Original von Romeryo
Vielleicht hilft es dir diese Gedanken schriftlich zu erfassen. So denkt dein Gehirn, du hast dich damit "befasst" und quält dich nicht mehr so mit Dringlichkeit. Ich denke bei dir wirkt da ein Mechanismus der versucht sich diese Dinge zu merken, aus Angst sie später zu vergessen bzw nicht mehr verarbeiten zu können.
Indem du es dir notierst gibt sich dein Hirn zufrieden und deklariert es als abgehakt, sodass du leichter nicht mehr dran denken musst.
Ansonsten hilft mir, mir einfach schöne Szenarien auszumalen und dann dahin reinzuträumen.
Diese Technik wird auch Sorgenstuhl genannt. Mir hat sie schon zweimal geholfen - öfter habe ich es nicht ausprobiert. ♦
Das Problem ist halt, dass nachts dein Gehirn im Schlafmodus nicht so gut wie am Tag funktioniert. Du kannst einfach nicht klar denken. Und grübelst deswegen im Kreis herum.
Wenn du dich jetzt hinsetzt, und die Sachen aufschreibst, dann hilfst du deinem Gehirn sich darauf zu fokussieren, was wirklich los ist. Beim Schreiben wirst du merken, das viele Dinge gar nicht so arg sind wie sie deinem verschlafenen Gehirn schienen. Außerdem kommt noch der erwähnte abgehakt Faktor dazu, denn du wirst dir auch garantiert schriftlich vornehmen, dich zu einer gegebenen Zeit mit dem Problem zu befassen.
An harten Tagen kannst du die Technik auch schon vor dem zu Bett gehen anwenden.
Wenn die Grübelein einfach nur inhaltsloses Wischiwaschi sind, dann kannst du auch einfach laut "Stopp" sagen und inhaltlich festellen, das dich das nicht weiterbringt, und dann wie oben beschrieben versuchen dich auf etwas schönes zu konzentriern. Das wird dann sicher mit Übung von mal zu mal besser klappen.
Literaturtip: "Mein Buch vom guten Schlaf: Endlich wieder richtig schlafen" Prof. Dr. Jürgen Zulley