Original von cjheigl
Interpretation des Turncharts:
Grosse Bet: (pot oder mehr): sehr stark polarisierte Range, keine mittelstarken Hände
Mittlere Bet bis kleine Bet: Merged Range. Hohe Frequenz mit Trips und FH, eher niedrige Frequenz mit top Pair (Ausnahme KQs). KK wegen Blockern hohe Frequenz, hohe Frequenz oesd und Gutshot mit Overcards. Blockt das Monster (FH) top Pair, dann halb/halb bet/check. Niedrige Frequenz mit Air.
Check: merged Range mit hoher Frequenz bei marginalen und mittelstarken Händen, marginale Draws, Trash
-> Der K fällt als Blocker auf, siehe KK, KJs und K8s. KQ dagegen blockt top Pair, was andere Hände beim Gegner wahrscheinlicher macht und wird daher weit überwiegend gecheckt.
-> Eher betten, wenn top Pair nicht geblockt wird, eher checken, wenn man es blockt (Ausnahme: J9s, offenbar hat ein Solver immer Ausnahmen)
-> ein K in der Hand ist eine gute Karte zum betten, wenn man top Pair nicht blockt
-> Tx mit oesd eignet sich ebenfalls gut zum betten, Ausnahme TT.
Man kann Ordnung ins scheinbare Chaos bringen, in dem man die Handstärken klassifiziert und dann schaut, was der Solver mit welcher Frequenz bei welcher Handstärke macht. Die Frequenzen verschiedener Handstärken unterscheiden sich stark. Man sieht auch, welche Karten der Solver als wichtige Blocker ansieht, was deutlichen Einfluss auf die Frequenzen hat.
Das stimmt zwar alles was du schreibst, allerdings ist es im Prinzip egal, wie oft ich mixed Hände bette oder checke, da sie denselben EV in einer Bet oder einem Check haben.
Wenn die Frequenz insgesamt halbwegs stimmt und man sich an gewisse Regeln hält:
--> große Pötte machen, mit Händen, die Overnuts vs Nuts haben (bzw machen können)
--> eher Hände bluffen, die Villains Continuing Range blocken
--> eher keine Hände bluffen, die Villains Folding Range blocken
--> Große Bets eher mit Nutsblocker und Nutdraws
etc
dann braucht man sich nicht so viele Spots im Solver angucken.
Ich schaue mir diese Spots nicht so intensiv an, denn ...
... foldet ein Gegner mehr als er sollte, wird der EV einer Bet mit Bluffs bzw Hände die Protection brauchen höher als der eines Checks und dann ist klar welche Aktion ich wählen will.
.
.
.
Ich denke, eine solche Herangehensweise hat einfach den meisten EV, wenn mans richtig macht und ist einfacher als sich viele Spots anzuschauen und die Frequenzen zu lernen. Es ist aufgrund des Mehrwerts an EV wichtiger etwas zu exploiten als die optimalen Frequenzen für einen Spot zu kennen imo.
Wenn man alles beherrscht, ist es natürlich noch besser