Man sollte Personen, die über die Jahre Millionen und Milliarden in dem Geschäft verdient haben dann doch so viel Intelligenz zutrauen und ihnen unterstellen, dass sie sich auf die jetzige Situation angemessen vorbereitet haben.
Zum einen wird nun ein Gesetz (UIGEA), das wohlgemerkt seit 2006 besteht umgesetzt und exakt wie darin festgeschrieben gegen illegale Zahlungsströme vorgegangen.
Zum anderen wurde deren "Geschäftspartner" Daniel Tzvetkoff, schon vor einem Jahr vom FBI festgesetzt, aber ohne Anklage wieder freigelassen, obwohl er der illegalen Transaktion von hunderten von Millionen Dollar beschuldigt wurde.
Spätestens da sollten bei den Letzten die Arlarmglocken angegangen sein, und sie dürften privat wie auch zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit bombensichere Notfallpläne aufgestellt haben.
So oder so komme ich nur auf 2 mögliche Szenarien:
Szenario 1: Es wurden genug liquide Mittel zurückgehalten, um Auszahlungsstops und damit einer Rufschädigung entgegen zu wirken. Somit wird sicher gestellt, dass man dem Rest der Welt seine Dienste wie gehabt anbieten kann, das Gelddrucken weitergeht und man selbst in dieser Krisensituation im Wettbewerb besser besteht als die Konkurrenz.
--> Unsere Rollz sind sicher und es besteht kein Grund für Cash Outs!
Szenario 2: Das absolute Horrorszenario: Den Eigentümern ist bewusst, dass die amerkikanischen Behörden darauf aus sind, Online Poker in seiner bisherigen Form so stark zu schädigen wie nur irgend möglich. (Evtl. auch vorangetrieben von inländischen Profiteuren - Harrah's usw. - reine Spekulation). Selbst in diesem Szeanrio sollte man davon ausgehen, dass die Eigentümer versuchen werden, sich für ihre Zwecke so optimal wie möglich zu verhalten.
Und da muss man sich ernsthaft überlegen, ob es für sie in irgendeiner Weise von Bedeutung ist, ob sie "nur" die 75% der Spieler gegen sich aufbringen, die noch nicht ausgecasht haben, oder nicht auch noch gleich die 25% die seit gestern krampfhaft versuchen an ihr Geld zu kommen.
Denn wenn die Party vorbei ist, ist sie vorbei. Man schiebt dem FBI und der Massenpanik den schwarzen Peter zu, geht konkurs und investiert das Geld der 25%, die auszahlen wollten in persönliche Sicherheit etc.
Und für diese Überlegung haben sie je nach Cash Out Methode schließlich 2-3 Tage Zeit, in der die Beträge intern in ihren Unternehmen geprocessed werden.
--> Also selbst im Worst Case Scenario würde auscashen keinen Sinn machen.
(Denn, dass die Self Made Millionäre/Milliardäre uns 'Endverbrauchern' wohl einen Schritt voraus sein dürften, sollte jedem klar sein.)
Das einzige was eine Auscash-Panik meiner Meinung nach bewirkt ist, dass es dem weitaus unwahrscheinlicheren Szenario 2 mehr Moment verleiht, und den einen oder anderen Eigentümer überreagiern lässt und er in seinen "Privatbunker im Exil" flüchtet.
Also sehe ich momentan uns Spieler in der Pflicht aus den 80% für Szeanrio 1 eine 97%ige Chance zu machen, indem wir der Panik entgegenwirken, uns an die Tische setzen und den Eigentümern, wie auch den anderen Spielern zu verstehen geben, dass das Leben weitergeht.
Nach dieser Logik macht es auch mehr Sinn, bereits in Warteschleife hängende Cashouts zu stornieren und den Traffic hoch zu halten.
Ich gehe jetzt ne Runde die Fische ausnehmen und lasse wie bisher 2/3 meiner Roll auf Stars.