Ich erinnere mich, als ich vor zwei Jahren angefangen habe mich intensiv mit Poker zu beschaeftigen, war in vielen Artikeln und Buechern von dem reinversetzen in den Gegner die Rede.
Es wurde einem erklaert, man muesse sich waehrend einer Hand folgende Fragen stellen:
1. Was hat er?
2. Was denkt er was ich habe?
3. Was denkt er, was ich denke, was er hat?
Seit in der Online-Pokercommmunity das Konzept der Handranges ausgeschlachtet wurde, ist dieses "level"-Thinking eigentlich komplett verschwunden, da man alles nur noch auf Handranges abstrahiert.
Da der Gegner das vermutlich auch machen wird, wuerde es ja damit auch gar kein Sinn mehr in diesem alten Konzept geben, da es voraussetzt, dass der andere ebenfalls davon Gebrauch macht.
An sich finde ich es schade, dass das inzwischen untergegangen ist, da es eines der interessantesten Aspekte des Pokerns gewesen ist.
Es hat viele Spielereien und Taktierereien erlaubt.
Aber nun scheint das Spiel in gewisserweise zu degenerieren.
Mich wuerde mal interessieren, wieviele von Euch von dem "Level"-Thinking Gebrauch machen und ob Ihr diesem Konzept noch irgendwelche Bedeutung beimesst?