiere.
Heute lebt die Familie auf einer "kleinen Farm" mit reichlich Tieren (Pferde, Enten, Katzen, Hunde, Pfaus, Gänse). Dort fahr ich ca. 3-4 mal die Woche hin und lasse den tauben Hund frei laufen. Dies ist verständlicherweise im Ort oder woanders nicht so ohne Weiteres möglich.
Der Hund ist sehr auf mich fokussiert und läuft mir immer nach. Ich meine erkennen zu können, dass es Ihr gut geht.
Original von HillBilly
meine line wäre zu versuchen ihn davon zu überzeugen,dass er sich nicht mehr um das tier kümmern kann aufgrund seines alters und seiner erkrankung(en).
Stand jetzt ist das auch der Plan. Mein Vater wird mit Ihm sprechen und versuchen zu überzeugen, dass es besser für den Hund ist, wenn sie bei mir bleibt. Meine Gedanken drehen sich aber schon darum, was ist, wenn er den Hund fordert. Da ist der Hinweis mit dem Veterinäramt sehr gut. Sollte es wirklich so kommen, dass ich sie hergebe, dann nicht ohne das ich jemanden über die Zustände informiere.
Im diesem Zusammenhang fällt mir noch ein, dass der Hund vor zwei Jahren für ein paar Tage schonmal bei uns war. Auch diesmal war das Herrchen leider im Krankenhaus. Er wurde aber nicht eingeliefert, sondern parkte mit dem Auto vor dem Krankenhaus und lies den Hund im Winter alleine zurück im Auto. Er ging dann zum Füttern und für die Geschäfte kurz zu Ihr. Nach zwei Tagen erfuhren wir davon und holten den Hund dort raus.
Original von Bommel64
Die Aufwendungen die getätigt wurden können auch zurückgefordert werden. Die Beurteilung einer Strafbarkeit kann ich nicht beurteilen.
Das ist natürlich ein sehr hilfreicher Hinweis. Stand jetzt kann ich ihm den Hund nicht geben. Mein Vater meint, dass er bei einer Aufwandsentschädigung für die Zeit von seiner Forderung ablässt. Weil er es sich nicht leisten kann. Daher scheint das eine gute Line zu sein, sollte er nicht mit sich reden lassen und ich fest entschlossen sein, den Hund bei mir zu halten.
Über ein strafbares Vergehen mache ich mir eher weniger Gedanken. Sollte ich einfach zu der Überzeugung kommen, dass der Hund bei mir bleiben soll, dann kann ich es mit mir nicht anders ausmachen als alles zu unternehmen, damit sie bleibt. Mir persönlich geht meine moralische Ansicht dann vor. Die Strafe müsste ich dann in Kauf nehmen (natürlich nehme ich jetzt mal an, dass selbst im äußersten Fall kein Gefängnis mich erwartet)
Wenn er seinen Hund wiederhaben möchte, dann musst du ihn auch rausrücken und rechtlich wird ein Tier als Ding bewertet! Natürlich muss er sich ordentlich um das Tier kümmern, aber ich wüßte nicht warum er es nicht schaffen sollte. Gerade ältere Leute verhätscheln doch eher das Tier und anscheinend bekommt er auch genug zu essen. Viele Blinde oder auch Rollstuhlfahrer haben einen Hund und das ist eher positiv und nicht negativ.
Die Idee ihm Geld für den Hund zu geben, damit er sich einen neuen Hund kaufen kann, zeigt doch nur, dass es gerade nur um DICH geht und weder um den alten, einsamen Mann oder dem Hund.
-> Hund ins Auto und zum alten Mann fahren und dann in Ruhe reden!
Einem 80 Jährigen im Rollstuhl mit nur mehr einem Bein einen Hund klauen? Ist das dein Ernst?
Man kann ja vlt nochmal gemässigt fragen, ob er sich sicher ist, dass er den Hund weiterhin haben will. Quasi dich als gute Alternative zu Tierheim oder sonstigen anbieten. Aber da noch Stress machen oder sonstige Lines aushecken, geht gar nicht imo. Der Mann hat den Hund ja auch wegen einer Notsituation für diese Zeit weggegeben. Kannst du "Stolz" auf dich sein, da gut ausgeholfen zu haben, aber mehr nicht.
Erzählst auch, dass du mehrere Jahre bereits andere Hunde hattest. Dann sollte es A kein Problem für dich sein , auch mit anderen Hunden klarzukommen, sprich dir einen eigenen zulegen und B, versetz dich halt in die Lage des Mannes, der wohl auch eine lange Zeit bereits mit dem Hund hatte und nun will ihn den jemand einfach wegnehmen, wo er nichts zu kann...
Ich kann OP hier nachvollziehen bezüglich seiner Bedenken und auch wenn Tiere per Gesetz als Sache gesehen werden, so weiß doch jeder von uns, der Tiere hält oder gehalten hat, dass es emotional (fast) auf einer Stufe mit einem Menschen steht.
Die gleiche Bindung musst du allerdings auch dem Herren unterstellen und nun solltest du abwägen, für wen es problematischer wäre du behältst den Hund. Ihn oder das Tier.
Eventuell hilft dir ein Kompromiss, dass du den Hund/Mann immer mal wieder besuchen kannst, um dir ein Bild zu machen. Auch wenn es dem Hund objektiv bei dir besser gehen würde, steht das in keinem Verhältnis dazu, wie es dem Mann ohne Hund gehen würde.
Original von lego
Einem 80 Jährigen im Rollstuhl mit nur mehr einem Bein einen Hund klauen? Ist das dein Ernst?
Und offenbar wird das hier ernsthaft diskutiert. So etwas ist weder moralisch noch rechtlich auch nur irgendwie gerechtfertigt. Ich hoffe, hier sperrt mal jemand zu...
Original von DerIkeaElch
Und wo ist da jetzt der Unterschied für ihn ob der Hund eine Sache ist oder wie eine behandelt wird? Es bleibt eine Unterschlagung, wenn er das Tier nicht zurückgibt....da können wir uns in tausend juristischen Spitzfindigkeiten ergehen.
Der Unterschied besteht darin, dass der Hund ein Lebewesen ist und man ihn daher nicht einfach wie eine Vase in die Ecke stellen kann (und darf).
Es werden einige Paragraphen wie bei Dingen analog angewandt. Das macht Tiere, die Leid fühlen können noch lange nicht zur Sache.
Wenn der alte Mann nicht in vollem Umfang in der Lage ist für den Hund zu sorgen, dann würde ich ihn nicht zurück geben. Dabei bin ich mir sehr sicher, dass kein deutsches Gericht gegen dich entscheiden würde. In diesem Fall würde spätestens die zuständige Stelle dafür sorgen, dass der Hund in Händen bleibt, die sich angemessen um ihn kümmern können.
Zusätzlich hast du keinerlei moralische Verpflichtung den Hund an den vor- Vorbesitzer zurück zu geben und ihn damit wieder verwahrlosen zu lassen.
Vielleicht könnte man dem Mann eine Katze beschaffen, die sich größtenteils selbst versorgen kann. Vorausgesetzt er wohnt nicht voll in der Großstadt.
Wenn du im Vorhinein weißt, wie ein Gericht entscheidet, kannst du noch nicht viele Prozesse aus nächster Nähe verfolgt haben ;-)
Ich bin mir zu 99% sicher das pro Hundebesitzer entschieden wird. Ein Rollstuhl ist kein Grund um jemanden den Hund wegzunehmen. Genug zu essen hatte der Hund wohl auch immer laut OP.
Original von lego
Einem 80 Jährigen im Rollstuhl mit nur mehr einem Bein einen Hund klauen? Ist das dein Ernst?
Einem 80 Jährigen im Rollstuhl mit nur mehr einem Bein einen Hund geben den er selbst mit beiden Beinen nicht mehr im Griff haben dürfte? Ist das dein Ernst? Abgesehen vom Wohl des Hundes ...
würde mich mal an nen tierschutzbund oder so wenden - anonym erstmal
kannst dem mann ja auch sagen der hund sei weggelaufen ...
Was denkt ihr braucht man für Skills um einen Hund zu halten? Futter und ab und zu eine Runde drehen und es geht ihm besser als fast allen Hunden auf dieser Welt. Das OP sich verliebt hat es sein Problem!
Mit Rollstuhl hat man einen Hund doch wohl besser im Griff als auf zwei gebrechlichen Beinen. Aber auch da gibt es Lösungen.
so schlimm wird's schon nicht um den Hund bestellt gewesen sein, sonst hätten sie ja auch was beim Tierheim gesagt
Wenn beim alten Herren noch Demenz hinzukommen würde, könnte man im einreden DER HUND HAT SICH ENTSCHIEDEN!