Nachdem ich vor ein paar Tagen auf NL100 aufgestiegen bin, bin ich gleich in einen ordentlichen Downsing geraten und nun wieder zum Abstieg gezwungen.
Zu Anfang wars einfach Pech, aber letztendlich muss ich mir wohl eingestehen, dass auch einige Stacks auf das Konto von Mr.Tilt gehen...Wenns bei mir schlecht läuft, fange ich an vom Chart abzuweichen und mache dadurch zwangsläufig zusätzlich verlust. Ich denke das liegt vor allem daran, das ich bis jetzt eben nur nach Chart spiele, ohne wirklich nachvollziehen zu können, wieso die Entscheidungen die ich treffe richtig sind.
Deswegen will ich mir nun meinen eigenen Chart mit dem Equilator und hoffentlich eurer Hilfe erarbeiten. Wie gesagt, ich mache das vor allem, um in Downsingphasen mein A-game zu spielen und nicht weil ich denke, das ich auf NL50 unbedingt ein advanced Chart brauche.
Folgende Punkte will ich durchgehen:
1. First-in Raise
2. Push nach Raise
3. Push nach Reraise
4. Steals und Resteals
(5. Postflopspiel im Freeplay)
1. First-in Raise
Hier hab ich im Moment noch keinen richtigen Ansatz. Vielleicht kann mir jemand sagen, welchen Hintergrund der SHC und fiftyfifty´s advanced Chart hier haben?
Ich hab einfach mal ein paar Hände in den Equilator eingegeben und auf den nachfolgenden
Positionen „random“ eingegeben und dabei ein paar komische Ergebnisse bekommen:
JJ aus UTG: ~ 17,5% Equity
TT aus UTG+1: ~ 17,5% Equity
AQs aus UTG+1: ~ 20,3% Equity
99 aus UTG+2: ~ 18,0% Equity
Wenn man sich die Zahlen anschaut, könnte man meinen, dass man TT, AQs und 99 schon aus früheren Positionen profitabel spielen könnte?!
2. Push nach Raise
Der Ansatz hier ist denk ich klar: Wir ermitteln die Raisingrange des Raisers anhand seines PFR ( und unterscheiden nach EP, MP oder LP). Unsere Reraiserange muss nun >50% Equity gegen diese Range haben.
Weiterhin sollten wir unsere Position beachten, da hinter uns ein Spieler mit einer bessseren Hand sitzen könnte, sowie die Samplesize des Raisers.
Die erste Spalte(„bis MP1“) stimmt mit der entsprechenden von Fiftyfifty überrein, wenn ich nichts übersehen hab. Die Ranges haben eine Equity von >60%. Die Spalten 2 und 3 haben jeweils eine Equity von >55% bzw >50%.
Ich habe mir überlegt, das man seine Reraiserange mit späterer Postion und höherer Samplesize weiter auflosen kann. Ich bin mir aber unsicher, ob man schon ab MP2/mittlerer Samplesize mit 55% Equity reraisen sollte, oder ob man lieber Spalte 1 bis CO/ mittlere Samplesize nehmen sollte und anschliessend Spalte 2.
Was haltet ihr von der Idee und wo würdet ihr die Grenze für die jeweilige Range setzen?
Die anderen Punkte werd ich die nächsten Tage durchgehen. Wenn ich alles auf einmal reinstell, wirds eh keiner mehr lesen weils zu lang ist
Wäre echt super, wenn sich das hier ein paar Leute durchschauen würden und mich auf mögliche fehler aufmerksam machen, oder mir an den Stellen helfen, wo ich nicht weiterkomme.
Mfg
margus