Da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Poker ist prinzipiell kein reines Glücksspiel. Ich würde bei der Einordnung von Poker unterscheiden zwischen 95% oder gar 99% der Spieler und den wirklichen Profis.
Prinzipiell und für erfahrene Spieler ist Poker kein Glücksspiel. Für den Großteil der Spieler ist jedoch die Bezeichnung als Glücksspiel zutreffend und zwar aus folgenden Gründen:
1. Samplesize:
Da der Durchschnittsspieler nie genug Hände spielen wird um die statistische Varianz ausreichend zu verwässern, ist sein Gewinn/Verlust vom Glück abhängig.
2. Spielerisches Können:
Da heutzutage fast alle Pokerspieler ein gewisses Mindestmaß an Spielkenntnis besitzen und die Pokerräume stets bemüht sind das Spielniveau auf ein möglichst identisches Level zu bringen, müssen Spieler die besser sein wollen sehr viel Zeit investieren. Die zu investierende Zeit übersteigt dabei die Resourcen der meisten Spieler.
3. Rake:
Erst bei hohen Einsätzen reduziert sich der Rake von 5% Cashgame bzw. 10% bei Turnierspielen. In Kombination mit dem fehlenden spielerischen Talent bedarf es folglich Glück um ein positives Ergebnis erzielen zu können.
Dies macht auch die Faszination von Poker aus. Die theoretische Möglichkeit ein professioneller Spieler zu werden sowie die Chance auch mit schlechtem Spiel zu gewinnen.
Den meisten Spielern fehlt jedoch Geduld, Zeit und die passende Persönlichkeit, sodass Poker für Sie ein Glücksspiel ist und auch bleiben wird.
