Finde die Idee auch super.
Hand 1: MP1 repräsentiert eine mittelstarke Hand (z.B. Qx). Wenn Hero die Qd hält, kann MP1 keinen Flush haben bzw. selten (jedenfalls nicht mit der Q). Hero kann den Flush halten (zb. QJdd, KJdd, KQdd). Bis zum Turn sind auch sets mit TT oder 22 möglich. Am River sehe ich damit einen call, weil MP1 dann den Flush halten könnte und wir keine value gegen seine callingrange mehr haben. MP1 steht mit seinen Qx-Händen ohne Flush am River aber ziemlich unter Druck, so dass auch ein Bluff Sinn macht. Allerdings würde ich nicht ohne weitere Info davon ausgehen, dass wir TP bei MP1 zum folden bekommen.
Deshalb vermute ich ein value-raise von Hero mit tada KdJd, welches mit gewonnener EQ nochmal den Turn barrelt. AdQd würde ich bei MP1 discounten, weil das wohl am Turn setzt.
Hand 2: ein Raise am Flop for value macht HU keinen Sinn. Hier schon eher, nachdem BB setzt und UTG callt. Es könnte daher ein value oder ein bluffraise sein. Nachdem UTG callt, blufft Hero den Turn nicht weiter. Als value Range sehe ich bei Hero am Flop nur 22 und 88.
UTG repräsentiert am Flop ein OP (TT+). TT, JJ callen den Turn nicht immer. Deshalb ist die UTG Range am River schon ziemlich klein (QQ+). Dagegen sehe ich keinen vernünftigen Bluff mehr und gebe Hero am River tatsächlich 22. 88 setzt meiner Meinung nach nicht mehr so groß, da QQ oder AA in der UTG Range am River sind.
Edit zur Hand 2: Ich glaube selbst wenn ich als UTG ingame zu meinem Ergebnis komme, calle ich die Riverbet bei einem aggressiven Gegner immer. Die sinnvolle value-Range ist mir mit 22 da einfach zu klein ;-)