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Q6s x/r flop, cbet turn + bluffjam river

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Tween
Beigetreten: 02.06.2006
Oldschool Grinder

Pacific Poker - $0.25 NL FAST (6 max) - Holdem - 6 players
Hand converted by Holdem Manager 3

BTN: $29.37 (117.5 bb)
SB: $25.00 (100 bb)
BB: $40.58 (162.3 bb)
UTG: $18.29 (73.2 bb)
MP: $31.05 (124.2 bb)
Hero (CO): $28.76 (115 bb)

SB posts $0.10, BB posts $0.25

Pre Flop: (pot: $0.35) Hero has Q♦: 6♦:
2 folds, Hero raises to $0.62, BTN calls $0.62, 2 folds

Flop: ($1.59, 2 players) 9♣: 8♦: J♣:
Hero checks, BTN bets $1.04, Hero raises to $3.66, BTN calls $2.62

Turn: ($8.91, 2 players) 6♥:
Hero bets $6.23, BTN calls $6.23

River: ($21.37, 2 players) 4♠:
Hero bets $18.25 and is all-in, fold

Results: $21.37 pot ($1.20 rake)
Final Board: 9♣: 8♦: J♣: 6♥: 4♠:

Hero wins $20.17

Villain ist mehr oder weniger unknown. Hab 74 Hände von ihm, wo er 35/14, 1,0AF und 3,1% 3bet spielt.

Floppe hier GS+bdfd und will hier nicht cbetten und dann geraist werden aber x/c gegen 2/3 Bet find ich auch irgendwie blöd, weil ich dann sehr oft den Turn x/f spielen muss, also hab ich x/r gespielt.
Damit könnte ich auf weiteren Streets 2 verschiedene Flushs reppen, sollten diese ankommen.
Und ich dachte, dann könnte ich so auch meine Sets und overpairs hier spielen aber will ich das überhaupt? Mit den Händen will ich ja eigentlich keine freecards verteilen bzw. ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch hier einen Call von ihm zu bekommen, also warum sollte ich Sets dann hier checken? Und wie sicher ist es überhaupt, dass Villain hier bettet? Ich blocke halt immerhin KQ und :diamond:-Draws, was es zumindest etwas wahrscheinlicher macht, dass er hier eine made Hand hält, allerdings blockt die 6 auch seine Foldingrange etwas, oder? Dann frag ich mich, ob eine x/r Range hier überhaupt Sinn macht??

Gehe nach seinem Call dann davon aus, dass er Jx hält, weswegen die 6 auf dem Turn auch nicht mehr viel ändert, außer mir noch etwas mehr Equity gibt und ich reppe nach wie vor ein Monster, wenn ich weiterbette. Hier war aber schon klar, dass ich entweder am River aufgebe und verlieren werde, sollte die T nicht kommen, oder ich eben bluffjamen muss. Wäre es mit dem Plan hier angebrachter den Turn etwas kleiner zu betten, um Villains Range noch etwas weiter zu halten, damit die Foldequity auf dem River größer wird?

Ich weiß wirklich nicht mehr, was da alles durch meinen Kopf gegangen ist aber im Nachhinein bin ich mir mehr als unsicher, ob der Jam hier überhaupt gut ist, wenn so viele Draws gebusted sind...andererseits hat Villain jetzt auch noch einige busted draws in der Range, die er folden muss. :club:-Draws unblocke ich ja alle. Ich wäre an seiner Stelle auf jeden Fall etwas verwirrt gewesen aber hätte AJ gefoldet...


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3 Antworten
marcoborn
Beigetreten: 02.10.2007
Oldschool Grinder

Interessanter Spot. Guck ich mir später mal im Solver an.

Ich finde persönlich die Wahl der Hand gut. V ist hier am River tatsächlich super capped, weil er hier keine Sets, two pairs oder Straights mehr hat, zumindest sehe ich hier die meisten Spieler am Flop oder Turn raisen mit diesen Händen.

Somit steht er am river mit vielen busted draws und one pair Händen da, die du perfekt angreifen kannst.


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pisiattu
Beigetreten: 01.04.2010
Oldschool Grinder

It's speawy: it's fish he doesn't fold Jx imho.
After 2/3 pot check fold. You could cbet with gutshot+ redraw


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Auf so einem Board checkst du als preflop Aggressor sehr oft. Du würdest sogar in Position häufig checken, weil das Board den Caller gut trifft und Rangecheck ausser Position ist durchaus keine dumme Idee.

Insofern kannst du in der check Flop Linie Monster haben, bis zur Straight inklusive.

Deine Hand hat einen Straight Blocker. Sonst hast du nur Gutshot, backdoor Draw und eine ziemlich schlechte Overcard, weil die einer T eine Straight machen würde. Gegen eine kleine Bet könnte man check/call spielen, aber gegen eine 2/3 Bet eher nicht.

Jetzt muss man sich entscheiden, ob man überhaupt noch weiterspielen will oder ob man in der Checkraise Linie ausschliesslich Value haben will.

So wie ich pisiattu verstehe, würde er wahrscheinlich nie bluffraisen wegen des Verdachts, dass der Gegner als möglicher Freizeitspieler mit top Pair um den Stack spielen wollen könnte.

Die gegnerische Range umfasst aber nicht nur top Pair und besser, sondern vielleicht auch viele schwache Hände. Möglicherweise sogar any Pair, weil der Check als Schwäche aufgefasst wird.

In den Stats ist kein Showdownverhalten angegeben. Der Gegner hat Schwächen in seinen preflop Statistiken. Kann schon sein, dass er eine Callingstation ist, aber hauptsächlich haben wir es mit einem preflop passiven Spieler zu tun. Was sonst los ist, geht aus den Statistiken nicht hervor.

Weil man Flush Draws und Tx auch gut check/call spielen kann, können die Bluffs auch mal eine andere Hand sein, wenn man Bluffs spielen will. Ich mag eigentlich die Hand als Bluff, weil sie viele Verbesserungsmöglichkeiten auf dem Turn hat. Nur die Q als Out ist schwach.

Die 6 auf dem Turn verbessert deine Hand etwas, weil du jetzt weitere Outs hast. Dafür hast du den backdoor Flush Draw verloren.

Gegen Tx liegst du oft vorne (nicht immer), aber das ist sehr schwierig in einer passiven Linie zu realisieren. Man kann praktisch mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Karte für den Gegner nichts getan hat.

Es gibt durchaus Gegner, die am Flop gerne einen Checkraise callen, um am Turn noch mal neu zu entscheiden. Ich denke, dass es sich hier aber oft erst auf dem River entscheidet, weil Tx so viele Kombos sind. Für Flush Draws gibt es auch einige Kombos. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ein grosser Teil der gegnerischen Range aus Tx besteht. Dazu gehören mit JT, T9 und vielleicht sogar T8 bessere Pairs. Selbst wenn JT irgendwie nicht folden wollte, T9 und T8 werden es sehr wahrscheinlich (auf dem River).

Günstig ist, dass das top Pair die Flush Farbe hat. Für den Gegner ist Flush Draw + top Pair somit ausgeschlossen. Gegen Flush Draw + Underpair hast du am River Foldequity.

Weil eine T am Turn auf keinen Fall aufgeben wird (und ein Flush Draw auch nicht), scheidet checkraise Turn als Linie aus. Ein Check birgt aber die Gefahr einer Bet, genau wie am Flop. Dann hat man keine gute Fortsetzung mehr.

Das spricht sehr für eine weitere Bet, fragt sich nur noch, welche Size. Die Idee der Bet ist, auf die meisten Karten am River zu bluffen. Je grösser der Pot am River ist, den der Gegner dann aufgeben könnte, desto besser.

Von daher finde ich die Idee, eine relativ grosse Bet am Turn zu spielen, tatsächlich gut (war geometrische Size, was genau das ist, was man mit einem Monster spielen würde). Die ist klein genug, um dem Gegner am River eine Size präsentieren zu können, auf die er sein halbgares Zeug aufgibt, das immer noch stärker kann als deine Hand und seinen schwachen high Card Kram erst recht. Du kannst damit rechnen, dass deine Foldequity auf dem River bei nicht Flush, nicht T bei > 50% liegt.

Von daher müsste das passen. Sieht aus wie Maniac Play, aber wenn man sich überlegt, aus was die Range des Gegners bestehen könnte (hauptsächlich aus Draws, eventuell mit Pair), dann hat man gegen diese Range auf dem River viel Foldequity auf die meisten Karten. Das sollte reichen, um das Spiel profitabel zu machen.

Der Pluspunkt ist, dass das mehr als nur deine Equity realisiert.


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