Ich sprache vor Kurzem mit einem Mann, der nicht nur intelligenter ist, als ich, sondern auch klüger und weiser. Sogar besonnener.
Müsste auch meine Altersklasse übersteigen. Vaterfigur und so Sachen. Manch einer kennt das ja.
Wir sprachen über meine tendenzielle Spielsucht, die ich nicht abstreite.
Manchmal muss es Leidenschaft sein, die deine Grenzen neu markiert.
Ich bin ja klever und dezente Verdrängung + eine gesunde Portion Subjektivität ist meine Stärke.
Also packte ich ihn mal aus:
( Für die, denen der Ausdruck nicht geläufig ist: "Ihn auspacken" hat eine gro�?e Bedeutung:
Wenn du jemanden etwas beweisen willst bzw. es gerade tust; wenn du in irgendeiner Art und Weise aktiv wirst;
etc. gibt tausende Beispiele für die Anwendung.
Das ist eine Art kulturelle Kernschmelze, denn um den Ausdruck benutzen zu können, musst du sowohl restringiert, als auch elaboriert durch die Welt wandeln können.
Die Weiterführung, das Addon sozusagen, hierfür ist: "klatsch ihn auf den Tisch".
Alternativ kann man verschiedene Objekte integrieren. Möglich wären: "ins Gesicht", "auf den Boden", "gegen den Monitor". Usw.
Aber aufpassen: Mit Ausdrücken ist es wie mit Geld, Inflation bestimmt die Anzahl deiner Möglichkeiten.
Der Ursprung des Ausdrucks und seines Addons müsste ersichtlich sein.)
Sucht beim Poker ist da. Sucht zieht sich durch Poker. Sucht bildet das Fundament jeder Entscheidung.
Jeder hat seine persönliche Sucht (auch beim Poker, gerade beim Poker) - ein Gift, das seinen Korpus am Leben erhält.
Sogar der Dalai Lama hat seine Sucht. Seine Sucht ist unser aller Sucht. (HOHO!)
Die Differenz ist der Umgang, die Kontrolle.
Was ist meine Sucht?
Disziplin.
Funktionierende Konzepte.
Ein gutes Spiel.
Konzentration.
(Für die, die nicht zwischen den Zeilen lesen: Hier steht nicht: Ein guter Ausgang, Erfolg, Belohnung. Das ist im Poker nicht wichtig.)
Hierbei die Anmerkung: Die oben aufgeführten Punkte führen zu einem guten Ausgang, Erfolg, Belohnung.
Was die Suchtstruktur leicht komplexer macht, als andere Strukturen - wie Kokainkonsum zB.
�?ndert nichts an der Sucht, es wirkt nur wie ein EVA-Prinzip. Eine Zusammenspiel aus primären und sekundären Faktoren.
Die Lokalisierung ist vielleicht schwieriger
Er erzählte dann irgendwas von Kokainkonsum. Er hat mich rhetorisch natürlich umgehauen, es ging dann weiter mit Vergleichen usf.
Ich schweife leicht ab, worauf wollte ich hinaus?
Poker kann dich zerstören. Poker wird einige hier zerstören.
Poker ist kein Spiel. Poker in seiner Dynamik ist Krieg.
Krieg mit sich selbst.
Poker erschafft nichts Neues. Poker weckt nur.
Er sagte dann: Poker kann dir das Wichtigste in deinem Leben nehmen, was du hast: Zeit.
Lest diesen Satz und lest ihn immer wieder, bis ihr es begreift.
Ich verstehe seine Bedetung, aber ich begreife es nicht. Ich ahne es nur.
Nehmt mich als Beispiel für etwas, was in eine Extreme führen konnte.
Unabhängig von meiner Person, was Charakteristika umfa�?t.
Als ich 2 Tage mal kein Internet hatte, fiel mir auf einmal auf, wieviel Zeit ich doch habe.
Als es wieder da war, fiel ich in altbekannte Muster.
Was bedeutet das alles für mich?
Nun ja. 4 Wochen keine Praxis mehr. Danach kontrollierter Konsum. Stetes Balancieren.
Was bedeutet es für euch?
Das wei�? ich nicht. Vielleicht eine Erinnerung. Vielleicht ein Exempel. Sehr oft bedeutet es Nichts. Manchmal auch Alles.
Viel Spa�? Jungs
P.S.: Die Struktur ist leicht verwirrend, aber Freiheit ist nun mal Freiheit. Und ich bereue nichts.
Niemals. Liebe ist Liebe und muss wie Liebe behandelt werden.
Man muss sich darum kümmern.
Macout sieht einen Anfang, aber kein Ende.