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[Geschlossen] [NL] Ende eines Traums

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Warlord
Beigetreten: 03.02.2006
BlackMember

Ausserdem würde ich dir raten, mal die ein oder andere Hand aus der Hand History rauszukramen und einfach mal in Poker Stove einzugeben.
Da kannst du dann SEHR LEICHT ablesen, wieviel Pech dabei war, wenn du Top Pair usw. verlierst. Wenn deine Equity am Pot bis zum River im grünen Bereich liegt, dann hast du wirklich Pech, aber vielleicht bist du ja sogar schon das ein oder andere mal ein Underdog und deine Hand ist eine Drawing Hand (vielleicht sogar drawing dead?!). In diese Hände Geld reinpumpen kostet nunmal auf dauer Geld und bringt eine negative Winrate.

Gru�?, Sascha.

P.S.: Hab mich selbst schon das ein odere andere mal per Poker Stove selbst davon überzeugt, wieviel Pech nun wirklich im Spiel war... Wenn man dann sieht, dass die Equity der eigenen Hand am Turn über 80% ist und man gegen EINEN einzigen Gegner "gerivert" wird, dann heule ich so einem Pot nicht nach und denke mir sogar, wenn der Pot ziemlich gro�? war: "Umso besser, auf lange Sicht gesehen mache ich Unmengen an BBs gut.".
Ab und zu muss man dann aber leider auch feststellen, dass das vermeindliche Pech doch gar kein Pech war, man hat die Situation nur falsch eingeschätzt... ;)


MeiBra Themenstarter
MeiBra
Beigetreten: 12.03.2005
PokerStrategist

So, ein paar Tage später und einige Artikel "wissender", denke ich über die Situation wie folgt:

Vermutlich ist an der Aussage, das man durch die Boni ne BR erhält mit der man auf nem Level spielen kann, das man einfach nicht schlägt, am meisten dran. Wenn ich mir anschaue, das mehr als die Hälfte meiner BR aus Boni besteht, dann sollte ich vermutlich erstmal weiterhin auf $0.50/$1.00 spielen.

Welch ein Zufall, das das kleinste Limit für mich auf Party $0.50/$1.00 ist. Das müsste ich eigentlich nachhaltig schlagen können.

Eine weitere Aussage die auf mich zutrifft, habe ich hier gefunden. Auf mich umgemünzt, trifft mich ein Downswing emotional sehr hart, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt richtig spiele. So will man verzweifelt glauben, da�? man schon alles beherrscht und dann natürlich alles auf nicht vorhandenes Glück schieben.
In diesem Zusammenhang noch mal die Frage an Stargoose: Wie hast du nen DS von 20K Händen überstanden?? Um wieviele BB ging das bei dir dann runter?
Also, Selbsterkenntniss ist ja der erste Weg zur Besserung und in diesem Sinne passt der Spruch, "der Weg ist das Ziel" ja allerbestens zum Pokern.

Ich habe für mich erkannt, das ich jede Menge Pech hatte. Weiterhin werde ich auch in Zukunft jede Menge Pech haben. Aber ich werde einen Weg finden, mit Bad Beats umzugehen, denn sie sind Teil des Systems. Eigentlich macht es schon jetzt kaum noch was aus. Denn ich werde langsam aber sicher und nahezu unaufhaltsam immer besser spielen. Ganz einfach weil meine Erfahrung immer weiter wachsen wird und ich nicht nachlassen werde, an mir und meinem Spiel zu arbeiten. Einen grossen Teil dieser Verbesserungen werde ich durch eure Mithilfe in den Griff bekommen. Ich werde mich mal wieder der gnadenlosen Jury stellen und ein paar Hände posten und ein paar Coachings besuchen. Darüber hinaus werde ich mich nicht mehr so anfressen lassen, wenn die Fische zurückbeissen, mit ihren 37o am River. Letzten Endes ist es ja gut, wenn Sie glauben, sie sind besser als ich, denn wo sollte sonst das Geld herkommen, das meine BR wieder auffüllt. :]

Und sollte all das nicht fruchten, dann kann ich ja immernoch Korn für nen weiteren Fünfer anhauen. Das Quiz hab ich bereits gelöst und brauch nur noch den Anforderungsbutton klicken :P


tachyonist
Beigetreten: 05.02.2006
PokerStrategist

Original von MeiBra
Ich habe für mich erkannt, das ich jede Menge Pech hatte. Weiterhin werde ich auch in Zukunft jede Menge Pech haben. Aber ich werde einen Weg finden, mit Bad Beats umzugehen, denn sie sind Teil des Systems.

Hallo Meibra,
während ich deinen Thread aufmerksam verfolgt habe, habe ich schon ne Menge Frustration, die dir da widerfährt, verspürt. Ich will dich aber nicht mit Mitleid vollsülzen, sondern mal dezent drauf hinweisen, da�? du mit deiner Aussage ja geradezu das Pech anziehst!
Wenn du jetzt schon wei�?t, das du auch in Zukunft Pech haben wirst, dann hast du na klar vollkommen recht! Nach dem Motto " Jeder ist seines Glückes Schmied" liegt es an dir selbst, wie du dich "programmierst"

Ich will damit sagen, da�? du dich vielleicht psychologisch gesehen mal nen bischen weiterbilden solltest. Ende der 80er habe ich mal so ne Erfahrung mit Aggressionsabbau und anderen strittigen Methoden gemacht. Das hat bei mir ne Mege bewegt. Jetzt wo ichs schreibe , denke ich, da�? ichs auch mal wieder ausprobieren könnte.

MLP ( multilinguistisches programmieren) wär vielleicht auch was.

Viel Glück und Erfolg wünsch ich dir
Dietmar


MeiBra Themenstarter
MeiBra
Beigetreten: 12.03.2005
PokerStrategist

Hmm... ich kenne natürlich die These der Selbsterfüllenden Prophezeiung, aber ich meinte das wirklich im ureigentlichen Sinn. Mir werden auch weiterhin Bad Beats unterkommen und ich werde auch weiterhin Phasen erleben, wo ich am SD das zweitbeste Blatt halte. Nur wird es mir zunehmend leichter Fallen damit zu leben, weil mir die Unterscheidung leichter Fallen wird, ob ich es nur grad selbst verbockt habe oder die Pokergötter es nicht gut mit mir meinten. :)

Jetzt wo ich das Zitat lese, hätte ich im zweiten Teil des ersten Satzes vielleicht auf die Worte "jede Menge" verzichten sollen. :)

Vielleicht kann man ja aus meinen letzten beiden Posts jetzt jede Menge Optimismus herauslesen. Ich bin nun mal ein Typ der leicht zum Grübeln neigt und sich dann mit Selbstzweifeln und "Aberglauben" quält, aber auch das bekomme ich mit der Zeit immer besser in den Griff. Hier fliegen keine Sachen mehr tief und ab und an kann ich sogar Schmunzeln, wenn ich sehe, mit was ich da am River grad geluckt wurde.

Wie gesagt, wenn man seine Hände kritisch betrachtet, dann sieht man ab und an, schon das man da mehr aus Hoffnung, als aus Wissen gebettet hat. Und auch, da�? man z.B. beim Einschätzen der HandRange des Gegners noch viel verbessern kann. Ist für mich halt ein grosser Unterschied, wenn mein Gegner am River AA umdreht und ich mit KK einfach nur nicht geglaubt habe, das der besser ist, obwohl er mich am Turn geraised hat. Oder wenn am River ne CallingStation sein 73o für nen TwoPair umdreht und ich HeadsUp eben TPTK Bet Flop, Bet Turn, Check River gespielt habe.

Wie gesagt, ich schraube meine Erwartungen einfach runter und lebe damit, das hier Leute innerhalb von 2 Monaten auf $3/$6 kommen und ich bis zum Ende des Jahres vielleicht auf $1/$2 wechseln kann. Das Pokern macht mir Spass die Kohle darf mir halt nicht so viel bedeuten, dann geht das Ganze schon von allein.


Martin25
Beigetreten: 02.03.2006
PokerStrategist

Original von tachyonist

Wenn du jetzt schon wei�?t, das du auch in Zukunft Pech haben wirst, dann hast du na klar vollkommen recht! Nach dem Motto " Jeder ist seines Glückes Schmied" liegt es an dir selbst, wie du dich "programmierst"
Dietmar

Hallo Leute

Möchte kurz etwas über das obere Zitat schreiben.

Meine Meinung!

Es geht hier weniger darum, dass man das Glück plötzlich förmlich anziht!!

Sonder mehr darum, dass man durch ein "positive" Eistellung plötzlich Situation anders Einschätzen kann. Also dass man plötzlich "erkennt" oder "erfassen" kann, ob es eine Straight- oder Flushgefahr gibt, dass der Gegner durch sein plötzliches agressives Spiel etwas auf der Hand hat oder dass man mit seiner Hand am stärksten ist.

Ich möchte das mal so erklären:

Das Gehirn hat einen Filter vorgeschaltet, denn jede Mensch im laufe seines Lebens einstellt.
Wenn man den Fliter auf Negativ Eingestellt hat, dann filtert er das Positve raus und leitet nur das Negative ans Gehirn weiter.
Wenn man den Filter auf Positiv eingestllt hat, dann filtert er das Negative raus und leitet nur das Positvie ans Gehirn weiter.

Ist jetzt nicht eine Wissenschaftliche abhandlung und ich bin mir im klare, dass es nicht für alle auf Anhieb so leicht erscheinen mag, aber man sollte es auf jedenfall ausprobiere - villeicht wird man ja positiv überrascht

Ich bin auch der Meinung, dass es nützlich und wertvoll ist, wenn man erkennt, wann man gut oder gar herrvoragend gespielt hat, anstat immer nur zu erkennen, wann man schlecht gespielt hat.


abzupfer
Beigetreten: 13.04.2006
PokerStrategist

Aber ich werde einen Weg finden, mit Bad Beats umzugehen, denn sie sind Teil des Systems

Das ist doch genau die richtige Einstellung. Es zeigt, dass Du von Dir und Deiner Fähigkeit zum Lernen überzeugt bist; und von der Notwendigkeit zu Lernen. MLP bringt Dich da imho nicht viel weiter als das.

Weiterhin möchte ich das oben gesagte mit dem rechtzeitigen Abstieg in den Limits betonen. Wer an der Börse investiert, dem sollte Risikomanagement zumindest etwas bekannt vorkommen. In der Regel setzt man sich eine "Schmerzgrenze", ab der man sein Investment zurückfährt. Genauso sollte man es beim Pokern halten. Also nicht alles auf eine Karte setzen a la "Es muss doch gehen", sondern ruhig Blut und eine Reihe zurücktreten, um weiter aufzubauen.

Viel Erfolg!

abzupfer
( - dem der gro�?e Downswing bisher erspart blieb - )


was hier immer für threads ausgegraben werden


ähm ich denke, der thread ist out of date,

*closed*


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