Ich habe nicht alles aufgeführt, was in dem Entwurf drinsteht. Da wäre ich dann noch eine weitere Stunde oder zwei drangesessen.
DE-Client: Yep, ist vorgesehen. Nur noch Angebote mit .de top Level Domain sind zulässig. §6e.3 S. 20.
Das betrifft aber nur die Pflicht, dass das Angebot nur unter einer .de Adresse aufgerufen werden darf. Über Spielerpools habe ich nichts gelesen. Es kann also gut sein, dass es keinen nationalen Spielerpool gibt sondern internationale wie bisher.
Ein- und Auszahlungen sind so geregelt: Der Spieler meldet einen verbindlichen Einzahlungswunsch bei einem Anbieter an. Der Anbieter fordert dann die Daten aus der staatlichen Limitdatei an, ob der Spieler noch unter der Einzahlungsgrenze für den laufenden Monat liegt und wie viel davon noch übrig ist. Liegt der Betrag der Einzahlung unter dem übrigen Rest, wird die Einzahlung genehmigt. Die abgeschlossene Einzahlung wird dann in der staatlichen Limitdatei eingetragen und verringert den übrigbleibenden Rest. Liegt sie darüber, muss sie abgelehnt werden und dem Anbieter der noch verbleibende Rest übermittelt. Wenn die beabsichtigte Einzahlung zum Überschreiten des Limits führen würde, kann dem Spieler die Höhe des noch nicht ausgeschöpften Limits mitgeteilt werden und darauf aufbauend ein neuer Einzahlungsversuch gestartet werden. §6c.6 S. 19.
Auszahlungen werden nicht an die Limitdatei gemeldet und haben keinen Einfluss auf die Höhe des noch nicht ausgeschöpften Einzahlungslimits. §6c.4 S. 18. Eine Motivation, das Geld im System zu lassen.
Einzahlungen müssen unmittelbar nach Zahlungseingang gutgeschrieben werden. Auszahlungen werden unverzüglich mit der Anforderung der Auszahlung dem Spielerkonto abgezogen (nicht erst, wenn die Auszahlunganforderung geprüft ist und auch erfolgt). §6b.2 S. 16
Da die Einzahlung nur über Kreditinstitute erfolgen soll (§6b.4 S. 17), ist Schluss mit sofortiger Wirkung Sekunden nach Eingabe des Einzahlungswunschs wie bei Neteller und Co. und es wird die üblichen Bankbearbeitungszeiten dauern. Das ist Absicht im Sozialkonzept, nach dem der Spieltrieb gebremst werden soll. Bei den Auszahlungen könnte es ein Problem geben, wenn dem Auszahlungswunsch nicht entsprochen wird. Das Spielkonto ist dann belastet und wohin verschwindet das Geld? Das sieht irgendwie so aus, als ob das nicht gut überlegt ist.
Folgen einer Spielersperre: Wer einmal über die Spielsucht-Sperrdatei gesperrt war, kann keine Boni oder Rabatte mehr bekommen (auf ewig). Das gilt auch für einen Spieler, dessen Sperre wieder aufgehoben wurde. §8.4 S. 26. Also kein Rakeback mehr oder andere Boni für solche Spieler.
Ausländisches Konto: geht nicht. Ein- und Auszahlungen dürfen ausschließlich von einem Zahlungskonto nach § 1 Absatz 17 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes, das auf den Namen des Spielers bei einem Verpflichteten nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 oder 3 des Geldwäschegesetzes errichtet worden ist, geleistet werden. Bargeldein-oder -auszahlungen sind im Fernvertrieb nicht möglich. §6b.4 S. 17. So schlau sind sie schon, dass sie das vorhergesehen haben.
Hast du deinen ständigen Wohnsitz im Ausland, gelten die dortigen Gesetze. Wie man aber aus dem Steuer-Prozess gegen Boris Becker weiss, ist es mit einem Zweitwohnsitz im Ausland nicht so einfach, Pflichten zu entgehen.
Beim Lotto war ich ungenau. Das unbeschränkte Spielen gilt nur für Lotterien, die nicht mehr als zweimal in der Woche stattfinden. Für jede davon natürlich und es ist nicht eingeschränkt, bei wie vielen man davon spielen darf. Man hat natürlich die staatlich veranstalteten Lotterien dabei im Blick und will die nicht bremsen.