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[Geschlossen] Profispieler und das Finanzamt

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DrZord
Beigetreten: 14.11.2008
PokerStrategist

Hi.
Dieses Thema wurde im Forum bestimmt schon diskutiert, aber ich hab mit der Suche leider keinen Thread gefunden, deshalb möge es mir verziehen werden, einen Neuen aufzumachen.

Ich hab gelesen, dass man ab einem Durchschnittspokergewinn von 1500€ pro Monat als Profispieler gilt und Steuern zahlen muss. Angeblich gab es auch schon mehrere Gerichtsurteile zu Gunsten des Finanzamtes.

Was sagt ihr dazu. Speziell diejenigen die mit Poker ordentlich Asche machen.

Und ist es eigentlich ratsam mir von meinem Pokeranbieter Auszahlungen quittieren zu lassen?
Ich bin für jeden Tipp dankbar.

hier mal noch ne Quelle: http://de.rules-poker.net/pokergewinne.php


107 Antworten
Dyrlaht
Beigetreten: 10.06.2008
Oldschool Grinder

Ich werf gleich mal noch ne Frage in die Runde. Wieviel Steuern müss(t)en Pros eigentlich zahlen?


Ja, ich habe auch gestern in der FAZ gelesen, dass Pokergewinne zu versteuern falls der Durchschnittsgewinn pro Hand 1500€ übersteigt.

Hat diesbezüglich jemand nähere Informationen?

Würde mich als NL 25/50 Spieler brennend interessieren.

Vielen Dank!


DrZord Themenstarter
DrZord
Beigetreten: 14.11.2008
PokerStrategist

Original von IDreamofVicky
Ja, ich habe auch gestern in der FAZ gelesen, dass Pokergewinne zu versteuern falls der Durchschnittsgewinn pro Hand 1500€ übersteigt.

Hat diesbezüglich jemand nähere Informationen?

Würde mich als NL 25/50 Spieler brennend interessieren.

Vielen Dank!

Ich denke ein Durchschnittsgewinn von 1500€ PRO HAND ist etwas unrealistisch, oder versteh ich da was falsch.


1500$ pro Hand wer das schafft ist Gott wie soll das gehen ?Selbst bei High stacks kann ich es mir nicht vorstellen beim besten willen nicht .


naja das heißt dann wohl das die Gewinne nicht zu versteuern sind^^
wer schafft schon1500€/Hand


stylus20
Beigetreten: 13.10.2007
BlackMember

Original von pantokrator7
naja das heißt dann wohl das die Gewinne nicht zu versteuern sind^^
wer schafft schon1500€/Hand

ivey und co wenn sie gg abramowitsch NL1million+ spielen ;)


EisTi
Beigetreten: 24.10.2006
PokerStrategist

"kommste heute abend mit auf die party?"
"ja, aber ich muss erst noch kurz ne hand pokern!"


Valain
Beigetreten: 30.03.2007
PokerStrategist

Wer würde da nicht in Versuchung kommen und das Massgrinden anfangen?

10 Hände pro Monat sollten ja zu schaffen sein, auch wenns echt viel Zeit raubt.


SteveWarris
Beigetreten: 28.03.2007
Oldschool Grinder

1$/Hand wäre realistischer auf den Highstakes


pat25
Beigetreten: 14.02.2006
PokerStrategist

Lach...pro Hand ist gut. Die meinen aber mit sicherheit nicht pro Hand.


Original von IDreamofVicky
Ja, ich habe auch gestern in der FAZ gelesen, dass Pokergewinne zu versteuern falls der Durchschnittsgewinn pro Hand 1500€ übersteigt.

Hat diesbezüglich jemand nähere Informationen?

Würde mich als NL 25/50 Spieler brennend interessieren.

Vielen Dank!


uni05mz
Beigetreten: 09.01.2007
Oldschool Grinder

Oh, mal wieder ein Steuerthread :rolleyes:


Nickelnewbie
Beigetreten: 05.12.2007
BlackMember

war doch erst letztens im monats post der High lvls auf FTP
Antonius winnings pro hand: 150$ um den dreh....also is der scheiß mit 1500$ totaler schwachsinn


ist doch eigentlich ziemlich klar, wie das gemeint ist, nur sie drücken es wie immer blöd aus.

obv. durchschnittlicher gewinn in jeder gewonnenen hand. aber selbst das, sollte niemandem hier wohl den schlaf rauben bei normalerweise so 6bb je gewonnener hand.


cls plz


Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008
Elite Grinder

Die drehen sich das anscheinend auch wie sie es brauchen.

Einerseits soll es ein Glücksspiel sein, damit man es auch schön verteufeln und unter das Glücksspielmonopol stellen kann, aber wenn es dann andererseits Leute schaffen, damit ein Einkommen nachhaltig zu bestreiten, muss es versteuert werden. _mad:


Chaos-I
Beigetreten: 01.03.2005
PokerStrategist

Original von Dyrlaht
Ich werf gleich mal noch ne Frage in die Runde. Wieviel Steuern müss(t)en Pros eigentlich zahlen?

Das hängt von den jährlichen Einnahmen ab, genauso wie bei einem Arbeitnehmer.

Also kannst Du da einen ganz normalen Gehaltsrechner im Internetbemühen.

Wenn Du in der Kirche bist musst Du natürlich auch Kirchensteuer bezahlen, wird ja aus der Einkommensteuer berechnet.
Die Krankenkassenbeiträge werden auch aus Deinem Einkommen berechnet ( es sei denn Du bist privat versichert ).

Rentenversicherung ist freiwillig.

Da geht dann schon was ab... Wenn Du mal von 2k im Monat ausgehst
Alle Nebenkosten schon abgezogen, also zu Versteuerndes Einkommen

Macht das :

24k im Jahr

davon zahlst DU :

15.5 % Krankenkasse : 3875 Euro

Dann musst Du Einkommenssteuer bezahlen

24 000 - 2400 ( Sonderausgaben Krankenversicherung weiss aber net ob der Betrag stimmt ) = 21 600 Euro

~ 3000 einkommenssteuer, ~165 Soli

Und davon wieder : 250 Euro Kirchensteuer ....

Das macht dann unterm Strich :
24k Einnahmen- 250 Kirchenst - 3875 KK - 3000 EK - 165 Soli =
16710 Euro bleiben Dir ...

Umso mehr Du verdienst umso höher wird halt der Est Satz ....


olli13
Beigetreten: 09.02.2006
Oldschool Grinder

Fakt ist, bei aktueller Rechtslage sind Gewinne aus Glückspielen (inkl. Poker) nicht zu versteuern.

Deine Quelle scheint mir nicht gerade seriös, behauptet es gäbe Gerichtsurteile aber nennt keinen Quellen oder Urteilsnummern.


Original von olli13
Fakt ist, bei aktueller Rechtslage sind Gewinne aus Glückspielen (inkl. Poker) nicht zu versteuern.

korrekt, dabei ist es unerheblich, ob aus legalem oder illegalem glücksspiel. für das FA sind einnahmen nur einnahmen, die entweder alle versteuert werden oder auch nicht. sofern es sich nicht um kapitalverbrechen handelt, unterliegen sie dem steuergeheimnis.

allerdings kann das FA im einzelfall eine versteuerung wegen nachgewiesener erfolgreicher gewinnerzielungsabsicht anordnen. dazu ist aber nur ein einziger fall aus dem roulette bekannt. ausgerechnet ein -EV-Game :rolleyes:

wenn es zu einer besteuerung wegen gewinnabsicht kommt, darf man von einer gesonderten besteuerung wie bei spekulationsgewinnen ausgehen. das heisst die gewinne (jährlicher Bankrollzuwachs - absetzbare kosten, bereinigt um privatentnahmen/einlagen) werden dem zu versteuernden einkommen zugeschlagen. das bedeutet im wesentlichen grenzsteuersatz. verluste sind nicht absetzbar. ob es einen verlustvortrag innerhalb der einkommensart gäbe, wäre spekulation. es ist halt nichts geregelt, weil nichts öffentlich passiert.

als profi könnte man natürlich einfach behaupten, dass man sein geld im casino vedient und das ist legal und steuerfrei. online-poker spielt man natürlich nur auf seinen zahlreichen auslandsreisen, ebenfalls legal und steuerfei _biggrin:

wie es die profis nun wirklich machen, und ob ihnen die finanzämter im konkreten einzelfall gewinnerzielungsabsicht unterstellen, wissen wir nicht.


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