Original von Salatmann92
Original von FishButPiranha
Original von Konti23
Ich berichte nur noch, wenn die Session positiv lief. Habe gehört, das macht man so, um sein Winningplayer-Image zu wahren. Also bis Juni 2017 dann![]()
Schon 2017? Dachte du wirst erst posthum zum Winningplayer erklärt...
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Wenn entschieden wird, dass Rake nicht gilt und jeder 100% Rakeback bekommt, auch live?
Selbst das reicht nicht, Salatmann. Wenn mich Bill Gates fullstacked, ich an einem Tisch mit Pascha und seinen Lieblings-Girls sitze, es Anti-Rake für mich gibt (sprich der Rake der Anderen fließt an mich), die Dealer die Karten der Anderen face-up austeilen und ich einen Miniatur-Ivey auf meiner Schulter sitzen habe, DANN könnte ich langfristig ein Winningplayer werden.
Oder aber einfach, wenn Setups mal auf der richtigen Seite eintrudeln. Das bringt mich verrückterweise zum neuesten Tripreport.
Session 12, 31. Mai
Die Session begann chaotisch. Als ich ankam, war noch kein Platz auf NL 2/2 offen, also habe ich mich bei 2/4 hingesetzt. Ich poste den Deadblind in der ersten Hand in MP3 und es geht 8way zum Flop: T :club:T :spade:Q :spade:. Ich halte T :diamond:4 :club:. Nachdem ein Shorty für 16€ all-in geht, zwei Spieler callen, ich auf 72€ raise und eine Olle im SB check/callt, geht's am Turn auf eine 5
nach ewigen Getanke der Ollen all-in. Sie callt mein All-in und hält ebenfalls T4o. Wir splitten also den Pot und ich stehe am Ender der Hand mit meinem Startstack + 6 Euro da. Komisch - hätte mehr sein sollen.
Ich habe den Dealer gebeten, das nochmal zu checken, die Floorlady wurde eingeschaltet und ein Supervisor des Casinos kam auch noch ran, aber nach einer geschlagenen Stunde, ich saß mittlerweile an NL 2/2, kamen die zum Schluss, dass sie im Nachhinein nichts mehr machen können - ich hätte eher bemerken müssen, dass mir Geld aus dem Pot fehlt. Alles klar, beim nächsten Mal schalte ich kurz meinen Speedhack an, zähle meine Chips wie eine marrokanische Krabbenschälerin und gebe detaillierte Auskunft über Pot- und Stacksizes aller Beteiligen als Payback-Manager jemals akquirieren könnten.
Whatever. Die Bemühungen konnte ich den Verantwortlichen nicht absprechen, also habe ich das einzig vernünftige getan: NL 2/2 zerstört. Der erste Tisch war zwar trocken und shorter als ein Familientreffen der Jedward-Zwillinge, aber am anderen Tisch wurde ein Platz neben dem Deepstack frei. Mit meinen neuen Mega-Turbo-Reaktions-Skills fürs Casino habe ich den Tisch gewechselt und Konfrontationen mit dem Deepstack zu meiner Rechten gesucht.
Der Typ war zwar deep und sah in seinem Ich-kutschiere-tagsüber-Bananen-durch-die-Republik-Pulli nicht wie ein Nachkomme Brunsons aus, aber gespielt hat er tatsächlich nicht schlecht. Trotzdem sollte der größte Pot des Abends gegen ihn gespielt werden.
Keyhand 1: Oft genug ist es anders herum passiert, daher hielt sich mein Mitleid in Grenzen. Ich finde UTG2 Asse, er hält UTG1 Könige. Er raist auf 12, ich 3bette auf 38 Euro, ein junger Deutscher TAG callt die 38 Euro am Cutoff, UTG1 raist auf 120, ich gehe all-in für 360 Euro total, der deutsche TAG foldet Queens (!! verdammt) und UTG1 callt für einen 760€ Pot total.
Das Board blankt aus und ich lade ihn fairerweise auf einen Drink ein. Gerissen, wie Bananen-Träger nunmal sind, fällt ihm direkt der teuerste Drink der Karte ein, aber egal: Sein Stack war immer noch knapp mehr wert.
Banana-Joe kauft sich für 400€ aufs Maximum wieder ein, aber merkt nach 30 Minuten, dass er sein Geld von mir nicht wiederbekommen wird. Das lag weniger an meinem 3/3-Ubernit-Spielstil, als an der Tatsache, dass er oop nicht viel ausrichten konnte. Also ging er zu 2/4 rüber und ich konnte den Tisch weiter mit meinem knapp 700€ Stack überrennen.
Direkt nach der Keyhand bin ich zwar mit AQs am Turn auf Q :heart:T :diamond:2
T
gegen 22 all-in für 100€ all-in gegangen, aber das konnte ich verkraften.
Der Rest des Abends verlief unaufgeregt. Hier und da habe ich ein paar Pötte gewonnen oder verloren, aber viel hat sich an meinem Stack nicht getan. Eine interessante Hand habe ich trotzdem noch für euch:
Keyhand 2: Ein eher tighter Holländer raist auf 12 UTG2, ein Unknown coldcalled in MP3 und ich calle am Cutoff mit 3 :spade:6 :spade:. Der Bigblind callt auch.
Flop (50 Euro): 3 :diamond:4 :diamond:9
UTG setzt 22, der Unknown callt, ich calle mit ButtomPair und Backdoor-Outs und der Bigblind callt auch.
Turn (138 Euro): K
Checkaround. Soll ich hier schon den Pot klauen? Ich habe bei der Vergabe des Turns in erster Linie auf den PFA geschaut, der nur noch 76 Euro im Stack hat. Da er ungefähr geguckt hat wie ein Frosch, der in kochendem Wasser kurz vorm Explodieren steht, war mir klar, dass ihm der König eher nicht so geil gefallen hat. Die anderen beiden haben relativ instant gecheckt. Ich checke aber auch.
River (138 Euro): J
Der Flush kommt an. Der PFA ist nun endgültig ein geplatzer Frosch, der Bigblind checkt gelangweilt und Mr. Anonymus neben mir macht auch keine Anstalten, seine Hand Richtung Chips zu bewegen. Ich sage Danke, setze 76 Euro und alle folden. Frage: Gefällt dir die River-Bet? Welche Karten bettest du nicht bzw. wann bettest du lieber den Turn?
Unterm Strich stande ich um kurz nach 2 Uhr mit einem Stack von 770 Euro auf. An 2/4 habe ich weder Gewinn noch Verlust gemacht und 2/2 begann ich mit 250 Euro. Nachdem ich zahlreiche Taschenrechner auf die Probe gestellt habe, kam ich zum Ergebnis, dass ich ungefähr 520 Euro Gewinn gemacht haben müsste. Kann das jemand bestätigen?
Good News also für die Challenge. Gibt es Anregungen von dir? Falls du mal mehr über gewisse Gegner, Hände, Dynamiken oder sonst was wissen willst, frag einfach nach. Wenn die Reports zu umfangreich werden, brems mich!
Danke und Ciao Ciao, Konti
Cliffs:
- Gestern in Venlo NL 2/2 hauptsächlich gespielt
- AA > KK für einen 760€ Pot
- Ansonsten weniger Action als im Schlafzimmer von Arnold Schwarzenegger
- Insgesamt 520 Euro Gewinn abzgl. Spritkosten