Hallo
Ich habre jetzt schon öfters gelesen, dass ein Check/Raise eines Gegners stärkere Hand bedeutet, als ein einfacher Raise. Wieso????
Ich denke mir wenn mein Gegner erstmal chckt, dann möchte er gucken, was ich mache, also ob ich auch checke oder eine Bet mache. Und wenn ich eine Bet setze, hei�?t dass, das ich glaube die stärkste Hand zu haben. Wenn er das von sich auch ohne Zweifel glauben würde, dann hätte er doch nicht erst checken müssen.
Kann mir das jemand erklären?
man spielt einen check/raise nicht, wenn man der meinung ist, der (die) spieler nach einem checken auch nur. Man spielt den check/raise, wenn man (fast) sicher ist, dass man a) eine sehr gute hand hat und b) der spieler nach einem bettet.
bsp:
Angenommen du hast KTs. Flop ist QJ2 rainbow. Damit hast du nen OESD. Du checkst, ein Gegner nach dir bettet, alle folden. Da du genug Outs hast, callst du. Turn ist die 9. Jetzt hast du sicher die beste Hand. Aber das ist für deinen Gegner nicht erkennbar. Jetzt ist ein sehr guter Zug ein check/raise.
(man kann sich dabei streiten, ob man betten sollte, um auf ein raise eine 3-bet zu platzieren.)
Danke für diene Antwort, aber so ganz hab ich das noch immer nicht verstanden.
Was ändert sich dadurch, dass ich erst checke und dann raise, anstatt sofort zu raisen.
In deinem Bsp habe ich am Turn eine Straight, wieso ist es nicht genau so gut direkt zu raisen? Geht es vl darum einen Bluff vorzutäuschen oder so zu tun, als hätte man keine Monster Hand. Ist das also eine Form des Slow Play oder warum macht man das genau???
@PokerfaceLucas
ein check-raise dient dazu mehr bets deiner Gegner einzukassieren, indem du a) durch checken Schwäche signalisierst und b)dem/n anderen die Möglichkeit zum bluff gibst und oder dem/n anderen Spielern zum betten animierst. Durch das anschlie�?ende raise müssen deine Gegner eine zusätzliche bet zahlen, um die nächste karte oder den showdown zu sehen.
Das geht meistens nur gut, wenn du wei�?t, dass ein Gegner sicher betten wird und selbstverständlich nur dann, wenn du sicher bist die beste hand zu halten.
Es dient auch dazu den pot unmittelbar zu gewinnen, indem dein Gegner aus Angst oder �?berraschung folded ♦.
gruzz frank
Die Alternative zum Checkraise ist nicht der Raise, sondern die Bet. Checkraisen kann man nur, wenn man nicht in Position ist. Die Wahl eines Raises stellt sich also nicht. Verglichen mit einer Bet riskiert der Checkraise doppelt so viel Geld wie eine einfache Bet. Man muss sich also schon ziemlich sicher sein, wenn man den Checkraise spielt. Auch von den Pot Odds her betrachtet ist der Checkraise fast doppelt so schlecht wie eine Bet. Zum Ausgleich muss man nach einem Checkraise den Pot doppelt so oft gewinnen wie nach einer Bet, ansonsten war der Checkraise im Vergleich zur Bet zu teuer. Denn es geht im Poker ja nicht nur darum, eine Hand zu gewinnen, es gilt den höchsten Erwartungswert zu erzielen. Von daher muss der Checkraise von einer stärkeren Hand gemacht werden als die Bet, da sonst der Erwartungswert schlechter wäre.
Original von cjheigl
Auch von den Pot Odds her betrachtet ist der Checkraise fast doppelt so schlecht wie eine Bet. Zum Ausgleich muss man nach einem Checkraise den Pot doppelt so oft gewinnen wie nach einer Bet, ansonsten war der Checkraise im Vergleich zur Bet zu teuer. Denn es geht im Poker ja nicht nur darum, eine Hand zu gewinnen, es gilt den höchsten Erwartungswert zu erzielen. Von daher muss der Checkraise von einer stärkeren Hand gemacht werden als die Bet, da sonst der Erwartungswert schlechter wäre.
Hm... kannst Du das etwas genauer erklären?
@michimanni: Im Grunde ist es einfach: mit einem Checkraise riskiert man mehr als mit einer Bet (einen doppelt so hohen Betrag), deshalb muss man mit einem Checkraise mehr gewinnen als mit einer Bet, damit man die höheren Kosten wieder reinholt. Der Erwartungswert ist erwarteter Gewinn abzüglich gezahlter Kosten. Sobald man eine Hand zu mehr als 50% der Fälle gewinnt, ist der Checkraise automatisch besser als eine Bet, ansonsten ist der Checkraise schlechter. Oder anders gesagt, wenn die Gewinnwahrscheinlichkeit kleiner ist als 50%, dann braucht man für einen Checkraise eine bessere Hand als für eine Bet, um wenigstens auf den Erwartungswert der Bet zu kommen. Deshalb sollte man sich bei einem Checkraise schon einigermassen sicher sein, dass man die Hand gewinnt.
Original von blackmamba
gibt es eingetlich irgendwo auch die lösungen zu den übungsaufgaben?
Markier einfach mal die Zwischenräume zwischend en Aufgaben.
@cjheigl: Wobei der c/r aber auch eine höhere Foldequity generiert