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komische Faulheit?
 
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komische Faulheit?

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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011
Oldschool Grinder

Ich weiß wir hatten so einen Thread schon over 9000 mal, aber dennoch werde ich ihn wieder posten, denn die anderen haben mir nicht geholfen.

Also kurz zu meiner schulischen Laufbahn:

Wurde in die Vorschule geschickt. Die Psychologen etc. wollten es damals nicht, weil ich angeblich schon reif war. Aber meine Mutter bestand darauf.
Nur war ich als Kind ziemlich zapplig und auch leicht verhaltensauffällig( also nicht so krass, dass ich jetzt grundlos Leute gehauen habe oder so, aber ich habe öfter den Mittelpunkt gesucht). Hatte auch in der Grundschule lange und oft Einzeltische :( , wegen Konzentrationsstörungen, wenn ich mit jmd. reden konnte.

Andererseits war ich manchmal auch ein ziemlich introvertierter Typ der sich stundenlang nur mit sich selbst beschäftigen(nein, keine Selbstbefriedigung ) konnte.

Dann 1-4 Klasse:
Mutter hat mir beigebracht immer Hausaufgaben zu machen. Ich als Kind schon leicht dagegen gestrebt, aber es durchgezogen( wollte keine schlechten Smileys im Heft ).

Fühlte mich aber denke ich schon zu der Zeit leicht unterfordert (Vermutung):
Habe bei Diktaten, die wir vorher schon ein paar mal geübt haben, dann einfach den Text, durch die viele Wiederholungen auswendig gelernt.

Sprich im Test selbst, setzte ich mich hin und schrieb den Text auswendig ohne Diktat (wie gesagt 1-4 Klasse weiß nicht mehr, ob es auch andere Kinder machten).

Auch Mathematik ging mir leicht von der Hand.

Dann 5te Klasse Orientierungsstufe:
War die Zeit wo ich das erste Mal alleine an den PC und die Playstation durfte. :coolface:

Auf einmal merkte ich, dass ich meine Gymnasialepmfehlung auch ohne Hausaufgaben hinbekommen würde. Und dementsprechend wurde es immer weniger und weniger.

In der Schule begann das Tagträumen (übers zocken oder andere schöne Dinge).
Und zu Hause machte ich gerade noch die Hausaufgaben die kontrolliert wurden.

Dementsprechend sanken auch meine Leistungen, aber es reichte für dass Gym.

6-10 Klasse Gym:

Jetzt ging es wirklich los. Ich hatte meine Zockerkumpels in der Klasse gepfunden und Hausaufgaben waren obv. eh überflüssig.

Das Problem waren aber nicht nur die Hausaufgaben (machen ja eh nur 50%).

Das Hauptproblem, waren auch meine Aufmerksamkeit. Sprich Tagträumen ging richtig los. Am Anfang jedes Jahrest stark motiviert, aber irgendwann dann 2-3 Stunden geistig ,,verpasst'' und schon war ich wieder draußen und hatte auch keine Lust mehr mich reinzuarbeiten.

Dennoch irgendwie schaffte ich es durch die Klassen. Ich verteilte meine ,,Anstrengungen'' immer so, dass ich überall auf 3-4 stand. Eine 5. Und sie mussten mich versetzen :coolface:

Einmal wollte ich die Schule sogar verlassen um einen anderen Weg einzuschlagen (Realschule):
Draufhin stimmten aber viele Lehrer dagegen und ganz knapp wäre es mir sogar verboten gewesen, die Schule zu wechseln (erzählte mir ein Freund, der bei der Konferenz dabei war und meine Mutter. Weiß nicht ob sowas überhaupt möglich ist ka). Kurz darauf rief mein Klassenlehrer an und laberte meine Mutter voll: Das Kind habe nichts auf einer Realschule zu suchen sondern sei nur faul. Sie solle es sich noch einmal stark überlegen.

Mama gab mir (10te oder 9te Klasse) die Entscheidung. Ich dachte erst ich werde nicht versetzt und wollte halt statt wiederholen, lieber weitergehen in der Real(wenn man es vor der Zeugniskonferenz macht, bleibt man nicht sitzen. So ein Trick hatte auch schon mein Bruder angewandt, dass war also definitiv kein Gelaber). Da ich nun aber versetzt wurde dachte ich mir: Ach, diesmal mache ich es und werde motiviert und fleißig arbeiten.

.....Hielt dann 1 Monat.

Oberstufe und Abi:
Hier habe ich es hinbekommen, mir die Fehlzeiten auszurechnen, die ich haben durfte und dementsprechend gefehlt. Desweiteren habe ich gemerkt, dass ordentliche Textarbeit, Ausdrucksweise etc. mir fehlten. Da ich die 6-10 Klasse auf eine ordentliche 3,x hingearbeitet hatte.

Abitur:
Ich weiß, alle labern immer: Ich habe NICHTS für das Abitur gemacht NICHTS wirklich gar NICHTS.
Kenne solche Leute und dann lernen sie 4 Wochen durch :facepalm: . Habe nichts gegen fleißige Menschen im Gegenteil ich bewundere sie für ihren Fleiß (würde es auch gerne können :( ). Aber was es heißt nur wirklich sehr sehr wenig für Abi zu machen weiß ich durch mich und zwei weitere Kumpels.

Ergebnis:
Abi: 3,3

Studium:
,,Hier werde ich es jetzt aber wirklich durchziehen.'' :facepalm:

Zu den Vorlesungen gehe ich nicht(da sehe ich auch wirklich kein Problem drin).

Aber wenn ich mir dann eine Woche Zeit für den Klausurstoff nehme(Kumpels absagen, weniger Telefonieren etc.) . Sieht es in Wirklichkeit so aus:

ersten 3 Tage nichts machen außer gammeln, zocken, surfen (ach ihr Nerds kennt das alle :coolface: )

Die nächsten 2 Tage immer 1 Stunde am Tag. Den Vorletzen Tag 2 Stunden und den letzen dann 5-6 Stunden.

Sprich 10 Stunden insgesamt. Was natürlich für eine Semester Klausur mit 2 Vorlesungen + Übungen nicht wirklich ausreichend ist.

Manchmal komme ich dann trotzdem durch indem ich doch etwas mehr mache (dann aber nur minimum) oder die Klausur easy ist, aber selbst dann mit 5 Punkten oder so.

Was ich komischen in diesen Phasen finde, dass mir Serien gucken, zocken etc. dort besonders viel Spaß macht. Vllt. weil es angenehmer als lernen ist ?(

Warum schreibt der Typ ein Wall of Text?

Ich denke mein Lebensprinzip ist das Minimumprinzip. Sprich mit möglichst wenig Aufwand ein bestimmtes Ziel erreichen. Das hat halt alles auch immer irgendwie geklappt.
Normalerweise würde ich mich diesem Schicksal ergeben, aber:

1. Warum meine ich es ernst wenn ich sage ich lerne jetzt 2 Wochen für die Klausur.(Wo dann 2 Tage raus werden)

2. Warum bewundere ich fleißige Menschen? Das klingt jetzt echt komisch. Aber wenn ein Komilitonne sagt, er hat eine Woche lang jeden Tag 6 Stunden gelernt, denke ich mir: Respekt für die Disziplin!
Das will ich auch gerne können :)

3. Mag arrogant klingen, aber ich denke in mir steckt schon ein gewisses Potenzial. Nur finde ich es schade, dass nicht abzurufen zu können :( .

4. Andererseits mag ich meine Hobbies. Sprich das nerden. Ein bisschen Film gucken etc.

Aber warum kann ich nicht einfach mal in der Klausurphase über 4 Wochen mal eben, die Gänge hochschalten und dann auch in den entspannten ,,Gammelmodus'' zurückkehren. Dann brauche ich auch kein schlechtes Gewissen oder so haben.

Warum wende ich mich an euch?

Ich schätze diese Community :)

Und wollte vllt. Tipps hören. Habe sogar schon überlegt zum Psychologen zu gehen, wegen Antriebslosigkeit etc.

Meine Meinung?

Manchmal glaube ich, dass ich zu ,,einfach'' durchs Leben gekommen bin und vielleicht einmal richtig auf die Nase fallen muss und nicht mit diesem Schluderweg durchkommen. Sprich einmal den ,,Nullpunkt'' erreichen. Einmal richtig failen.

Um dann aufzuwachen.

Aber irgendwie finde ich es schade, dass ich auf so einen Schlag warten muss(ich wünsche mir in manchmal sogar herbei :( ). Gerade wo ich eigentlich schon ordentlich selbst reflektiere :(

Andere These ist, dass ich vllt. an ADS leide:

Ich merke halt, dass mich Dinge sehr sehr schnell langeweilen. Und ich z.b schon Probleme habe länger als 30 Min oder so Sachen zu folgen.

Zusätzlich wird diese These aber noch durch mein Verhalten in der Grundschulzeit unterstützt.

Könnte sich das jmd. vorstellen?

Edit: Dachte auch schon ich sei Computersüchtig, aber ich denke ich liebe nur diese ,,Ablenkung''

1. Meine Mutter nahm mir mal meinen Computer weg. Erst bin ich ausgerastet. Aber dann habe ich einen Schachcomputer entdeckt.

Also 2 Wochen Schach generdet

2.
Einmal wollte ich unbedingt einen besonderen Trick am Ball können. Also 2 Wochen immer und immer wieder diesen Trick geübt. Bis ich ihn dann konnte, dann wieder rein und an den PC.

Ich glaube also ich würde mir nur etwas anderes Suchen.


Antwort
Zitat
22 Antworten

gleiche problem.. habe schon überlegt einen blog zur motivation zu eröffnen evt ist das was für dich


Antwort
Zitat

stell dir vor du wärst 80 jahre, krank im bett und schaust mit diesen augen deinem heutigen jetzt zu. du musst es selbst wollen, spätestens wenn du dein tiefpunkt erreichst was in abbruch und hartz 4 sein kann.


Antwort
Zitat
limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Ich will meinen Post bewusst klein halten. Ich möchte, daß Du dir mal folgende Fragen stellst:
- Warum glaubst Du, daß Du mit mehr Ehrgeiz (es ist nämlich keine Faulheit) ein glücklicheres Leben hättest? Stell dir mal vor, daß es Menschen gibt, die dich um deine Unbekümmertheit beneiden.
- was fehlt dir zu deinem Lebensglück, wie stellst Du dir ein glückliches Leben vor? Muss es unbedingt in beruflichem Erfolg bestehen oder kannst Du auch minimalistisch leben? Hast Du selbst überhaupt große Ansprüche oder ist es einfach nur der "Neid", daß andere welche haben?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. D.h. aber nicht, daß alle Menschen sich daran orientieren müssen. Wer Leistung erbringt, muss nämlich idR auch etwas dafür opfern. Ehrgeiz kann man nicht erzwingen, daß willst Du aber anscheinend tun.

Du nimmst dir rein rational Sachen vor (ich lerne jetzt 5 Tage durch), aber im Innersten sträubst Du dich dagegen. Das ist wie ein innerer Kampf Natur gegen Kopf. Ich würde erst einmal damit beginnen, dich so zu akzeptieren, wie du bist. Die wenigsten schöpfen ihr Potential aus, andere laufen auf 110%. Das muss man akzeptieren können. Macht einen das unglücklich? Ich meine nein.

Durchbrechen kannst Du das alles nur, wenn Du deine Gewohnheiten änderst. In deinem Fall wirst Du das nicht alleine schaffen, sondern wahrscheinlich mit Hilfe deiner Umgebung. Bspw. nicht alleine lernen, sondern in der Gruppe. Wenn Du in die Nähe deines Potentials kommst, anderen etwas erklärst, mal aus der Masse herausstichst, kann das schon ein Ansporn sein.

Was Raiden schreibt, halte ich persönlich für BS. Im Alter auf die "Leistungen" zurückzublicken ist genauso bescheuert, wie mit mitte 20 die nächsten 30 Jahre zu planen. Man lebt im hier und jetzt und das Leben hat 1000 Überraschungen parat und ich muss genauso viele Entscheidungen treffen. Von Studienabbruch/Hartz4 bist Du meilenweit entfernt. Einmalanstrengungen für wichtige Klausuren o.ä. sind für dich problemlos möglich (davon bin ich überzeugt).

Scheisse...doch lang geworden. Bin grad nicht so fit im Kopf, hoffe meine wall of text ist verständlich.


Antwort
Zitat
PaRaZzEe
Beigetreten: 20.07.2009
PokerStrategist

Du beschreibst da gerade den Lebenslauf von so ca. 50% aller Studenten die ich näher kenne ?(

Du scheinst nicht wirklich der fleißige Typ zu sein, weil dir andere Sachen einfach mehr zu geben scheinen. Deal with it


Antwort
Zitat
Kraese
Beigetreten: 21.09.2009
PokerStrategist

wie ich mich in dem post total wiedererkenne ;(

Minimumprinzip forever


Antwort
Zitat
wolfcastle80
Beigetreten: 17.10.2008
Oldschool Grinder

Original von slevink23

Manchmal glaube ich, dass ich zu ,,einfach'' durchs Leben gekommen bin und vielleicht einmal richtig auf die Nase fallen muss und nicht mit diesem Schluderweg durchkommen. Sprich einmal den ,,Nullpunkt'' erreichen. Einmal richtig failen.

Um dann aufzuwachen.

Aber irgendwie finde ich es schade, dass ich auf so einen Schlag warten muss(ich wünsche mir in manchmal sogar herbei :( ). Gerade wo ich eigentlich schon ordentlich selbst reflektiere :(

Ich nehm mir mal diesen Punkt heraus weil er fast 30 Jahre mein Leben bestimmte. Auch für mich war alles immer sehr einfach und das Minimum Prinzip kenn ich auch., wenn auch nicht so extrem wie bei dir. Ich habe nie Anstrengungen unternommen (Min Fehltage ausrechnen WTF) um das Minimum leisten zu müssen ich habs einfach so gemacht und immer wenn die Wand da war mich dann auch hingesetzt. Auch wenn die Wand extrem selten kam.
Abi relativ leicht mit 2,5 , Studium rel. leicht mit 1,7 oder so abgeschlossen. Ersten Job recht leicht gefunden und dort auch nicht soo hart gearbeitet und trotzdem Anerkennung bekommen. Ich habe Jahrelang gedacht dass die Leute doch irgendwann merken müssen , dass ich faul bin und nicht so extrem viel Ahnung habe. Aber das passierte nie.
Meine Erkenntnis aus der Zeit ist, dass du akzeptieren musst, dass dir Dinge leichter fallen als anderen. Du leistest nicht weniger als die anderen, sonst hätte dir das schon längst jemand gesagt die fällt es nur leichter den geforderten Standard zu leisten und du kommunizierst nicht wie anstrengend das doch war.
Um dir auch nen praktischen Tipp zu geben. Wenn du wirklich bessere Noten in den Klausuren haben WILLST (zu bestehen scheinst du ja auch so) dann such dir Lerngruppen. Mir hat das immer sehr geholfen. Zum einen lernt man schon dadurch es den anderen zu erklären oder erklärt zu bekommen und zum anderen merkt man hat man in der Regel mehr qualitative Lernzeit auch wenn man in der Gruppe mind. 50% der Zeit abgelenkt ist.


Antwort
Zitat

Hi, diesen Lebensweg kenne ich zur Genüge bei mir selbst.
Aber immerhin habe ich an den entscheidenden Punkten im Leben immer ne Schüppe drauf gelegt.
Du ja anscheinend auch, wenn du mal richtig überlegst.

Grundsätzlich hab ich das Prinzip "Minimaleinsatz" zur Erfolgsformel für mich erhoben.
Dir wird zwar von jedem vorgelabert das man immer das Maximum geben muss, das ist aber für einige Personen nicht machbar. Von daher versuch es erst garnicht, dich in der Richtung zu ändern, das führt nur zu Frust.

Mir haben folgende Punkte geholfen, das zu erreichen was ich wollte.
Mach dir ein Clipboard/Flipchart was weiß ich, um deine täglichen/wöchentlichen Ziele aufzuschreiben. Alleine das formulieren hilft enorm. Wenn du was erledigt hast streich das durch und lass es erstmal stehen damit du siehst was du schon erledigt hast.
Setzte dir ganz kleine Ziele die du sofort und leicht erreichst.

Das wichtigste für mich persönlich war:
Ein äußerste Brutalität bei Dingen wie Anmelden für Klausuren/Termine machen/ usw. usw.
Soll heißen, wenn man erstmal was ins Rollen gebracht hat ist es für Leute wie uns sehr schwer das wieder abzusagen/nicht zu machen weil es ja mit Aufwand verbunden wäre.

Du sagst selber, dass du z.B. kein Problem hattest als der Computer nicht da war.
Also schmeiss einfach das raus was dich von deinen Zielen abhält
Ich z.B. hab meinen Fernseher rausgeschmissen. Seit dem gehe ich z.B. früher ins Bett.
Computer müßte bei mir noch entfernt werden

Du wirst, ähnlich wie der Vorposter es erwähnt hat, die selben Probleme bei anderen auch finden.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für dich.
1. Du findest eine Tätigkeit die dich zwingt bestimmt Regeln und Arbeitsformen einzuhalten. Soll heißen eine vorgegebene Struktur hilft vielen Menschen zu funktionieren
2. Du findest etwas, und das gibt es bestimmt bei dir, das dir so Spaß macht das es für dich keine Arbeit darstellt. Das ist oft der Punkt, wo man andere Menschen, die das gefunden haben, für Ihren Ergeiz bewundert. Dabei ist es nur das natürlichste der Welt.

In den meisten Fällen wird Punkt 1. mit Punkt 2. kombiniert.

Und das allerwichtigste.
Akzeptiere dich und deine Schwächen erstmal!
Man muss nicht alles perfekt machen.

Gruss


Antwort
Zitat

Original von wolfcastle80

Original von slevink23

Manchmal glaube ich, dass ich zu ,,einfach'' durchs Leben gekommen bin und vielleicht einmal richtig auf die Nase fallen muss und nicht mit diesem Schluderweg durchkommen. Sprich einmal den ,,Nullpunkt'' erreichen. Einmal richtig failen.

Um dann aufzuwachen.

Aber irgendwie finde ich es schade, dass ich auf so einen Schlag warten muss(ich wünsche mir in manchmal sogar herbei :( ). Gerade wo ich eigentlich schon ordentlich selbst reflektiere :(

Ich nehm mir mal diesen Punkt heraus weil er fast 30 Jahre mein Leben bestimmte. Auch für mich war alles immer sehr einfach und das Minimum Prinzip kenn ich auch., wenn auch nicht so extrem wie bei dir. Ich habe nie Anstrengungen unternommen (Min Fehltage ausrechnen WTF) um das Minimum leisten zu müssen ich habs einfach so gemacht und immer wenn die Wand da war mich dann auch hingesetzt. Auch wenn die Wand extrem selten kam.
Abi relativ leicht mit 2,5 , Studium rel. leicht mit 1,7 oder so abgeschlossen. Ersten Job recht leicht gefunden und dort auch nicht soo hart gearbeitet und trotzdem Anerkennung bekommen. Ich habe Jahrelang gedacht dass die Leute doch irgendwann merken müssen , dass ich faul bin und nicht so extrem viel Ahnung habe. Aber das passierte nie.
Meine Erkenntnis aus der Zeit ist, dass du akzeptieren musst, dass dir Dinge leichter fallen als anderen. Du leistest nicht weniger als die anderen, sonst hätte dir das schon längst jemand gesagt die fällt es nur leichter den geforderten Standard zu leisten und du kommunizierst nicht wie anstrengend das doch war.
Um dir auch nen praktischen Tipp zu geben. Wenn du wirklich bessere Noten in den Klausuren haben WILLST (zu bestehen scheinst du ja auch so) dann such dir Lerngruppen. Mir hat das immer sehr geholfen. Zum einen lernt man schon dadurch es den anderen zu erklären oder erklärt zu bekommen und zum anderen merkt man hat man in der Regel mehr qualitative Lernzeit auch wenn man in der Gruppe mind. 50% der Zeit abgelenkt ist.

Das kann ich aber sowas von unterschreiben!
Vor allem das kursive, da habe ich so auch noch nicht drüber nachgedacht.

Kleiner Exkurs, ich bin jetzt auch schon etwas länger im Berufsleben. Ich habs bis zum Geschäftsführer eines größeren Unternehmens gebracht, ohne das Gefühl gehabt zu haben mich zu überarbeiten.


Antwort
Zitat
Krenobelo
Beigetreten: 20.08.2005
Elite Grinder

was genau machst du, wenn man fragen darf?


Antwort
Zitat

Original von Krenobelo
was genau machst du, wenn man fragen darf?

Möchte ich hier eigentlich nicht näher beleuchten.
Grundsätzlich hab ich einfach immer nur Vertrieb gemacht, das lief immer gut und ist als Minimalist gut machbar.


Antwort
Zitat
slevink23 Themenstarter
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011
Oldschool Grinder

Was ich mache möchte ich nicht näher beleuchten.

Zum Thema Studienabbruch:

War jetzt schon 2 mal davor, bald kommt mein drittes mal

Dazu schaffe ich definitiv nicht genug CPs pro Semester(sprich die 30 pro Semester) :( . Und das nur weil ich Vollidiot es nicht schaffen mal eben 2 Wochen zu lernen :facepalm: .
Deswegen bekomme ich vllt. auch bald mit dem Bafög-Amt in Bredouille(vllt. wird es dann besser, wenn ich meinen Lebensunterhalt selbst verdienen muss, keine Ahnung).

@limpinbarney:

Das ist wohl eines der größten Probleme bei mir. Anreize?
Habe als 16 Jähriger Fight Club geguckt. Nichts hat mich damals so beeinflusst wie dieser Film. Sprich mir sind Autos, Uhren, Anzüge etc. was weiß ich alles super unwichtig.
Wenn ich zum Beispiel feiern gehe etc. kleide ich mich schon entsprechend ordentlich. So nicht.

Aber ob ich nun ein 6 Jahres altes Handy(was ich habe) habe oder das neue Iphone 6. Ist mir vollkommen egal.

Habe einen Führerschein, kann aber kein Auto fahren (keine Praxiserfahrung und hatte auch nie wirklich Interesse daran). Mich interessieren die 0. Mich sollen die nur von A nach B bringen.

Ich mag eine gewisse finanzielle Sicherheit. Sprich ich lebe jetzt nicht mit der 0 oder gar dem - auf dem Konto . Sondern könnte Problemlos 4 Monate ohne jegliches Einkommen auskommen. Aber mehr brauche ich nicht. Ich stehe nicht auf so einen ,,Hipster''-Kram.

Ich glaube ich könnte, mit einem Schreibtisch, PC (Der muss nicht einmal besonders leistungsfähig für neue Spiele sein) und Bett wunderbar zurechtkommen.
Denn so kann ich Serien, Filme gucken. Mich im Netz über jegliches Thema was mich interessiert schlau machen. Und mich auch anderweitig beschäftigen.

Sprich mit Geld kann man mich nicht locken. Ich denke mehr als 2k Euro (was ja auch schon viel ist) könnte ich eh nicht sinnvoll ausgeben. Und wenn ich dann sehe wie irgendwelche ehemaligen Kumpels an Elite-Unis eine 60 Stunden Woche bestreiten um 70k Einstiegsgehalt zu haben, möchte ich definitiv nicht tauschen.

Ich denke mir ist relativ viel Freizeit wichtig. Ich möchte meinen Hobbies nachgehen dürfen. Und wenn ich gerade Bock darauf habe, eine Serie durchzuziehen. Dann will ich die jetzt durchziehen. Und wenn mich ein anderes Thema interessiert, möchte ich mich darüber informieren.

Dennoch dieser Post:
Mich nervt es. Ich merke wie ich auch eine depressive Verstimmung bekomme. Dieses Gammelleben. Den Motor immer nur im 2-Gang fahren. Ich würde gerne Produktiver werden :( . Wenn ich mich vor meinen Eltern "entschuldigen" muss, weil schon wieder was nicht geklappt hat etc.
Meine Eltern sind keine Rohrstock-Eltern. Im Gegenteil:
Ich habe immer alle Freiheiten bekommen. Schon ziemlich früh, durfte ich viele Sachen selber entscheiden. (Hatte nie Hausarest, und selbst Computerverbot, nur 1 oder 2 mal). Alles womit ich nicht einverstanden war, wurde besprochen. Besprochen. Besprochen.

Heutzutage bewundere ich meine Mutter für diese Ausdauer und dieses unendliche Vertrauen. Und wenn ich dann mit ihr Rede tut es mir selbst richtig weh, wenn ich sie dann enttäuschen darf.

Ich will auch nicht jetzt, zum Super-Streber werden. Der sein Leben nur seinem Job opfert. Aber in letzter Zeit merke ich dass meine "Survivalskills" nachlassen.

In der Schule, habe ich mich maximal 1 bis 2 Tage vor der Klausur hingesetzt den Stoff reingeprügelt (für mich sogar teilweise neuen "Stoff", weil ich in den Stunden obv. 0 aufgepasst habe).
Und dann reichte es.
Waren damals hat immer nur so 40-50 Arbeitsblätter.

Heute versuche ich diese gleiche Technik vor dem Skript.
Und da 300-1000 (1000, sind dann aber auch viele Bilder und unwichtige Seiten dabei) Seiten lernt, man halt nicht in 2 Tagen.

Das heißt ich müsste diese Prinzip einfach auf 1 Woche ausweiten und schon wäre es 0 Problem.

Nur irgendwie gelingt es mir nicht. Ich sitze dann am ersten Tag der Woche da und teil ein.

Gut 500 Seiten / 7 = 70 Seiten am Tag. Ist sehr tough. Aber schaffe ich.

Dann denke ich, weil ich keinen Bock habe: " Oder ich mache einfach 100 Seiten pro Tag und dann alles in 5 Tagen. Ja, das wird dann zwar noch härter aber das schaffe ich schon"

Dann Tag 4: " Oder ich mache einfach Jeden Tag 150 Seiten in pro Tag.

etc.

Tag 6:

"Oh jetzt muss ich 200 Seiten pro Tag machen ;( ." Weil 100 Seiten habe ich dann über die Woche mit jeden Tag halbe Stunde geschafft. Damit ich ja auch jeden Tag etwas schaffe.

Und so schiebe ich auf, schiebe ich auf.
Wie gesagt früher ging es easy. Da habe ich auch sowas vorgenommen. Und dann am Ende doch nur 1 oder 2 Tage gelernt. Nur 500 Seiten sind keine 50.

Habe auch schon überlegt mal richtig arbeiten zu gehen(habe früher Nebenjobs (Zeit austragen etc.) gemacht):

Um so mal die Motivation zubekommen, mehr aus seinem Leben zu machen. Und nicht nur 2,5 die Stunde zu verdienen.
Merke in meinem Studium, dass Leute die vorher arbeiten waren. Die wollen da nie wieder hin. Und strengen sich richtig an.


Antwort
Zitat
Sesmar
Beigetreten: 12.02.2006
Elite Grinder

Ich finde mich in vielen Punkten deiner Ausführungen wieder.

Ich beschreibe jetzt mal, was mir im Nachhinein so zu meinem Verhalten einfällt.

Ich habe in der Schule einfach nicht gelernt zu lernen. Es war nie wirklich nötig, ich habe mein Abitur ähnlich wie du ohne große Anstrengungen gemacht. Im Studium dacht ich erst etwas naiv, dass das so weiter geht, was falsch war. Mit minimaler Vorbereitung sind die Klausuren meist nicht machbar. In den Tagen und Wochen vor den Klasuren ging es mir wie dir, der Berg an Stoff hat mich abgeshreckt und dann habe ich beschlossen doch erst am nächsten Tag anzufangen.
Im Nachhinein glaube ich, dass ich mit einer effektiven Lerntechnik weniger Probleme in der Vorbereitung der Klasuren gehabt hätte. Damit meine ich nicht nur "heute mache ich so und so viele Seiten", sondern einen Plan, wie ich wirklich Herr über den ganzen Stoff werde, und nicht nur relativ unmotiviert im Skrit rumblättere.

Keine Ahnung ob das für dich auch zutrifft, ich fürchte ich kann auch nicht so recht zum Ausdruck bringen, was ich meine. Ich bin in die meisten Klausuren eher schlecht vorbereitet gegangen und habe gehofft, dass meine Lücken nicht aufgedeckt werden. Dagegen ist es ein echt gutes Gefühl, wenn man gut vorbereitet ist und die Klausur dann auch keine Probleme bereitet.

Zum zweiten Teil: die depressive Grundstimmung kommt davon, dass du keine wirkliche Aufgabe hast. Suche dir eine Arbeit für zwei Monate (sollte als Student eigentlich kein allzu großes Problem sein). Durch die tägliche Arbeit wird sich das relativ schnell wieder verbessern, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich habe auch immer gesagt "warum soll ich jetzt schaffen gehen, ich brauche das Geld nicht unbedingt". Aber viel wichtiger ist eine Aufgabe und damit das Gefühl wirklich was geschafft zu haben, vor allem für die Psyche.
Alternativ suche dir doch einfach ein Praktikumsplatz irgendwo, um während dem Studium schon etwas Praxiserfahrung zu sammeln. Das wird dir später bei der Berufswahl und -findung nützlich sein.
Ich hatte immer das Gefühl, dass mir dadurch so viel Zeit verloren geht, die ich für etwas besseres verwenden könnte, aber in Wirklichkeit habe ich in der Zeit nur rumgegammelt. Du hast zwar dann etwas weniger Zeit, die ist dafür aber kostbarer und wird nicht mit zuviel unnötigem verschwendet.

Ist jetzt doch etwas lang geworden. Vielleicht kannst du trotzdem was damit anfangen. :)


Antwort
Zitat
PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Siehst du denn Probleme OP?

Wenn du mit deinem Minimalprinzip grob Arbeit bzw. akzeptable Noten generierst kann dir das doch alles recht sein.

Oder biste an nem Punkt an dem dir das Gammeln keinen Spaß mehr macht, du aber nicht weißt was du mit deinem Leben anfangen sollst?

Das wär ne Erklärung .. leider kann dir niemand nen Sinn andichten.

Du musst einfach abwarten. ^^
Ablenkung auf dem Weg zum Sinn des Lebens sind übrigends Frauen, Sport und der Job. ;)
... macht aber alles irgendwie auch wieder Arbeit


Antwort
Zitat
Sprotze
Beigetreten: 20.06.2011
Poker Player

Der Text könnte von mir sein^^


Antwort
Zitat
slevink23 Themenstarter
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011
Oldschool Grinder

Original von PowerGamer
Siehst du denn Probleme OP?

Oder biste an nem Punkt an dem dir das Gammeln keinen Spaß mehr macht, du aber nicht weißt was du mit deinem Leben anfangen sollst?

Beides. Einerseits nervt es mich und ich denke langfristig hat das keinen "Erfolg" und kann nicht der Sinn sein.

Es ist komisch es zu beschreiben. (Vielleicht viel es mir auch vorher nicht so krass, auf weil Schule noch etwas mehr Regelmäßigkeit hat als Uni).


Antwort
Zitat
PowerGamer
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Original von slevink23

Original von PowerGamer
Siehst du denn Probleme OP?

Oder biste an nem Punkt an dem dir das Gammeln keinen Spaß mehr macht, du aber nicht weißt was du mit deinem Leben anfangen sollst?

Beides. Einerseits nervt es mich und ich denke langfristig hat das keinen "Erfolg" und kann nicht der Sinn sein.

Es ist komisch es zu beschreiben. (Vielleicht viel es mir auch vorher nicht so krass, auf weil Schule noch etwas mehr Regelmäßigkeit hat als Uni).

Irgendwie ist deine Situation doch ziemlicher Standard mitlerweile, oder? ^^

Ich frag mich auch ständig ob die Mühen sich irgendwann mal sinnvoll auszahlen ...

... musste halt durch wenn du "was werden willst" in der Gesellschaft.

Überleg dir langfristige Ziele wie du in 5 Jahren gerne wärst und arbeite drauf hin. Ohne Ziele keine Motivation.


Antwort
Zitat
StephanN
Beigetreten: 18.08.2007
Oldschool Grinder

Ich werfe mal was in den Raum.

Faulheit hat was geborgenes, man bleibt Kind und übernimt keine Verantwortung.

Fängt man aber an, für sich Verantwortung zu übernehmen und ehrgeizig bzw. fleißig zu sein, dann ist man nicht mehr Kind sondern erwachsen. Und wer will schon erwachsen sein und nicht mehr Kind. ;)

Und dann sind deine Ansprüche auch ziemlich hoch. Man kann nicht alles von heute auf morgen ändern, wenn man dieses Ziel hat, dann ist man automatisch "morgen" wieder frustriert. Der Weg ist weit und steinig, da gibts kein Patentrezept um fleißig zu werden.


Antwort
Zitat
TAHG2010
Beigetreten: 10.12.2010
PokerStrategist

Original von StephanN
Ich werfe mal was in den Raum.

Faulheit hat was geborgenes, man bleibt Kind und übernimt keine Verantwortung.

Fängt man aber an, für sich Verantwortung zu übernehmen und ehrgeizig bzw. fleißig zu sein, dann ist man nicht mehr Kind sondern erwachsen. Und wer will schon erwachsen sein und nicht mehr Kind. ;)

.

#

Hatte selber überlegt, ob ich was zu "Erwachsen Werden" schreiben soll. Würde mir an deiner Stelle auch nicht zu sehr den Kopf zerbrechen, ist eher so normal.


Antwort
Zitat
k4pl4n
Beigetreten: 14.04.2008
PokerStrategist

Original von Sesmar
Ich finde mich in vielen Punkten deiner Ausführungen wieder.

Ich beschreibe jetzt mal, was mir im Nachhinein so zu meinem Verhalten einfällt.

Ich habe in der Schule einfach nicht gelernt zu lernen. Es war nie wirklich nötig, ich habe mein Abitur ähnlich wie du ohne große Anstrengungen gemacht. Im Studium dacht ich erst etwas naiv, dass das so weiter geht, was falsch war. Mit minimaler Vorbereitung sind die Klausuren meist nicht machbar. In den Tagen und Wochen vor den Klasuren ging es mir wie dir, der Berg an Stoff hat mich abgeshreckt und dann habe ich beschlossen doch erst am nächsten Tag anzufangen.
Im Nachhinein glaube ich, dass ich mit einer effektiven Lerntechnik weniger Probleme in der Vorbereitung der Klasuren gehabt hätte. Damit meine ich nicht nur "heute mache ich so und so viele Seiten", sondern einen Plan, wie ich wirklich Herr über den ganzen Stoff werde, und nicht nur relativ unmotiviert im Skrit rumblättere.

Keine Ahnung ob das für dich auch zutrifft, ich fürchte ich kann auch nicht so recht zum Ausdruck bringen, was ich meine. Ich bin in die meisten Klausuren eher schlecht vorbereitet gegangen und habe gehofft, dass meine Lücken nicht aufgedeckt werden. Dagegen ist es ein echt gutes Gefühl, wenn man gut vorbereitet ist und die Klausur dann auch keine Probleme bereitet.

Zum zweiten Teil: die depressive Grundstimmung kommt davon, dass du keine wirkliche Aufgabe hast. Suche dir eine Arbeit für zwei Monate (sollte als Student eigentlich kein allzu großes Problem sein). Durch die tägliche Arbeit wird sich das relativ schnell wieder verbessern, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich habe auch immer gesagt "warum soll ich jetzt schaffen gehen, ich brauche das Geld nicht unbedingt". Aber viel wichtiger ist eine Aufgabe und damit das Gefühl wirklich was geschafft zu haben, vor allem für die Psyche.
Alternativ suche dir doch einfach ein Praktikumsplatz irgendwo, um während dem Studium schon etwas Praxiserfahrung zu sammeln. Das wird dir später bei der Berufswahl und -findung nützlich sein.
Ich hatte immer das Gefühl, dass mir dadurch so viel Zeit verloren geht, die ich für etwas besseres verwenden könnte, aber in Wirklichkeit habe ich in der Zeit nur rumgegammelt. Du hast zwar dann etwas weniger Zeit, die ist dafür aber kostbarer und wird nicht mit zuviel unnötigem verschwendet.

Ist jetzt doch etwas lang geworden. Vielleicht kannst du trotzdem was damit anfangen. :)

Möchte das hier nochmal hervorheben und bestätigen. Guter Post.


Antwort
Zitat
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