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[Geschlossen] Stark unzufrieden mit den Schlafgewohnheiten

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LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

[Wenn der Thread hier falsch ist bitte verschieben]

Kurz zu mir: 23 Jahre, ledig, arbeitslos (aber Nebenjob)

Mein Problem:
Meine Schlafgewohnheiten...
Ich penne zu viel und auch zu unnormalen Zeiten. Grade wach geworden (ja 19:30). Ins Bett gehauen hab ich mich um 6Uhr morgens. Eingepennt bin ich irgendwann gegen 11Uhr. Hab wieder mal unzählige Folgen King of Queens geguckt und Dokumentationen auf Youtube zu alle Themen.

Zusammengefasst schlafe ich am Tag zwischen 10-12h. Manchmal wirds auch mehr. Ich stehe immer erst zwischen 18-21Uhr auf. Daher kann ich auch nicht wieder um 2Uhr oder so ins Bett und pennen. Das ganze geht jetzt schon seit Anfang Mai würde ich schätzen. Manchmal hatte ich für ein paar Tage andere Schlafzeiten aber dies hält nie lange. So habe ich es auch schon geschaft das ich Nachts um 2Uhr wach und ausgeschlafen war.

Wenn ich mal um 6Uhr pennen geh stell ich mir öfter mal meinen Wecker, damit ich um 10Uhr aufstehe. Der Plan ist totmüde zu sein das ich abends um 22Uhr pennen gehen kann. Oft höre ich auch den Wecker aber meistens mach ich ihn einfach aus weil ich keine Lust und keinen Grund habe aufzustehen.

Einfach durchmachen habe ich auch oft probiert aber es endet spätestens um 14Uhr. Tagsüber weiß ich einfach nix mit mir anzufangen und geh dann schon fast aus lange Weile pennen.

Mich stören diese Schlafgewohnheiten sehr. Ich muss bei einigen Behörden, Ärzten, usw. anrufen, welche nur zu normalen Zeiten auf haben (8-16Uhr) aber ich bekomms einfach nich uf die Reihe. Auch einfache Arzt- oder Arbeitsamt-termine welche nachmittags um 14Uhr sind werde echt zum Problem. Oft verpenn ich solche Termine. Wenn ich wach werde vom Wecker fühlt sich mein Kopf so schwer an, die Augen kann ich kaum aufhalten, habe kein bisschen Kraft um mich aus dem Bett zu kriegen, sodass ich oft einfach wieder einschlafe.

Habe seit 2 Wochen einen Nebenjob als Aufsicht in einer Spielhalle. Ich mache extra nur Spätschicht die um 18Uhr anfängt weil ich alles andere nicht hinbekommen werde. Spät/Nachtschicht hilft aber auch nicht grade das alles in den Griff zu bekommen.

Mögliche Ursachen (mMn):
- Arbeitslosigkeit

- Depressionen (wurden bereits diagnostiziert aber behandeln lass ich mich nich wegen Arzttermine mitten am Tag usw.)

- Bis März diesen Jahres im Callcenter gearbeitet (2 1/2 Jahre im unmenschlichen Schicht"system")

Was kann ich nur machen?

Cliffs:
Schlafe 10-12h am Tag
Eigentlich immer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Möchte ein normales Leben führen


48 Antworten

Wie wärs, wenn du einfach anfängst ein "normales" Leben zu führen? Du beschreibst hier ein ziemlich Luxusproblem und mein Mitleid hast du mit Sicherheit nicht.


Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Ich wage einfach zu behaupten, dass es mit dem Wechseln deines Schlafrythmusses nicht gelaufen ist.

Wie sich das bei dir anhört, ist dein Sozialleben nicht besonders ausgeprägt (Jedenfalls bei dem Tagesrythmus schwer vorstellbar). Man kann dir vermutlich einfach nur die Standardtipps geben.

Geh raus. Fang an Sport zu machen. Am besten Teamsport. Geh raus und triff dich mit Leuten. Wenn du nen Anreiz hast tagsüber aufzustehen, dann wird der rest vermutlich von selbst kommen.

Bin obv nicht vom Fach.


Du machst es einfach so:

Du gehst um 00:00 ins Bett und gehst erst wieder raus wenn es 6:00 in der Früh ist.
Ziehst du das durch bist du in spätestens einer Woche wieder in einem normalen Rhythmus drinnen.
Bei deinem Leben grad stelle ich es mir unfassbar schwer vor das zu schaffen aber frag dich mal selber was du überhaupt schaffen willst wenn du dass nicht mal schaffst. Ziehst einfach durch und fertig :)


sport hilft dir dich besser zufühlen und macht dich auch müde, besorg dir ein fahrrad und mach das http://100liegestuetze.de/ kostet nix kannst du immer machen und ist nicht wirklich zeitaufwendig


Hört sich nach normaler Internet-Nerd-Phase an, die mindestens 70% der Leute hier schon durchhaben.

Einzig Dein Alter und Planlosigkeit machen mir sorgen.

Du musst alles ändern. Khrano hat alles gesagt, was dir ein Laie raten kann.


Original von phil1312
Wie wärs, wenn du einfach anfängst ein "normales" Leben zu führen? Du beschreibst hier ein ziemlich Luxusproblem und mein Mitleid hast du mit Sicherheit nicht.

Warst Du auch einer von denen, die beim Tod von Robert Enke gedacht haben, was wirft der sich vor den Zug, er hat doch alles gehabt (Geld, Familie, Anerkennung etc.)?

Das der thread-Ersteller aufgrund einer Erkrankung (wie im Anfangsposting beschrieben Depressionen) teilweise nicht die Kraft hat, Dinge des täglichen Lebens, die für viele als ganz normal und einfach gelten, anzugehen kannst Du nicht verstehen? Schlag mal im Lexikon oder Wikipedia unter Empathie nach.

@LiveBet24:

Dir hier das Unverständnis von Fremden, nicht mit der Materie vertrauten Personen, abzuholen bringt Dich auch nicht gerade nach vorne.
Somit kann ich Dir nur raten, nicht hier nach Hilfe zu suchen, sondern Dich in die Hände von Spezialisten zu begeben. Dein Hausarzt sowie der Spezialist werden sicherlich auch Termine anbieten können, die um 16 oder 17 Uhr stattfinden.


Wenn ich dir jetzt ehrlich antworten würde, dann würde ich mal wieder ein Global bekommen, weil ich ja ein sooo böser Mensch bin.

Aber bitte unterstelle mir nicht, irgendwelche Sachen.


Glaube ein Mannschaftssport ist echt genau das Richtige, um schrittweise aus dieser Situation rauszukommen, wird ja sicherlich 1,2 Sportarten geben, die dich interessieren und mit 23 biste ja auch noch jung.;)
So hat man mal wieder Anschluss an das soziale Leben und macht parallel was für seinen Körper. Außerde hat du geregelte Abläufe und wieder einen "Sinn" aufzustehen bzw. den Tag ordentlich zu gestalten.

Ansonsten würde ich auch meinen, dass professionelle Hilfe nicht falsch wäre, denn was soll man als Laie aus der Ferne schon Genaueres diagnostizieren?


LiveBet24 Themenstarter
LiveBet24
Beigetreten: 06.04.2010
PokerStrategist

Erstmal vielen dank für eure antworten. Wirklich für alle. Jeder post brint mich hier und da etwas weiter damit ich meine persönliche ansicht besser gestallten kann und mehr licht ins dunkel bring.

Ich möchte hiermit kein mitleid ergattern oder ähnliches. Ich habe halt gehofft das es vllt jemanden gibt der ähnliches durch hat und tips parrat hat. Vllt ging es jemanden schon mal so und weiß das man ohne professionelle hilfe da nicht rauskommt. Dann wüsste ich wo ich steh. Oder jemand hatte ein solches problem und hat beispielsweise mit Vereinssport diese Mauer durchbrochen. In erste Linie wollte ich halt nur einen ansatz wo ich ungefähr stehe. Zwischen nur zu faul sein oder ernsthaft krank... ich hoffe ihr versteht was ich meine. Es gin mir lediglich um meinungen (auch unterschiedliche) was das sein kann.

Ich werde wohl mal probieren das sport din anzugreifen. Gucken wie es sich entwickelt. Wenns nicht besser wird die zweite schiene mit dem arzt. Soweit habe ich erste hilfe von euch bekommen was ich supi finde...THX


Original von LiveBet24
Erstmal vielen dank für eure antworten. Wirklich für alle. Jeder post brint mich hier und da etwas weiter damit ich meine persönliche ansicht besser gestallten kann und mehr licht ins dunkel bring.

Ich möchte hiermit kein mitleid ergattern oder ähnliches. Ich habe halt gehofft das es vllt jemanden gibt der ähnliches durch hat und tips parrat hat. Vllt ging es jemanden schon mal so und weiß das man ohne professionelle hilfe da nicht rauskommt. Dann wüsste ich wo ich steh. Oder jemand hatte ein solches problem und hat beispielsweise mit Vereinssport diese Mauer durchbrochen. In erste Linie wollte ich halt nur einen ansatz wo ich ungefähr stehe. Zwischen nur zu faul sein oder ernsthaft krank... ich hoffe ihr versteht was ich meine. Es gin mir lediglich um meinungen (auch unterschiedliche) was das sein kann.

Ich werde wohl mal probieren das sport din anzugreifen. Gucken wie es sich entwickelt. Wenns nicht besser wird die zweite schiene mit dem arzt. Soweit habe ich erste hilfe von euch bekommen was ich supi finde...THX

Ich habe ähnliche Phasen wie Du mehrfach durchgemacht. In wie weit Du aus Deiner Situation selbst hinauskommst kann ich nicht beurteilen, kann jedoch sagen, daß es bei mir sowohl Phasen gab, wo ich den Hebel noch von selbst umlegen konnte bzw. es auch schwerer Episoden gab, wo ich auf fremde Hilfe angewiesen war.

Medikamente können hier unterstützend wirken, daß Du wieder einen Antrieb findest, um Dinge anzugehen. Wenn Du diesen Antrieb nützt, Dir wieder eine Struktur im Leben zu geben (Arbeit, Freizeitplanung, soziale Kontakte, Partnerschaft um nur einige Punkte zu nennen), so ist die Chance gut über die depressiven Phasen hinweg zu kommen.

Über seine Gedanken und Gefühle zu reden hilft auf jeden Fall, allerdings ist es oftmals schwierig mit seinem direkten Umfeld (Familie, Freunde) über Depressionen zu reden. Oftmals trifft man auf totales Unverständnis gepaart mit Kontraproduktiven Ratschlägen (so in etwa: "Reiß Dich mal am Riemen, das ist alles nicht so schlimm"). Somit sind Gespräche mit Spezialisten (Psychotherapheut, Psychiater, Neurolge. Psychologe oder aber auch ein guter Hausarzt) in der Regel hilfreicher.


Nafti
Beigetreten: 08.01.2007
Oldschool Grinder

Original von LiveBet24
Depressionen (wurden bereits diagnostiziert aber behandeln lass ich mich nich wegen Arzttermine mitten am Tag usw.)

Welche Konsequenzen erwartest du von einer erfolgreichen Therapie? Die Antwort auf diese Frage hat hier im Forum nichts verloren, aber gib sie dir bitte selber und sei ehrlich zu dir.

Wie wäre es mit einer stationären Therapie? Dann hättest du eine festen Rahmen und wärst gezwungen aufzustehen. Zugleich würdest du an einer glücklicheren Zukunft arbeiten.


thump0r
Beigetreten: 14.11.2009
Oldschool Grinder

Meine Situation ist nicht ansatzweise so stark wie deine, denn ich habe immernoch einen relativ geregelten Rythmus.

Allerdings weiß ich im Gegensatz zu dir wohl eher, woran es bei mir liegt: Ich habe keinen Grund zum rechtzeitigen aufstehen. Warum soll ich aufstehen? Ich muss momentan nicht zur Arbeit (Arbeit fängt erst im Oktober an :)) und sämtliche, für mich interessanten Tätigkeiten, fangen eh erst später am Nachmittag oder gar Abend an. Warum also früher aufstehen? Mir fehlt also der Anreiz mich an den von mir gewünschten Tagesrythmus zu halten.

Sobald ich Termine oder Dinge habe, die mich interessieren, schaffe ich es, rechtzeitig aufzustehen. 5 Stunden Schlaf reichen halt auch dicke aus um wach zu sein. Die Motivation zum frühen aufstehen muss also von innen kommen. Sobald du einen wirklichen, für dich wichtigen, Grund hast rechtzeitig aufzustehen könnte es sich lösen. Der Vorschlag des Sportvereins sollte da wirklich solven. Wichtig ist halt, dass du da super viel Spaß dran hast.

Aber noch was kleines zum Disclaimentieren. Ich bin kein Arzt und ich verstehe noch nicht einmal die ganzen Züge der Depressionen, ich kann es auch nur spärrlich nachempfinden. Ich kenn aber die Symptome und weiß das die Leute wirklich leiden. Ich kann dir nicht wirklich helfen, sondern nur aus eigenen Erlebnissen erzählen. Bei dir kann es ganz anders sein. Das beste wäre professionelle Betreuung, ich wette mit dir, dass du kein Einzelfall bist und ein guter Arzt da Wege kennt.


BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Lass deine Schilddrüse checken.


Original von phil1312
Wie wärs, wenn du einfach anfängst ein "normales" Leben zu führen? Du beschreibst hier ein ziemlich Luxusproblem und mein Mitleid hast du mit Sicherheit nicht.

this

Original von LiveBet24
Wenn ich wach werde vom Wecker fühlt sich mein Kopf so schwer an, die Augen kann ich kaum aufhalten, habe kein bisschen Kraft um mich aus dem Bett zu kriegen

Was meinste wie sich die Leute fühlen, die
- 9-10h am Vortag arbeiten waren
- sich um ihren Haushalt und evtl Kinder kümmern
- sich um alle anderen Verpflichtungen die das Leben noch so mitbringt kümmern
wenn morgens um 6 Uhr ihr Wecker klingelt?


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007
Elite Grinder

Ich hab ne ähnliche Phase hinter mir wie die in der du gerade steckst wenn auch deutlich abgeschwächt im Vergleich zu dir und mein Tipp:

Such dir ne Arbeit. Und zwar ne geregelte bei der du "morgens" anfängst. In Anführungszeichen weils auch für den Beginn was sein darf wo du erst um 11 oder 12 sein musst. Das ziehst du einfach 2 Wochen durch auch wenns noch so hart ist morgens aufzustehen und wenn du 4 Stunden vorher immer noch was bist und weist das dir das aufstehen dann unglaublich schwer fallen wird dann mach durch.
Wenn das auch nur 2 lächerliche Wochen durchziehst dann fängt dein Rhythmus von ganz allein an sich zu normalisieren. Wichtig ist nur das es täglich ist und nicht nur 2 mal die Woche oder so.
Außerdem führt ein geregelter Tagesrhythmus dazu das du dich viel besser fühlst. Von ganz allein..... Es spielt auch keine Rolle was du verdienst, es geht ja nicht ums Geld. Am besten ist körperliche Arbeit weil du dann richtig müde wirst.

Allgemeiner gesagt mach dir Termine und halt die einfach ein auch wenns noch so hart ist und du noch so heftig keine Lust hast. Zieh´s einfach durch. Welche Termine ist gar nicht so wichtig und Arbeit passt halt weil täglich und bringt noch Geld nebenher und es bringt Selbstbewusstsein wenn man weiß das man was sinnvolles tut. Sport passt aber auch gut. Am besten beides.


Original von philgo

Original von phil1312
Wie wärs, wenn du einfach anfängst ein "normales" Leben zu führen? Du beschreibst hier ein ziemlich Luxusproblem und mein Mitleid hast du mit Sicherheit nicht.

this

Original von LiveBet24
Wenn ich wach werde vom Wecker fühlt sich mein Kopf so schwer an, die Augen kann ich kaum aufhalten, habe kein bisschen Kraft um mich aus dem Bett zu kriegen

Was meinste wie sich die Leute fühlen, die
- 9-10h am Vortag arbeiten waren
- sich um ihren Haushalt und evtl Kinder kümmern
- sich um alle anderen Verpflichtungen die das Leben noch so mitbringt kümmern
wenn morgens um 6 Uhr ihr Wecker klingelt?

Sorry, aber ich habe selten was Dümmeres gelesen und wer in dieses Forum regelmäßig liest, weiß, daß die Meßlatte unglaublich hoch liegt.

Willst Du wirklich einem kranken Menschen vorwerfen, daß es gesunde Menschen gibt, die etwas schaffen, was der Kranke aufgrund seiner Krankheit nicht bewältigen kann?

Das wäre ungefähr so, wie wenn Du einem Blinden etwas zuwirfst und rufst "Fang!". Der Gegenstand wird unweigerlich auf dem Boden landen und willst Du nun wirklich den Blinden dafür verantwortlich machen, da es ein Sehender ja locker geschafft hätte?

Ferner würde ich einem Mod vorschlagen, diesen thread in die Kategorie "Sorgenhotline: Allgemein" zu verschieben, damit sich der thread Ersteller nicht weitere dümmlichen Vorwürfe von Leuten anhören muß, die Null Empathie aufbringen wollen oder können (Zum Glück gibt es noch genug Leute, die sich in den thread Ersteller hineinversetzen können und ihm auch mit Ratschlägen zur Seite stehen wollen).


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007
Elite Grinder

Sorry aber dieses Krankheitsgelaber ist halt einfach nur bla. Faulheit kenn ich sehr gut und ich weiß das sie schwer zu überwinden ist aber es ist keine Krankheit und wegen Depressionen nicht aus dem Bett kommen :rolleyes: :rolleyes:

Man muss es halt einfach mal durchziehen auch wenn man keinen Bock drauf hat aber wenn man sich dran gewöhnt hat gehts einem einfach besser.


BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Egal ob "bla" oder nicht. Was er schreibt hört sich durchaus nach einem gesundheitlichen Problem an. -> Abklären lassen.


Die Krankheit Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar), Antriebshemmung, mit oder ohne Unruhe, Denkhemmung, Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt. Weitere Symptome können sein: übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen überbetonte Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeit, Hilflosigkeit, sowie soziale Selbstisolation, Selbstentwertung und übersteigerte Schuldgefühle, dazu Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, das Denken ist verlangsamt (Denkhemmung), sinnloses Gedankenkreisen (Grübelzwang), dazu Störungen des Zeitempfindens. Häufig bestehen Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Negative Gedanken und Eindrücke werden über- und positive Aspekte nicht adäquat bewertet. Das Gefühlsleben ist eingeengt, was zum Verlust des Interesses an der Umwelt führen kann. Auch kann sich das sexuelle Interesse vermindern oder erlöschen (Libidoverlust). Bei einer schweren depressiven Episode kann der Erkrankte in seinem Antrieb so gehemmt sein, dass er nicht mehr einfachste Tätigkeiten, wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen verrichten kann. Der Schlaf ist nicht erholsam, das morgendliche Aufstehen bereitet Probleme (Morgentief; Tagesschwankungen). Bei einer seltenen Krankheitsvariante verhält es sich umgekehrt: Es tritt ein sogenanntes „Abendtief“ auf, d. h. die Symptome verstärken sich gegen Abend und das Einschlafen ist erschwert oder erst gegen Morgen möglich.
Depressive Erkrankungen gehen mit körperlichen Symptomen einher, sogenannten Vitalstörungen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme („Kummerspeck“), häufig auch mit Schmerzen in ganz unterschiedlichen Körperregionen, am typischsten mit einem quälenden Druckgefühl auf der Brust.
Während einer depressiven Episode ist die Infektionsanfälligkeit erhöht.
Je nach Schwere einer Depression kann sie mit latenter oder akuter Suizidalität einhergehen. Es wird vermutet, dass ein großer Teil der jährlich circa 9.500 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Depressionen


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