@18
Guter Einwand. Man muss halt für sich definieren, was ein echter Mehrwert ist und was nicht. Um beim Ronaldo-Beispiel zu bleiben, bringt er Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen, keine Frage. Für mich sind das aber großteils keine sinnvollen Arbeitsplätze. Ich würde das eher Einkommensplätze nennen. Viele Leute haben so einen Job. Für sinnvoll halte ich viele davon aber nicht. Genausogut könnte man Jobs erzeugen, indem man x Personen ein Loch ausheben lässt (zB. während der Frühschicht) und y Personen (zB. während der Spätschicht) dasselbe Loch zuschaufeln lässt, jeden Tag. So hätten auch viele Menschen Job. Weiß nicht, ob verständlich ist, wie ich das meine.
@Spielratte
Stimmt fast exakt aufs Wort. Der Punkt, dass nicht alle produktiv sein müssen, stimmt nur theoretisch. Praktisch muss jeder irgendwie sein Auskommen finden. In unseren Breitengraden heißt das, dass er/sie dafür sorgen muss, dass Geld reinkommt. Damit das geschieht, muss er/sie irgendwas arbeiten, ob das nun produktiv ist oder nicht. Oder er/sie bezieht Hartz4, Mindestsicherung oä. Dann wird dieser Anteil von anderern aufgebracht. In einer sozialen und kooperativen Welt, würde die Theorie, dass nicht jeder arbeiten muss (weil Automatisierung, Roboterisierung usw.) zur Praxis. Bis dahin dauerts aber noch eine Weile.
@FISCH
Alles ok mit dir? Lies meinen letzten Post nochmal genau durch, dann nochmal deinen eigenen. Danach sag mir, ob du findest, dass deine Antwort zum vorherigen Post dazupasst.
Zum Punkt mit dem Zufriedensein will ich sagen, dass du damit zum Teil schon recht hast. Wir leben hierzulande verhältnismäßig sehr gut, während anderswo Menschen verhungern oder sonst wie sterben (Krieg, Ausbeutung, Verschmutzung, udg.). Jedoch ist es nicht so, dass wir hierzulande zufrieden sein oder bleiben können, weil die reale Kaufkraft sinkt. Dh. es werden exponentiell wachsend immer mehr Menschen in die Armut gedrängt, weil a) immer mehr Jobs wegfallen und b) die Jobs nicht gerecht bezahlt werden. Im Vergleich zu einem 40 Stunden Job in Bangladesch verdienen wir natürlich viel. Wir haben aber trotzdem dasselbe Grundproblem, nur dass uns das Wasser noch nicht bis zum Hals sondern erst bis zur Hüfte steht. Exponentielles Guthaben- und Schuldenwachstum machts möglich. Einfach ausgedrückt meint das, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter und schneller auseinandergeht. Dh. es ist nichts gut und schön, wir haben nur etwas mehr Zeit bevors uns so geht wie vielen Menschen der sog. 3. Welt (wie behindert dieser Begriff doch ist, als ob wir mehrere Welten hätten). Denk mal drüber nach.
Somit würd ich sagen, dass Poker vs. berufliche Karriere die falsche Frage ist, weil beides dasselbe ist. Der Unterschied ist, dass Pokerjobs womöglich früher wegfallen werden als andere Jobs. Dafür besteht die Chance auf einen höheren Verdienst, der das frühere Wegfallen theoretisch ausgleichen kann. Wie realistisch das ist, muss jeder für sich selbst rausfinden. Ich tippe mal drauf, dass man den Nachteil heute noch ausgleichen kann, jedoch unter zwei Bedingungen. Man sollte a) heute bereits über einen entsprechend hohen Skilllevel verfügen, um b) wenigstens NL25 oder Vergleichbares hardcore grinden zu können, was für mich etwa10k Hände pro Session bedeutet. Besser wäre NL100+. Da viele Spieler nicht so viele Hände pro Session spielen können, und von den wenigen, die es können, wiederrum viele nicht konstant über einen langen Zeitraum x spielen können, dürfte schnell klar sein, dass das heute keine einfache Aufgabe mehr ist. Uni ist also ein heißer Tipp für alle, die es trotzdem probieren wollen. Uni ist ein super Backup, falls es nicht klappt, eine Meisterprüfung in irgendeinem Lehrberuf ist auch sehr gut, um sich vll. selbstständig zu machen. Gerade im Handwerksbereich gibts noch immer einen hohen Bedarf. Oder man arbeitet geringfügig in einer Firma und die restliche Zeit schwarz. Soll ziemlich profitabel sein, hab ich gehört. Nicht, dass ich dazu auffordern würde. In schwierigen Zeiten, muss man schauen, wie man durchkommt.