Hey,
also ich stehe +$33 oder so aehnlich ($85). Es koennten $20 mehr sein, aber ich habe tatsaechlich am Anfang, als ich wieder mit dem Spielen von FR angefangen habe, 5 Stacks in Spots reingeschoben, die einfach nicht gehen. Da haette ich sparen koennen. Diesen Fehler von $10 habe ich ausgebuegelt und somit haetten es mit der Vermeidung eben auch $20 mehr sein koennen. Aber man lernt ja immer dazu und wie gesagt, es waren wirklich sehr dumme Entscheidungen, das waren keine knappen oder so aehnlich.
Also mein Weg sieht momentan so aus, dass ich bis NL10 eben normal spielen moechte und dabei Haende fuer mich bewerten will (auch andere lese/bewerte) um zu lernen und Spots einzuschaetzen. Von da an werde ich erst den Stats-Kurs machen und anfangen mir PT4 zu besorgen. Die Probezeit zu HM2 habe ich hinter mir und es gefaellt mir nicht so sehr. Werde da aber diszipliniert ran gehen und bis NL10 am Spiel arbeiten.
Was die Mathematik angeht: Ich selbst studiere Mathematik (Master) und war beim Poker schon immer mehr daran interessiert als an der Psychologie. Da bin ich dann eher vergleichsweise schlechter, da ich ein sehr ehrlicher Mensch bin und es auch schwer habe Menschen einzuschaetzen wenn es um Geld geht. In Sachen SchummelMax (Wuerfelspiel) bin ich eine absolute Niete. Die Mathematik ist aber G(o/e)ld wert im Poker, da du eben jede Situation eingrenzen kannst und diese sich immer wiederholen. Dort anzugreifen und zu beleuchten warum es gerade Sinn macht eine Hand zu 3betten oder hier zu folden, weil es den Erwartungswert gegen eine Range (das macht dann noch mehr Sinn mit Stats weil die Einschaetzungen der Spieler und Ranges genauer werden) errechnen laesst ist dann das Werkzeug mit dem ich arbeiten moechte. Wenn ich mich recht entsinne war Howard Lederer ein erfolgreicher Livepokerspieler der eher nach mathematik gespielt hat und andere machen das mehr nach Psychologie (muss da immer an Annette Obrestat denken, die sich bei einem Onlineturnier (angeblich) die Hole Cards abgeklebt hat und die Gegner gespielt hat [sie hat das Turnier wohl gewonnen]. Beim Onlinepoker wird aber eine so hohe Samplesize generiert und man hat kaum psychologische Auffaelligkeiten ueber die Gegner, da ist es umso lohnenswerter die Mathematik zu betrachten. Der Kurs hier versucht ja auch eine Schablone zu geben, die aufgrund der Gegner auf den Limits profitable Spots generiert. Das Spiel laesst sich dann natuerlich aber erweitern indem man selbst Erfahrung sammelt, Handcharts erweitert/verduennt und sich an Gegner anpasst. Fuer mich bedeutet das aber allem die Haende aus dem Einsteigerkurs und dem Chart zu nehmen, dieser unter Betrachtung des Erwartungswertes zu stellen gemessen an der Spielweise der Gegner auf den Limits und diese dann logisch zu erweitern/verduennen - natuerlich gegner- und positionsbezogen.
Ich hoffe ich verliere mich gerade nicht in meinen Gedanken. Mein Wunsch ist es einfach nur (und ich denke das ist sehr lohnenswert) nicht direkt ab der Einsteigerstrategie weiterzumachen, sondern diese zu hinterfragen und mathematisch/limitbezogen zu verifizieren und zu erweitern (spieltechnisch). Dadurch dass es aber immer darauf ankommt welche Range man dem Gegner gibt (Stats spielen dann eine grosse Rolle) und diese dann an einen Erwartungswert gekoppelt ist aufgrund einer Equity und einem Betsizing (und noch mehr Faktoren) wird das ein schwieriger und langwieriger Weg. Allerdings verspreche ich mir davon eine sehr tiefe Betrachtungsweise des Pokerspiels und es laesst mich dann schneller mein Spiel anpassen, da ein tieferes Verstaendnis da ist.
Hoffe das war nicht zu durcheinander. Mir schwebt da tatsaechlich auch so etwas vor, mich einen Tag mal nur mit AQo zu beschaeftigen aus verschieden Positionen auf einem Limit und wie die einzelnen Erwartungswerte dazu aussehen.
Videos zu neuem Inhalt etc nehme ich unterwegs aber immer wieder gerne mit und diskutieren will ich sowieso.
Wenn du viele Haende reinstellst ins Forum und unterschiedliche Meinungen bekommst, ist das natuerlich schwierig. Vor allem wenn es Meinungen von erfahrenen Spielern sind. Da hilft es leider nur selbst sich die Denkanstoesse zu nehmen, den Equilab anzuschmeissen und jede Info in die Bewertung zu nehmen die du hast. Dann kannst du auch Erwartungswerte berechnen gegen Ranges die du hast. Eine Sache in jedem Post von dir koennte zum Beispiel eine Range sein, die du deinen Gegner gibst. Wenn sich die Bewerter dann vorrangig auf eine Range einschiessen, dann nimmst du diese Range und du wirst damit auch eine gute Line finden, wie man die Hand haette zumindest richtig spielen koennen. Das Einschaetzen des Betsizings und ob du lieber aktiv/passiv spielen solltest, weil du nicht sicher bist, wie der Gegner was spielt, das wird dir dann die Erfahrung bringen.
Es ist einfach so wunderbar wie tiefgruendig ein doch so simples Kartenspiel ist mit nur 52 Karten (Magic hat da mit 14000 Karten eine ganze Menge mehr :P) und wie schoen man es doch zu seinen Gunsten entscheiden kann.
Edit: Habe gerade erfahren in Lektion 15, dass Paxis den SH Kurs auch fuer FR Spieler empfiehlt, da es viele interessante Spots gibt und man durchaus seinen Horizont erweitern kann, selbst wenn wir weiterhin FR spielen.
-eVø