das letzte Mal, dass ich mich wohl gefühlt hatte war beim Abstieg auf NL2
darüber haben ja auch schon die üblichen Verdächtigen gespottet, aber für mich war es eine Befreiung "frei Schnauze" spielen zu können und gerade den Zwängen die ich beim Multitablen auf NL25 empfunden habe zu entkommen.
Und es war einfach mal nett 6k Hände mit 50bb/100 zu machen.
Ich habe diese Erfahrung genossen und nicht verworfen, sondern durchgezogen (1 Woche, wie angesagt), aber unterm Strich war es halt "Urlaub" vom richtigen Poker und auf NL2 seinen Lebensunterhalt verdienen kann's ja nun auch nicht sein.^^
Jetzt bin ich zum seriösen Poker zurückgekehrt, aber spiele wie gesagt erstmal nur einen Tisch, da ich mit 6 einfach überfordert war. Sicher kann es sein, dass auch 2 oder vielleicht sogar 4 Tische noch ok wären und von der hourly besser als 1 Tisch - das weiß ich derzeit nicht, aber ich bin so verunsichert, dass ich jetzt wirklich mal am Stück die Erfahrung nur einen Tisch zu spielen, insbesondere wie sich das Spiel dramatisch verändert bei nur einem Tisch, auskosten und verinnerlichen will.
Mein Ziel ist auch weiterhin die Micros schnell hinter mir zu lassen, aber vielleicht bin ich mit 1 (oder 2) tabling wesentlich schneller als mit 6 - eben weil meine winrate viel höher ist. Ob das so ist weiß ich nicht, aber ich vermute es stark nach den ersten Eindrücken, die aber keine Gewähr sind.
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Und das Optimum rausholen ist prinzipiell schon mein Ideal, aber ich bin mir meiner Endlichkeit durchaus bewusst, ich will nicht weltbester Spieler werden, sondern solider midstakes (oder low highstakes) winning player. Ist schon schwer genug, aber ich halte es weiterhin für realistisch.
Derzeit ist es so, dass ich beim Spielen in der Tat aus subjektiver Sicht optimal spiele - und alleine schon das ist ein verdammt gutes Gefühl im Vergleich zu den 10 unsicheren Spots/min von vorher... -, wobei das Optimum hier einfach mein Wissen gepaart mit den Infos die ich über Villain gesammelt habe ist.
Es kann durchaus sein, dass es mal ne Hand gibt wo ich im Nachhinein nochmal andere fragen würde wie sie den Spot spielen, weil ich mir nicht 100% sicher bin, aber damit kann ich leben, ich habe mein bestes gegeben, mehr kann ich nicht machen.
Womit ich nicht leben kann ist weiter so zu spielen wie bisher, quasi maschinell zu spielen, all mein theoretisches Wissen nicht wirklich anwenden zu können und stupide ABC Poker spielen - wobei meine eigentliche edge genau darin besteht die Leute besser einschätzen zu können, besser in Ranges zu denken, etc. - das aus zu blenden oder nur mit völlig vagen Stats wie 34/16 auf 30 Hände (lol) und der Annahme semifisch das irgendwie zu nem Kochrezept zusammenzubasteln geht schief und zwar derbe, es funktioniert bei mir halt nicht - hat es auch in anderen Bereichen des Lebens nie, ich bin Querkopf und Querulant aus Überzeugung.
Also noch mal kurz: ich habe durchaus vor schnell in den Limits aufzusteigen, aber ich glaube dass der Weg über 1tabling wenn überhaupt ein Umweg, dann ein sinnvoller ist, weil er mir den Spass am Spiel verschafft ohne den es witzlos ist und ich zudem hier die edge generieren kann die ich glaube zu haben, was mir eben bei mehr Tischen nicht gelingt.