Moin zusammen!
Ich habe ein Problem, über das ich mich gerne mit euch austauschen möchte.
Ich komme nicht so recht zu einer Lösung, vielleicht könnt ihr mir ja Denkanstöße geben oder helfende Fragen stellen oder so etwas.
Ich habe bis vor einem Jahr etliche Jahre nur vom Poker gelebt. Das ging auch ganz gut, ich habe ein feines Leben führen können und habe die Zeit sehr genossen.
Dann kam der FullTilt-Crash und ich nahm diesen als Anlaß, nochmal darüber nach zu denken, mit wieviel Unsicherheit ich denn Leben möchte/kann.
Ich kam dann zu dem Schluß, daß es an der Zeit ist, sich neu zu orientieren. Denn ein Stück Papier, auf dem steht "hat Bachelor in..." oder "hat Ausbildung als..." ist einfach extrem wichtig und ich bin niemand, der den Rest seines Lebens auf einem Bauwagenplatz wohnend, in der Gastro arbeitend verbringen will.
Ich habe größten Respekt vor Freestyle, habe es ja selber etliche Jahre gemacht. Aber etwas mehr Sicherheit brauche ich eben doch.
Also, was FT betrifft, in einem Monate dauernden Prozeß alles Geld bis auf 1k ausgezahlt und "in Sicherheit gebracht", mich für Soziale Arbeit / Bachelor beworben, genommen worden und nun bin ich mittlerweile schon im 3. Semester. Macht auch Riesenspaß
Da mich meine Eltern bisher wenig unterstützen mussten, sind sie dankenswerterweise gerne bereit, mir monatlich etwas Geld zu geben, so dass meine Bankroll vom Pokern plus deren Zuwendungen gerade so reichen, um studieren zu können.
Nun endlich zu meinem Problem: Ich würde gerne nebenbei wieder Pokern, vor allem, um wieder etwas auf die "hohe Kante" zu pokern. Ich kann mich nur überhaupt nicht mehr dazu motivieren.
Wenn ich denn mal spiele (~1 Session/Monat), sind es Low-BI-Turniere. Die rocke ich zwar auch hart und habe den Eindruck, ich poker so gut wie noch nie, weil ich nicht muss, sondern möchte.
Dennoch ärgert es mich, dass ich mich nicht motivieren kann, meine sagen wir 100 SNG pro Woche zu spielen. Schließlich habe ich mir über die Jahre einen recht ordentlich Skill erarbeitet und ich fände es schade, wenn ich mein Können nicht nutzen/einsetzen würde.
Tja, es ist gar nicht so leicht, genau mein Problem zu umreissen.
Ich möchte Pokern, ich kann Pokern, ich brauche das Geld nicht, würde mir über die Jahre des Studiums aber gern ein paar K zusammen grinden, um anschließend ganz einfach etwas Kohle zu habe für die nächste Wohnung oder Fortbildungen o.ä..
Nur Poker ich nicht. Und mich zu zwingen klappt auch nicht besonders gut. Zum einen spiele ich dann nur das eine Set, zum anderen merke ich, dass ich dann nicht mein A+-Game bringe.
Irgendwelche Anregungen, Ideen, Denkanstöße oder einfach nur Fragen?
Wenn ich zu der gesicherten Entscheidung komme, den Rest auch noch auszuzahlen und ganz zu quitten, ist das auch in Ordnung. Gibt auch viele andere tolle Spiele da draußen
Vielleicht sollte ich auch einfach nichts in diese Richtung unternehmen und einfach weiter hier und da eine Low-BI-Turnier-Session einlegen, es als nette Abendgestaltung einmal im Monat betrachten und wer weiß, vielleicht kommt die Lust am Grind ja wieder...