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NL 10 - QJs

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Cephalor
Beigetreten: 23.03.2011

Known players:
[tg]Position_Stack:hands/vp$ip/RaisePreflop/AF/WTS/ORL/BBvsSteal/W$SD;Hero$10,72:///////;CO$8,01:308/16/10/4,6/41/23/67/60;[/tg]
0,05/0,1 No-Limit Hold'em (8 handed)
Hand recorder used for this poker hand: PokerStrategy.com Elephant 0.106 by www.pokerstrategy.com.

Preflop: Hero is MP2 with Q♠, J♠
2 folds, Hero raises to $0,30, MP3 folds, CO raises to $0,50, 3 folds, Hero calls $0,20.

Flop: ($1,15) T♠, 8♣, 7♣ (2 players)
Hero checks, CO bets $0,5, Hero calls $0,50.

Turn: ($2,15) 2♠ (2 players)
Hero checks, CO bets $0,9, Hero ?

Preflop: Bekomme gute odds und calle deshalb das minraise. Auf ein normales 3x raise folde ich die Hand natürlich.
Wäre es hier besser solche potentiell dominierten Hände schon direkt zu entsorgen ?
Range für die min 3bet : TT+,AJs+,KQs,AQo+

Flop: Overcards, gutshot + backdoor fd. Die bet wirkt nicht super stark, daher call ich das.

Turn: jetzt hab ich zusätzlich noch nen flushdraw. Was ist hier jetzt das beste play ? Nochmal nur callen oder ch/r ?


Board: T♠8♣7♣ 2♠
       Equity     Win     Tie
UTG    32.23%  32.23%   0.00% { QsJs }
UTG+1  67.77%  67.77%   0.00% { TT+, AJs+, KQs, AQo+ }

Wenn ich blos calle muss ich ja am river hitten um die Hand zu gewinnen. Wenn ich raise, könnten ja durchaus einige bessere Hände ( JJ, evtl sogar QQ) folden oder ? Ich denke fast, dass ein raise hier besser ist, was meint ihr?

MfG, Cephalor


Antwort
Zitat
4 Antworten
GjjjjZ
Beigetreten: 10.01.2012

Ich würde as am flop folden,gegen die range die du ihm hier gibst bist du weit zurück und den Gutshot triffst du eh viel zu selten.


Antwort
Zitat

Flop: Overcards, gutshot + backdoor fd. Die bet wirkt nicht super stark, daher call ich das.

Der Call "kann" ganz gut sein, wenn du einen Plan hast wie du die Hand ohne Showdown gewinnst, wenn deine ganzen Outs bricken.

Wenn du hier am Flop callst, "weil wegen Odds und dann am Turn mal gucken", dann ist C/F Flop oder C/R Flop deutlich besser. Du brauchst hier eher einen Plan wie "ich calle am Flop, weil der Gegner zu selten 2nd barrelt" oder "ich calle am Flop, weil der Gegner zu oft 2nd barrelt und ich dann am Turn darauf kapitalisiere".

Wenn ich raise, könnten ja durchaus einige bessere Hände ( JJ, evtl sogar QQ) folden oder ?

Wie sicher bist du dir bei dieser Annahme auf einer Skala von 1 - 10 (wobei 10 absolute Sicherheit bedeutet?).

Wenn ich blos calle muss ich ja am river hitten um die Hand zu gewinnen.

Dir fehlt auch hier wieder ein Plan. Was ist denn, wenn am River ein Kreuz kommt und du z.b. openshovst?


Antwort
Zitat
Cephalor Themenstarter
Cephalor
Beigetreten: 23.03.2011

Wie sicher bist du dir bei dieser Annahme auf einer Skala von 1 - 10 (wobei 10 absolute Sicherheit bedeutet?).

Naja , bei JJ+QQ bin ich mir net ganz so sicher, eher so ne 3. Ich meinte auch eher die ganzen besseren broadway Karten, also AJs+, KQs, AQo+, die jetzt nicht zufälligerweise auch nen fd haben.

Dir fehlt auch hier wieder ein Plan. Was ist denn, wenn am River ein Kreuz kommt und du z.b. openshovst?

Ok, verstehe, ich könnte bei meiner line natürlich auch super den flush bei einem 3. :club: repräsentieren. D.h. ich habe zusätzlich zu meinen tatsächlichen 12 outs noch 11 :club: outs ;) Wäre ja dann so ziemlich das halbe deck, das mir dann helfen würde und evtl mache ich sogar mit einer Q die beste Hand falls er JJ hält. Sehr interessant, vielen Dank für den Denkansatz :f_love:

Aber wie kann ich abwägen ob jetzt ch/c oder ch/r die bessere line ist am Turn ?
V kann ja zB auch den :club: flushdraw so spielen. Wenn dann nen :club: am river kommt und ich shove kuck ich dumm aus der Wäsche ;)
Oder es kommt ne blank, ich check am River und V checkt behind und gewinnt mit A high oder K high ?


Antwort
Zitat

Ich persönliche halte eine Mischung aus den folgenden zwei Komponenten für sinnvoll:

1. Du überlegst dir wie deine Gegner im Schnitt spielen und ob er bei der gewählten Line eher Flushdraw oder eher marginale Made Hand hält

=> das ist dann die allgemeingültige Standardannahme auf der du deinen Gameplan konstruierst

2. Du überlegst dir wie oft du tatsächlich am River selber mal Flush hast. Klaro wirst du manchmal bei solchen Moves in die bessere Hand reinmoven, aber das ist der Preis für den Flopcall - wenn du dann zwischendurch tatsächlich mal mit dem Flush auftauchen kannst, dann hast du eine unglaublich schwer zu identifizierende Riverbettingrange (du hast bei 50% der Riverkarten plötzlich Flushes in deiner Range).

Ich weiss das dieser Ansatz ein bisschen auf Balancing aufbaut, aber es ist immer eine gute Sache für die eigene Range, wenn du halbwegs sinnvoll was reppen kannst.

Passive Lines auf frühsten Straßen mit so spekulativen Händen, erfordern nunmal einen Plan, der auf späteren Straßen aktiv wird (halt sowas wie Check Check Donk oder Check Check Ch/Raise). Die Frage, die du dir selber stellen muss - wie glaubhaft ist dieser Plan?

Z.b. sind so Lines wie C/C Flop C/C Turn Donkshove River oft als Fishline angesehen und werden nur von den wenigsten Regs gespielt (aus gutem Grund^^). Gegen Spieler, die von Handreading aber nicht so den Plan haben oder gegen Spieler, die deine Range falsch lesen (weil sie bei der Line C/C Flop C/C Turn Donkshove River z.b. selten was starkes vermuten), kannst du aber darauf kapitalisieren.

Am Ende ist es immer die Wahrnehmung der Gegner. Solange du nicht antizipieren kannst wie diese Wahrnehmung aussieht, halte ich es für ganz sinnvoll die jede Art von Play nur zu machen, wenn du zumindest glaubhaft was reppen kannst.


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