Da der gute Funmaker uns nicht mal einen Thread hijacken lässt, der ansonsten tot ist, hier der neue Thread:
Frage steht im Topic. Da ich im alten Thread selber erst auf Seite 5 eingestiegen bin, gibt es auch nur eine Zusammenfassung ab dann:
IMHO sollten wir hier im Thread zwischen zwei arten von Pokerspielern unterscheiden:
Original von Tunnelblicker
Du "nutzt" die Gesellschaft, also scheint es doch nur fair zu sein, wenn du ihr auch etwas gibst. Man muss hier bei natürlich unterscheiden ob man den Pokerspieler als Steuerzahler betrachtet oder nicht.Wenn er keine Steuern zahlt ist es wohl offensichtlich das er der Gesellschaft nur schadet. Er gibt keinerlei Wert an die Gesellschaft, hat aber viel erhalten (i.d.R. Ausbildung, Rechtssystem, etc. ).
Wenn er Steuern zahlt wird es etwas schwieriger. Letztendlich gibt er der Gesellschaft etwas zurück und wenn wir annehmen das er genauso viel verdient wie in einem "richtigen" Job, dann macht es für den Staat erst einmal keinen Unterschied was er macht.
Die Frage ist dann. Erstellt er einen Mehrwert? Bei Fußballspielern kann man argumentieren das sie für Unterhaltung sorgen. Bei Pokerspielern wird dies schon schwerer, da es wohl einige Spieler am Pokertisch gibt die mehr für die Unterhaltung bezahlen als Sie eigentlich bereit wären zu zahlen. D.h. ein Pokerspieler nutzt die Irrationalität seiner Mitmenschen aus.
Und wenn man Pokerspieler anerkennt ergibt sich noch ein zweites Problem. Man muss auch die ganzen Spieler in die Rechnung mit einziehen die aufgrund von Poker alles verloren haben und nun von Hartz 4 leben oder regelmäßig zum Psychater müssen.
Argumentationslinie für Pokerspieler die keine Steuern zahlen verlief dann irgendwie so: Sie bezahlen Umsatzsteuer --> Kein Argument da dies keine Steuerhinterziehung rechtfertigt und meistens die Kosten nicht deckt | Sie holen Geld nach Deutschland --> Da wir auch Fische in Deutschland haben dürfte sich das ganze auf lange Sicht ausgleichen.
Für mich war dann soweit das Thema Pokerspieler die keine Steuern zahlen abgehackt und letztendlich geht es darum ob Pokerspieler die Steuern zahlen der Gesellschaft einen Nutzen bringen.
Original von AKI307
[...]
Nach Maslow steht bspw. Selbstverwirklichung an oberster Stelle, für den Einzelnen gibt es somit Dinge, die sogar über dem Gesetz stehen.
Wer also sagt, dass man immer für die Gesellschaft dasein muss, zumal man ja in jede Gesellschaft zwanghaft hineingeboren wird, und Vor- und Nachteile derselben genießt, ob man jetz will oder nicht.
Klar muss man sich der Gesellschaft anpassen, sonst ist ja zivilisiertes Leben neben- und miteinander nicht möglich, aber dazu gehört imo nicht, dass man sich für sein restliches Leben einen Job suchen muss, mit dem man sich selbstlos in den Dienst einer Gesellschaft stellt.
Da ist mir mein persönliches Glück wichtiger.
Und als Pokerspieler schadet man der Gesellschaft sicher nicht mehr, als viele andere Berufsgruppen wie bspw. die, die ich in meinem anderen Beitrag aufgezählt habe.
Wobei ich hier gerne noch mal die Berufsgruppen hören würde.
Die Frage ist halt ob ein Pokerspieler tatsächlich "Spaß" bietet, wie ein Fußballspieler, oder nicht doch eher die Irrationalität von anderen Leuten ausnutzt.
P.S.: Vom Peter würde ich dann gerne wissen wieso er mit uns nicht diskutieren will, solange der Begriff Nutzen nicht weiter definiert ist. IMHo ist der Begriff selber ziemlich gut definiert, nur ist es natürlich schwer den Nutzen von Menschen miteinander zu vergleichen, was aber nicht am Nutzenbegriff selber liegt.