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Umgang mit Mutter

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Khrano
Joined: 20.06.2009

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Moin moin,

ich benötige mal hilfe, weil ich im Moment nicht mehr weiß, wie ich diese Situation noch handlen soll…
Meine Mutter ist krank (rheuma/athritis) und relativ einsam… nun möchte mein Bruder ausziehen und zu mir in die WG ziehen, da er mit dem studium beginnt. Meine Mutter muss so oder so die Wohnung aufgeben. Da sie erwerbsunfähig ist, bekommt sie eben diese rente und hilfe vom Amt. Da die Wohnung zu groß/zu teuer ist, kann Sie da nicht weiter wohnen bleiben.
Nun ist es das große Problem, dass meine Mutter einfach selber NICHTS auf die reihe bekommt. Alles was sie gemacht hat, war bei der einen wohnungsgesellschaft anzurufen und da zu sagen, dass sie eine wohnung sucht… dann hat sie 1x im Monat angerufen und gehört, dass es nichts gibt. Von ihr aus tut sie einfach nichts.
Ich musste sie ca. 10 mal drängen, bis sie mal beim arbeitsamt angerufen hat, um zu fragen, was passiert, wenn sie bis zur Frist nichts findet… und selbst als sie angerufen hat, hat sie es nicht geschafft, das vernünftig zu erfragen, ich musste also meinen Bruder bitten mit ihr da nochmal anzurufen. Sie findet immer wieder ausreden, warum sie doch grade nicht anrufen kann „mir geht es so schlecht“ „heute is Montag, da sind die noch alle im Wochenende“ „freitags hat eh keiner lust“ usw.
Ich muss mich quasi um alles kümmern… das wäre ja noch okay, wenn sie dann wenigstens darauf hören und kooperieren würde… aber es passiert das genaue Gegenteil. Es kommt immer nur „mir is das alles zu viel“ „ich schaff das nicht“ obwohl sie einfach gar nichts tut und das meiste einfach nur ein paar anrufe wären…
Der Anruf beim Amt hat dann irgendwqann endlich geklappt und die meinten auch, dass sie jetzt nochmal paar andere wohnungsgesellschaften anrufen muss usw… das hat sie auch bis heute nicht getan. Ich habe im Internet ne wohnung gefunden, mit der frau von der wohnugnsgesellschaft gesprochen und die meinte, dass die passen würde, sie meiner mutter aber nix gesagt hätte, weil die im 1. Stock ist und meine mutter ins erdgeschoss will… hab meiner mutter dann gesagt, dass sie sich einfach nicht alles aussuchen kann, am Montag ist da die besichtigung, sie müsste mit der frau nochmal sprechen und sich den genauen termin geben lassen. Das war gestern nachmittag – alles was sie hätte tun müssen, ist da anrufen und die uhrzeit erfragen.
Hat sie obv nicht hinbekommen… ihre sachbearbeiterin war nicht da, sie hat 2x angerufen… hats aber natürlich nicht gepeilt, dass sie ja auch einfach nen anderen mitarbeiter wegen dem termin fragen kann… jetzt hab ich ihr gesagt, sie muss da Montag pünktlich zur öffnungszeit anrufen und hoffen, dass die besichtigung nicht schon um 8 uhr ist…

Es ist einfach immer das selbe, ich muss quasi alles machen, weil sie selber NICHTS auf die reihe bekommt… mein bruder hat auch so eine „wird schon alles“ haltung und macht auch nur sachen, wenn ich ihn dazu dränge.
Ich weiß leider auch nicht mehr, wie ich mit der situation umgehen soll… ich fange im oktober meine promotion an und brauche eben dafür auch meine zeit und hatte jetzt im september eigtl einmal nen monat frei… ich kann mich doch nicht nur um meine Mutter kümmern, weil sie zu dumm/stur/unfähig ist, ein paar dumme anrufe zu machen. Sie ist erst 60… wie soll das denn erst in 10 Jahren aussehen? Wenn man ihr sagt, sie soll sich mal hilfe suchen, heißt es nur „ich bin nicht depressiv“ und es passiert gar nix… sobald man ihr aber mal sagt, dass das so nicht geht, fängt sie an zu heulen und es kommt wieder nur „ich schaff das nicht, das ist zu viel“ obwohl es einfach mal gar nichts ist, was sie tun muss.
Ich wollte einfach mal fragen, ob es hier erfahrungen mit ähnlichen Situationen gibt oder einfach ratschläge, wie ich das handhaben soll. Ich habe eigtl große lust, sie mal richtig anzukacken und dann zu hoffen, dass sie mal aufwacht… aber die erfolgsaussichten sind wohl eher sehr gering…
Man kann ihr nichts sagen, weil dann immer noch kommt „ich bring mich mal bald um“ „ich krieg gleich nen herzinfarkt“ usw.
Bin einfach nur verzweifelt und kann mit der situation nich wirklich umgehen.


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10 replies
wosinddiehirsche
Joined: 25.11.2008

obv. ist sie an einer Depression erkrankt.
es ist zwar ne schwere Situation, aber so was gibts und andere kommen damit auch zu recht.

Allein, dass ihr die paar Anrufe zu viel sind, ist ein Indiz für eine solche Erkrankung.
Wie soll dann erst der Umzug klappen???

Also: Sie muss zum Arzt. Meine Idee wäre: die nächsten 2-3 Wochen "gehörst" du ganz deiner Mutter. Du bringst sie zum Arzt, machst das mit der Wohnung klar etc. Aber dann ganz klar die Ansage: danach ist die rund um die Uhr Betreuung beendet.

(und wenn dir das nicht ganz passt: Stell dir einfach vor, sie hätte ne schwere Krankheit und wäre im Krankenhaus. Dann würdest du auch alles stehen und liegen lassen)


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PaulPanter
Joined: 13.11.2007

klingt absolut so als sei sie depressiv und bräuchte dringend professionelle hilfe.


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Geh doch mit ihr zum Hausarzt, erzähl was los ist und dann wird der ggf. an einen Psychologen/Psychiater weiterüberweisen. So nimmst du auch etwas Last von deinen Schultern.


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HillBilly
Joined: 31.03.2005

war deine mutter vorher schon so "unfähig" sachen auf die reihe zu bekommen oder ist es erst durch die krankheit so gekommen?
das ist imo ein wichtiger unterschied ob die krankheit & zukunftsangast sie so apathisch macht.

wenn OP lust hat kann er sich mal bei mir per commtool melden.hätte paar tipps


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h1as
Joined: 01.09.2007

Hallo,

bin schon seit Jahren in der Situation und wünsche dir viel Kraft. Trotz Therapie ist es immer wieder ein Kampf und wenn es nur darum geht, dass die Wohnung nicht aussieht wie eine Müllkippe.

Ich habe verdammt viel ausprobiert, aber habe leider auch keine Lösung. Wichtig ist das Sie wieder etwas findet, dass ihr Freude mach und unter Leute bringt. Sachen die sie nicht gerne macht, bleiben trotzdem unerledigt.

Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man selbst nicht mehr kann und sagen muss, jeder trägt für sein eigenes Leben Verantwortung.

Du wirst Sie nicht aus diesem Loch herausbringen und wenn dann nur für ein paar Wochen, dass muss Sie selbst schaffen.


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dNo84
Joined: 02.12.2010

Original von HillBilly
war deine mutter vorher schon so "unfähig" sachen auf die reihe zu bekommen oder ist es erst durch die krankheit so gekommen?
das ist imo ein wichtiger unterschied ob die krankheit & zukunftsangast sie so apathisch macht.

wenn OP lust hat kann er sich mal bei mir per commtool melden.hätte paar tipps

#

sehr wichtiger punkt!

weitere ratschläge, tips und/oder erfahrungen gibt es per comtool


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AyCaramba44
Joined: 27.04.2010

Denke auch das sie Hilfe braucht. Man selbst versteht es zwar nicht das ein Anruf (zu) viel Aufwand ist, aber stelle dir vor das ein Anruf für sie soviel ist wie für dich die ganze Promotion und sie muss mehrere Anrufe machen!

Du selbst oder Andere hier werden wohl keine konkrete Lösung präsentieren können, aber es kommt einfach so viel zusammen. Krank, beide Kinder aus dem Haus, keine Arbeit, neue Wohnung... da überlegt man dann zwangsläufig irgendwann wofür man überhaupt noch lebt.

Sowohl Vorwürfe als auch sich um alles zu kümmern wird keine (dauerhafte) Lösung sein.


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DNice1506
Joined: 12.06.2012

Schick Sie zum Hausarzt und der soll Sie erstmal 6-8 Wochen in die Kur überweisen.
In extremen Fällen geht das fix...
Meine Mutter ist auch aktuell dort, allerdings wegen massiven Rückenproblemen und sie sagte man könne dort echt Energie tanken und zur Ruhe kommen..

Beste Grüße und alles Gute!


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gerrul3r
Joined: 20.09.2010

Ich finde es immer wieder spannend, dass Leute sowas in Foren schreiben, abgesehen davon dass das hier ein Pokerforum ist, anstatt sich professionelle Hilfe zu holen. Das größte Problem ist, die Leute (Laien und vlt mal jemand, der sich auskennt) antworten hier mit Vermutungen die, aufgrund ihrer vermehrten Anzahl, sich so stark in deinem Kopf unterbewusst manifestieren können, dass für dich auch nicht anderes mehr in Frage käme.
Zu einer Depression gehört weit mehr als "das klingt nach einer Depression" und der Rattenschwanz der evt. dazu führte muss professionell geklärt werden. Beispiel: Ein Symptom von Depression ist Emotionslosigkeit, was mitunter dafür sorgt, dass Betroffene nicht weinen. Aber da man NIEMALS eine Ferndiagnose über ein Forum stellen kann, musst du diese Vermutung verwerfen.

Sie brauch Hilfe und da muss eine vernünftige Amnamnese her. Das erste was mir durch den Kopf ging, begleite Sie zum Hausarzt und lass physiologische Ursachen analysieren und auschließen ( Blutwerte, Unterversorgung Mineralstoffe und Vitamine, SCHILDDRÜSE ! , etc.....). Wenn körperlich alles in Ordnung ist dann müsste Sie eigentlich mal in Behandlung, aber dass wird dir der Hausarzt sagen....

Es gibt ein weiteres Problem.... sollten wirklich psychische Probleme vorhanden sein.... dann kannst DU ihr nicht helfen (das liegt tief begründet in der Mutter-Kind-Beziehung)....diese Vorgänge finden unterbewusst statt und die kannst du mit deinem Verstand leider nicht fassen....aber es sind Blockaden die eine Heilung und Genesung verhindern....
Eine häufige Sache ist, dass der betroffene Elternteil sich auf den Schultern des eigenen Kindes stützt und durch das Beziehungsverhältnis das Hilfebedürfnis auslöst....Wie du damit umgehen sollst kann ich dir per Forumpost auch nicht sagen, dafür kenne ich dich nicht, aber du solltest dich damit nicht allzu sehr belasten.....

Grüße
gerrul3r

PS: immer gerne PN an mich, wenn du nicht persönlich, dann über ein Admin oder Modi


Antwort
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wieso genau kann sie denn nicht in der wohnung bleiben?
hat dein bruder dazu gezahlt und kanns jetzt nicht mehr?


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