Hab letztens mal auf NL10 ein paar k Hände gespielt, um einem Bekannten zu zeigen, dass die SSS funktioniert (er ist auch der Meinung, dass man heutzutage nicht mit der SSS vorran kommt). Ich spiel natürlich etwas anders als die Basisstrategie, aber es ist einfach unglaublich mit welcher unterirdischen Handqualität Preflop gecalled wird und auch Postflop gecalled wird. Ich hab mich etwas gewundert wie oft meine UI Overcards am SD einfach noch gut waren.
Ihr müsst euch darüber bewusst werden, dass eure "Standard SSS Strategie" jede Menge +EV Spots einfach auslässt. In der Standard Strategie werden Blindsteals nicht behandelt (hier liegt das meiste Geld verborgen bei der SSS) und auch Restealtaktiken und richtiges Postflopspiel bleibt bei der Strategie aussen vor. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man ein Programm schreiben kann, dass das die Standardstrategie marginal gewinnbringend spielt. (1 bis 2 PTBB auf den Micros)
WENN man die Standardstrategie zu 95% fehlerfrei spielt, dann kann man langfristig eine akzeptable Winrate erreichen. Dazu gehört, dass man nicht einmal Tiltplays macht oder sich Postflop wirklich mehrmals grob verzockt. Das schafft kein Anfänger. Daher sollte euer Fahrplan folgendermaßen aussehen (und dann kann ich euch versichern, dass ihr gewinnen werdet):
Basisstrategie erlernen -> nachdem diese zu 100% verstanden wurde solltet ihr unverzüglich damit beginnen euch zu überlegen wieso die Basisstrategie nicht das Ende der Evolution sein kann.
die sogenannten Advanced Strategie erwähnt da schon einige relevante Punkte (Blindstealing, Openpushing, bisschen Postflopplay aus den Bigstackartikeln etc.). Also auch hier unbedingt schlau machen.
Was mir immer wieder bei vielen SSS Spielern auffällt ist, dass(auch die NL100 spielen) sie einfach keine Ahnung von Ranges und Handreading haben. Der Equilator und das Denken in Ranges ist bei der SSS = $$$. Wer Gegner readen kann, der kann auch bessere Entscheidungen treffen und mehr $$$ gewinnen.