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Nahtoderfahrungen

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Hi,

finde das ganze interessant. Irgendjemand vllt. Erfahrungen gemacht bereits?

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahtod-Erfahrung

Menschen, die nach einer Phase des klinischen Todes reanimiert wurden, berichten vom Fortbestehen des Gefühls der eigenen Identität, einem Gefühl des umfassenden Begreifens und der universalen Erkenntnis oder der Gewissheit, Teil des Universums zu sein, mitunter auch von Wahrnehmungen wunderbarer Landschaften, einem veränderten Zeit- und Schweregefühl oder dem Eindruck rasender Geschwindigkeit, der Vision einer Grenze und zuletzt einer Phase der „Rückkehr“ ins reale Leben. Es gibt anekdotenhafte Berichte, in denen von Details (z. B. Inhalt von Gesprächen, auf Schränken liegende Objekte) berichtet wird, deren Kenntnis dem betreffenden Menschen unmöglich wäre, wenn er nicht tatsächlich seinen Körper verlassen hätte. Auch wird davon berichtet, dass man seinen Körper verlassen konnte, durch eine Art Tunnel einem hellen Licht entgegenschwebte, vormals nahestehenden Verstorbenen begegnete, wie in einem schnellen Film auf das ganze vergangene Leben zurückblickte und grenzenlose Liebe in Form einer Lichtgestalt erfuhr (unter Umständen identifiziert mit Christus, einem Propheten, einem Energieball oder Gott). Die Wahrnehmungen erfolgen optisch, akustisch sowie über den Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn. Ein spezielles Phänomen ist die so genannte Lebensbilderschau (panoramatisches Erlebnis), bei dem das Leben vor dem inneren Auge im Zeitraffer vorbeizuziehen scheint. Das Alter, das Geschlecht, die berufliche Laufbahn des Einzelnen, sein kulturelles Umfeld oder seine Religion können für die Nahtod-Erfahrungen eine Rolle spielen: So gibt es zum Beispiel Berichte über kulturell bedingt unterschiedliche Arten der Fortbewegung durch den Tunnel. Bei Überlebenden mit Nahtod-Erfahrungen löst das transzendente Erlebnis oft einschneidende Veränderungen ihres Lebens aus. Sie sind fest davon überzeugt, dass das, was sie erlebt haben, real war. Daraus resultierend entwickelte sich besonders seit den 1980er-Jahren eine Art neue religiöse Bewegung, die glaubt, in den Nahtod-Erfahrungen einen Beweis für das Leben nach dem Tod gefunden zu haben. Die Überlebenden mit Nahtod-Erfahrungen berichten häufig, dass diese Erfahrungen eine sehr lange Zeit – etwa mehrere Wochen – zu dauern schienen. Weniger bekannt ist, dass ein Teil der klinisch Toten, die reanimiert werden konnten, nicht von Nahtod-Erlebnissen, sondern von negativen und angstvollen Wahrnehmungen sprechen. Einige Überlebende (z. B. Ivan G. Burnell) berichten zum Beispiel, dass sie einen Blick in eine Art „Hölle“ oder auf die Erde und das menschliche Elend getan hätten.

Glaubt ihr, dass das alles Halluzinationen sind? Oder dass es daran liegt, dass bei solchen Menschen die Co2-Konzentration im Blut sehr hoch ist?

Oder ist es wahr?

Gruß,
Sami Allagui


Antwort
Zitat
99 Antworten
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Hi,
schwieriges Thema ... würde Dir empfehlen dich lieber selber damit zu beschäftigen, da das Ganze stark vom Weltbild abhängt wirst du meist zwei Arten von Antworten bekommen: Niemals und Sicher...
Das beste Buch zu dem Thema ist meiner Meinung nach "Raymond A. Moody - Leben nach dem Tod". Gerade läuft auch ne Studie die vielleicht weitere Erkentnisse zu dem Thema bringt ( http://nachrichten.freenet.de/wissenschaft/paranormal/erste-ergebnisse-von-nahtodstudie-schon-2011_2108204_533376.html ).
@LouBergs Wobei das nichts beweist. Die Kausalität kann genau so Nahtoderfahrung -> Hormonausschüttung sein.
Liebe Grüße


Antwort
Zitat
KalleTorsten
Beigetreten: 21.07.2006
PokerStrategist

Das Hirn merkt das es die Kontrolle verliert und fordert alle verfügbaren Sauerstoff- und Zuckerreserven an. Dadurch läuft es noch einmal auf Hochtouren auf und lässt einen fantasieren.


Antwort
Zitat
extrapartner
Beigetreten: 26.09.2007
Oldschool Grinder

Nahtoderfahrung stell ich mir so vor, wie das übliche Riversuckout auf Jokerstars.


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

Wer meint, dass NDE ein Leben nach dem Tod beweist, ist mit seinem Weltbild voreingenommen. Es macht überhaupt keinen Sinn die Erfahrungen als mehr zu deuten, als sie tatsächlich sind.


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von McKing
Wer meint, dass NDE ein Leben nach dem Tod beweist, ist mit seinem Weltbild voreingenommen. Es macht überhaupt keinen Sinn die Erfahrungen als mehr zu deuten, als sie tatsächlich sind.

Tu uns doch den gefallen und erleuchte uns, was die Erfahrungen "tatsächlich sind"...


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

http://en.wikipedia.org/wiki/Near_death_experience

Ich stelle mich da auf die Seite der Mehrheit der Wissenschaftler. Alles was die andere Seite als Argument hervorbringen kann sind "persönliche Erfahrungen", die einen scheiß in der wissenschaftlichen Welt gelten. Zu recht, übrigens. Jegliche Versuche NDE wissenschafltich zu testen, z.B. wurden in Operationssälen Zeichen an die Wand gezeichnet oder so ähnlich und bisher konnte keiner der Menschen, die meinen eine NDE gehabt zu haben wo sie außerhalb ihres Körpers in dem Raum waren, die Zeichen erkennen und widergeben. Es scheint mit den persönlichen Erfahrungen und den unglaublichen Behauptungen (Person X konnte Y unmöglich wissen etc.) wie mit allen anderen Feldern, wo persönlichen Behauptungen die einzige Beweisform sind (Religion, Alienentführung,Bigfoot,Nessi), zu sein.
Es hat seinen Grund warum Zeugenaussagen einen sehr kleinen Stellenwert haben.


Antwort
Zitat
Djax
Beigetreten: 19.08.2006
Oldschool Grinder

Original von McKing
http://en.wikipedia.org/wiki/Near_death_experience
Ich stelle mich da auf die Seite der Mehrheit der Wissenschaftler. Alles was die andere Seite als Argument hervorbringen kann sind "persönliche Erfahrungen", die einen scheiß in der wissenschaftlichen Welt gelten. Zu recht, übrigens. Jegliche Versuche NDE wissenschafltich zu testen, z.B. wurden in Operationssälen Zeichen an die Wand gezeichnet oder so ähnlich und bisher konnte keiner der Menschen, die meinen eine NDE gehabt zu haben wo sie außerhalb ihres Körpers in dem Raum waren, die Zeichen erkennen und widergeben. Es scheint mit den persönlichen Erfahrungen und den unglaublichen Behauptungen (Person X konnte Y unmöglich wissen etc.) wie mit allen anderen Feldern, wo persönlichen Behauptungen die einzige Beweisform sind (Religion, Alienentführung,Bigfoot,Nessi), zu sein.
Es hat seinen Grund warum Zeugenaussagen einen sehr kleinen Stellenwert haben.

Eigentlich wenig Lust auf so ne Diskussion, aber ein paar Punkte...
Lässt man die üblichen rhetorischen Mitteln weg wie z.B. auf eine nicht vorhandene Seite stellen und dadurch vermeitlich mehr Glaubwürdigkeit zu generieren oder ins lächerliche ziehen, bleibt das Argument das es ja nur eine persönliche Erfahrungen ist. Dem kann ich nur zustimmen. Laut deine Wikipedia Artikel sagen ca. 8 Mio Amerikaner das sie solch eine Erfahrung hatten. Also entweder Lügen die alle oder es gibt ein Phänomen.
Nehmen wir an die Lügen nicht...
Gilt zu klären ob es ein Artefakt von Hormonausschüttungen oder whatever du "wissenschaflich" meinst das es "tatsächlich ist".
Wenn es gesichert wäre das sie die Zeichen nicht erkennen könne, würde wohl kaum eine Studie seit 2008 in 25 britischen und neun amerikanischen Kliniken stattfinden. Die haben bestimmt besseres zu tun als das zum Spaß zu machen. Oder willst du behauptet das auf einmal Einzefälle doch gelten. Zu deine angeblichen "Beweisen" -> http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus


Antwort
Zitat
logenb
Beigetreten: 09.03.2009
PokerStrategist

Ich habe mal ne Doku gesehen leider zu lange her aber tunneblicke whatever können mit einigen nervenbahnen in den Augen erklärt wären. das mann aus dem Körper fliegt ist einfach einbildung und viele Test haben auch geszeigt das diese Bilder nicht aus der realitiät stammen, sonder einfach Träume sind.

Es spielen sich auch viele Chemische prozesse im Körper ab die ich nich alle im Kopf habe. Sterben ist normal ein kleiner Prozess. diese wohlfühlen kein schmerz usw läßt sich auf solche Dinge zurückführen.

Da ich mal eine kleine Katze auf meine Schoß sterben haben sehe, weis ich auch das z.b das Herz kurtz vorm Tod anfängt schneller zu schlagen was aber nur 2-4 sec sein dürften.


Antwort
Zitat

Original von Djax
Eigentlich wenig Lust auf so ne Diskussion, aber ein paar Punkte...
Lässt man die üblichen rhetorischen Mitteln weg wie z.B. auf eine nicht vorhandene Seite stellen und dadurch vermeitlich mehr Glaubwürdigkeit zu generieren oder ins lächerliche ziehen, bleibt das Argument das es ja nur eine persönliche Erfahrungen ist. Dem kann ich nur zustimmen. Laut deine Wikipedia Artikel sagen ca. 8 Mio Amerikaner das sie solch eine Erfahrung hatten. Also entweder Lügen die alle oder es gibt ein Phänomen.
Nehmen wir an die Lügen nicht...
Gilt zu klären ob es ein Artefakt von Hormonausschüttungen oder whatever du "wissenschaflich" meinst das es "tatsächlich ist".
Wenn es gesichert wäre das sie die Zeichen nicht erkennen könne, würde wohl kaum eine Studie seit 2008 in 25 britischen und neun amerikanischen Kliniken stattfinden. Die haben bestimmt besseres zu tun als das zum Spaß zu machen. Oder willst du behauptet das auf einmal Einzefälle doch gelten. Zu deine angeblichen "Beweisen" -> http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus

Seid ihr nicht auf der gleichen Seite? Alles was McKing sagt, ist doch das es zur Aufklärung des Phänomens nich hilft wenn man von vorn herein annimmt das es sich bei NDE um Visionen eines realen Leben nach dem Tod handelt. WAS das Phänomen ist und WIE es ausgelöst wird, ist eben noch nicht vollständig erforscht und ich bin mir sicher das McKing mit dem Post nicht sagen wollte "Eine Studie reicht, NDE erforscht, Alles quatsch".
Das Thema läd eben zu wilden Spekulationen ein und da kann ichs verstehn, das man da noch mal extra sagen will, man möge das doch bitte wissenschaftlich betrachten. Wie gesagt, scheinst du das ja genau so zu sehn...


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

Ich scheine mich wohl nicht richtig ausgedrückt zu haben, aber zazardar hat mich wohl richtig verstanden. Natürlich gibt es ein Phänomen, was sogar sehr sehr interessant ist. Aber jegliche Vermutungen, die über "das sind Halluzinationen" hinausgehen, sind unseriös. Gerade um entscheiden zu können, ob die Erfahrungen nun real sind (im Sinne von tatsächliche Erlebnisse und nicht Halluzinationen), sind Experimente erforderlich. Und man kann nur so weit Experimente durchführen und das tut man auch.


Antwort
Zitat
Numisma
Beigetreten: 11.09.2009
Oldschool Grinder

Der Begriff Nahtod ist schon missglückt und damit einhergehend verwirrend.

So ist also der Tod, das schrecklichste der Übel, für uns ein Nichts: Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr. Folglich betrifft er weder die Lebenden noch die Gestorbenen, denn wo jene sind, ist er nicht, und diese sind ja überhaupt nicht mehr da. "Epikur"

Entweder/Oder, es gibt kein Leben im Tod und auch keinen Tod im Leben. Wie soll Wahrnehmung ausserhalb des Gehirns funktionieren? Die Energie hat keine Wahrnehmungsmöglichkeit und Empfindung, denn diese ist gebunden an einen Organismus (Gehirn,Wirbelsäule). Ist diese ausser Betrieb (Tod) gibt es auch keine Wahrnehmung.

PS: Grüsse an das Rosawal fünfte Spiralgalaxie,dritte Milchstrasse,sechstes Sonnensystem


Antwort
Zitat
Hergen13
Beigetreten: 05.08.2008
Oldschool Grinder

Die wissenschaftliche Lehrmeinung besteht ja in erster Linie aus Hypothesen die zwar nicht widerlegt, aber eben auch nicht wirklich zwingend bewiesen werden können.
Das Problem ist allein schon, dass wir, wenn wir von kausalen zusammenhängen ausgehen, niemals wirklich eine kausale sondern immer nur eine zeitliche Abfolge erkennen können: Wenn wir den Stein loslassen, fällt er runter; daraus, dass das 1.000.000.000 mal so geklappt können wir aber nicht folgern, dass es beim 1.000.000.001ten mal genauso klappt. Das wäre ein induktiver Schluss der nach den Gesetzen der Logik (die im Gegensatz zu Naturwissenschaftlichen "Gesetzmäßigkeiten" keiner Empirie bedürfen und daher zwingend Gültigkeit haben) unzulässig ist. Zwar lehrt uns die Erfahrung unserer Wahrnehmung, dass es zweckmäßig ist von kausalen Zusammenhängen auszugehen, aber eine logisch zwingend notwendige Gültigkeit der Naturgesetze besteht schlichtweg nicht. Und die vielen Widersprüche die sich z.B. im Bereich der theoretischen Physik zeigen, machen deutlich wie unvollkommen unser wissenschaftliches Bild von der Wirklichkeit ist.

Ich finde es daher vollkommen legitim auch alternative Erklärungsmodelle in Betracht zu ziehen. Schließlich ist das Vertrauen in die Wissenschaft letztlich auch nur eine Art "Glaube": Der Glaube, dass die wissenschaftlichen Erklärungsmodelle tatsächlich die Wirklichkeit besser widerspiegeln, als es unserer unvollkommener Wahrnehmungsapparat kann. Denselben Anspruch erhebt ein religiöses Weltbild.

Dass nun das menschliche Bewusstsein an unseren Organismus gekoppelt ist, ist für mich nur eine von vielen möglichen Interpretationen der Wirklichkeit. Und die Frage, was nach dem Tod mit unserem Bewusstsein passiert ist immer reine Spekulation - das zu ergründen ist auch bei völligem Vertrauen in die Naturwissenschaftliche Methodik nicht möglich. Man ist sich ja nicht einmal einig, wann ein Mensch wirklich tot ist: Wenn das Herz aufhört zu schlagen? Wenn keine Hirnaktivität mehr messbar ist? Wenn alle Biochemischen Prozesse zum erliegen gekommen sind? Wenn kein Molekül des Körpers mehr in seinem ursprünglichen chemischen Zusammenhang steht?
Diese Grenzen sind fließend und so nützlich ich Naturwissenschaft in vielen Belangen finde, ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit so existentielle Fragen wie die, was denn nach dem Tod kommt beantworten kann.


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

Sag mal. Wie viel Euro würdest du denn dagegen setzten, dass der 1.000.001ste Stein nicht nach unten, sondern nach oben fliegt. Na?

...

Anscheinend gibt es ja doch einen Unterschied zwischen der Wissenschaft und jeglichem anderen Glauben.

Dass nun das menschliche Bewusstsein an unseren Organismus gekoppelt ist, ist für mich nur eine von vielen möglichen Interpretationen der Wirklichkeit.

Was soll das denn heißen? Ich bin nicht nur an meinem Körper gebunden, ich BIN mein Körper. Wenn der weg ist, bin ich auch futsch. Wenn ich gewisse Teile des Gehirns, die für gewisse Bereiche der Persönlichkeit zuständig sind, verändere, dann verändere ich auch die Persönlichkeit. Das Gehirn = Bewusstsein. Es gibt, außer wenn man religiös ist, keine andere Schlussfolgergung.

Und die Frage, was nach dem Tod mit unserem Bewusstsein passiert ist immer reine Spekulation - das zu ergründen ist auch bei völligem Vertrauen in die Naturwissenschaftliche Methodik nicht möglich.

Was soll das denn wieder heißen? Niemand kam wieder zurück vom Tod. Die Persönlichkeit und damit wohl auch das Bewusstsein sind an das Gehirn/Körper gebunden. Warum sollte das Bewusstsein überleben? Das macht in unserem bishereigen wissenschaftlichen Weltbild keinen Sinn. Es gibt gar keinen Grund, so etwas anzunehmen, außer man glaubt natürlich verzweifelt an einen Gott.

Man ist sich ja nicht einmal einig, wann ein Mensch wirklich tot ist: Wenn das Herz aufhört zu schlagen? Wenn keine Hirnaktivität mehr messbar ist? Wenn alle Biochemischen Prozesse zum erliegen gekommen sind? Wenn kein Molekül des Körpers mehr in seinem ursprünglichen chemischen Zusammenhang steht?

Eindeutig würde mir wohl jeder zustimmen: Der Mensch ist tot, wenn er nicht mehr lebendig werden kann.

Diese Grenzen sind fließend und so nützlich ich Naturwissenschaft in vielen Belangen finde, ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit so existentielle Fragen wie die, was denn nach dem Tod kommt beantworten kann.

Die Wissenschaft reicht nur bis zu einem gewissen Punkt. Aber selbst dann heißt die Frage nicht: Leben nach dem Tod oder nicht?, sondern, welche Form des Lebens nach dem Tod soll es überhaupt sein? Himmel und Hölle? Wiedergeburt? Ich könnte jetzt zig andere Formen angeben. Aber du glaubst bestimmt nur an eine und das nur aus dem Grund deines Glaubens. Die Wissenschaft guckt sich objektiv die Möglichkeiten an und derzeit sieht es so aus, dass es kein Leben nach dem Tod gibt.


Antwort
Zitat
Hergen13
Beigetreten: 05.08.2008
Oldschool Grinder

Original von McKing
Sag mal. Wie viel Euro würdest du denn dagegen setzten, dass der 1.000.001ste Stein nicht nach unten, sondern nach oben fliegt. Na?

Wie gesagt ist es praktikabel von kausalen Zusammenhängen auszugehen. Für unser tägliches Handeln ist es sogar unerlässlich.

Dass nun das menschliche Bewusstsein an unseren Organismus gekoppelt ist, ist für mich nur eine von vielen möglichen Interpretationen der Wirklichkeit.

Was soll das denn heißen? Ich bin nicht nur an meinem Körper gebunden, ich BIN mein Körper. Wenn der weg ist, bin ich auch futsch. Wenn ich gewisse Teile des Gehirns, die für gewisse Bereiche der Persönlichkeit zuständig sind, verändere, dann verändere ich auch die Persönlichkeit. Das Gehirn = Bewusstsein. Es gibt, außer wenn man religiös ist, keine andere Schlussfolgergung.

Ich bin nicht religiös. Aber wie viel weiß die moderne Hirnforschung wirklich darüber wie unser Bewusstsein funktioniert? Man sieht, dass bei bestimmten Tätigkeiten bestimmte Hirnareale besonders aktiv sind, bestimmte chemische Vorgänge stattfinden etc.
Das ist aus medizinischer Sicht äußerst nützlich und auch faszinierend aber ich fühle mein Bewusstsein dadurch nicht erklärt. Zu viele Fragen sind noch offen und werden wahrscheinlich mit wissenschaftlichen Methoden nie beantwortet werden können.

Und die Frage, was nach dem Tod mit unserem Bewusstsein passiert ist immer reine Spekulation - das zu ergründen ist auch bei völligem Vertrauen in die Naturwissenschaftliche Methodik nicht möglich.

Was soll das denn wieder heißen? Niemand kam wieder zurück vom Tod. Die Persönlichkeit und damit wohl auch das Bewusstsein sind an das Gehirn/Körper gebunden. Warum sollte das Bewusstsein überleben? Das macht in unserem bishereigen wissenschaftlichen Weltbild keinen Sinn. Es gibt gar keinen Grund, so etwas anzunehmen, außer man glaubt natürlich verzweifelt an einen Gott.

Wie gesagt glaube ich an keinen Gott. Und natürlich gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keine Veranlassung anzunehmen dass mit dem Tod nicht auch das Bewusstsein endet.

Man ist sich ja nicht einmal einig, wann ein Mensch wirklich tot ist: Wenn das Herz aufhört zu schlagen? Wenn keine Hirnaktivität mehr messbar ist? Wenn alle Biochemischen Prozesse zum erliegen gekommen sind? Wenn kein Molekül des Körpers mehr in seinem ursprünglichen chemischen Zusammenhang steht?

Eindeutig würde mir wohl jeder zustimmen: Der Mensch ist tot, wenn er nicht mehr lebendig werden kann.

Natürlich. Das war noch vor 50 Jahren aber ein ganz anderer Zeitpunkt als heute.

Diese Grenzen sind fließend und so nützlich ich Naturwissenschaft in vielen Belangen finde, ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit so existentielle Fragen wie die, was denn nach dem Tod kommt beantworten kann.

Die Wissenschaft reicht nur bis zu einem gewissen Punkt. Aber selbst dann heißt die Frage nicht: Leben nach dem Tod oder nicht?

Nicht? Ich habe noch keine Antwort auf diese Frage.

, sondern, welche Form des Lebens nach dem Tod soll es überhaupt sein? Himmel und Hölle? Wiedergeburt? Ich könnte jetzt zig andere Formen angeben. Aber du glaubst bestimmt nur an eine und das nur aus dem Grund deines Glaubens. Die Wissenschaft guckt sich objektiv die Möglichkeiten an und derzeit sieht es so aus, dass es kein Leben nach dem Tod gibt.

...und noch weniger habe ich eine Vorstellung davon, wie ein Fortdauern von Bewusstsein nach dem Tod aussehen könnte.

Worum es mir geht ist: Unsere wissenschaftlichen Erklärungsversuche was das menschliche Bewusstsein angeht sind noch so verschwommen, dass mir der Unterschied zu religiösen oder anderweitig spirituellen Erklärungsmodellen in manchen Bereichen eher marginal scheint.
Aus psychologischer Sicht ist ein religiöses Weltbild aber für viele Menschen enorm nützlich; weil es Halt gibt, Angst nimmt.
Es muss ja kein Mann mit Rauschebart auf einer Wolke sein, aber ein wenig Demut vor den Grenzen der eigenen Erkenntnisfähigkeit scheint mir durchaus angemessen.


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

Original von Hergen13
Wie gesagt ist es praktikabel von kausalen Zusammenhängen auszugehen. Für unser tägliches Handeln ist es sogar unerlässlich.

Nicht nur praktikabel, sondern unersetzlich. Welches andere Modell würdest du denn vorschlagen?

Ich bin nicht religiös. Aber wie viel weiß die moderne Hirnforschung wirklich darüber wie unser Bewusstsein funktioniert? Man sieht, dass bei bestimmten Tätigkeiten bestimmte Hirnareale besonders aktiv sind, bestimmte chemische Vorgänge stattfinden etc.
Das ist aus medizinischer Sicht äußerst nützlich und auch faszinierend aber ich fühle mein Bewusstsein dadurch nicht erklärt. Zu viele Fragen sind noch offen und werden wahrscheinlich mit wissenschaftlichen Methoden nie beantwortet werden können.

Welche anderen Methoden gibt es denn neben der wissenschaftlichen, die die Fragen vernünftig beantworten könnte?

Natürlich. Das war noch vor 50 Jahren aber ein ganz anderer Zeitpunkt als heute.

Aber nur, weil damals Herzstillstand = nicht mehr lebendig werdend, gleichgesetzt wurde etc.

Worum es mir geht ist: Unsere wissenschaftlichen Erklärungsversuche was das menschliche Bewusstsein angeht sind noch so verschwommen, dass mir der Unterschied zu religiösen oder anderweitig spirituellen Erklärungsmodellen in manchen Bereichen eher marginal scheint.
Aus psychologischer Sicht ist ein religiöses Weltbild aber für viele Menschen enorm nützlich; weil es Halt gibt, Angst nimmt.
Es muss ja kein Mann mit Rauschebart auf einer Wolke sein, aber ein wenig Demut vor den Grenzen der eigenen Erkenntnisfähigkeit scheint mir durchaus angemessen.

Du vergleichst hier ernsthaft die wissenschaftlichen Erklärungsversuchen mit religiösen? Wissenschaftlicher raten nicht :rolleyes:


Antwort
Zitat
Majes
Beigetreten: 14.08.2006
Poker Player

http://www.amazon.de/Endloses-Bewusstsein-medizinische-Fakten-Nahtoderfahrung/dp/3491360226

fand ich ziemlich interessant


Antwort
Zitat
McKing
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

"Denn selbst wenn das Gehirn nachweislich nicht mehr funktioniert, können Menschen ein klares Bewusstsein erfahren - eine Erkenntnis, die uns zwingt, über Leben und Tod neu nachzudenken. "

:rolleyes:
Wenn das Gehirn nicht mehr funktionieren würde, würden die Menschen nicht mehr wieder leben können und nicht von den Erlebnissen berichten. :rolleyes:

Und der erste Satz des ersten Kommentars:
"Ein umfangreiches Buch, dessen Lektüre manchmal nicht ganz leicht fallen mag, vor allem in den Kapiteln über Quantenpysik. "

LOL. Finds immer lustig wenn pseudowissenschaftler die Quantenphysik als Allzeiterklärung nehmen, weil es weder die Leserschaft noch sie selbst verstehen

Und dann noch ein Satz von der Wiki Seite des Autors:
"In öffentlichen Vorträgen behauptet er u.a. Menschen zu kennen, die nach erfolgter Hirntod-Feststellung wieder das Bewusstsein erlangt hätten und das nach Organtransplantationen auch Charaktereigenschaften des Spenders auf den Empfänger übergehen können."
Charaktereigenschaften des Spenders? LOOOL


Antwort
Zitat
Majes
Beigetreten: 14.08.2006
Poker Player

Das Gehirn ist nur ein Teil von einem Menschen, und man darf aus diesem einzelnen Organ nun nicht das „eigentliche“ Subjekt machen, wie es leider einige Hirnforscher in ihren Publikationen suggerieren. Thomas Fuchs von der Phänomenologischen Sektion der Psychiatrischen Uniklinik Heidelberg hat in einem Artikel brilliant gezeigt, dass mit dieser Selbstverdinglichung „das Gehirn nicht nur die Leerstelle des Subjektes einnimmt, sondern letztlich die Leerstelle Gottes….

Die neurobiologische Anti-Metaphysik schlägt um in eine krypto-religiöse Metaphysik – einen ‚Glauben an das Gehirn‘“ . So etwas gleicht der magischen Überhöhung eines Fetischs, die den klaren Blick auf die Sache vernebelt.

Wenn ich einen großen Baum in 100 Scheiben zersäge, würde ich wohl kaum annehmen, dass Bäume „in Wirklichkeit“ oder „eigentlich“ nur Scheiben sind. Aber wir tun genau das mit Molekülen, Neuronen oder Genen und stellen damit die Wirklichkeit komplett auf den Kopf. Der ganze Baum ist zuerst da und nicht die Scheiben, der Mensch lange vor seiner Wissenschaft.

Wenn ich eine bemalte Holzfigur vor mir habe, so ist vollkommen klar, dass sie zuerst geschnitzt worden sein muss, bevor sie bemalt werden konnte. Janich nennt dies das „Prinzip der Methodischen Ordung“ und kritisiert, dass die Naturwissenschaften eben dieses verletzen würden, weil sie ihre eigenen Ergebnisse an den Anfang stellen, die doch in Wahrheit erst am Ende stehen. So versuchen sie immer wieder Bewusstsein aus Materie abzuleiten und übersehen, dass Bewusstein schon da sein muss, um so etwas wie Materie überhaupt zu denken.

Materie ist also selbst ein Produkt des Bewusstseins....!


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Zitat
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