ich weiß nicht, ob ich die diskussion jetzt genügend verfolgt habe, aber was sich mir zeigt ist, dass ihr meint, man müsste future streets (turn) mit einbeziehen bei eurem flopcall? das ist, so glaube ich jedenfalls, falsch. Der call am flop für 1:4 direkte odds, die man erreichen will, ggf über implied odds, bezieht sich sowieso nur auf die nächste karte, denn ansonsten bräuchte man nur 1:2 wenn man bis zum river rechnet. Wenn wir also den turn erreicht haben und das mit einem durch implieds gerechtfertigten +EV call flop, jedoch dann nicht hitten, stehen wir vor der neuen ISOLIERTEN entscheidung wenn eine Bet vom Gegner kommt, bei der wir wieder für die nächste karte 1:4 benötigen, ungeachtet dessen was die vorherige entscheidung, die wir isoliert für +EV befunden haben, gebracht hat. Wenn ich unrecht habe, bitte zeigen, denn dann stehe ich etwas auf dem schlauch.
Glaube es war nur ungeschickt ausgedrückt im vorletzten Post von Ghostmaster.
Wenn man den Flopcall direkt in der jeweiligen Hand ausgleichen will, muss man natürlich am river mehr gewinnen als durch die odds+implieds am turn angezeigt wird.
Aber das ist ein anderes Ziel als EV-Maximierung in der konkreten Hand am turn. Wenn die Odds von turn zu river mitsamt implieds für den call passen, dann ist der call immer in Ordnung. Da kann man am Flop sonst was gemacht haben.
Original von OhKonner
ich weiß nicht, ob ich die diskussion jetzt genügend verfolgt habe, aber was sich mir zeigt ist, dass ihr meint, man müsste future streets (turn) mit einbeziehen bei eurem flopcall? das ist, so glaube ich jedenfalls, falsch. Der call am flop für 1:4 direkte odds, die man erreichen will, ggf über implied odds, bezieht sich sowieso nur auf die nächste karte, denn ansonsten bräuchte man nur 1:2 wenn man bis zum river rechnet. Wenn wir also den turn erreicht haben und das mit einem durch implieds gerechtfertigten +EV call flop, jedoch dann nicht hitten, stehen wir vor der neuen ISOLIERTEN entscheidung wenn eine Bet vom Gegner kommt, bei der wir wieder für die nächste karte 1:4 benötigen, ungeachtet dessen was die vorherige entscheidung, die wir isoliert für +EV befunden haben, gebracht hat. Wenn ich unrecht habe, bitte zeigen, denn dann stehe ich etwas auf dem schlauch.
Das ist es! So sehe ich es auch
von Ghostmaster"...
1. wir treffen am Turn -> unsere Aufgabe ist es am Turn ODER River den -EV Call auszugleichen
2- wir treffen nicht am Turn -> wir schleppen immer noch den -EV Call (die Summe bleibt solange bei uns wie wir in der Hand involviert sind) vom Flop rum....
"
zu 1. Genau 2. Ist in sofern falsch, als dass wir durch die implieds doch eh nur annehmen im ERFOLGSFALL TURN das Geld wieder reinzuholen!
und deswegen ist dein Punkt i unter 2. mMn nicht korrekt. Den Turn call können wir unabhängig vom Flopcall berechnen alleine durch aktuellen Pot und Implieds des Rivers.
Jetzt verstehe ich auch was ihr meint. Ja ich habe da höchstwahrscheinlich einen schweren Denkfehler gehabt. Es ist richtig, dass nach dem Flop das ganze "quasi" resettet wird.
Ich hab die ganze Zeit immer einen Schritt weiter gedacht, weil man in der Praxis nicht ausschliesslich gegen die Odds called, weil man NUR drawed, da es ja noch andere Wege gibt den Pot zu gewinnen als am Showdown die beste Hand zu haben und bin daher etwas durcheinander gekommen.
Als Faustregel kann man trotzdem stehen lassen: Bei 100BB Stacks im single raised Pot kann man am Flop Potsizebets IP callen und am Turn dann noch ungefähr 1/2 Potsize.
So ich hab jetzt nochmal drüber nachgedacht:
Annahme: Wir drawen nur und machen nichts anderes
Am Flop rechtfertige ich meinen Call darüber, dass ich mit 2:1 Potodds entweder auf die Implieds Odds setze oder über die Equity gehe. (33% benötigte Equity -> werden wir im Schnitt genau haben)
Wenn wir am Flop den -EV Call über die Implied Odds haben oder den Equitycall machen, dann bedingt das, dass wir Turn UND River für den Preis sehen den wir am Flop bezahlen.
Besteht die Möglichkeit, dass der Gegner am Turn eine weitere Bet setzt, dann sollten wir das meiner Meinung nach schon am Flop berücksichtigen, da wir weder Turn und River (für unsere Implied Odds) und auch unsere 33% Equity zum Showdown nicht realisieren können für eine einzige Bet.
Daher halte ich es für wesentlich sinnvoller (und hier war mein Denkfehler -> in der Theorie ist es schon richtig, dass man mit den Implied Odds Schritt für Schritt vorgeht), die "implied odds" von Street zu Street mitzutragen gedanklich, da man mit der isolierten Betrachtung die absurdesten Spielzüge Preflop z.b. rechtfertigen könnte.
Original von Ghostmaster
Wenn wir am Flop den -EV Call über die Implied Odds haben oder den Equitycall machen, dann bedingt das, dass wir Turn UND River für den Preis sehen den wir am Flop bezahlen.
du beziehst dich mit EQ call aber auf 33 % oder? die 1:4 am flop beziehen sich aber offensichtlich nicht auf die 33%
sondern auf 9 outs zum turn.
Sagen wir es so:
Wenn wir IP am FLOP seine PSB callen, der Draw hittet, dann wird Villain idR b/f für 3/4 PS spielen.
Alleine dadurch haben wir schon die Implieds knapp raus.... Dann nach seine c River (if so) 4 potcontrol noch ne sexy valuebet ca 1/2 Pot oder sogar 2/3 ----> Valuetown