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Bafög trotz Pokern?
 
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[Geschlossen] Bafög trotz Pokern?

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Original von railer18

Die Linke würde auch nie auf so einen asozialen Mist kommen der im Endeffekt sowieso nur den Besserverdienern hilft

jau, die hat schon genug andere wirre gedanken mit denen sie sich rumschlagen müssen, das passt das bürgergeld nicht mehr rein. :P


JoxxyK
Beigetreten: 29.04.2006
PokerStrategist

.

Du hast ja voll die Ahnung. Ich kenne eine, die hat jetzt ihr Lehramtsstudium fertig. Einen Job als Lehrerin wird sie nie kriegen. So eine Vorstrafe wegen Bafög-Betrug ist halt schon doof.


Elternunabhängiges BAföG gibt es nur in Ausnahmefällen:

* Wenn Ihr nach 5 Jahren Erwerbstätigkeit Förderung für ein Studium beantragt oder
* dies tut, nachdem Ihr nach einer Ausbildung mind. 3 Jahre erwerbstätig wart,
* wobei Erwerbstätigkeit nur dann als solche zählt, wenn Ihr während der Zeit ein bestimmtes Einkommen erzielt habt
* Für den Erwerb der allg. Hochschulreife auf dem Zweiten Bildungsweg
* Wenn Ihr bei Beginn des Ausbildungsabschnitts über 30 Jahre alt seid und weitere Bedingungen erfüllt sind

Ich glaube die Kriterien erfüllst du nicht


Blaumav Themenstarter
Blaumav
Beigetreten: 01.09.2006
Oldschool Grinder

Wenn das alles richtig ist, schauts natürlich schlecht aus.
Danke für die Info.

Horrido


Original von TursWolm
Bafög sollte einfach zu 100% ein zinsfreies Darlehn sein, dass jeder bekommt. Das wäre imo eine soziale Lösung.

Und wer soll es bezahlen wenn jeder Unterstützung bekommt?
Über höhere Steuern jammern aber Unterstützung für alle fordern...
Denkt ihr eigentlich auch mal nach bevor ihr so einen Schwachsinn verzapft?

Gruß Dominik


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

TursWolm hat vollkommen recht

Es ist ne Schweinerei, dass hart arbeitende Manager, die sich grade ihr 500m² Ferienhaus in der Karabik zusammengespart haben und sich endlich ihren 3. mercedes leisten können. Dann auch noch für die Ausbildung ihrer Kinder aufkommen sollen.
Was soll das ?

Der Staat will doch, dass die studieren, also sollte er das auch bezahlen.

Ich finde es auch scheisse, dass nur die Reichen hohe Steuern zahlen.
Das ist sozial ungerecht

wir sollten den jetztigen Durchschnitt der Einkommenssteuer bilden, sind vllt so 2,5k
und dann sollte jeder, ja, jeder diese 2,5k pro Monat zahlen
Das wäre dann sozial gerecht

Die armen Reichen, werden immer nur ausgebeutet vom Staat und können sich am ende nicht mal mehr ne eigenes Hochseeinsel leisten

*achtung ironie*


Original von Dominik1985

Original von TursWolm
Bafög sollte einfach zu 100% ein zinsfreies Darlehn sein, dass jeder bekommt. Das wäre imo eine soziale Lösung.

Und wer soll es bezahlen wenn jeder Unterstützung bekommt?
Über höhere Steuern jammern aber Unterstützung für alle fordern...
Denkt ihr eigentlich auch mal nach bevor ihr so einen Schwachsinn verzapft?

Gruß Dominik

Das eine hat mit dem anderen ja mal gar nix zu tun.
Ein Dahrlehn müsst man ja zu 100% zurückzahlen. Bafög atm nur zu 50% oder weniger.
Höhere Steuern "bestrafen" den Bevölkerungsteil unseres Landes, der Leistung bringt.
Wir haben nunmal zu wenige Akademiker in Dtl. und zu viele unstudierte, die arbeitslos sind. Also muss es doch auch im Sinne des Staates sein, mehr Akademiker zu produzieren. Das geht aber nur, wenn man Anreize schafft bzw. es auch Leuten ermöglicht, die es sich finanziell nicht leisten können.


Original von TursWolm

Wir haben nunmal zu wenige Akademiker in Dtl. und zu viele unstudierte, die arbeitslos sind. Also muss es doch auch im Sinne des Staates sein, mehr Akademiker zu produzieren. Das geht aber nur, wenn man Anreize schafft bzw. es auch Leuten ermöglicht, die es sich finanziell nicht leisten können.

Ja dazu ist dann das Bafög doch wohl besser geeignet, als ein Kredit für alle, oder nicht?


Ein zinsloser Kredit würde imo seinen Zweck genauso erfüllen, wie selektive Geldgeschenke. Zumal es ja ein paar Jahre nach dem Studium kein Problem sein sollte das Geld (egal ob jetzt 50% oder 100%) wieder zurückzuzahlen. Der Staat kann ja gerne weiterhin für besonders gute Abschlüsse "Geschenke" vergeben. Allen die gleiche finanzielle Unterstützung beim Studium/Weiterbildung zukommen zu lassen fände ich einfach gerechter.
Wir kommen aber vom Topic ab.


Absalon
Beigetreten: 14.07.2006
Oldschool Grinder

Original von Andre0201

Original von Scipio
Gut, ein Großteil der FDP und ich finden, dass jedem Menschen 600€/Monat vom Staat in Form von Bürgergeld zustehen. Könnte ich jetzt aus moralischer Sicht Bafögbetrug begehen, weil ich das System sowieso für nicht richtig halte? Ich will ja nur das, was ich für jeden Menschen in Deutschland fordere. Ich habe aber leider sowieso keinen Anspruch darauf...

wie darf man sich das vorstellen? Harz 4 usw wird alles gestrichen und jeder Bürger ohne Einkommen erhält jeden Monat 600€? Auch Schüler? Studenten? Wer nicht? Wer schon? Hört sich so allgemein nur nach einer Idee an, die einfach zum Scheitern verurteilt ist.

Dass die FDP für ein allgemeines Bürgergeld ist, ist mir neu, aber: Willkommen im Club! ♦
Bürgergeld oder "allgemeines Grundeinkommen"sind Konzepte, die nur solange zum Scheitern verurteilt ist, wie engstirnige Menschen immer noch meinen, man müsse Einkommen mit Arbeitsleistung verknüpfen. Fakt ist, dass das wachsende Bruttosozialprodukt mit immer weniger Arbeitsstunden (absolut für die gesamte Bevölkerung) produziert wird. Sprich: Es gibt immer mehr Vermögen, aber immer weniger Arbeit und folglich macht die Verknüpfung von Arbeit und Einkommen immer weniger Sinn. Stattdessen sollte umgedacht werden: Leistungen des Staates (bzw. der Gesellschaft) sind keine Almosen, sondern die Bürger haben einen Rechtsanspruch auf einen Teil des Vermögens dieser Gesellschaft, einfach weil sie Teil dieser Gesellschaft sind. Teilhabe ist Menschen- bzw. Bürgerrecht.
Es gibt eine Menge verschiedener Modelle, wie das zu finanzieren und umzusetzen wäre, gäbe es denn den politischen Willen.
Absalon,
nicht-FDP, sondern Linkspartei :P


Merlinius
Beigetreten: 30.06.2006
Elite Grinder

@Thema2 des Threads: wenn ich so darüber nachdenke, finde ich einen zinsfreien Bildungskredit eigentlich auch eine gute Idee, sofern gute Leistungen im Studium auch belohnt werden (wie es das auch derzeit schon beim Bafög gibt), da dieser dann motiviert, das Studium schnell und auch erfolgreich abzuschließen. Allerdings müsste natürlich an irgendeiner Stelle ein Riegel vorgeschoben werden, um zu verhindern, dass Leute, die das Geld eigentlich gar nicht nötig haben, aus dem zinsfreien Kapital Profit schlagen, wobei das auf der anderen Seite nur sehr begrenzte Beträge für den Einzelnen sind...

@Topic: ich finde es etwas voreilig, den OP hier einfach blind zu verurteilen. Ich finde, er steckt hier in einem legitimen Dilemma: Um sich sein Studium vom Pokern zu finanzieren, wäre NL100 die absolut unterste Grenze, auf der das wirklich möglich ist, wenn man nicht gerade Full Time spielt. Da man dafür eine gewisse Bankroll benötigt und 20-30 Stacks einfach nicht ausreichen, wenn man langfristig vom Pokern leben will, ist es schlichtweg unmöglich, bei einem Vermögen (inkl. BR) von bspw. 5000-6000 Euro zu sagen "gut, ich verzichte auf das Bafög, ich lebe vom Pokern". Die andere Alternative ist, "ehrlich" zu bleiben, Bafög zu beantragen und mit dem Pokern aufzuhören. Was soll jetzt besser sein? All diejenigen, die immer rufen "wer beim Pokern Geld auscasht und Bafög bezieht, ist ein Betrüger" sollten mal nachrechnen, wie viel BR man wohl benötigt, um langfristig bspw. 600 Euro pro Monat zur Verfügung zu haben und auch eine Durststrecke von ein paar Monaten überstehen zu können. Ich würde sagen, $10k sind Minimum.


Absalon
Beigetreten: 14.07.2006
Oldschool Grinder

Original von Merlinius
@Topic: ich finde es etwas voreilig, den OP hier einfach blind zu verurteilen. ... All diejenigen, die immer rufen "wer beim Pokern Geld auscasht und Bafög bezieht, ist ein Betrüger" sollten mal nachrechnen, wie viel BR man wohl benötigt, um langfristig bspw. 600 Euro pro Monat zur Verfügung zu haben und auch eine Durststrecke von ein paar Monaten überstehen zu können. Ich würde sagen, $10k sind Minimum.

Was den ersten Punkt angeht, so sind wir einer Meinung. Es ist sowieso Schwachsinn, Bafögberechtigung von vorhandenem Vermögen abhängig zu machen. Damit werden nur die Sparsamen bestraft - maßgeblich sollte das Einkommen sein, und solange das Vermögen nicht so groß ist, dass er alleine von den Zinsen leben kann ... ♦ (Kenne nen ähnlichen Fall: Erst als Krankenpfleger geackert und gespart, jetzt soll es als Medizinstudent kein Bafög geben. Zugleich ist sein Kommilitone, ebenfalls ehemaliger Krankenpfleger, empfangsberechtigt: Der hat sein Geld nämlich beizeiten Discos und Urlauben ausgegeben. Tolle Sache, sehr gerecht.)
Aber zum Pokerthema: Über den Daumen gepeilt entsprechen 600 Euro 800 Dollar. Wenn du die 11er SnGs mit 15 % ROI schlägst ($1,60 pro Tunier), bräuchtest du 500 Turniere dafür. Ab etwa 4 Tische gleichzeitig sollte das schaffbar werden, wenn du allerdings nebenbei ein Studium auf Reihe kriegen willst, solltest du besser 6-8 Tische spielen. Ansonsten 22er, höhere ROI anpeilen ... Wie auch immer: Ab $2200 (100 Buy ins für die 22er) kannst du locker 800 $ im Monat machen - wenn du das Limit deutlich schlägst. ;) (Bin bei den 11ern diesen Monat bei +735$, 4 Tables, 380 Turniere.)
Frage ist natürlich die "Durststrecke". Klar sollte es daneben noch ein paar Rücklagen geben: Irgendwo habe ich mal gelesen, man solle Rücklagen für 6 Monate haben, wenn man regelmäßig aus der BR auscashen und davon leben will. Mach 6x$800=4800 plus die $2200 für die 22er. Zusammen etwa 7000$ oder rund 5000 Euro.


Merlinius
Beigetreten: 30.06.2006
Elite Grinder

Du unterschätzt die Varianz, die vor allem bei SNGs enorm ist! Ich glaube, jeder hier, der länger SNGs spielt, hat schon Downswings über mehrere 100 Turniere gehabt.


Absalon
Beigetreten: 14.07.2006
Oldschool Grinder

Original von Merlinius
Ich glaube, jeder hier, der länger SNGs spielt, hat schon Downswings über mehrere 100 Turniere gehabt.

Stimmt. Ich zum Beispiel. ;) Deshalb unterschätze ich die Varianz glaub ich nicht, sondern setze 100 Buy-Ins als Bankroll an und Rücklagen für 6 Monate. Oder meinst du ernsthaft, man bräuchte noch mehr, um auf der sicheren Seite zu sein?


Also will er Bafög beantragen, damit er weiter Zeit hat zu pokern und den Bankroll aufzubauen.
Soll er doch ein paar Stunden abzwacken und jobben. Habe ich auch gemacht und was soll ich sagen "Ich hab�s überlebt !!!" (und habe nicht den Arsch voller Schulden).
Davon abgesehen kommt kein übereifriger Sachbearbeiter auf die Idee nach den rechtlichen Konsequenzen von Online-Poker zu fragen.
Wo kein Kläger,.....


allizdoR
Beigetreten: 02.01.2007
Elite Grinder

Ich hab ja auch vor es anzugeben, es ist aber sehr deprimierend wenn ich zurückdenke, mich daran erinnere wie andere, die nichts gespart haben, die über ihren Verhältinissen gelebt haben, am Ende immer wieder mehr Geld hatten, weil man trotz des eigenen Vermögens immer noch weniger hatte als die, die damit nicht umzugehen wissen.

#2

Ich habe auch etwas erspartes, weil ich während meiner Schulzeit und auch schon während des Studiums brav gearbeitet habe.
Nun bräuchte ich etwas Bafög, da ich ausziehen will. Ich bin das ewige gependel zur Uni leid!
Werde aber so wie es jetzt aussieht keines bekommen (siehe Erspartes)

Andere, die früher faul waren, früh ausgezogen sind, um sich den "luxus" zu gönnen oder alles versoffen und verhurrt haben bekommen Bafög.

(fast) Jeder hat die Möglichkeit sich vor dem Studium etwas hinzuzuverdienen.
und wer es sich dennoch nicht leisten kann soll doch mal schauen wie er Geld einsparen kann, z.B. wieder nach Hause ziehen und vor Ort studieren, anstatt "Möglichst weit weg von den Eltern" zu studieren.


Sorry, hatte jetzt keine Lust mir alle Posts durchzulesen.
my 2 cents:

solange der Staat uns verarscht indem er z.B. nicht-Bafög-Empfänger GEZ Gebühren zahlen lässt [WARUM??? Ich bekomme von meinen Eltern "Bafög"] bin ich nicht dagegen seine 5k€ zu verheimlichen. Dann hat man halt früher gespart anstatt es zu verprassen wie andere Kiddies. Wenn die Eltern halt zu wenig verdienen sollte man Bafög bekommen. (nein, ich bekomme kein Bafög)

zum Thema Betrug:
Ich habe mal für ein Auslandsjahr grandiose 50€ oder so Bafög bekommen. (Dafür dass ich da stundenlang drangesessen habe n schlechter Stundenlohn :) )
Allerdings hatten meine Eltern als ich n Baby war n Konto in meinem Namen eröffnet. Dadurch kam ich auf über 5k€ oder so und die haben das rausbekommen.
Das war KEIN Betrug und KEINE Straftat. Hab denen einfach den Fall geschildert, Geld natürlich zurückgezahlt und gut war.


Dass die FDP für ein allgemeines Bürgergeld ist, ist mir neu, aber: Willkommen im Club! großes Grinsen
Bürgergeld oder "allgemeines Grundeinkommen"sind Konzepte, die nur solange zum Scheitern verurteilt ist, wie engstirnige Menschen immer noch meinen, man müsse Einkommen mit Arbeitsleistung verknüpfen. Fakt ist, dass das wachsende Bruttosozialprodukt mit immer weniger Arbeitsstunden (absolut für die gesamte Bevölkerung) produziert wird. Sprich: Es gibt immer mehr Vermögen, aber immer weniger Arbeit und folglich macht die Verknüpfung von Arbeit und Einkommen immer weniger Sinn. Stattdessen sollte umgedacht werden: Leistungen des Staates (bzw. der Gesellschaft) sind keine Almosen, sondern die Bürger haben einen Rechtsanspruch auf einen Teil des Vermögens dieser Gesellschaft, einfach weil sie Teil dieser Gesellschaft sind. Teilhabe ist Menschen- bzw. Bürgerrecht.
Es gibt eine Menge verschiedener Modelle, wie das zu finanzieren und umzusetzen wäre, gäbe es denn den politischen Willen.
Absalon,
nicht-FDP, sondern Linkspartei Zunge raus

Wenn du dich auskennen würdest, die FDP ist für Bürgergeld. Nicht genau in der Form wie hier erklärt, aber relativ ähnlich...


Absalon
Beigetreten: 14.07.2006
Oldschool Grinder

Original von Peter87
Wenn du dich auskennen würdest, ...

Und warum so aggressiv?
Wenn du den Post schon gelesen hast, sollte dir aufgefallen sein, dass ich mich offenbar schon ein wenig auskenne. Nur lese ich offenbar nicht die Parteiprogramme, bzw. verfolge die Diskussion in anderen Parteien. Ich liebe diese großspurige Art: Auch wer sich nicht so auskennt, hat in einer Demokratie ein recht auf seine Meinung und daher verzichte ich darauf, dir zu erklären, weshalb und inwieweit ich mich auskenne oder eben nicht.
(Will das Bürgergeld nun eigentlich "die" FDP oder doch nur ihr sozialliberaler Flügel? Scheinst dich ja auszukennen ...)


1) Tut mit leid das es so aggressiv klang, sollte es nicht
2) das Bürgergeld steht im Parteiprogramm der FDP => die FDP, als ganzes, will das Bürgergeld.
3) Naja die Argumentation halte ich für falsch. Es ist immoment nicht abzusehen, dass es wirklich weniger Arbeit gibt (auch wenn du das als Fakt darstellst). Außerdem macht es auch dann für mich auch keinen Sinn die Arbeit vom Einkommen zu entkoppeln.


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