moin!
komischerweise sehe ich diesen thread erst jetzt, obwohl ich hier immer mal mitlese...
ich habe gerade einen neuen thread mit ähnlichem thema eröffnet (lest und kommentiert ihn! :))....und allein das lesen hier hat mich schon einiges weitergebracht!!
es hat mir nämlich deutlich gemacht, wie gross und krass mindset-porbleme wirklich sein können (jaja, eine viel offensichtlichere erkenntnis gibts wohl nicht...).
ich habe hier einige sätze gelesen, die aber haargenau das (mein...?) problem treffen und mich hoffentlich schon einen schritt weitergebracht haben...ich zitiere mal einige:
MiiWiin:
"Du traust diesen Gegnern gar nichts zu, du siehst es als dein Anrecht an die Pötte zu gewinnen. Letztlich overplayst du da maßlos ein wackliges Toppair gegen einen Spieler von dem du 10 (!!!) Hände hattest!"
nacl
"Kann es sein, dass du Valuebets auslaesst nach dem Motto : er hat ja jetzt sowieso den Gutshot getroffen..." "
uriel2k3
"Da bringt es dir halt nix zu sagen, dass so eine Hand halt höchstens alle 2-3 Monate einmal vorkommt. Das ist halt auf jeden Fall ne krase "Lüge", denn fast jeder hat hin und wieder mit Tilt zu kämpfen und wenn man nur sein b-game spielt."
"Du verballerst hier nen kompletten Stack im Tilt. Bei ner 10bb/100 WR müsstest du jetzt 1000 Hände spielen nur um den Tilt wieder auszugleichen. Bei ner 2bb/100 WR wären es schon 5k Hände."
die sache ist ja ansich simpel...
wir spielen (guten oder fishigen...) TAG style. wenn wir vorne liegen setzen wir, wenn wir hinten liegen behalten wir unsere kohle. ob wir nun gut oder fishig sind liegt einzig daran, wie gut wir einschätzen können, wann wir vorne liegen und wann nicht.
fishe wie ich ( ♦ ) verpassen value-bets am laufenden band ("der river completet seinen gutshot! CHECK behind!!") und finden dünne herocalls ("der kleine turn-reraise kann auch mit K-high und FD gemacht werden!!").
die summe dieser falschen entscheide ist es was den winning TAG vom fish-TAG unterscheidet....
...und je mehr man sich im "downswing" verunsichern lässt, desto grösser die chance noch mehr solcher falscher entscheide zu fällen.
das problem für mich (und für viele hier...) ist es schlicht und einfach zu beurteilen ob ein play gut war (und man den kleinen teil der gegner-range getroffen hat, der einem beat hat...) oder schlecht (und man den grossen teil der range getroffen hat, der einem beat hat...)....
...und mit dieser einschätzung tu ich mich viel zu oft viel zu schwer!