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Poker - Motivationsproblem

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Thiemo1981
Beigetreten: 16.09.2006

Moin zusammen!

Ich habe ein Problem, über das ich mich gerne mit euch austauschen möchte.
Ich komme nicht so recht zu einer Lösung, vielleicht könnt ihr mir ja Denkanstöße geben oder helfende Fragen stellen oder so etwas.
Ich habe bis vor einem Jahr etliche Jahre nur vom Poker gelebt. Das ging auch ganz gut, ich habe ein feines Leben führen können und habe die Zeit sehr genossen.
Dann kam der FullTilt-Crash und ich nahm diesen als Anlaß, nochmal darüber nach zu denken, mit wieviel Unsicherheit ich denn Leben möchte/kann.
Ich kam dann zu dem Schluß, daß es an der Zeit ist, sich neu zu orientieren. Denn ein Stück Papier, auf dem steht "hat Bachelor in..." oder "hat Ausbildung als..." ist einfach extrem wichtig und ich bin niemand, der den Rest seines Lebens auf einem Bauwagenplatz wohnend, in der Gastro arbeitend verbringen will.
Ich habe größten Respekt vor Freestyle, habe es ja selber etliche Jahre gemacht. Aber etwas mehr Sicherheit brauche ich eben doch.
Also, was FT betrifft, in einem Monate dauernden Prozeß alles Geld bis auf 1k ausgezahlt und "in Sicherheit gebracht", mich für Soziale Arbeit / Bachelor beworben, genommen worden und nun bin ich mittlerweile schon im 3. Semester. Macht auch Riesenspaß :f_grin:
Da mich meine Eltern bisher wenig unterstützen mussten, sind sie dankenswerterweise gerne bereit, mir monatlich etwas Geld zu geben, so dass meine Bankroll vom Pokern plus deren Zuwendungen gerade so reichen, um studieren zu können.
Nun endlich zu meinem Problem: Ich würde gerne nebenbei wieder Pokern, vor allem, um wieder etwas auf die "hohe Kante" zu pokern. Ich kann mich nur überhaupt nicht mehr dazu motivieren.
Wenn ich denn mal spiele (~1 Session/Monat), sind es Low-BI-Turniere. Die rocke ich zwar auch hart und habe den Eindruck, ich poker so gut wie noch nie, weil ich nicht muss, sondern möchte.
Dennoch ärgert es mich, dass ich mich nicht motivieren kann, meine sagen wir 100 SNG pro Woche zu spielen. Schließlich habe ich mir über die Jahre einen recht ordentlich Skill erarbeitet und ich fände es schade, wenn ich mein Können nicht nutzen/einsetzen würde.
Tja, es ist gar nicht so leicht, genau mein Problem zu umreissen.
Ich möchte Pokern, ich kann Pokern, ich brauche das Geld nicht, würde mir über die Jahre des Studiums aber gern ein paar K zusammen grinden, um anschließend ganz einfach etwas Kohle zu habe für die nächste Wohnung oder Fortbildungen o.ä..
Nur Poker ich nicht. Und mich zu zwingen klappt auch nicht besonders gut. Zum einen spiele ich dann nur das eine Set, zum anderen merke ich, dass ich dann nicht mein A+-Game bringe.

Irgendwelche Anregungen, Ideen, Denkanstöße oder einfach nur Fragen?

Wenn ich zu der gesicherten Entscheidung komme, den Rest auch noch auszuzahlen und ganz zu quitten, ist das auch in Ordnung. Gibt auch viele andere tolle Spiele da draußen ;)

Vielleicht sollte ich auch einfach nichts in diese Richtung unternehmen und einfach weiter hier und da eine Low-BI-Turnier-Session einlegen, es als nette Abendgestaltung einmal im Monat betrachten und wer weiß, vielleicht kommt die Lust am Grind ja wieder...


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7 Antworten
FlyingSheep
Beigetreten: 16.11.2007

Reiss dich zusammen und tu es einfach. Das bisschen Willensstärke und Disziplin wirst du ja wohl doch noch aufbringen können. Andere Studenten müssen nebenbei Teller waschen, Medikamente testen oder stundenlang kellnern, um sich ein schöneres Leben zu ermöglichen, und du bist zu faul ein paar Stunden konzentriert vor dem Rechner zu sitzen?


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Hab den Text nicht gelesen, aber hier die Motivationsstrategie die bei mir am besten klappt(hab zich ausprobiert)

1. Was ist das Ziel? (klar formuliert,zeitrahmen,durch eigenkompetenz erreichbar,nicht negativ formuliert(nicht mehr rauchen etc.))

2. welche werte verwirklicht das ziel(freiheit,competition etc)

3. was sind die merkmale des zielzustands(du stellst dir vor,was du machst wenn du das ziel erreicht hast,wie du dich fühlst etc,wichtig sich hier vielzeit zu nehmen)

4.was ginge durch erreichen des ziels verloren(negative konsequenzen,ausnahmen etc. (z.B. weniger soziale kontankte,stresss etc))

5. was hat sich durch das erreichen des ziels im leben verändert? (ein ziel was hier kaum was verändert lohnt sich meistens nicht)

6. welche ressourcen sind zum erreichen des ziels notwendig(kenntnisse,fähigkeiten etc. , hier wieder visualisierungen benutzen : z.B. ist disziplin notwendig,erinnerst du dich an eine zeit in deinem leben in der du besonders dizipliniert warst)

6. was ist der grund sich nicht jetzt aktiv auf den weg zum ziel zu machen?

dauert in der regel so 15-20 min.die visualisierungen sind enorm wichtig.

gl


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Original von FlyingSheep
Reiss dich zusammen und tu es einfach. Das bisschen Willensstärke und Disziplin wirst du ja wohl doch noch aufbringen können. Andere Studenten müssen nebenbei Teller waschen, Medikamente testen oder stundenlang kellnern, um sich ein schöneres Leben zu ermöglichen, und du bist zu faul ein paar Stunden konzentriert vor dem Rechner zu sitzen?

das sowas wie willenstärke existiert, betrachtet man die unbewussten prozesse,wage ich zu beweifeln.


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teflontt
Beigetreten: 23.10.2012

Hi

Hab zur Zeit ein ähnliches Problem. Erläutere es mal schnell, evt. kannst du ja Parallelen dazu ziehen und etwas für dich mitnehmen.
Bin atm Student im ersten Semester, bin nicht ausgezogen und wohne noch zu Hause (entgegen meinen ursprünglichen Plänen). Geh kaum in die Uni (1-2 mal die Woche), da ich es schaffe den Stoff gut daheim zu lernen. Läuft auf jeden Fall darauf hinaus, dass ich eigentlich genug Zeit zum Pokern hätte. Dazu hab ich ein Limit erreicht auf dem es sich schon lohnt zu spielen (Nl100).
Aber ich kann mich immer so schwer motivieren zu spielen. Mittlerweile bin ich froh, wenn ich die Woche 5h spiele. Stattdessen bin ich nur am chillen und wenn ich mal was für die Uni gemacht habe, dann, nja, warum sollt ich heute noch Pokern, hab doch schon genug getan.
Früher hatte ich wie du viel weniger Probleme mich zu motivieren (Zwischen Abi und Studienbeginn).

Gründe für meine geringe Motivation sind whrsl:

- Gemütlichkeit/Faulheit
Wie oben schon erwähnt begnüge ich mich damit, wenn ich schon eine gewisse Zeit am Tag/Woche mich mit meinem Studium beschäftigt habe. Damit ist sozusagen mein inneres Verlangen zur Weiterbildung besänftigt und ich kann mich somit wieder mit hedonistischeren Dingen beschäftigen.

- Fehlende Ziele in Sachen Pokern
Zur Zeit habe ich kaum Ausgaben, brauch im Monat vielleicht 250 Euro. Ich hab kaum mehr materielle Wünsche. Folglich gibt es für mich keinen Grund stundenlang zu grinden, denn des Geldes wegens bringe ich die Motivation sicher nicht auf.
Dann bleibt noch als Ziel, mein Spiel weiter zu verbessern, höhere Stakes zu erklimmen und ein besserer Spieler zu werden. Dieses Ziel habe ich aber damit begraben, dass ich vor ein paar Monaten die Seite gewechselt habe und auf dieser Seite schon mit zu den Besten gehöre.

Ich denke unser Motivationsproblem könnte ähnlich sein.
Für mich ist eine Lösung, dass ich mir jetzt entweder ein neues materielles Ziel setze oder die Seite wechsel und wieder anfange aktiv an meinem Spiel zu arbeiten und mir so ein Ziel schaffe.


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TAHG2010
Beigetreten: 10.12.2010

ich seh da kein problem. wenn du aus lust am pokern spielst und das geld nicht nötig hast, seh ich keine notwendigkeit zum zwang.
warum zocken, wenn du keine lust hast und außerdem dann nicht dein bestes spiel spielst?
wenn man bock hat, spielt man 100 sng in in 2-3 tagen, dann kann man sich danach auch wieder 20 tage nicht motivieren müssen. ich würde an deiner stelle ausschließlich spielen, wenn ich lust habe, und am ende gucken, wieviel dabei rumgekommen ist. du solltest fortbildung, urlaub, einrichtung, etc davon abhängig machen, was du dann auf der hohen kante hast und nicht unter zwang so viel grinden, dass du ein vorher gegebenes ziel erreichst.

viele studenten müssen nach ende des studiums erstmal darlehen zurückzahlen, denen gegenüber bist du schon ohne rücklagen im vorteil. und wenn du iwann ne einbauküche oder ein auto brauchst, kannst du auch einen kredit aufnehmen. schulden sind per se nichts schlechtes.

talent vergeuden seh ich auch nicht so eng. mit dem studium investierst du in andere talente, weil du mit poker zu viel unsicherheit hast. gibt viele, die nach abgeschlossener ausbildung (talent/knowhow/whatever) noch ein studium machen. wenn man immer nur das macht, was man kann, und nicht das, was einem spass macht oder interessiert, wäre das leben imo gar nicht lebenswert.


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thcfugii
Beigetreten: 12.02.2007

hey,

ja ich kenne das nur zu gut..

mir fehlt auch die motivation.. ich versuche tagespläne wochenpläne etc zu schreiben und mich dran zu halten..

8:30 aufstehen

9:00 lernen

10:00 pokern

11:00 essen

etc..

aber irgendwie kann ich mich da auch nicht richtig dran halten.. zumal ich halt auch kaum materielle wünsche habe.. habe mal nl200 gezockt.. 2x miami urlaub davon gemacht.. und nie wieder richtig angefangen zu zocken.. atm dümpel ich auf nl25 rum.. solider winningplayer .. aber ok.. bei 5 sessions im monat

manchmal sage ich mir einfach.. auch wenns um die uni geht oder training..

JUST DO IT! .. klingt einfach.. ist es auch.. einfach hinsetzen und anfangen.. dann läufts von ganz alleine..


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Habe genau das selbe Problem. Jedoch hängt es bei mir auch zum Teil davon ab, dass ich praktisch nicht wirklich für mich Spiele. (lange geschichte)
Mit Plänen habe ich es auch schon versucht, aber solange man nicht selber zu 100% will klappt es nicht.
Ich denke eine ganz gute Motivation zum grinden wären challenges. Mit anderen meßen macht spass und man will der beste sein bzw. gewinnen. Finde aber man sollte nicht unbedingt Geldeinsätze bringen sondern ehr was lustiges unangenehmes für den verlierer ein auf "i bet you will" falls das noch jmd kennt :)

http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/1466/was-tun-wenn-sie-zu-wenig-diszipl this!


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