Hat mir PT4 "Patch" nicht geholfen, das aktiv Feld ist größer als die Beschriftung und der Stecker wurde gezogen:f_mad:
Um Spielerschutz geht es doch sowieso nicht. Wenn das so wäre, würde man in Casinos nur um Centbeträge spielen, damit jedem klar wird, dass man beim Glücksspiel kein Geld gewinnen kann. Wenn man einen Euro verliert, kommt dann eine Psychologin und fragt einen, wie man sich jetzt fühlt. Der einzige Vorteil ist wahrscheinlich, dass man Pokerstars nach Inkrafttreten des Staatsvertrags in Deutschland verklagen kann
https://www.isa-guide.de/isa-law/articles/211263.html
Sehr interessanter Beitrag zum Thema Umlaufbeschluss.
Cliffs:
- Der Umlaufbeschluss ist lediglich eine Verwaltungsvorschrift und verändert nicht die Rechtslage, es ist lediglich eine Vorgabe an die Behörden wie sie mit dem Online-Glücksspiel umgehen sollen
- Online-Glücksspiel bleibt weiterhin illegal, sowohl für Anbieter als auch Spieler, für die Spieler besteht ein extrem geringes Risiko der Strafverfolgung, vor allem auch weil die "Duldung", die seit Wochen in der Presse die Runde macht, suggeriert, dass man sich als Spieler im legalen Rahmen bewegt. Es werden noch weitere Erwägungen über EU-Recht ausgeführt, die ich nicht ganz verstehe. Bottom Line ist meiner Auffassung nach aber, dass man sich als Spieler nicht allzu viele Sorgen machen sollte.
- Im Umlaufbeschluss wird den Anbietern, die sich bereits jetzt an die Regeln halten, in Aussicht gestellt, dass sie nicht negativ betrachtet werden, sobald Konzessionen verfügbar sind. Diese Klausel ist nichtig - den Anbietern kann gar Nachteil erwachsen, wenn sie die Vorgaben nicht umsetzen. Diese Ansicht hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages bestätigt.
was genau nochmal ist die überlegung bzw der hintergrund bei "man darf nur noch zufällig an tisch gesetzt werden"? thx
denke geht in die richtung herstellung von gleichen bedingungen für alle. mag theoretisch sinn machen, in der praxis halte ich es aber auch für eher eher kontraproktiv für alle spielergruppen. zb als freizeitspieler muss man dann den tisch spielen, den man bekommt und kann nicht in der lobby schauen, wo noch ein platz frei ist, sondern der wird da auch oft shorthanded gegen regs spielen müssen. bei betsson wird man dann auch direkt eingekauft und das spiel beginnt. man kann also nicht mal gucken ob am tisch was los ist und gegebenenfalls einfach wieder leaven.
Original von JamesFirst
was genau nochmal ist die überlegung bzw der hintergrund bei "man darf nur noch zufällig an tisch gesetzt werden"? thx
Es soll dich davor zu schützen von guten Regs getargeted/Table selected zu werden. Verfehlt wie so vieles in der Gesetzgebung zum Glücksspiel aber seinen Zweck.
Montag 19 Uhr beim Pokerstammtisch mit Samy89 und Fallout86, wird das Thema der Regulierung besprochen!
https://de.pokerstrategy.com/news/content/Montag:-Die-Pokerregulierung-in-Deutschland_115612/
(Link kopieren. Konvertierter Link klappt nicht, weil die Forensoftware einen Smiley in die URL packt
)
Schaltet gern ein. Stream findet hier statt: https://www.twitch.tv/depokerstrategy/
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https://de.pokerstrategy.com/news/content/Montag:-Die-Pokerregulierung-in-Deutschland_115612/
Original von aaaRt
Original von JamesFirst
was genau nochmal ist die überlegung bzw der hintergrund bei "man darf nur noch zufällig an tisch gesetzt werden"? thxEs soll dich davor zu schützen von guten Regs getargeted/Table selected zu werden. Verfehlt wie so vieles in der Gesetzgebung zum Glücksspiel aber seinen Zweck.
Poker ist obv Glückspiel, ist also egal ob du an einem Fishtable oder Regtable sitzt.
Original von Hirx123
Original von aaaRt
Original von JamesFirst
was genau nochmal ist die überlegung bzw der hintergrund bei "man darf nur noch zufällig an tisch gesetzt werden"? thxEs soll dich davor zu schützen von guten Regs getargeted/Table selected zu werden. Verfehlt wie so vieles in der Gesetzgebung zum Glücksspiel aber seinen Zweck.
Poker ist obv Glückspiel, ist also egal ob du an einem Fishtable oder Regtable sitzt.
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Poker ist immer so lange Glücksspiel bis das Finanzamt es anders sieht. #bananenrepublik
Original von JamesFirst
was genau nochmal ist die überlegung bzw der hintergrund bei "man darf nur noch zufällig an tisch gesetzt werden"? thx
Die offizielle Rechtfertigung für diese Massnahme ist, dass damit Collusion verhindert wird.
Um Manipulationen und betrügerische Aktivitäten durch kollusives Zusammenwirken von Spielern zu Lasten eines oder mehrerer Mitspieler zu verhindern, ist der Spieler zufällig an einem Tisch zu platzieren.
https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/8000/16_8480_D.pdf
Seite 108 der Begründung
Ob es in der Praxis wirklich soo viel schwieriger ist, durch vom Tisch gehen und wieder an den Tisch gehen bei zufälliger Auswahl eines Tisches einen Tisch zu erwischen, an dem man colluden kann im Gegensatz zu einer Waitlist, ist weder getestet noch überlegt worden. Abgesehen davon verhindert das nicht, dass für nichtdeutsche Spieler die Tischauswahl zur Verfügung steht. Was dazu führt, dass deutsche Spieler durch Verhinderung der Tischauswahl nur für Deutsche nicht im geringsten vor Colluison geschützt sind.
Was dann die Logik ist, Zoom-Tische zu verbieten, wo genau das zufällige Auswählen der Mitspieler zentrales Element des Spieldesigns ist, erschliesst sich auch nicht. Zoom verwirklicht ja in idealer Form die Vorstellung der zufälligen Tischauswahl zur Verhinderung von Collusion.
Es wirkt wie ein Schnellschuss aus der Hüfte von einem, der wirklich keine Ahnung davon hat, wie Dinge funktionieren und sich auch nicht bemüht hat, darüber nachzudenken. Von Konsequenz und Konsistenz nicht die geringste Spur.
Kurzer Test:
Im Moment des Schreibens dieses Posts existieren 22 NL 100 Tische. Es gibt aber nur 4 Tische mit freien Sitzen. Sollten sich die zwei Spieler über den Zeitpunkt absprechen, an dem sie an die Tische gehen, wird die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, an den gleichen Tisch gesetzt zu werden. Ehrlich, ich weiss nicht, wie die denken, wie Collusion funktioniert. Selbstverständlich kann man auch die Zeitpunkte entzerren, so dass es nicht auffällt. Spieler 1 informiert Spieler 2 einfach darüber, wie viele Plätze gerade frei sind an den Tischen, wo er sitzt, dann weiss der andere, wann er sich an einen Tisch setzen muss.
Es kann nicht darum gehen, Collusion zu verhindern. Collusion ist immer möglich und es ist leicht zu erreichen. Es muss darum gehen, sie aufdecken zu können. Das geht nur über das Beobachten des Verhaltens der Spieler untereinander (soft Play, Team Play) und welche Spieler wie oft mit welchen anderen Spielern am Tisch sitzen. Will man das nicht dem Veranstalter überlassen, dann kann nur öffentlich verfügbares Tracking helfen. Das wäre allerdings für viele die Pest, denn dann werden die schwachen Spieler extrem schnell entlarvt und die Jagd eröffnet.
Original von JamesFirst
[x] Smilies in diesem Beitrag deaktivierenAh danke, war mir so noch gar nicht klar.
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Da ich gerade dabei bin, noch eine Perle von der gleichen Seite des Dokuments:
Zudem ist beim Online-Poker auch im Rahmen eines Erlaubnismodells damit zu rechnen, dass es letztlich nur Angebote einer vergleichsweise geringen Anzahl anAnbietern geben wird....Zudem bedarf es bei jedem Anbieter eines hinreichend großen Spielerpools, damit sich zur selben Zeit eine hinreichende Menge an Spielern für den Beginn eines Spiels findet. Eine Aufteilung der Nachfrage auf verschiedene Veranstalter ist daher nur begrenzt möglich.
Sie haben keine Ahnung davon, dass es so etwas wie Netzwerke und Skins gibt. Wie viele sind das noch mal bei iPoker allein?
Der ganze Text ist absolute Irrsinn. Man kann nur hoffen, dass da einiges noch entschärft wird.
Also der Panikbutton ist halt wirklich eine absolute Farce. Absoluter Nonsense, dass der überall an jedem Tisch sein muss. Würde absolut reichen den einmal in der Lobby zu haben. Ich vermute, die Idee dahinter soll sein, dass wenn man das kleinste Gefühl hat, sich nicht mehr im Griff zu haben, dass man sofort den Knopf drücken kann... Als ob jemand, der ein Spielproblem hat aus einem Millisekunden-Impuls heraus auf den Knopf drücken würde. Jeder Mensch denkt zumindest kurz darüber nach. Und wenn er es dann machen möchte, der findet den Knopf in der Lobby auch innerhalb von einer Sekunde.
Oder wenn sie den Knopf schon überall hinpflastern müssen, sollte es wenigstens eine Bestätigungsabfrage geben. Meinetwegen auch nur für 3 Sekunden. Also dass man 3 Sekunden zum reagieren hat, falls der Knopf versehentlich gedrückt wurde.
Es macht einfach so krass wütend, dass die Verantwortlichen einfach null Plan haben und meinen sie haben ach so tolle Ideene, um Spielsüchtigen jede Hilfe zu ermöglichen. Wo ist der Panikknopf in den Spielbanken oder noch besser den schäbigen Automaten-Casinos!?
Herrlich, wie sich die Verantwortlichen von "Experten" - aus der Automatenindustrie - beraten lassen. Man will ja schließlcih "fachkundigen Rat". Man will ja "gute Politik" machen.
Original von cjheigl
Da ich gerade dabei bin, noch eine Perle von der gleichen Seite des Dokuments:Zudem ist beim Online-Poker auch im Rahmen eines Erlaubnismodells damit zu rechnen, dass es letztlich nur Angebote einer vergleichsweise geringen Anzahl anAnbietern geben wird....Zudem bedarf es bei jedem Anbieter eines hinreichend großen Spielerpools, damit sich zur selben Zeit eine hinreichende Menge an Spielern für den Beginn eines Spiels findet. Eine Aufteilung der Nachfrage auf verschiedene Veranstalter ist daher nur begrenzt möglich.
Sie haben keine Ahnung davon, dass es so etwas wie Netzwerke und Skins gibt. Wie viele sind das noch mal bei iPoker allein?

Hier noch so ein Schmankerl. Da sollen die Online Angebote also so weit beschnitten werden, dass sie völlig unattraktiv werden, damit es die Spieler in die Spielbanken oder in die (virtuellen) Spielhallen treibt, wo der Hausvorteil enorm ist. Und das soll dem Spielerschutz dienen. Kannste dir nicht ausdenken.
Jap. Geht leider nur darum die Spieler in die Arme dieser deutschen Merkurgruppe zu führen damit das Geld dort verloren wird.
Gibt es eigentlich Studien darüber in wie weit reale Casinos oder Onlinecasinos Spielsucht fördern? Und wie speziell das Pokerspiel da involviert ist? Würde ja denken das Poker, also kein Videopoker, ein viel geringeres Risiko zur Spielsucht birgt als klassische Casinospiele.
Original von Paxis
Würde ja denken das Poker, also kein Videopoker, ein viel geringeres Risiko zur Spielsucht birgt als klassische Casinospiele.
Grundsätzliche Intention kann ich schon verstehen und kann die mit einem Beispiel aus der Praxis verdeutlichen. Ich bin vor ein paar Monaten in einem 320$ MTT einem riesigen Fish begegnet, der die maximale Anzahl von 5 möglichen Rebuys ausgeschöpft und fast jeden einzelnen Spieler am Tisch bereichert hat. So wie sich seine Spielweise im Zeitablauf verändert hat, war er definitiv auf Tilt und bin mir ziemlich sicher, dass er sich die 2k Verlustlimit an dem Tag nicht gesetzt hat. Ob dem Spieler ein Panik-Button nach dem zweiten-dritten-vierten verzockten Buy-In etwas geholfen hätte, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber genau diese Spieler möchte der Gesetzgeber möglichst vor sich selbst schützen.
Das auch Poker zu Spielsucht führen kann ist klar, darum geht es aber nicht. Wenn die Gesetzgebung die Einschränkungen so wählt das Poker so beschnitten wird, dass die Spieler und potentiell Spielsüchtigen zu den Casinogames gezogen werden, diese aber gleichzeitig ein höheres Spielsuchtrisiko beinhalten, dann ist es eben scheinheilig und nicht zielführend.
Original von abcde23
Original von Paxis
Würde ja denken das Poker, also kein Videopoker, ein viel geringeres Risiko zur Spielsucht birgt als klassische Casinospiele.Grundsätzliche Intention kann ich schon verstehen und kann die mit einem Beispiel aus der Praxis verdeutlichen. Ich bin vor ein paar Monaten in einem 320$ MTT einem riesigen Fish begegnet, der die maximale Anzahl von 5 möglichen Rebuys ausgeschöpft und fast jeden einzelnen Spieler am Tisch bereichert hat. So wie sich seine Spielweise im Zeitablauf verändert hat, war er definitiv auf Tilt und bin mir ziemlich sicher, dass er sich die 2k Verlustlimit an dem Tag nicht gesetzt hat. Ob dem Spieler ein Panik-Button nach dem zweiten-dritten-vierten verzockten Buy-In etwas geholfen hätte, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber genau diese Spieler möchte der Gesetzgeber möglichst vor sich selbst schützen.
Kann man ja leicht umsetzen: Panik Button --> Kein Rebuy mehr möglich.
Die Hauptkritik ist doch, dass ich nach dem Aktivieren des Panik Buttons bereits bezahlte Turniere nicht mehr fertig spielen kann.