Zum Forum springen
Vorschlag gegen Bet...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Vorschlag gegen Betrug

184 Beiträge
46 Benutzer
0 Reactions
11.5 K Ansichten

Original von research84
Da mein Thread geschlossen wudde, würde ich vorschlagen, dass wir hier die Diskussion weiter führen.

blablubfischblub...

Wo ist dein Vorschlag ?


Antwort
Zitat

...


Antwort
Zitat
Fruechte
Beigetreten: 18.10.2009
Oldschool Grinder

Ach, ich sehe diesen Thread erst jetzt, nachdem sich xkinghighx bereits verabschiedet hat.

Ich habe mir ein paar (spieltheoretische) Gedanken zu der Argumentation von xkinghighx gemacht und bin unter anderem zu dem ironischen Schluss gekommen, dass in einer bestimmten perfekten Welt seine Einstellung paradoxe Implikationen haben müsste:

Ein Mensch, der so denkt wie xkinghighx es offenbar tut müsste ja genau aus diesem Grunde von einem Pokeranbieter (der von eben dieser Einstellung des oder der Spieler wissen sollte) betrogen werden:

der Pokeranbieter weiß schließlich, dass der Spieler niemals misstrauisch sein wird (sein kann) weswegen man mit ihm ja alles machen könnte was das Herz so begehrt. Das Ergebnis ist somit paradox: glaubt man, dass Pokeranbieter absolut seriös sind und immer sein werden, dann konstituiert genau diese Einstellung, dass das genaue Gegenteil eintreffen muss: man wird garantiert betrogen werden, da man einfach zu gutgläubig ist und der Anbieter aus seinem Handeln einen garantierten Vorteil ziehen kann, der keinerlei negative Konsequenzen haben kann (aufgrund von Gewinnmaximierungskalkülen besteht für den Anbieter immer der Anreiz riggedness aufzudrehen - ich glaube bei diesem Punkt besteht auch praktisch kein Dissens?).

Dieser Fall stellt dann wohl das genaue Gegenteil einer self-fulfilling prophecy dar - nämlich die self-defeating prophecy:

man ist sich so sicher, dass es nicht rigged sein kann, dass es aus genau diesem Grunde rigged sein muss, da der Pokeranbieter aufgrund der Sachlage einfach gezwungen wird, die riggedness aufzudrehen: wenn die beiden Parteien die einen Pokermarkt bilden nur aus "gutgläubigen Spielern" und "flexiblen Pokeranbietern" bestehen, wird da einfach kein Nashgleichgewicht zu Stande kommen können: die Pokeranbieter können sich immer besser stellen, wenn sie von ihrer vorher vereinbarten non-riggedness Strategie zur Riggedness Strategie überwechseln.

Original von LLuq
Aber es gibt ja auch wirkliche Crusher wie z.B. Siete, Schnib, Kobeyard etc. oder einige erfolgreiche Lowstakesgrinder. Meint ihr (die Leute die meinen es wäre rigged) dass diese Leute, auch benachteiligt wären, aber solche übercrusher sind, dass sie trotzdem noch eine sehr hohe winrate haben und deshalb meinen es wäre nicht rigged, oder glaubt ihr diese Leute werden irgendwie von den Pokerseiten bevorteiligt?

Ich fand, dass deine posts diesen Thread sehr bereichert haben.

Du sprichst da einen guten Punkt an. Was fällt mir dazu ein?

Ganz einfach, ich versetze mich in die Lage eines Pokeranbieters, der seine riggedness Strategie optiminiere möchte. Und da kann ich dir versichern: wenn ich einen rigged Pokeranbieter managen wollte, wäre das erste was ich machen würde, darauf zu achten, dass wir auf jeden Fall Spieler wie nanonoko haben werden: also Spieler, die konstant mit scheinbar wenig Varianz gewinnen, denn ein solcher Spieler ist das beste Beispiel dafür, dass es nicht rigged sein kann, richtig?

Was man dafür tun muss um einen solchen Spieler (bzw mehrere Spieler) "hinzubekommen", darüber müsste man sich dann vermutlich noch ein paar mehr Gedanken machen - eine gute Implementation ist sicherlich nicht trivial. Andererseits ist es aber auch so, dass eine gute riggedness Strategie ja nicht darin besteht, dass alle Spieler break even spielen sollen: es geht ja nur darum zu erreichen, dass identifizierte Gewinner ein wenig langsamer gewinnen und die entsprechenden Verlierer ein wenig langsamer verlieren - mehr wollen wir ja gar nicht erreichen ;)

Aber was ich damit sagen will: die Existenz der von dir angesprochenen Spieler ist nicht zwangsläufig ein Beweis oder Indiz dafür, dass es nicht rigged sein kann, sondern auch in einem System in dem riggedness vorkommt möglicherweise nur ein Indiz dafür, dass die Strategien der rigged Pokeranbieter gut optimiert sind.

Mir ist bewusst, dass meine Argumentation hier (was das mehr oder weniger wilde Einfügen von Variablen angeht um bestimmte Sachverhalte erklären zu können) nicht ganz unproblematisch ist - ich kenne ja den Unterschied zwischen dem Bestimmtheitsmaß und dem korrigiertem Bestimmtheitsmaß..


Antwort
Zitat
xkinghighx
Beigetreten: 25.10.2007
Elite Grinder

du hast vollkommen recht.
unter der annahme das der pokeranbieter der gesamtheit seiner spieler meine argumentationskette zutraut folgt das er rigged sein wird weil es kein logischen grund gäbe nicht rigged zusein.
an der tatsache das wir keine mittel haben riggness zubeweisen ändert sich ja nichts und so würde niemand an riggness glauben unter der gemachten annahme.
das wäre in der tat ein paradoxon da dem spieler ein adhoc logikfehler aufgezwungen wird aufgrund der eigenen logik.

leider folgt aus dem umkehrschluss nicht das der pokerraum nicht rigged sein kann wenn die annahme nicht stimmt. sonst wär das thema ja durch

auf gute beiträge werde ich dann doch noch aufmerksam gemacht von daher ;)

im prinzip ist es das irrationale misstrauen der rigged schreier was uns in letzter instanz vor riggness schützt.
in zukunft kann man zu den rigged schreiern einfach sagen DU bist der grund warum der anbieter nicht rigged ist. :]


Antwort
Zitat
Teilen: