Zum Forum springen
[NL] Constructing s...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[NL] Constructing solid Gameplan, Mindset und Handdiskussionen...

511 Beiträge
36 Benutzer
218 Reactions
38.1 K Ansichten
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von herbsch
hallo,
ich nehm hier mal nur zu einem der vielen interessanten punkte Stellung: die UTG OR range:
mmn fehlt ein wesentlicher aspekt bei dem ansatzt: du erstellst EINE range- ich habe zb aus jeder Position 3 ranges--eine tighte,eine Standard und eine loose. Und welche ich benützte hängt von den Gegnern ab.
zb werde ich im vacuum nie 98s oder openraisen- da ich hier nur linear openraise, während ich zb mit fischen am tisch alle Axs openraise. Somit würde ich als erstes mal tighte-lineare ranges erstellen mit einem klaren defendplan, usw ( so gehe ich jedenfalls in meinen Coachings vor) und das zieht sich dann logischerweise durch bis zum riverplay
was ich damit sagen will, es gibt nicht die EINE universalrange, die für alle fälle die optimale ist
lg herbsch

Hallo herbsch,
danke für deinen Input.
Aktuell bin ich dabei meinen "Standard"-Gameplan zu erstellen.
Mein Ziel ist ist exploitive von diesem Gameplan abzuweichen, je nach Table-Dynamik und Gegner.
Aktuell finde ich es recht aufwendig einen "guten" Standard Gameplan aufzustellen, da ich ja eine menge Ranges erstellen (berechnen) muss.
Mein Plan ist es dann am Tisch entweder tighter oder looser zu werden.
Da ich aber irgendwie starten muss, würde ich halt eine Standard-Range erstellen, als default.
Als default würde ich gerne mit dieser Range ins rennen gehen.

Mal eine allgemeine Frage an dich.
Hast Du ab dem Turn noch wirkliche Ranges, oder arbeitest Du hier mit Handstärken => sprich alle NFD und Sets bet TP check call...

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
herbsch
Beigetreten: 27.06.2007

bereits ab dem flop arbeite ich mit handstärken + wo liege ich mit meiner range vs gegnerischer range
ich unterteile in top-middle-bottomrange sowohl bei draws als auch made hand
lg herbsch


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007

Brot (Wasser) predigen und Wein trinken ist so ziemlich der treffendste Vergleich den ich seit langem gehört habe. Sehr nice Vone. Das trifft ein großes mentales Problem vieler Spieler genau auf den Kopf. War auch bei mir so. In der Theorie mit 210 IQ unterwegs und in der Praxis dann phasenweise mit 70 IQ. 😁

@OP
Viel Erfolg und vergiss bei all der Theorie nicht aufs Mindset. Die Schulung der Psyche ist imo sehr sehr wichtig, gleichzusetzen mit Spieltheorie. Viele Spieler erkennen das nicht oder erst sehr spät.


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Moin zusammen,

aufgrund beruflichen und privatem Stress gibt es leider nicht wirklich was neues zu schreiben.
Bin noch dabei mich bezüglich Gameplan und Range Erstellung schlau zu machen um eine gute Basis auf die Beine zu stellen.
Hier war der INput von herbsch sehr hilfreich.
Ich werde 3 verschiedene Gameplans erstellen Loose - Standard - Tight.
Diskussionen zu einzelnen Positionen werden folgen, genau wie eine Diskussion über betting frequenzen ab Flop aufgrund der aktuellen Handstärke und Einschätzung Range vs Range (wen hat das board besser getroffen).

@ Renne01: Hast Du ein paar konkrete Tipps zur Arbeit am Mindset? Die Verbesserung des Mindsets ist mir sehr wichtig, da ich hier noch deutliche Schwächen habe. Hier habe ich jedoch irgendwie keinen konkreten Plan wie ich diesen Punkt am besten angehen kann.

@all: Wenn ihr Tipps zur Verbesserung des Mindsets habt, bitte ebenfalls hier posten.
Hat noch jemand Infos zum Agressionfaktor für mich?

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
herbsch
Beigetreten: 27.06.2007

nur dass du mich nicht missverstehst: loose- standard -tight bezieht sich ausschließlich auf openraisingranges ( bzw defendranges vs 2 bet preflop), der gameplan ist dann das spiel das folgt und der sollte aggressiv aufgebaut sein
dh ein gameplan ist nicht tight oder loose
lg herbsch


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007

Den Gameplan würd ich primär vs. x% Open und ip oder oop machen, sekundär dann vs. Position, nicht vs. tight, standard und loose. Würde dafür 5% Schritte machen, angefangen bei Open mit 10% bis rauf auf 50-60%. Ist relativ schnell gemacht und dann leicht anwendbar.

Bzgl. Mindset kannst du dir das Buch "The Poker Mindset" besorgen. Hat mir geholfen. Ganz tiltfrei wurde ich aber nie, obwohl ich viel probiert hab. Stickies ("Du sollst nicht..."etc.) am Monitor fand ich auch ganz gut. Trotzdem hab ich ein paar Tastaturen und Mäuse zerstört, aber im Vergleich zu meinen Anfangszeiten immer seltener. 😁


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von herbsch
nur dass du mich nicht missverstehst: loose- standard -tight bezieht sich ausschließlich auf openraisingranges ( bzw defendranges vs 2 bet preflop), der gameplan ist dann das spiel das folgt und der sollte aggressiv aufgebaut sein
dh ein gameplan ist nicht tight oder loose
lg herbsch

Hallo Herbsch,
danke für deine weitere Erklärung.
Mit der Aussage der Gameplan sollte agressiv sein, meinst Du wahrscheinlich, viel betten (for value überwiegend?)
Sprich ab dem Flop starke draws und backdoors oft selber betten.

Was hälst Du von Overbets oder sehr hohen raises auf dem Turn (value und bluff im Verhältnis von 2:1)?

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von Renne01
Bzgl. Mindset kannst du dir das Buch "The Poker Mindset" besorgen. Hat mir geholfen. Ganz tiltfrei wurde ich aber nie, obwohl ich viel probiert hab. Stickies ("Du sollst nicht..."etc.) am Monitor fand ich auch ganz gut. Trotzdem hab ich ein paar Tastaturen und Mäuse zerstört, aber im Vergleich zu meinen Anfangszeiten immer seltener. 😁

Das Buch habe ich mir auf deutsch gekauft.
Habe es bereits einmal komplett gelesen und werde es (vermutlich noch mehrmals) noch in Ruhe durcharbeiten.

Gameplanerstellung wird interessant, da gibt es einige unterschiedliche herangehensweisen.

Slainte Talisker

P.S. Hat noch jemand eine Info zum Stat AF (Agressionfaktor)?


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007

Jo, ich würd den AF vergessen. Imo solltest du besser auf WWSF und W$SD achten. Die beiden Werte sind deutlich ausdrucksstärker.


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von Renne01
Jo, ich würd den AF vergessen. Imo solltest du besser auf WWSF und W$SD achten. Die beiden Werte sind deutlich ausdrucksstärker.

Hallo Renneo1,
danke für deine Unterstützung.

Für die Werte benötige ich dann aber schon einiges an Sample?
Der erste Wert besagt wie oft man zum Showdown kommt, oder?
Der zweite wie oft man den SD gewinnt?

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007

WWSF = WON WHEN SEEN FLOP

W$SD = WON MONEYZ AT SHOWDOWN

ist WWSF deutlich unter 50, ist der Spieler tendenziell ängstlich oder hat keine Lust aggressiv zu sein. Ist der Wert um die 50 oder höher, ist der Spieler aggro und macht sich nicht ins Hemd, traut sich also öfter zu bluffen. Ab 60 deutet der Wert darauf hin, dass der Spieler quasi jeden herumschupsen will, was gegen schwächere Spieler schon funktionieren kann. IdR. bewegt sicher Wert aber schon unter 60, weil man heutzutage nicht mehr so easy cheesy rumbluffen kann.

Ist W$SD deutlich über 50, valuebettet der Spieler tendenziell zu wenig, checkt also häufiger passable Hände anstatt noch Value zu extrahieren. Ist der Wert unter 50, ist er zu optimistisch und wird öfter gecatched u/o blufft in den falschen Spots.

Wenn möglich sollten beide Werte über 50 liegen. Die Werte sind kombiniert ein guter Indikator dafür ob der jew. Spieler postflop spielen kann oder nicht. Samplesize spielt eine Rolle und da braucht es etwas länger als beim AF. Dafür sagen die Werte viel mehr aus. Ich persönlich hab mir den AF nicht anzeigen lassen.


Antwort
Zitat
AdoRn0
Beigetreten: 27.06.2015

Wichtig beim Thema Tilt: Ursachenfindung und -bewältigung > Verdrängungsmechanismen. Soll heißen: Tiltfrei wirst du nur werden, wenn du von Anfang Wege findest, die die Ursachen erforschen und bekämpfen und nicht indem du dir sagst "Joa, mach ich einfach dies und das dagegen oder jenes eben nicht mehr". Zum Beispiel sind solche Softwares wie Tiltbreaker einfach nur Schmutz.

Ich habe jahrelang getiltet und nie so den "heiligen Gral" gefunden, der wirklich hilft. Erst als ich dann systematisch Situationen analysiert habe, die mich tilten lassen, war ich überhaupt in der Lage dazu, die richtigen Mittel zu ergreifen.

Das hört sich jetzt alles unheimlich schlau an, ich weiß. Aber wirklich helfen kannst nur du dir selbst. Jeder Mensch ist anders und dir jetzt zu sagen "Tu das!" ist wenig zielführend.


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von Renne01
WWSF = WON WHEN SEEN FLOP

W$SD = WON MONEYZ AT SHOWDOWN

ist WWSF deutlich unter 50, ist der Spieler tendenziell ängstlich oder hat keine Lust aggressiv zu sein. Ist der Wert um die 50 oder höher, ist der Spieler aggro und macht sich nicht ins Hemd, traut sich also öfter zu bluffen. Ab 60 deutet der Wert darauf hin, dass der Spieler quasi jeden herumschupsen will, was gegen schwächere Spieler schon funktionieren kann. IdR. bewegt sicher Wert aber schon unter 60, weil man heutzutage nicht mehr so easy cheesy rumbluffen kann.

Ist W$SD deutlich über 50, valuebettet der Spieler tendenziell zu wenig, checkt also häufiger passable Hände anstatt noch Value zu extrahieren. Ist der Wert unter 50, ist er zu optimistisch und wird öfter gecatched u/o blufft in den falschen Spots.

Wenn möglich sollten beide Werte über 50 liegen. Die Werte sind kombiniert ein guter Indikator dafür ob der jew. Spieler postflop spielen kann oder nicht. Samplesize spielt eine Rolle und da braucht es etwas länger als beim AF. Dafür sagen die Werte viel mehr aus. Ich persönlich hab mir den AF nicht anzeigen lassen.

Hallo Renne01,

danke für die Tipps. Ab welcher samplesize werden die Werte einigermaßen aussagekräftig?
Derzeit spiele ich auf 2 Seiten ipoker (NL10), hier habe ich mit ca. 250 Händen von einem Reg die meisten Hände....

Zum anderen spiele ich geradauf Stars Zoom NL2 um meinen Gameplan zu testen. Hier habe ich auf keinen Spieler mehr als 30 Hände...

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

Original von AdoRn0
Wichtig beim Thema Tilt: Ursachenfindung und -bewältigung > Verdrängungsmechanismen. Soll heißen: Tiltfrei wirst du nur werden, wenn du von Anfang Wege findest, die die Ursachen erforschen und bekämpfen und nicht indem du dir sagst "Joa, mach ich einfach dies und das dagegen oder jenes eben nicht mehr". Zum Beispiel sind solche Softwares wie Tiltbreaker einfach nur Schmutz.

Ich habe jahrelang getiltet und nie so den "heiligen Gral" gefunden, der wirklich hilft. Erst als ich dann systematisch Situationen analysiert habe, die mich tilten lassen, war ich überhaupt in der Lage dazu, die richtigen Mittel zu ergreifen.

Das hört sich jetzt alles unheimlich schlau an, ich weiß. Aber wirklich helfen kannst nur du dir selbst. Jeder Mensch ist anders und dir jetzt zu sagen "Tu das!" ist wenig zielführend.

HalloAdoRn0,

danke für deinen Post.
Bei der Arbeit am Mindset ist Tilt meiner Meinung nach "nur" ein Aspekt, wenn auch ein wichtiger.
Ich habe angefangen nach einer Tilt-Session zu analysieren warum ich auf Tilt gegangen bin.
Es gibt hier unterschiedliche Gründe und ich versuche daran zu arbeiten, dass diese nicht mehr so heftig auf mich wirken.

Den Punkt umbedingt eine ausgeglichene Session zu erreichen zu wollen, habe ich (so hoffe ich zumindest) bereits aus meinen Tilt-Gründen eliminiert.

Es geht aber auch darum gewisse -EV moves nicht zu machen, wenn man "eigentlich" schon vorher weiß, dass der Call oder der Push nur weiteres unnötiges Geld kosten, weil man einfach hinten liegt gegen eine stärkere Hand und Villain nie auf den Push foldet bzw. bei einer entsprechenden bet immer die stärkere Hand....

Slainte Talisker


Antwort
Zitat
Talisker74
Beigetreten: 17.08.2009

So, heute und übers Wochenende ist noch einmal Theorie in Sachen Gameplan angesagt.
Danach geht es dann endlich an die Erstellung.
Die Erstellung ist doch aufwendiger und komplexer als ich erhofft hatte, aber ich habe mir ja als Ziel gesetzt den Gameplan bis Ende diesen Monats fertig zu haben. Dieses Ziele werde ich auch erreichen, auch wenn es beruflich gerade viel zu tun gibt und mir einiges an Poker Zeit (Theorie und Spielen) verloren geht.

Ich habe meinen Gameplan bereits überarbeitet und Preflop angepasste OR-Ranges und 3bet Ranges (und shoving Ranges) erstellt.
Diese Ranges sind jedoch noch nicht richtig ausgewogen, deswegen werde ich diese mit dem Handrangerechner vom Equilab noch einmal überarbeiten.
Den Vorschlag von Herbsch mit unterschiedlichen Ranges zu arbeiten erachte ich inzwischen für sehr hilfreich.
Deswegen werde ich mir Pre-Flop eine Loose -Standard - Tight Range aufstellen um nicht nach Gefühl von meiner Standard-Range abzuweichen, sondern dieses bewusst machen.

Der Gameplan soll ja schließlich dazu dienen weg vom Gefühlsplay zu kommen und einem möglichst viele Entscheidungen abzunehmen, damit man die schwierigen Spots besser durchdenken kann.

Slainte Talsiker


Antwort
Zitat
kimoo1
Beigetreten: 26.11.2015

Den Vorschlag von Herbsch mit unterschiedlichen Ranges zu arbeiten erachte ich inzwischen für sehr hilfreich.

Habe den Post von herbsch auch gelesen & glaube nicht, dass Du grundsätzlich 3 verschiedene Ranges haben solltest. Ich würde einfach standard openraising-ranges bauen & wenn wir sehen dass wir CO sitzen und ALLE hinter uns tight sind, halt etwas erweitern.. Wie will man auf einen Blick sehen ob ich Standard Range oder loose Range spielen muss/sollte? Ich denke das kann man individuell von Hand zu Hand unterscheiden und etwas abweichen wenn es wirklich alles Nits sind o.ä.

Preflop Gameplan für einen Spieler wie dich zu erstellen & umzusetzen(!) ist schon schwer und komplex genug, würde da bei einer Standard Range bleiben und wenn Du sicher bist, kannst du von abweichen.


Antwort
Zitat

#2 sehe ich genauso


Antwort
Zitat
herbsch
Beigetreten: 27.06.2007

ja, und dann weicht man planlos ab :welcome:


Antwort
Zitat

wenn du deine Grenzen kennst du die dann Schritt Schritt erweiterst finde ich das in Ordnung.


Antwort
Zitat
kimoo1
Beigetreten: 26.11.2015

Wieso planlos abweichen? Wenn man Ranges baut, weiß man doch was die nächst-looseren Hände sind ? Soll ja nicht heißen dass man sich mit den Händen die man nicht in der Standard-Range hat, nicht beschäftigen soll.


Antwort
Zitat