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[Geschlossen] [Strategie] Outs, Odds, Implied Odds und Reverse Implied Odds 1.0

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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

wie kommst du auf die odds von 38:8

46 unbekannte karten, 38 "schlechte", 8 "gute"

beim flush halbiert sich ja am turn die chance bis zum river seine flush zu machen, aber bei einer straight wo man weniger outs hat bleibt die chance konstant bei 5:1 ?

wenn du nur jeweils die nächste Karte betrachtest bleiben die odds annähernd gleich.


FA_Morgoth
Beigetreten: 29.01.2005
Elite Grinder

Original von Stargoose

5. Das Zusammenspiel von Equity, Outs, Odds und Pot Odds – die Ermittlung des Erwartungswertes

Beispiel 2: Ein NL $100 Spiel. Ihr raist Preflop mit A♠ K♠ aus UTG auf $4. Nur der Button callt. Alle anderen folden. Der Flop kommt: T♠ 7♠ 2♣. Ihr macht eine Bet von $6. Euer Gegner pusht mit seinem Reststack von $16 All-In. Was tun?

[...]

Jetzt gilt es die Pot Odds zu überprüfen. Im Pot sind bereits $9.5 aus der Preflop Wettrunde, eure Bet von $6 und $24 vom Gegner. Insgesamt also $39.5. Callen müsste man $18. Die Pot Odds betragen also 39.5:18, gerundet und gekürzt: 2.2:1.

Vergleicht man Pot Odds und Odds, sieht man dass die Pot Odds wesentlich günstiger sind, als die Odds. Somit muss man hier callen. Obwohl man aktuell wahrscheinlich hinten liegt, wird man oft genug seinen Flush treffen, so dass das ganze einen positiven Erwartungswert hat.

Der Erwartungswert wäre hier dann analog zu den obigen Rechnungen: 1/2.4 * $39.5 – 1.4/2.4 * $18 = $5.96

Wollte nur auf einen Tippfehler hinweisen. Wenn er mit einem Reststack von $16 allin geht stimmen natürlich die Pot Odds nicht mehr. Ich denke, dass hier ein Reststack von $24 gemeint ist.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Jo ... Danke ... Habs korrigiert.


Geht man davon aus, das man mit dem Gro�?teil der Sets, die man flopt gewinnt, kann man annehmen, man gewinne 10% der Hände. Die Odds zu gewinnen wären also 10:1.

müsste das nich 9:1 heissen?


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von advis0r

Geht man davon aus, das man mit dem Gro�?teil der Sets, die man flopt gewinnt, kann man annehmen, man gewinne 10% der Hände. Die Odds zu gewinnen wären also 10:1.

müsste das nich 9:1 heissen?

Korrigiert.


bei einem set am flop
hat man doch 17 outs bis zum river
rechnet man da gleich bis zum river oder nur bis zum turn und dann bis zum river

bei fxed ist das klar aber bei NL

flop kommt 3x s also flush ist möglich


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von Thekingpin
bei einem set am flop
hat man doch 17 outs bis zum river
rechnet man da gleich bis zum river oder nur bis zum turn und dann bis zum river

bei fxed ist das klar aber bei NL

flop kommt 3x s also flush ist möglich

MIt einem Set hast Du in der Regel am Flop 8 Outs auf FH oder besser und am Turn 10 Outs auf FH oder besser. Keine Ahnung wie Du auf 17 kommst.

Du betrachtest je nach Situation entweder nur die nächste oder die nächsten beiden Karten. Wenn Du Biespielsweise am Flop All-In gehst, schon beide Karten, ansonsten nur die nächste ... Die Gesamtsituation kann sich ja auch am Turn wieder verändern, wenn das Board dann, Deinem Beispiel entsprechend, zum Biespiel 4suited ist ...


Original von Stargoose

Original von Thekingpin
bei einem set am flop
hat man doch 17 outs bis zum river
rechnet man da gleich bis zum river oder nur bis zum turn und dann bis zum river

bei fxed ist das klar aber bei NL

flop kommt 3x s also flush ist möglich

MIt einem Set hast Du in der Regel am Flop 8 Outs auf FH oder besser und am Turn 10 Outs auf FH oder besser. Keine Ahnung wie Du auf 17 kommst.

Du betrachtest je nach Situation entweder nur die nächste oder die nächsten beiden Karten. Wenn Du Biespielsweise am Flop All-In gehst, schon beide Karten, ansonsten nur die nächste ... Die Gesamtsituation kann sich ja auch am Turn wieder verändern, wenn das Board dann, Deinem Beispiel entsprechend, zum Biespiel 4suited ist ...

ich dachte immer flop 7 und 10 am turn

also einen für Quads und 6 für FH
am Turn dann 1 für Quads und 9 für FH

habs jetzt aber gänzlich verstanden, thx


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Du kannst aber die Outs von Flop und Turn nicht addieren. Du betrachtest immer nur die Situation, die jetzt gerade ist, was die Outs angeht. Nur bei den Pot Odds betrachtet man auch mögliche zukünftige Einsätze, Gewinne und Verluste (Effektive Pot Odds).

Btw. Flop mit Set ist da eine kleine Ausnahme, da geb ich mir schon 1 Out mehr, weil ich in aller Regel (zu mehr als 90%) sowieso Turn- und Riverkarte sehe, und ich durch die Turnkarte immer noch mal neue Redraws auf FH hab.


helft mir mal bitte aufs pferd
ich hab gerade ein brett vorm kopf

....
Beispiel: Ein NL $100 Spiel. Man raist Preflop mit Ks Js First In auf $5. Der Small Blind callt den Raise. Alle anderen folden. Der Flop kommt: Kh 9c 2d. Der Pot ist $11.5 gro�?. Der Small Blind macht eine relativ starke Bet von $8. Wir gehen in diesem Beispiel davon aus, das der Gegner ebenfalls eine Made Hand hat, und das die Odds, das man vorne liegt 2:1 sind. Man läge also in nur einem von drei Fällen vorn. Was tun?

Frage 1: Wieso ist der Pot 11,5$?? ich 5$ + SmallBlind 5$ + BigBlind 1$ = 11$ oder??

Frage 2: Wie kommen wir hier auf Odds von 2:1? Outs sind doch 3 Jacks + 2 Kings (noch nicht mal discounted), also max 5 Outs....
�?berseh ich irgendetwas?

Danke für die Hilfe.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von Segglmeister
helft mir mal bitte aufs pferd
ich hab gerade ein brett vorm kopf

....
Beispiel: Ein NL $100 Spiel. Man raist Preflop mit Ks Js First In auf $5. Der Small Blind callt den Raise. Alle anderen folden. Der Flop kommt: Kh 9c 2d. Der Pot ist $11.5 gro�?. Der Small Blind macht eine relativ starke Bet von $8. Wir gehen in diesem Beispiel davon aus, das der Gegner ebenfalls eine Made Hand hat, und das die Odds, das man vorne liegt 2:1 sind. Man läge also in nur einem von drei Fällen vorn. Was tun?

Frage 1: Wieso ist der Pot 11,5$?? ich 5$ + SmallBlind 5$ + BigBlind 1$ = 11$ oder??

Frage 2: Wie kommen wir hier auf Odds von 2:1? Outs sind doch 3 Jacks + 2 Kings (noch nicht mal discounted), also max 5 Outs....
�?berseh ich irgendetwas?

Danke für die Hilfe.

1. Stimmt. Korrigiert.

2. Das ist einfach nur eine Annahme, um einen Rechengrundlage zu haben. Dabei geht es nicht um die Outs, sondern um die Wahrscheinlichkeit am Flop vorne bzw. hinten zu liegen. Es geht hier ja um die Konfrontation zweier Made Hands, bei der unklar ist ob man vorne liegt oder nicht. Es soll gezeigt werden, das die effektive Pot Odds das herauszufinden, wesentlich ungünstiger sind, als die aktuellen Pot Odds am Flop.

Im Konkreten Fall nehme ich an, das der Gegner in zwei Dritteln aller Fälle hier eine bessere Made Hand hat, als ich selber, und in zwei Dritteln der Fälle eine schlechtere. UNd beatrchte dann, wie teuer mich ein "Calldown" kommt. Selbstverständlich haben beide Kontrahenten Chancen, ihre Hände noch zu verbessern. Willst Du das aber alles in eine Rechnung tun, wird das mehrere Bildschirmseiten in Anspruch nehmen.

Es geht einfach darum, prinzipiell aufzuzeigen, das die akuellen Pot Odds nicht den effektiven Pot Odds entsprechen.


ich habe eine frage bezüglich des spielens von pocket pairs auf set value auf dem postflop

odds von flop bis turn 8zu1
odds von flop bis river 4zu1 (19%)
soweit meine rechnung
könnte man hier mit entsprechenden implied odds und einem geeigneten board ( keine straight - flush gefahr )
profitabel am flop bzw. am turn callen wenn man strikt nach outs odds spielt

oder sind hier die implieds nicht gegeben weil in mehr als 50% der fälle der gegner sowieso nur ne conti reinhaut und wir am turn nicht die implieds bekommen.

OOP denke ich nicht das das möglich ist aber IP sollte das doch möglich sein mit pockets auf set value zu spielen


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von Thekingpin
ich habe eine frage bezüglich des spielens von pocket pairs auf set value auf dem postflop

odds von flop bis turn 8zu1
odds von flop bis river 4zu1 (19%)
soweit meine rechnung
könnte man hier mit entsprechenden implied odds und einem geeigneten board ( keine straight - flush gefahr )
profitabel am flop bzw. am turn callen wenn man strikt nach outs odds spielt

oder sind hier die implieds nicht gegeben weil in mehr als 50% der fälle der gegner sowieso nur ne conti reinhaut und wir am turn nicht die implieds bekommen.

OOP denke ich nicht das das möglich ist aber IP sollte das doch möglich sein mit pockets auf set value zu spielen

Es kommt darauf an ... Es gibt bei NL keine konkreten Regeln, die immer für eine bestimmte Situtaion gelten. Du mu�?t die Situation (Equity, Fold Equity, Implied Odds, etc.) immer neu analysieren und bewerten ...

Ich versteh aber nicht, was du mit odds von 8:1 bzw. 4:1 meinst. Die Odds mit einem PP mit der nächsten Karte (z.B. vom Flop zum Turn) ein Set zu treffen sind 22.5:1 ...


super Artikel, danke schön.

bei Kap. 6.2, Beispiel 2 ist dir aber eine kleine Unachtsamkeit passiert:

Hier kommen dann aber ebenfalls die Reverse Implied Odds ins Spiel. Denn trifft der Button ein Ass, eines seiner Two Pair Outs, liegt er dennoch weiter hinten, da der Gegner ja hier dann ein besseres Two Pair hat. Er kann also, indem er eines seiner Ass Outs trifft, nicht mehr gewinnen sondern wird, im Gegenteil, eine grö�?ere Summe verlieren. Ein klassisches Beispiel für Reverse Implied Odds.

Er hat dann kein besseres Two-Pair, sondern einen besseren Kicker bei Trips.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von rasputin
super Artikel, danke schön.

bei Kap. 6.2, Beispiel 2 ist dir aber eine kleine Unachtsamkeit passiert:

Hier kommen dann aber ebenfalls die Reverse Implied Odds ins Spiel. Denn trifft der Button ein Ass, eines seiner Two Pair Outs, liegt er dennoch weiter hinten, da der Gegner ja hier dann ein besseres Two Pair hat. Er kann also, indem er eines seiner Outs trifft, nicht mehr gewinnen sondern wird, im Gegenteil, eine grö�?ere Summe verlieren. Ein klassisches Beispiel für Reverse Implied Odds.

Er hat dann kein besseres Two-Pair, sondern einen besseren Kicker bei Trips.

?( Beide haben ein Paar + Ace Kicker ... Kommt am Turn ein Ass ... haben beide Two Pair... versteh den Einwand nicht.


stimmt, hab ich nicht gesehen, obwohl ich genau :rolleyes: geschaut hab. sorry.


Eine Frage zu Kapitel 6.2 (Reverse Implied Odds), Beispiel 2:

Du schreibst, diese Situation wäre ein klassisches Beispiel für Reverse Implied Odds. Diese hattest du zuvor erklärt als Situationen, in denen die Implied Odds geringer sind als die aktuellen Pot Odds.

Vllt. verstehe ich da etwas falsch, aber in meinen Augen liegt die Problematik in diesem Beispiel eher beim Discounten von Odds. Will sagen: Button muss doch eigentlich in Betracht ziehen, dass ein Ass ihm zwar 2-pair, aber keine Winning Hand beschert.* Wenn er discountet und sich nur die 2 Outs aufs Trip gibt, sind implied und aktuelle Pot Odds doch fast dieselben, womit wir dann nicht mehr von echten Reverse Implied Odds sprechen könnten, oder?

*EDIT: Ich frage mich ein bisschen, warum er "berechtigterweise" die Asse als Outs zählen kann. Wir wissen zwar nichs über den Spielertyp MP2, aber AA/KK/AK müsste man schon in Betracht ziehen, und gegen all dies würde man mit 2-pair hinten liegen.

Ansonsten: schöner Artikel! :)


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Es sind aber in der Situation auch andere Hände für MP2 denkbar: KQ, KT, QQ, JJ, TT ... oder sogar noch schlechtere, bei entsprechend "verwirrten" Gegnern.

Du hast aber recht. Das Beispiel ist so nicht ausreichend erklärt und eventuell etwas ungünstig gewählt. Ich werde das noch einmal überarbeiten...


Barkeeper
Beigetreten: 23.03.2006
Oldschool Grinder

Unter Equity wird auf einen Artikel ([Strategie] Pre-flop: Der Einsatz von Pokerstove (v.1.1)) verlinkt der für Anfänger nicht mehr zugänglich ist.

Grü�?e


alles in allem ein gute Post...Danke....endlich mal wieder was frisches im Forum


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