Zum Forum springen
Freund: Drogen-, Sp...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Freund: Drogen-, Spielsucht, Kriminalität

11 Beiträge
8 Benutzer
0 Reactions
1,134 Ansichten
Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Hallo,
wir waren ein Freundeskreis von ~5 Personen, die so ziemlich jeden Tag was miteinander unternommen haben, meistens jeden Tag gekifft usw. aber jeder kam damit klar in seinem Leben. Da gab es einen von unseren Freunden, der schon immer nicht der klügste war und leider damals schon eine Spielsucht hatte mit Spielautomaten. Dadurch hat er sich bei der Bank mehrere tausend Euro schulden gemacht. Zudem war er damals schon ein Märchenerzähler, nur um mal anzudeuten, dass das mit den Lügen schon zu normalen Zeiten relativ oft vorkahm bei ihm.

Leider ist es bei ihm nicht nur beim kiffen geblieben, irgendwann fiel es auf, dass er öfters Speed gezogen hat und mittlerweile gehe ich davon aus, dass er seit 2-3 Jahren täglich zieht. Den Konsum hat vor allem die Tatsache gefördert, dass er vor ~1 Jahr angefangen hat auch Drogen in größerer Menge zu verkaufen. Die Spielsucht hat er leider nie verloren und so kam es dazu, dass er die großen Summen die er dadurch eingenommen hat auch wieder im Spielautomat liegen lassen hat. Er hat dann auch angefangen engere Bekannte auf irgendeine Art und Weise zu beklauen und hat mittlerweile den absoluten Tiefpunkt erreicht. Er hat sich mittlerweile wieder einen riesigen Schuldenberg bei seinen "Kunden" aufgebaut, den er definitiv nichtmehr stemmen kann. Der Konsum von Speed und mittlerweile auch öfters Koks hat ihn komplett aus der Realität entrissen und er hat mittlerweile keine Freunde mehr und alle, die einst seine Freunde waren, wissen Bescheid und keiner traut ihm mehr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er von alleine sein Leben nichtmehr in den Griff bekommt, dafür ist die Drogen- und Spielsucht schon viel zu weit fortgeschritten.
Er muss für eine sehr lange Zeit in eine geschlossene Anstalt oder wasauchimmer.

Die Frage ist nun, was soll man tun? Wir spielen sehr mit dem Gedanken, seinen Eltern die komplette Wahrheit zu erzählen. Nur können die irgendwie dafür sorgen, dass er selbst gegen seinen Willen eingewiesen wird? Auch kam schon der Gedanke auf, ihn vielleicht in einer Psychiatrie als suizidgefährdet zu melden, dann können die ihn einbehalten. Die Suizidgefahr könnte in der Tat da sein, er hat immerhin alles verloren: Arbeit, Freunde, Geld in Form von Schulden. Nur ist die Frage, ob die Tatsachen allein den Psychologen überzeugen. Er selbst würde das defintiv nicht zugeben...
Ich/Wir sind total ratlos, was wir tun sollen. Denn dass er in absehbarer Zeit in den Knast oder ins Grab wandert, ist meiner Meinung nach offensichtlich.


Antwort
Zitat
10 Antworten
Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006
Oldschool Grinder

Vielleicht wäre Knast gar nicht mal das schlechteste für ihn.

Ansonsten ist es schwierig, gut zu reden wird da wohl auch nichts bringen :/


Antwort
Zitat
Anonym92
Beigetreten: 29.12.2010
Elite Grinder

.


Antwort
Zitat
Bellemit
Beigetreten: 14.01.2011
PokerStrategist

Sorry, aber das Gefängnis ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Ort, an dem er seinem Leben eine positive Wendung geben kann. An Drogen kommt er da leicht ran, und die Chance, dass er weiter auf die schiefe Bahn gerät ist statistisch einfach größer als die, dass er als resozialisiertes, suchtfreies Indivuum mit positiven Erwartungen in die Gesellschaft zurück kehrt.

Entzug+psychiatrische und psychologische Betreuung, anfangs sicherlich stationär und danach nach Möglichkeit die Entfernung von seinem bisherigen Umfeld sind m.M.n. die vielversprechendsten Optionen.


Antwort
Zitat
Anonym92
Beigetreten: 29.12.2010
Elite Grinder

.


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Vor "Gefängnis" kommt je erstmal eine Gerichtsverhandlung. Und je nach Straftatbestand ist es in der Konstellation gut möglich dass Ihm eine Drogentherapie sowieso nahegelegt würde mit der Möglichkeit, das Strafmass zu verringern.
Aber generell ist der Handlungsspielraum seines Umfeldes doch eher begrenzt.

Als naheliegendsten (ersten) Schritt würde Ich auf jeden Fall seine Eltern auf die Situation aufmerksam machen.


Antwort
Zitat
Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006
Oldschool Grinder

Wie alt ist denn der Freund?


Antwort
Zitat
DerEismann
Beigetreten: 18.07.2007
Elite Grinder

Ich halte nichts davon, jmd entgegen seinem Willen einweisen zu lassen. Was soll das bringen? Der erste Schritt findet im Kopf statt, wenn da nichts ist, kannst du nichts machen. Möglich, dass ihm das einen Schubs in die richtige Richtung gäbe (obwohl ichs bezweifel), aber für die kleine Chance jmd seiner Freiheit berauben?
Wenn das je jmd mit mir getan hätte, wär die Person für den Rest meines Lebens für mich gestorben. Geht gar nicht.

Die Idee, das seinen Eltern zu erzählen, ist imo auch total bescheuert. Wem hilft das? Die werden sich tierisch Sorgen machen, aber wirklich was tun können sie ebenfalls nicht.
Auch wenn dir das nicht gefällt, er ist für sein Leben verantwortlich, nicht du, nicht seine Eltern.
Du kannst aber doch mit ihm reden. Einsicht unzo. Und dann eine Therapie. Das größte Problem stellen imo noch die Schulden bei "Kunden" dar. Wenn man da an die Falschen gerät... Solche Schulden verfallen halt nicht einfach so.


Antwort
Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Original von Pokersaft
Vielleicht wäre Knast gar nicht mal das schlechteste für ihn.

Ansonsten ist es schwierig, gut zu reden wird da wohl auch nichts bringen :/

das wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Untergang! Wer sowas ist empfiehlt ist ziemlich weit weg von der Wirklichkeit!

Was willste hören OP? Rede mit ihm und das immer wieder, sei für deinen Kumpel da, wenn er dich braucht aber seinen Eltern was sagen oder ihn einzuweisen ist eher kontraproduktiv.


Antwort
Zitat

jemanden "einweisen lassen" kann man (glücklicherweise) nicht mehr in unserem lande...da muss schon eine ernsthafte gefahr von betreffender person ausgehen, entweder für andere oder die person selbst (gewalttätigkeit/suizidversuch)...


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Original von Sofaking

Was willste hören OP? Rede mit ihm und das immer wieder, sei für deinen Kumpel da, wenn er dich braucht aber seinen Eltern was sagen oder ihn einzuweisen ist eher kontraproduktiv.

Mit ihm zu reden ist ja lt. OP nicht möglich. Einweisen lassen finde ich auch falsch.
Das Gespräch mit den Eltern ist vielleicht nicht die Ideallösung aber imo der einzig mögliche letzte Schritt irgendetwas zu tun. Die Alternative wäre sonst, gar nichts zu machen.
Hängt natürlich auch ein wenig davon ab, wie das Verhältnis von OP zu den eltern ist. Von "noch nie gesehen" bis "man kennt sich, läuft sich öfter mal über den Weg" ist da alles möglich.

Und wenn der "Junkie" dann wirklich auf die Schnauze fällt, Knast oder schlimmeres passiert, würden die Eltern sich vielleicht doch wünschen dass Ihnen irgendjemand mal was von den Problemen erzählt hätte; und zwar unabhängig davon, ob sie irgendetwas verhindern hätten können.
Vorausgesetzt sie sind atm noch ziemlich ahnungslos.


Antwort
Zitat
Teilen: