Hi,
hab letztes Jahr Abi gemacht, dann bis Juli Zivi und momentan mach ich nichts ausser so in den Tag hineinzuleben. Im Winter will ich auf Rundreise durch Asien gehen, im Mai etwa will ich dann wieder zurückkommen um Bewerbungen fürs Studium zu schreiben, Wohnung zu suchen etc.
Studieren will ich definitiv, dummerweise weiss ich nicht was bzw. kann mich nicht entscheiden. Und so langsam bereitet mir das echt Sorgen um meine Zukunft. Ich werd wohl auch immer das Gefühl haben etwas verpasst zu haben, egal was ich mache.
Einmal wäre da Medizin. Hab ich mir zu Schulzeiten nie vorstellen können, Bio in der 11. abgewählt. Der Zivi in der Uniklinik war aber echt interessant, war auch ein paar mal im OP dabei und das könnt ich mir schon gut vorstellen. Allerdings hab ich nen riesen Respekt vor der Belastung durch das Studium und auch später im Beruf. Was ich da von den Ärzten während des Zivis gehört hab hat mich halt schon abgeschreckt.
Andere Möglichkeit wäre Psychologie. Um ehrlich zu sein kenn ich den Lernaufwand für Psycho nicht, vermute aber, dass er nicht so immens ist wie bei Medizin. Bei Psychologie kommt auch mein zweites Problem ins Spiel. Ich bin Sportschütze, schiesse momentan Gewehr und hab jetzt auch mal Bogen probiert. Schiessen ist für mich Leistungssport und daher recht zeitaufwendig (aufwändig?). Mit nem Psycho-Studium würd ich z.B. gern in die Sportpsychologie gehen und mein Hobby zum Beruf machen. Aber dann frag ich mich manchmal, willst du es dir wirklich zum Lebensinhalt machen mit nem Gewehr Löcher in Papier zu schiessen bzw. andere Leute dafür trainieren?
Glücklicherweise hab ich noch etwas Zeit mich zu entscheiden (wobei ich im Fall von Medizin halt noch ein 3monatiges KPP unterbringen muss), allerdings bin ich schon seit dem Abi am überlegen. Auch in der Familie bekomm ich es mittlerweile angekreidet, dass ich einfach nicht weiss was ich will. Mittlerweile wird das ganze auch echt zur Belastung. Einmal die Stimmen von Außen, und zum anderen auch das ewige hin und her meinerseits.
Wie schon gesagt werde ich wohl, egal was ich tue, es irgendwann bereuen. Als Mediziner steh ich vmtl. irgendwann mal völlig genervt und übermüdet seit Stunden im OP und denk "du könntest auch grade im Training sein und Spaß an deinem Hobby/Beruf haben" und als Psychologe/Athlet denk ich wohl irgendwann "du könntest grade im OP stehen und einem Kind das Leben retten, stattdessen trainierst du hier so einen unbedeutenden Scheiss..."
Gibts hier keine Mediziner die mir das Studium schönreden können? Nebenbei sollte halt auch noch etwas Zeit sein um mit Nl100-400 das Studium finanzieren zu können. Würd sagen 2-3h am Tag sollten da schon vorhanden sein. Dazu noch genug Zeit um Sport zu treiben und abends am WE will man auch mal feiern gehen. Ist das mit Medizin zu vereinbaren?
Was ist meine line bzgl. der Verwandten die mir alle ins Gewissen reden und meinen, ich solle mich endlich mal entscheiden. Meine Oma ist sogar der Meinung, dass ich zum Sommersemester anfangen soll. Daraufhin meinte ich, dass da aber kaum ein Studiengang startet. Da meint die doch, dann soll ich halt irgendetwas nehmen was da anfängt, ist doch egal ob ich das machen möchte oder nicht