http://www.pokerfirma.com/news/eddy-scharf-ich-bin-erschuttert-uber-unser-rechstsystem/149684
Original von MPN25
Du unterwirfst Dich den Regeln des Spiels - jede Hand, auch wenn Du foldest - ist ein Leistungsaustausch.
Welche Leistung (oder Güter) tausche ich denn aus wenn ich folde? Ich erkaufe mir beim Pokern nur Gewinn-Chancen und wenn ich folde, gebe ich diese halt auf, aber das hat für mich nix mit gewerblichen Leistungsaustausch/Einkünften zu tun.
Edit: Noch mal drüber nachgedacht, wahrscheinlich wurde mit der Glückspiel-Ansicht bereits indirekt doch bereits das gleiche versucht, weil wenn Glückspiel dann kein Zusammenhang zwischen Leistung und Gewinn und damit wäre es wohl auch kein Leistungsaustausch...bin jetzt nur nicht sicher wie es bei Geschicklickeitsspiel wäre (bzw. ich bin mir schon sicher, dass es für mich trotzdem kein Leistungsaustausch ist, aber kann schon sein das Richter/Anwälte das anders sehen^^).
Original von MPN25
Original von Santalino2
@MPN
Das ist ja der Sinn diesen Austausch abzustreiten um damit dann Gewerbebetrieb und Steuern zu verhindern^^.Und für mich gibts keinen Leistungsaustausch, da ich ja nicht mit anderen Spielern vereinbare z. B. eine Stunde mit ihnen zu spielen und dafür dann 50$ Stundenlohn verlange und ich schließe beim normalen Cashgame (also keine Durr-Challenge oder was ähnliches) auch keine Wette vorher ab wo ich dann hinterher eine Leistung erbringen muss...
Du unterwirfst Dich den Regeln des Spiels - jede Hand, auch wenn Du foldest - ist ein Leistungsaustausch.
Anders ist es beispielsweise beim Roulette - da spielst Du gegen ein math. System, da ist es egal, ob noch andere Spieler dabei sind, da ist es egal ob 10 Spieler auf schwarz setzten oder nicht. Das gleich betrifft das Daddeln am Spiloautomaten!
und wie siehts mit blackjack aus?
Original von MPN25
Ein BFH-Verfahren wird es nur geben, wenn sich Eddy das leisten kann. Sollte die Entscheidung vom FG Köln heute wirklich ein Urteil sein, sind auch die Steuerforderungen des FA fällig ...Ich hoffe auf eine Entscheidung des BFH.
ps.de hat doch angeboten jeden zu unterstützen, der in so einem "präzidensfall" ist/machen will.
also isses jetz an korn und co.
http://web.de/magazine/finanzen/steuern/16555422-gericht-erklaert-pokergewinne-steuerpflichtig.html
was is das denn für ein beitrag lol
ich dachte eddy is der mega pro hier
merkwürdig
wieso musste dann pius nix bezahlen,
laut diesem artikel hier gibt es ein abkommen zwischen den usa und deutschland so das man spielgewinne nicht versteuern muss.
"Dank eines Steuer-Abkommens zwischen Deutschland und den USA bleibt Heinz dieses Schicksal erspart. Mit diesem Abkommen sind Deutsche von der Zahlung von Steuern auf Spielgewinne in den USA befreit. Sonst wären hier auch gut 30 Prozent an Steuern fällig gewesen"
http://www.poker.de/poker-news/pius-heinz-heute-bei-stern-tv-wieviel-steuern-muss-er-zahlen-9059/
Original von brontonase
merkwürdig
wieso musste dann pius nix bezahlen,
laut diesem artikel hier gibt es ein abkommen zwischen den usa und deutschland so das man spielgewinne nicht versteuern muss."Dank eines Steuer-Abkommens zwischen Deutschland und den USA bleibt Heinz dieses Schicksal erspart. Mit diesem Abkommen sind Deutsche von der Zahlung von Steuern auf Spielgewinne in den USA befreit. Sonst wären hier auch gut 30 Prozent an Steuern fällig gewesen"
http://www.poker.de/poker-news/pius-heinz-heute-bei-stern-tv-wieviel-steuern-muss-er-zahlen-9059/
wie kommstb du auf die idee, dass die menschen bei poker.de ahnung vom steuerrecht haben? lediglich die usa erhebt keine steuer wegen des dba deutschland-usa.
Weil Pius ja ein Hobbyspieler ist und nicht über einen längeren Zeitraum an namhaften Turnieren teilgenommen hat.
Original von brontonase
merkwürdig
wieso musste dann pius nix bezahlen,
laut diesem artikel hier gibt es ein abkommen zwischen den usa und deutschland so das man spielgewinne nicht versteuern muss."Dank eines Steuer-Abkommens zwischen Deutschland und den USA bleibt Heinz dieses Schicksal erspart. Mit diesem Abkommen sind Deutsche von der Zahlung von Steuern auf Spielgewinne in den USA befreit. Sonst wären hier auch gut 30 Prozent an Steuern fällig gewesen"
http://www.poker.de/poker-news/pius-heinz-heute-bei-stern-tv-wieviel-steuern-muss-er-zahlen-9059/
weil er in Wien wohnt(schon vor dem WSOP hingezogen)
Original von MPN25
Aus meiner laienhaften Sicht hat Eddy vorm BFH nur eine Chance:Er muss dem obersten Finanzgericht klar machen, dass die "Gleichmäßigkeit der Besteuerung" [Art. 3 GG] verletzt wird:
* das Finanzamt hat keine Sicherheit bei der Beweiserhebung, da eine Vielzahl von Einnahmen durch das FA nicht belegbar sind (die Feststellungslast trägt das Finanzamt)
* eine Vielzahl von nicht hobbymäßigen Spieler der Besteuerung entgeht - da diese dem Finanzamt schlichtweg nicht bekannt werden (v.a. Onlinespieler)
Aus meiner Sicht gibt es hier ähnliche Parallelen zu den verfassungswidrigen Besteuerungen von Spekulanten in den Jahren 2003 und vorher!
Die Sache bei den Spekulanten liegt m.E. anders.
Damals hatte man die Mittel zu überprüfen, hat sie aber nicht genutzt.
Beim Onlinepoker hat man glaube ich nicht die Mittel das alles zu überprüfen. Immerhin sitzen die Gesellschaften ja alle im Ausland.
Mit der gleichen begründung könntest du jede illegale betätigung steuerfrei stellen, weil das Finanzamt ja schließlich nur die überprüfen kann die erwischt werden...
Original von Ypsi
weil er in Wien wohnt(schon vor dem WSOP hingezogen)
ah okay
dachte er wäre erst nach ereichen des fts dahin gezogen
Immerhin interessant ist, dass Eddy wie man es erwarten konnte Revision einlegen wird.
Quellenartikel:
Unfassbar!Da werden irgendwelche Listen die im Internet kursieren durchforstet,um dann irgendnwelche Steuern zu ereheben.
Das ist also dem deutschen Rechtsstaat wichtiger,als endlich Mörder knallhart zu bestrafen,statt sie für viel Steuergeld,meist sinnlos zu resozialiseren.
Original von Scooop
Wieso ist es eigentlich für Leute die von Poker wirklich gar keine Ahnung haben so schwer zu begreifen, dass Pokerturniere im Grunde nichts anderes sind als ne Lotterie mit folgender Besonderheit:Wäre es nur Glück beim Poker so würde ein Turnier mit 100 Leuten eben genau so sein als wenn jeder genau ein Los zieht und am Ende gewinnt einer der Hundert durch reinen Zufall und alle haben dieselben Chancen.
Dadurch aber, dass bei Poker auch skill eine Rolle spielt ist es eher so, dass bei 100 Leuten 1000 Lose im Umlauf sind und besonders unerfahrere Spieler haben weiterhin nur 1 Los (also um 1/10 schlechtere Chancen zu gewinnen als bei der echten Lotterie) und besonders starke Spieler ggf. bis zu 50 Lose - auch hier wird am Ende eines der 1000 Lose gewinnen und es kann natürlich jeder der 100 Teilnehmer sein, aber wenn ich 50 Lose habe und mein Nachbar nur 1, so steigen meine Chancen offensichtlich deutlich im Vergleich zu ihm.
Dennoch bleibt es Glück wer am Ende das Turnier gewinnt.wie kann man das bitte nicht begreifen?!
Is das wirklich dein enrst?
Original von MPN25
Original von hausse2
Was ich als Laie nicht verstehe ist: Wenn von staatlicher Seite Pokern bis heute als Glücksspiel deklariert wird, muss man sich doch darauf verlassen können (genauso, wie man die Folgen tragen muss, dass es in Dtl. nur in staatlichen Casinos erlaubt ist). Wie kann es dann sein, dass rückwirkend (!) die Gewinne zu versteuern sind. Da wird doch jegliches Vertrauen in die Gesetzgebung ausgehebelt![]()
§ 40 Abgabenordnung
Dieser § sagt aber gar nichts aus bezüglich der Frage von hausse2.
Hier geht es nicht um irgendetwas verbotenes. Die Sache ist ja gerade, dass der Staat sich bisher hinsichtlich der Definition von Poker klar positioniert hatte. Er hat gesagt, dass Poker Glücksspiel ist und er hat gesagt, dass Gewinne aus Glücksspiel nicht zu versteuern sind. Wenn man dann rückwirkend ankommt und sagt, dass man Pokergewinne versteuern soll, unterhöhlt das sehr wohl das Vertrauen der Bevölkerung in die Gesetzgebung.
Es steht dem Staat ja frei sich hinsichtlich der Bewrtung von Poker neu zu positionieren und es z.B. als Sport, normalen Beruf oder Geschicklichkeitsspiel zu definieren. Oder der Staat könnte Glücksspielgewinne steuerpflichtig machen.
Wie ich das im einzelnen bewerten würde, lasse ich mal dahingestellt. Ich würde mich aber als Bürger gerne drauf einstellen können.
Original von eric84888
Original von Scooop
Wieso ist es eigentlich für Leute die von Poker wirklich gar keine Ahnung haben so schwer zu begreifen, dass Pokerturniere im Grunde nichts anderes sind als ne Lotterie mit folgender Besonderheit:Wäre es nur Glück beim Poker so würde ein Turnier mit 100 Leuten eben genau so sein als wenn jeder genau ein Los zieht und am Ende gewinnt einer der Hundert durch reinen Zufall und alle haben dieselben Chancen.
Dadurch aber, dass bei Poker auch skill eine Rolle spielt ist es eher so, dass bei 100 Leuten 1000 Lose im Umlauf sind und besonders unerfahrere Spieler haben weiterhin nur 1 Los (also um 1/10 schlechtere Chancen zu gewinnen als bei der echten Lotterie) und besonders starke Spieler ggf. bis zu 50 Lose - auch hier wird am Ende eines der 1000 Lose gewinnen und es kann natürlich jeder der 100 Teilnehmer sein, aber wenn ich 50 Lose habe und mein Nachbar nur 1, so steigen meine Chancen offensichtlich deutlich im Vergleich zu ihm.
Dennoch bleibt es Glück wer am Ende das Turnier gewinnt.wie kann man das bitte nicht begreifen?!
Is das wirklich dein enrst?
Er hat doch Recht. Und lass uns jetzt bitte nicht darüber diskutieren, wieviele Lose mehr der versierte Spieler hätte.
Bananenrepublik, das ist einfach dermaßen offensichtlich unlogisch, selbstherrlich und ungerecht. Mich betrifft es nichtmal und ich bin auf 180.