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maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007

Für mich war das bis zu diesem Fred gar keine Frage das immer die zweite Definition gemeint ist...
Und eigentlich finde ich die zweite Defintion irgendwie immernoch passender aber dazu muss ich mir mal noch mehr Gedanken machen aber wenn man von der ersten Definition ausgeht dann sind cheap SD-Moves in allen Formen Valuebets. Nach der zweiten Definition nicht. Daher kam dann auch das Missverständniss.


Oh das ist natürlich problematisch, wenn da unterschiedliche Definitionen von Valuebets rumschwirren.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es irgendwo eine mathematisch fundierte und grundsätzlich "richtige" Definition von Valuebet gibt. Die meisten Spieler von denen ich viel gelernt habe (sei es durch Coachings oder Videos) benutzen die von mir verwendete Definition von Valuebet, da du durch diese Defintion auch das Deadmoney als Kompensation für die Thiness von Bets benutzen kannst.

Um mal beim Beispiel des Cheap SD Raises zu bleiben:

Du hast irgendwie AK auf nem Th9h2d Board und dein Gegner ist relativ passiv und macht seine Contibet.
Durch einen Raise bekommst du jetzt von diesem Gegner Hände wie Flushdraws, Straightdraws zum Call (diese Hände sind marginale schlechter als deine), allerdings callen auch bessere Hände wie Pairs, Sets, Twopairs.

Wenn du hier raist, dann bekommst du für die Investition von im Schnitt maximal 2BB (1BB am Flop und 1BB am River falls der Gegner mit einem busted Draw bluffed)

a) einen Showdown möglicherweise mit der besten Hand (-> gegen seine Draws)

b) die Chance auf unsere möglichen Overcardsouts falls wir gegen 1 Pair Hände hinten liegen

Würdest du Option a) aber weglassen, dann würdest du keinen Fehler beim Gegner mehr erzwingen (du willst ja, dass er mit schlechteren Händen deine Bet called)

Kompensiert werden solche Moves (die nicht rein als Valuebet definiert werden können) halt durch das Deadmoney, das ja niemandem mehr gehört.


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007

Ja so macht dann alles was du geschrieben hast auch Sinn
Ich hab nur die andere Definition im Kopf gehabt und deswegen war das für mich halt widersprüchlich.

Auf jedenfall weiß ich jetzt das es 2 verschiedene potenzielle Definitionen gibt und in vielen Situationen macht es ja gar keinen Unterschied.

Wieder was gelernt :) Schöner Fred, gleich 2 Sachen gelernt und paar Stunden sinnlosen Mist rumgerechnet und mal wieder bissel Mathe gemacht


Spectra1
Beigetreten: 26.05.2006

es kann durchaus sinn machen mit unter 50% zu betten, wenn man weiß, dass man >33% equity hat muß man callen, dh wenn man nicht weiß zu welchem % der gegner bluffed könnte man exploited werden dadurch, das der gegner zb nie was schlechteres bettet, aber alles valuebettet..

dann macht check -1000, aber bet +-0

33% ist obvious die mathematische grenze für das bsp..

ich würde so ne bet halt nicht als valuebet sondern einfach als + ev bet bezeichnen.. ne blocking bet oder bluffbet können ja auch + ev sein..
diese bet ist aber mehr so ne "anti freeroll" bet..


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007

In dem von dir genannten Beispiel kann man einfach c/f spielen.
Mit 33% macht die Bet keinen Sinn.


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