Ich weiß wir hatten so einen Thread schon over 9000 mal, aber dennoch werde ich ihn wieder posten, denn die anderen haben mir nicht geholfen.
Also kurz zu meiner schulischen Laufbahn:
Wurde in die Vorschule geschickt. Die Psychologen etc. wollten es damals nicht, weil ich angeblich schon reif war. Aber meine Mutter bestand darauf.
Nur war ich als Kind ziemlich zapplig und auch leicht verhaltensauffällig( also nicht so krass, dass ich jetzt grundlos Leute gehauen habe oder so, aber ich habe öfter den Mittelpunkt gesucht). Hatte auch in der Grundschule lange und oft Einzeltische
, wegen Konzentrationsstörungen, wenn ich mit jmd. reden konnte.
Andererseits war ich manchmal auch ein ziemlich introvertierter Typ der sich stundenlang nur mit sich selbst beschäftigen(nein, keine Selbstbefriedigung ♦ ) konnte.
Dann 1-4 Klasse:
Mutter hat mir beigebracht immer Hausaufgaben zu machen. Ich als Kind schon leicht dagegen gestrebt, aber es durchgezogen( wollte keine schlechten Smileys im Heft ♦ ).
Fühlte mich aber denke ich schon zu der Zeit leicht unterfordert (Vermutung):
Habe bei Diktaten, die wir vorher schon ein paar mal geübt haben, dann einfach den Text, durch die viele Wiederholungen auswendig gelernt.
Sprich im Test selbst, setzte ich mich hin und schrieb den Text auswendig ohne Diktat (wie gesagt 1-4 Klasse weiß nicht mehr, ob es auch andere Kinder machten).
Auch Mathematik ging mir leicht von der Hand.
Dann 5te Klasse Orientierungsstufe:
War die Zeit wo ich das erste Mal alleine an den PC und die Playstation durfte.
Auf einmal merkte ich, dass ich meine Gymnasialepmfehlung auch ohne Hausaufgaben hinbekommen würde. Und dementsprechend wurde es immer weniger und weniger.
In der Schule begann das Tagträumen (übers zocken oder andere schöne Dinge).
Und zu Hause machte ich gerade noch die Hausaufgaben die kontrolliert wurden.
Dementsprechend sanken auch meine Leistungen, aber es reichte für dass Gym.
6-10 Klasse Gym:
Jetzt ging es wirklich los. Ich hatte meine Zockerkumpels in der Klasse gepfunden und Hausaufgaben waren obv. eh überflüssig.
Das Problem waren aber nicht nur die Hausaufgaben (machen ja eh nur 50%).
Das Hauptproblem, waren auch meine Aufmerksamkeit. Sprich Tagträumen ging richtig los. Am Anfang jedes Jahrest stark motiviert, aber irgendwann dann 2-3 Stunden geistig ,,verpasst'' und schon war ich wieder draußen und hatte auch keine Lust mehr mich reinzuarbeiten.
Dennoch irgendwie schaffte ich es durch die Klassen. Ich verteilte meine ,,Anstrengungen'' immer so, dass ich überall auf 3-4 stand. Eine 5. Und sie mussten mich versetzen
Einmal wollte ich die Schule sogar verlassen um einen anderen Weg einzuschlagen (Realschule):
Draufhin stimmten aber viele Lehrer dagegen und ganz knapp wäre es mir sogar verboten gewesen, die Schule zu wechseln (erzählte mir ein Freund, der bei der Konferenz dabei war und meine Mutter. Weiß nicht ob sowas überhaupt möglich ist ka). Kurz darauf rief mein Klassenlehrer an und laberte meine Mutter voll: Das Kind habe nichts auf einer Realschule zu suchen sondern sei nur faul. Sie solle es sich noch einmal stark überlegen.
Mama gab mir (10te oder 9te Klasse) die Entscheidung. Ich dachte erst ich werde nicht versetzt und wollte halt statt wiederholen, lieber weitergehen in der Real(wenn man es vor der Zeugniskonferenz macht, bleibt man nicht sitzen. So ein Trick hatte auch schon mein Bruder angewandt, dass war also definitiv kein Gelaber). Da ich nun aber versetzt wurde dachte ich mir: Ach, diesmal mache ich es und werde motiviert und fleißig arbeiten.
.....Hielt dann 1 Monat.
Oberstufe und Abi:
Hier habe ich es hinbekommen, mir die Fehlzeiten auszurechnen, die ich haben durfte und dementsprechend gefehlt. Desweiteren habe ich gemerkt, dass ordentliche Textarbeit, Ausdrucksweise etc. mir fehlten. Da ich die 6-10 Klasse auf eine ordentliche 3,x hingearbeitet hatte.
Abitur:
Ich weiß, alle labern immer: Ich habe NICHTS für das Abitur gemacht NICHTS wirklich gar NICHTS.
Kenne solche Leute und dann lernen sie 4 Wochen durch
. Habe nichts gegen fleißige Menschen im Gegenteil ich bewundere sie für ihren Fleiß (würde es auch gerne können
). Aber was es heißt nur wirklich sehr sehr wenig für Abi zu machen weiß ich durch mich und zwei weitere Kumpels.
Ergebnis:
Abi: 3,3
Studium:
,,Hier werde ich es jetzt aber wirklich durchziehen.''
Zu den Vorlesungen gehe ich nicht(da sehe ich auch wirklich kein Problem drin).
Aber wenn ich mir dann eine Woche Zeit für den Klausurstoff nehme(Kumpels absagen, weniger Telefonieren etc.) . Sieht es in Wirklichkeit so aus:
ersten 3 Tage nichts machen außer gammeln, zocken, surfen (ach ihr Nerds kennt das alle
)
Die nächsten 2 Tage immer 1 Stunde am Tag. Den Vorletzen Tag 2 Stunden und den letzen dann 5-6 Stunden.
Sprich 10 Stunden insgesamt. Was natürlich für eine Semester Klausur mit 2 Vorlesungen + Übungen nicht wirklich ausreichend ist.
Manchmal komme ich dann trotzdem durch indem ich doch etwas mehr mache (dann aber nur minimum) oder die Klausur easy ist, aber selbst dann mit 5 Punkten oder so.
Was ich komischen in diesen Phasen finde, dass mir Serien gucken, zocken etc. dort besonders viel Spaß macht. Vllt. weil es angenehmer als lernen ist
Warum schreibt der Typ ein Wall of Text?
Ich denke mein Lebensprinzip ist das Minimumprinzip. Sprich mit möglichst wenig Aufwand ein bestimmtes Ziel erreichen. Das hat halt alles auch immer irgendwie geklappt.
Normalerweise würde ich mich diesem Schicksal ergeben, aber:
1. Warum meine ich es ernst wenn ich sage ich lerne jetzt 2 Wochen für die Klausur.(Wo dann 2 Tage raus werden)
2. Warum bewundere ich fleißige Menschen? Das klingt jetzt echt komisch. Aber wenn ein Komilitonne sagt, er hat eine Woche lang jeden Tag 6 Stunden gelernt, denke ich mir: Respekt für die Disziplin!
Das will ich auch gerne können
3. Mag arrogant klingen, aber ich denke in mir steckt schon ein gewisses Potenzial. Nur finde ich es schade, dass nicht abzurufen zu können
.
4. Andererseits mag ich meine Hobbies. Sprich das nerden. Ein bisschen Film gucken etc.
Aber warum kann ich nicht einfach mal in der Klausurphase über 4 Wochen mal eben, die Gänge hochschalten und dann auch in den entspannten ,,Gammelmodus'' zurückkehren. Dann brauche ich auch kein schlechtes Gewissen oder so haben.
Warum wende ich mich an euch?
Ich schätze diese Community
Und wollte vllt. Tipps hören. Habe sogar schon überlegt zum Psychologen zu gehen, wegen Antriebslosigkeit etc.
Meine Meinung?
Manchmal glaube ich, dass ich zu ,,einfach'' durchs Leben gekommen bin und vielleicht einmal richtig auf die Nase fallen muss und nicht mit diesem Schluderweg durchkommen. Sprich einmal den ,,Nullpunkt'' erreichen. Einmal richtig failen.
Um dann aufzuwachen.
Aber irgendwie finde ich es schade, dass ich auf so einen Schlag warten muss(ich wünsche mir in manchmal sogar herbei
). Gerade wo ich eigentlich schon ordentlich selbst reflektiere
Andere These ist, dass ich vllt. an ADS leide:
Ich merke halt, dass mich Dinge sehr sehr schnell langeweilen. Und ich z.b schon Probleme habe länger als 30 Min oder so Sachen zu folgen.
Zusätzlich wird diese These aber noch durch mein Verhalten in der Grundschulzeit unterstützt.
Könnte sich das jmd. vorstellen?
Edit: Dachte auch schon ich sei Computersüchtig, aber ich denke ich liebe nur diese ,,Ablenkung''
1. Meine Mutter nahm mir mal meinen Computer weg. Erst bin ich ausgerastet. Aber dann habe ich einen Schachcomputer entdeckt.
Also 2 Wochen Schach generdet ♦
2.
Einmal wollte ich unbedingt einen besonderen Trick am Ball können. Also 2 Wochen immer und immer wieder diesen Trick geübt. Bis ich ihn dann konnte, dann wieder rein und an den PC.
Ich glaube also ich würde mir nur etwas anderes Suchen.
