Es gibt unzählige Tätigkeiten, mit denen Menschen Geld verdienen, dabei keinen Mehrwert schaffen und auch sonst keinen Nutzen für die Gesellschaft bringen.
Daher würde ich nicht fragen, ob die PokerPros der Gesellschaft einen Nutzen bringen sondern ob sie der Gesellschaft schaden. Und diese Frage würde ich auf jeden Fall verneinen.
Zunächst einmal ist jeder für sich selbst verantwortlich. Ein Pokerpro sorgt schon mal für sich, liegt dem Staat nicht auf der Tasche, wie viele anderen, und lässt zudem den Arbeitsplatz für andere frei, den er sonst hätte.
Selbstverständlich sollte er, wie jeder andere auch, einen Beitrag zu den Dingen leisten, die er auch alle nutzt, ob es die Infrastruktur oder das Rechtssystem ist, also Steuern zahlen. Das wurde aber schon oben erörtert.
Zumindest sorgt er dafür, dass das Geld im Umlauf bleibt und nicht irgendwo auf Sparbüchern liegt.
Beim Poker bringen die Teilnehmer ihr eigenes Geld mit, welches ursprünglich durch irgendeine "Mehrwertschöpfung" entstanden ist. Nun steht das Geld zur freien Verfügung und jeder kann damit machen, was er will. Ob diese Personen einzeln das Geld anstatt zu verspielen irgendwo in den Umlauf bringen, durch Konsum, oder ob sie das Geld dem Gewinner überlassen, der es dann halt von sich aus in den Umlauf bringt, macht keinen Unterschied. Es ist nur eine Umverteilung.
Bei Lotto kommen im Prinzip ebenfalls viele Menschen "zusammen", die ihr Geld dort einbringen und sozusagen umverteilen. Der Gewinner des Jackpots kann anschließend davon gut leben, könnte also auch als jemand bezeichnet werden, der vom Lotto (also Glückspiel) lebt und der Gesellschaft keinen Nutzen bringt. Und Steuern muss er auch nicht zahlen.