Original von BudSpencer8
Original von Pokerfuchs85
Hier ein Artikel über SSRI und Dopamin.
http://www.nytimes.com/books/first/g/glenmullen-prozac.html
Man sollte wirklich beten, niemals in eine Situation zu kommen, wo man den Rotz ernsthaft in Erwägung ziehen muss.
Zur Info: Das ist kein Artikel, sondern das erste Kapitel des Buches "Prozac Backslash" welches von der New York Times rezensiert und in einem richtigen Artikel zerissen wurde. Man folge nur dem Review-Link.
Wie auch immer. Meine persönlichen SSRI-Erfahrungen waren auf jeden Fall verheerend.
Ich wäre auf jeden Fall vorsichtig mit dem Zeug und rate jedem es nur als allerletzte Behandlungsoption in Erwägung zu ziehen.
Wenn ich irgendetwas in meiner Vergangenheit rückgängig machen könnten, dann wäre es jeglicher SSRI-Konsum.
Das www.paxilprogress.org Forum ist auch nicht gerade klein. Da geht es hauptsächlich um durch SSRI erzeugte Probleme.
Wie gesagt, es gibt Fälle, wo man kaum noch eine Wahl hat, aber das Zeug wird einfach viel viel zu schnell verabreicht und zu wenig vor den Gefahren und Nebenwirkungen gewarnt.
Bin gerade zu faul Studien zu suchen, aber allein irgend eine Art sexueller Nebenwirkungen treten doch bei bestimmt 50-80% der Leute auf.
Davon erfährt man im Eingangsgespräch meistens nicht einmal was.
Da hier die Sexualität über Neurotransmitterverschiebungen gedämpft ist, (Ins Gleichgewicht bringen lol) sind oftmals sämtliche anderen Gefühle gleich mitgedämpft.
Gut, ich mag super sensibel auf das Zeug reagiert haben. Selbst nach kleinen Dosen wurde ich direkt zum emotionslosen Zombie.
Alles fühlt sich dann gleich an. Man kann keine Romane mehr lesen, keine Filme mehr schauen und kein Computer mehr zocken, weil es sowas von Öde ist.
Alles nur noch Öde, öde, öde. Musik ist nur noch Lärm. In Urlaub fahren braucht man auch nicht, weil sich jeder Ort gleich anfühlt.
Man mag dann zwar frei von den Tiefs sein, aber diese Ödnis ist nicht wirklich besser.
Und wenn man mal genauer hinschaut, so richtig happy wird doch kaum einer mit dem Zeug. Entweder es wirkt nicht, oder es wirkt etwas, aber die Nebenwirkungen sind zu übel usw.
Dann noch der Entzug der viele umhaut...
Und bei denen die ganz gut mit klar kommen, ist dann die große Frage, wie lange es halten wird, bis es seine Effektivität verliert.
Viele hüpfen dann von Medi zu Medi, oder hängen in irgendwelchen durch Medikamente erzeugten suboptimalen Zuständen Jahre ab.
Wie auch immer, wäre wirklich mal interessant zu wissen, welche Behandlungsansätze in 500-1000 Jahren Mittel der Wahl sind. Die momentan gewählten sind auf jeden Fall noch alles andere als optimal.
Bin gespannt, was OP berichten wird, wenn er wieder back ist, von wo auch immer er gerade sein mag. ^^