Wirklich hervorragender Beitrag!! Danke dafür... noch ne Menge mitgenommen!:f_thumbsup::f_thumbsup::f_thumbsup:
@ Renne:
Vielen Dank für den wirklich sehr guten Beitrag.
Es gibt einiges was ich für mich mitnehmen kann.
Wenn ich dich richtig verstehe, dann sind die folgenden beiden Punkte in der Reihenfolge deiner Meinung nach am wichtigsten:
- Gameplan
- Range-Verständnis
Zum Thema Range Verständnis hast du gute Ansätze geliefert wie man da gut erlernen kann. Vielen Dank dafür.
Nun noch mal zum Gameplan:
Wie sieht für dich ein vollständiger Gameplan aus?
In welcher Form erstellst Du dir diesen?
Preflop ist mir das schon recht klar und ich habe mir auch einen erstellt. Jetzt ist die Frage wie geht es dann weiter?
Für die Micros (sagen wir mal bis NL10) habe ich für mich dann für ca. 80% der Situationen Gedanken gemacht wie ich weiterspielen möchte und mir eine Text-Datei angelegt und aufgeschrieben welche Handstärken ich auf welchen boards wie weiterspielen möchte.
Ist das der richtige Ansatz?
Wie hast du das für dich gemacht (vielleicht kannst du mal ein Beispiel posten...)
gerne uch deinen vollständigen Plan :f_drink::f_drink::f_thumbsup:
Slainte Talisker
Vom Ranking her sehe ich es genau so. Denn das Rangeverständnis dauert seine Zeit. In der Zeit kann man schon mal Motivation tanken, indem man mit Hilfe eines guten Gameplans (= Rezept, Schritt für Schritt Anleitung) bereits die ersten Winnings einfährt.
Im Wesentlichen sollte der Plan soviel abdecken, dass man quasi ohne zu denken (fast) alle Spots profitabel lösen kann (auch postflop), nur weil man sich ans Rezept hält. Man weiß nicht gleich, warum der Kuchen schmeckt, aber er schmeckt. Das Warum erarbeitet man sich mit der Zeit, ebenso die Verfeinerungen, damits noch besser schmeckt.
Das schaut so aus, dass du eben eine Art Rezeptbuch bekommst, wo drin steht wieviel du wo bluffen und valuebetten sollst, welche Ranges du haben sollst usw. Das Ganze kann an GTO oder an die Populationstendenzen eines Limits angelehnt sein. Früher hat man sich sowas selber erarbeiten müssen. Heute gibts Coaches, die das teilen und Bücher, die einem zeigen, wies geht, damit man es selbst relativ problemlos ausarbeiten kann.
Posten kann ich das nicht. Das passt nicht auf eine A4 Seite, eher auf 5. Außerdem hätte das dann jeder, der hier reinschaut, was nicht in deinem Interesse sein sollte. 😉
@ Renne:
Ja, dass habe ich befürchtet.... ![]()
Wäre es denn möglich mal ein Beispiel für eine Situation zu bekommen? (Kannst Du mir auch gerne per PN zukommen lassen).
Das Thema Gameplan wird nämlich so oft irgendwie in diesem Forum angesprochen oder ist Thema von Video-Serien, aber es fehlt immer irgendwie das greifbare...
Ansonsten hast Du vielleicht Tipps für guten Content (Bücher, Videos...)?
Slainte Talisker
Schau dir die Videos mit den Handanalysen nochmal genauer an. Da wird das Thema Gameplan eigentlich relativ gut ersichtlich.
Applications of NL Hold'em kann ich eingeschränkt empfehlen, weil es inhaltlich sehr gut aber sprachlich und pädagogisch Müll ist. Ist leider recht schwer verdaulich. Als Einstieg in die Rechnereien kann ich dir Analytical Hold'em empfehlen. Denn ohne Mathe würd ich sowas nicht angehen. Mathe ist zwar für viele ein Grauen, aber es erleichtert einem so viel und ist auch eigentlich nicht so kompliziert, wenns gut erklärt wird, wie imo im zweiten Buchtipp. Wenn du von Mathe gar keine Ahnung hast, wirst du mit ersterem sicher keine Freude haben. Wenn du schon was kannst, kannst du Analytical Hold'em auslassen. Oder du buchst dir eben einen Coach, wenns deine Bankroll zulässt. Für Microspieler würd ich das aber eher nicht empfehlen, weil du halt schnell 200-300€ los bist. Ist zwar eine sehr gute Abkürzung, aber für Anfänger imo zu teuer, weshalb ich die Bücher an deiner Stelle bevorzugen würde, auch wenns länger dauert. Dafür kostet es (fast, bis) nichts. ☺
Die Frage ist halt wie kann ich meinen Gameplan am besten festhalten und visualisieren?
Wie detailliert sollte man soetwas niederschreiben?
Dazu gibt es leider nicht wirklich was (habe ich zumindest nicht bewusst gefunden).
Deswegen ja mein ständiges nachfragen...
Wie gesagt muss jetzt nicht der vollständige Plan sein, aber 1 Situation mal gescheit ausformuliert wäre für mich ein super guter Einstieg, denn das kann ich dann in eine für mich verständliche Form transformieren (falls notwendig) und dann Stück für Stück erweitern...
Hab sowas in die Richtung auf meinem Blog angeschnitten
kannst dich da ja vllt inspirieren lassen!
Wenn du anhand der Handanalysevideos keinen ganzen Gameplan ablesen kannst, ist das normal. Du solltest aber erkennen können, dass einer (ein relativ guter) dahintersteckt. Viel mehr kannst du da nicht rausziehen. Ich red zwar glaub ich auch kurz von Value-Bluff-Frequencies, aber für NL5 ist das halt einfach viel zu advanced.
Wenn du das jetzt schon lernen willst, besorg dir "Applications of NL Hold'em" und ggf. auch "Analytical Hold'em" als analytischer und Matheeinstieg.
Im Kern dreht sich alles um optimal spielende Spieler, sodass keiner den anderen exploiten kann. Jeder geht also am Ende mit 0EV nachhause. Damit man nicht exploitet werden kann, spielt man so, dass man möglichst immer gebalanced ist, also immer die passenden Value-Bluff Frequencies hat und genug bluffcatchen kann. Diese Verteilungen rechnet man sich mit Hilfe der 4 Grundrechnungsarten aus. Das kennst du vll. schon ein bisschen von Preflop, mit dem Autoprofitverhindern. Das geht postflop auch so ungefähr weiter. Und wenn man sich das Alles ausgerechnet hat, gießt man es in einen praxistauglichen Gameplan, damit man ingame nicht bei jeder Hand austimed, weil man die Rangeunterteilungen nicht schnell genug auszählt. Dh. man überlegt sich für alles Annäherungen, die man sich merken und schnell abrufen kann. ZB. legt man sich 5 verschiedene Betsizeszenarien für singleraised Pots fest und merkst sich entsprechend die 5 zugehörigen Valuebluff Verteilungen, dir man vorher ausgerechnet hat. So kommt dann eben dieses "am Flop 1 zu 3 Value-Bluff Verhältnis" zustande, abhängig vom Betsizeszenario. Man kann es auch board- und gegnerabhängig machen. Die Basis ist aber das gebalancte Spiel.
Ich hoffe, du kannst damit was anfangen. ☺
Original von Xendramir
Hab sowas in die Richtung auf meinem Blog angeschnittenkannst dich da ja vllt inspirieren lassen!
Hallo Xendramir,
ja geht in die richtige Richtung...
wäre auch bereit, sobald ich wieder mehr Zeit habe, bei solchen Szenarien mit zu diskutieren...
Das geht auch in die Richtung aus den beiden Videos von Renne
Für einen Gameplan sollte aber meiner Meinung das Ergebnis solcher Analysen kurz und prägnant als Handlungsanweisung (todo) zusammengefasst werden.
Werde mir am WE mal Gedanken machen, wie das für die untersten Limits erstellen kann, vermutlich aber vereinfacht in meine Hand vs. Villains vermutete Range.
Slainte Talisker
Moin zusammen,
der aktuelle Monat geht zu Ende und ich hoffe, dass ich im laufe des Oktobers wieder mehr Zeit in Poker investieren kann.
Meine kurzfristigen Ziele sind:
- meinen aktuellen Gameplan und mein A-Game auch mit 2 Tischen Zoom zu liefern
=> Ich werde immer dann wenn es entweder gut läuft oder ich mich mental besonders fit fühle einen 2ten Tisch aufmachen
- mindestens 3k Hands pro Woche spielen
- Handanalyse (mindestens 1 Hand pro Woche, Hand vs. Range -> Start in der nächsten Woche)
Langfristig möchte ich weiter an meinem Mindset arbeiten, wobei ich da meiner Meinung nach stetig kleine Fortschritte mache und mich an mein BR-Management halten.
Allen ein schönes langes Wochenende und viel Erfolg an den Tischen.
Slainte Talisker
.
Ja, was soll ich da als Hobbyspieler machen?
Neben Vollzeitjob, Frfeunden und Familie, bleibt halt nur eine begrenzte Zeit für das HOBBY Poker.
Hier ist dann die Zeit noch zu splitten in Theorie und Praxis.
=> Mir ist durchaus bewusst, dass Aufstiege im Limit und das Erreichen von aussagekräftigen Samples sehr lange brauchen!
Da mich Poker aber faziniert bin ich bereit die Zeit zu investieren.
Slainte Talisker
Denke auch 3k Hands die Woche sind verdammt wenig, aber gut für jeden spielt Poker eine andere Rolle im Leben und wenn das für dich nen Hobby ist und du da jetzt keine großen Erwartungen dran knüpfst ist das denke ich ne gute Einstellung
Moin zusammen,
bin gerade unterwegs, deshalb gibt es keinen Post von der letzten Woche.
Ist allerdings nicht ganz so gut gelaufen. knapp 3$ up bei 5k Hands.
Aktuell richte ich mein Augenmerk darauf 2 Tische Zoom profitabel spielen zu können.
Hier merke ich jedoch, dass ich teilweise zu light calle. Daran werde ich diese Woche vermehr arbeiten.
Die von mir genannten3k Hands pro Woche sind das Minimum....
Mir ist durchaus bewußt, dass es von der reinen Zeit (kalendarisch) sehr lange dauert in den Limits aufzusteigen, wenn man "wenig" spielt.
Slainte Talisker
Hallo zusammen,
Hier mal wieder eine Hand von mir.
Poker Stars, $0.01/$0.02 No Limit Hold'em Cash, 6 Players
Poker Tools Powered By Holdem Manager - The Ultimate Poker Software Suite.
SB: $13.37 (668.5 bb)
Hero (BB): $3.29 (164.5 bb)
UTG: $9.11 (455.5 bb)
MP: $2.52 (126 bb)
CO: $2.07 (103.5 bb)
BTN: $1.18 (59 bb)
Preflop: Hero is BB with J♦: J♠:
3 folds, BTN calls $0.02, SB raises to $0.06, Hero raises to $0.20, BTN folds, SB calls $0.14
Flop: ($0.42) 4♦: J♥: K♦: (2 players)
SB bets $0.20, Hero calls $0.20
Turn: ($0.82) T♠: (2 players)
SB bets $0.79, Hero calls $0.79
River: ($2.40) 2♦: (2 players)
SB bets $2.32, Hero??
Pre:
Ich bin bereit mit pocket Jacks zu broken, sowohl vs. den Fisch der am BTN gelimpt hat, als auch gegen den Regular im SB. Das raise auf 3bb kommt mir hier komisch vor (isolieren auf 4-5bb) und ich denke er ignoriert den Limper und spielt hier seine gesamte Steal-Range mit 3bb an. Da wir beide etwas deep sind und ich ja All-in kommen möchte (ohne ihn direkt zu vertreiben) raise ich auf 10bb.
Dem Regular gebe ich die folgende Range für sein Steal:

Gegen diese Range liege ich natürlich weit vorne.
Gegen mein raise wird er vermutlich noch sowas hier callen:

QQ+ und die meisten AK Kombinationen wird er vermutlich hier weiter raisen.
Flop kommt natürlich für mich ideal. Ich hitte middle set und es liegt ein FD.
Kings hat Villain ebenfalls noch einige in seiner Range, so dass er hier durchaus weiter barrelen, bzw. eine bet callen kann.
Villain bettet half pot, sprich genau den korrekten Preis um zu drawen.
Hierfür gebe ich ihm die folgende Range:

Der Turn ist quasi eine Blank, denn es liegt maximal die Straight für AQ. Der FD kommt nicht an und auch kein weiterer BD draw.
Villain bettet jetzt postsize.
Ich entscheide mich hier für einen call um ihn auf dem River weiter barreln zu lassen. Zudem sehe ich hier nicht viel was er vs. ein raise noch callen kann (TT, AQ und komisch gespielte KK).
Für die Turn bet gebe ich ihm dieselbe Range wie am Flop.
River:
Nicht die schönste Karte, eher recht eklig, denn jetzt kommt der Flush an und was macht Villain?
Er bettet nahe potsize und setzt mich mit seiner bet All-in.
Jetzt kann man natürlich sagen, dass der Plan hier All-in zukommen aufgegangen ist.
Durch die hohe Turnbet gebe ich Villain nicht mehr so viele Flushes in die Ranges, wobei er natürlich schon einige hat.
Die Frage ist nun, kann er hier noch schlechteres betten/bluffen oder hat er nur noch die Nuts in seiner Range?
Was gebt ihr Villain hier für eine Range?
Was soll Hero hier machen? und warum?
Auflösung der Hand folgt später, nach Diskussion, sofern erwünscht.
Slainte Talisker
hi, du solltest statt deiner ranges deinen simplen hausverstand benützen:
pre bist du bereit für 160 bb deep zu broken???- find ich keine gute idee
flop hittest du auf ultrawet flop 2nd nuts --- hier solltst du broken- nicht callen !!!
Hallo Herbsch,
warum ist es keine gute Idee hier pre für 160 bb zu broken?
Rein von den anzunehmenden Ranges sind JJs für mich im BB eine Hand die ich vs. SB broke.
Denke ich würde hier bei ca. 200bb die Grenze ziehen... zumindest auf NL2
Was meinst Du denn was called mich auf dem Flop schlechteres wenn ich hier broke?
Glaube nicht dass der Reg hier seinen NFD called, oder sehe ich das falsch?
jj kannst du für 100bb broken, aber nicht deep, dein gegner broked hier micht nichts schlechterem- meist nicht mal QQ
am flop musst du die hand for value raisen, natuerlich kann dich ein draw callen, oder ein combidraw kann sogar broken, ( was denkst du macht QdTd), du gewinnst sowieso nur viel, wenn er auch was getroffen hat und daher musst du geld in die mitte bringen solange du vorne bist
lg
du denkst oft zu kompliziert, so ein treffer und ein drawy board verlangt aktion, nicht pre willst du hier 160bb reinstellen, aber am flop muss das dein ziel sein
Also auf NL2 und NL5 habe ich seltenst Regs gesehen, die dir für 200bb etwas anderes als AA oder KK zeigen. Selbst gegen AK flippst du nur.
Ab NL10 gibt es wieder Regs, die ab und an in diesen Spots (ab BTN) 99+ broken.
As played ist der Flop immer ein Raise. Alle Kx Kombos, AQ, A10 sind meistens nicht in der Lage hier zu folden. Daher kannst du hier richtig drüberbügeln.
Danke euch 2 schon mal für die Meinung.
Werde versuchen dieses zukünftig zu berücksichtigen.
Trotzdem noch mal die Frage, was kann Villain hier am River spielen und hat Hero noch einen +EV Call?
die letzte frage werde ich dir nicht beantworten, du sollst in diese spots so nicht kommen, lös die probleme vorher durch richtiges spiel, nur so wirst du ein erfolgreicher pokerspieler ( mmn)