Original von Casihasi
Hey Liv,
Dein Engagement in allen Ehren aber was für Gavius gilt gilt auch auf ner anderen Ebene genauso für Dich (und für mich sowieso aber ich Spiele poker und Lese Gavius aus den gleichen Motiven..).
In der Zeit, in der Du Dich über Gavius aufregst, könntest genauso gut 200 Hände am Tag mehr spielen. Dann bekämst Du mal endlich Samplesize in Deine Pokerkarriere und wärst irgendwann ma auf dem Limit, der Deinem Theoriewissen über Poker entspricht. ;P
Darum gehts halt imho überhaupt nicht. Ich kritisiere ihn ja nicht, weil ich denke, dass er damit seine Zeit vergeudet, dass zu posten was er postet. Das kann jeder halten wie er will und ich bin ganz bestimmt keiner, der halt irgendwie ne Einstellung vertritt, dass man immer was sinnvolles und nützliches machen sollte. Ich meine,es würde nen großteil des Forums halt gar nicht geben, wenn jeder hier immer nur aus eigenem Vorteil posten würde.
Das Problem, das ensteht, wenn er die Art wie er postet beibehält ist einfach, dass er mit jedem Post sich selber und seinem Mindset schadet indem er eben genau das macht, was man nicht machen soll, nämlich ergebnisorientiert denken. Und es ist halt nicht nur das. Nicht dass es schon reicht, dass er sich durch diese Art des Postens damit täglich auseinandersetzt und somit schon sein Mindset, sein Empfinden etc. darauf trainiert, ergebnisorientiert zu denken ... er schreibt es auch noch nieder, was einen erheblich stärkeren Effekt hat, als einfach nur daran zu denken. Kann ja jeder mal selber probieren. Sobald man sich mit etwas auseinandersetzt UND es niederschreibt, mal bewusst ausformuliert, rückt das weit stärker ins Bewusstsein und wird schneller übernommen (hat einen stärkeren Trainingseffekt).
Der Effekt dieses Erlebnisberichts ist also das Training eines sehr falschen MIndsets. Zugegeben erwarten viele einfach Sessionergebnisse Graphen etc. Deshalb ist halt auch die Frage, ob er es einfach lassen sollte oder zumindest die Art seine Berichte erheblich ändert. Also gänzlich ohne Ergebnisse und nur über Sache schreibt, die er selber in der Hand hat (wieviele Hände, wie lange gespielt, wieveile Tische, wie war Seat, Tableselection, wie war er mit dem Quitten oder Seatchangen zufrieden, wie mit dem SPiel, wie empfand er die Gegner, wie hat er adaptet etc.). Das würde dann den Effekt haben, dass sämtliche Punkte die er selber in der Hand haben wiederholt in sein Bewusstsein gerückt werden, was ihm dann am Tisch auch was bringt, weil er halt dort (ev. sogar hinsichtlich des nachfolgenden Sessionberichts) mehr auf alle Aspekte die er selber kontrollieren kann fokusiert ist.