Hallo,
wie hoch wählt Ihr eure 3bet Size bei einem kleinen Openraise? Ich 3bette halt gerne light und um profitabel light 3betten zu können, muss die eingesetzte Summe ja zum zu gewinnenden Pot passen. Wenn jetzt Jemand 3BB Openraist und ich denke, dass ich Ihn profitabel light 3betten kann, habe ich lange Zeit einfach auf 12BB gereraist, weil Villain so mehr Hände weglegt, nicht auf Setvalue callen kann und auch gute Hände eher bereit ist zu folden. Das Problem hierbei ist aber, dass Villain recht oft folden muss.
Bei NL25 z.B. wenn Villain aus MP oder LP 0,75$ raist und ich in LP oder Blinds auf 3$ raise, kann ich einen Pot von min. 0,75$+0,1$+0,25$=1,1$ gewinnen und setze dafür max. 3$ ein. Diese 3bet muss, angenommen ich gewinne niemals postflop, 2,73 mal funktionieren, um einmal schiefgehen zu können oder ~ 73%. Heißt Villain muss bei 4 3bets 3mal folden, um die 3bet nur durch FE profitabel zu machen.
Wenn ich nun dafür 2,5$ 3betten würde, müssen nur 2,27 3bets funktionieren, damit es einmal schiefgehen kann. Was etwa ~ 69% entspricht.
Villain muss bei nem 3$ Raise 2,25$ investieren und bei nem 2,5$ Raise 1,75$. Bei 3bets kann er nicht auf Setvalue callen, könnte aber auf die Idee kommen einige Hände bei der kleineren Bet eher zu callen, als bei der größeren. Allerdings kann ich ja viele Pots noch mit ner cbet mitnehmen und verliere ja nicht immer postflop. Dadurch, dass ich kleiner 3bette und es seltener funktionieren muss, kann ich ja mehr 3bets spielen, als bei der größeren Variante.
Oft habe ich auch gelesen, dass manche oop noch 1-2BB mehr 3betten, wegen dem "besseren" SPR. Hier muss die 3bet ja noch öfter funktionieren.
Wie seht Ihr das? Macht Ihr meist Standardmäßig die 12BB 3bet?
Warum? Warum nicht?
Wählt Ihr evtl. noch den Mittelweg?
Andere Gedanken zum Thema?